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Forum Wissenschaft und moralische Verantwortung Forum Wissenschaft und moralische Verantwortung Philosophie, Wissenschaftstheorie Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Jocelyne Lopez
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Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen!

Die Forderung der Falsifizierbarkeit in der Wissenschaft halte ich f?r eine Fehlleistung von Karl Popper, so sehr ich auch Popper als Denker und Mensch bewundere und mag.

Diese Forderung ist sowohl unbrauchbar, als auch unhaltbar und sogar gef?hrlich f?r die seri?se Wissenschaft, aus folgenden Gr?nden:

a) Sie steht im eklatanten Widerspruch mit den noch geltenden und verbindlichen Grunds?tzen der theoretischen Physik, wonach zwar Arbeitshypothesen zul?ssig und sogar erw?nscht sind, jedoch solange nicht als g?ltig angenommen werden k?nnen, bis sie experimentell nachgepr?ft und best?tigt sind.

Das w?re sonst zu einfach: Jeder k?nnte irgendeine Hypothese aufstellen und verlangen, dass sie als g?ltig anerkannt und gelehrt wird bis sie experimentell widerlegt ist. So funktioniert aber die offizielle theorische Physik nicht, weder als Grundsatz noch in der Praxis: Derjenige, der eine Arbeitshypothese aufstellt ist auch derjenige, der die experimentelle Best?tigung schuldig ist. Er mu? selbst (oder Unterst?tzer) daf?r sorgen, dass seine Arbeitshypothese experimentell nachgepr?ft wird.


b) Sie ist die offene T?r f?r jeglichen Missbrauch der Wissenschaft: Jeder k?nnte kommen, eine Arbeitshypothese aufstellen und verlangen, dass sie ungepr?ft als g?ltig angenommen und als g?ltig gelehrt wird. Man darf hier jeden Unsinn veranstalten, die Fantasie der Menschen ist ja grenzenlos.


Ich k?nnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars gr?ne M?nnchen in unterirdischen St?dten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden. Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als g?ltig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann. Das k?nnte eine Weile dauern? Wahrscheinlich mehr als 100 Jahre, oder?

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

19.06.2007 11:59 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Rudolf M?nz
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 19.06.2007 10:59 Uhr:

Ich k?nnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars gr?ne M?nnchen in unterirdischen St?dten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden. Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als g?ltig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann.



Hallo Jocelyne,

da haben sie aber schon wieder etwas gr?ndlich missverstanden. Falsifizierbarkeit bedeutet nicht, dass eine beliebige Theorie solange g?ltig ist, bis sie widerlegt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifizierbarkeit

19.06.2007 15:08 Rudolf M?nz ist offline Email an Rudolf M?nz senden Beiträge von Rudolf M?nz suchen Nehmen Sie Rudolf M?nz in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 19.06.2007 14:08 Uhr:

Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 19.06.2007 10:59 Uhr:

Ich k?nnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars gr?ne M?nnchen in unterirdischen St?dten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden. Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als g?ltig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann.



Hallo Jocelyne,

da haben sie aber schon wieder etwas gr?ndlich missverstanden. Falsifizierbarkeit bedeutet nicht, dass eine beliebige Theorie solange g?ltig ist, bis sie widerlegt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifizierbarkeit



Da haben Sie auch schon wieder etwas gr?ndlich missverstanden: Das ist n?mlich der Totschlag-Argument der Relativisten f?r die Relativit?tstheorie...

Diese Theorie ist lediglich eine ungepr?fte Hypothese, ohne experimentelle Best?tigungen ihrer Kernannahmen.

Die offizielle Wissenschaft halte sie jedoch f?r g?ltig und lehrt sie auch als g?ltig unter dem Einwand, die Skpetiker und Kritiker m?gen sie bitte falsifizieren... Und das, seit ?ber 100 Jahren...

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

19.06.2007 15:27 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Rudolf M?nz
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 19.06.2007 14:27 Uhr:
Da haben Sie auch schon wieder etwas gr?ndlich missverstanden: Das ist n?mlich der Totschlag-Argument der Relativisten f?r die Relativit?tstheorie...



Wof?r etwas als Argument dient, ist f?r die Kl?rung eines Sachverhaltes von zweitraniger Bedeutung. Wichtig ist, dass man Probleme, Argumente, Sachverhalte versteht, sie korrekt beschreiben und analysieren kann. Vernachl?ssigt man das, indem man sich mit aus Halbwissen und Halbverstandenem gespeisten Aussagen an die ?ffentlichkeit wagt, l?uft man Gefahr, dem Gegner mehr als nur ein Totschlagargument in die Hand zu geben.

Sie spielen da ein riskantes Spiel, Frau Lopez. Ich w?nschte, Sie w?rden es nicht auf Kosten der gesamten Bewegung spielen. Es geht hier nicht nur um ein bisschen Gepl?nkel im Internet, sondern um Fragen von nationaler Bedeutung.

Etwas mehr Disziplin w?re da angebracht.

Mit freundlichen deutschen Gr?ssen,
Rudolf M?nz

19.06.2007 16:08 Rudolf M?nz ist offline Email an Rudolf M?nz senden Beiträge von Rudolf M?nz suchen Nehmen Sie Rudolf M?nz in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 19.06.2007 15:08 Uhr:

Sie spielen da ein riskantes Spiel, Frau Lopez. Ich w?nschte, Sie w?rden es nicht auf Kosten der gesamten Bewegung spielen. Es geht hier nicht nur um ein bisschen Gepl?nkel im Internet, sondern um Fragen von nationaler Bedeutung.

Etwas mehr Disziplin w?re da angebracht.



Lieber Herr Rudolf M?nz,

Ich w?rde an Ihrer Stelle es unbedingt unterlassen, mir Vorschrifte ?ber das was ich zu tun und zu lassen habe zu erteilen. Ich entscheide es f?r gew?hnlich selbst, und wenn ich einen Rat daf?r brauche, werde ich es bestimmt nicht bei Ihnen holen. Ich hoffe, ich habe mich deutlich ausgedr?ckt.

?ber Ihr eigenes "bisschen Gepl?nkel im Internet" habe ich mich ?brigens nicht ?ffentlich ge?u?ert, oder? Zumal ich es nicht zur Kenntnis nehmen d?rfte. Also tun Sie es bitte auch.

Und ob es eine Frage "von nationaler Bedeutung" ist, was ich im Internet schreibe oder auch nicht soll einzig und allein Ihre pers?nliche Einsch?tzung sein. Obwohl ich von Ihrer Einsch?tzung mich schon geschmeichelt f?hlen darf, muss ich schon sagen :

http://www.ekkehard-friebe.de/friebeforum/thread.php?threadid=364#p57261412527806597


Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 02.05.2007 02:32 Uhr:

Liebe Frau Lopez,

da gibt es nichts zu bedauern. Zwischen h?rigen Anh?ngern der Schulwissenschaft und ernsthaften Kritikern der Einstein-Physik wird es auf absehbare Zeit keine Diskussion auf Augenh?he geben. Wir "Dissidenten" sind die Underdogs, die "Crackpots", die verirrten "Cranks", die man nicht ernst nehmen muss.

Da wird allerorten gepredigt, dass die Wissenschaft ein offener Prozess sei, an dem jeder teilnehmen darf, wenn er nur etwas beizutragen hat, aber wie zeigt sich das in der Realit?t? Die Wissenschaft ist ein elit?rer Verein, der sich z.B. gegen?ber Ihrer - auch f?r Laien nachvollziehbaren - Kritik der RT sperrt. Wie soll man eine Situation anders als grotesk nennen, in der Laien bessere und einleuchtendere Argumente formulieren k?nnen, als studierte Experten? Die Mehrheit w?re auf unserer Seite, wenn man sie informieren w?rde. Die Mehrheit w?re auf der Seite der Kritiker, wenn man den Kritikern ein Forum g?be.
[...]
Es wird uns Physik-Laien die Kompetenz abgesprochen, in einem Themengebiet mitsprechen zu d?rfen, das uns - als Objekte der Physik - direkt betrifft. Wir werden durch eine elit?re Wissenschaft physikalisch - also "k?rperlich" - entrechtet. Wir m?ssen die Definitionshoheit ?ber unsere Erfahrungen in der k?rperlichen Welt an eine verbildete Elite abgeben, die uns mit einer esoterischen Theorie die Definitionshoheit ?ber unsere eigenen Erfahrungen entreisst. Sie beraubt uns unseres Vetrrauens in unseren gesunden Menschenverstand und verkauft uns eine Welt, die wir nicht mehr verstehen d?rfen.



Wenn Sie sich also selbst als "Dissident" bezeichnen (was ich allerdings bis jetzt mit keinem Argument von Ihnen erkennen konnte... ), dann sollten Sie doch froh sein, dass wir uns alle, jeder nach seinen F?higkeiten und M?glichkeiten einsetzen, um in diesem Forum Gegenstimmen zu diesem "elit?ren Verein" der Einsteinsanh?nger h?ren zu lassen und "einleuchtendere Argumente als studierte Experten" formulieren k?nnen.

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Jocelyne Lopez am 19.06.2007 18:16.

19.06.2007 17:52 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 19.06.2007 10:59 Uhr:

Die Forderung der Falsifizierbarkeit in der Wissenschaft halte ich f?r eine Fehlleistung von Karl Popper, so sehr ich auch Popper als Denker und Mensch bewundere und mag.



Vielleicht wurde Karl Popper am Ende seines Lebens bewusst, dass die Wissenschaft einen falschen und sogar bedenklichen Weg eingeschlagen hat, wie es zumindest 1990 in einem Interview mit der Zeitung DIE WELT ersichtlich ist, das ich schon hier im Forum ?bernommen habe, siehe:

http://www.ekkehard-friebe.de/friebeforum/thread.php?threadid=62#p37636826023631739

zitiert aus der Homepage von Wolfgang Neundorf, "Die Physik in der Sackgasse?"

http://www.neundorf.de/Kritik/kritik.html



Zitat:

Wolfgang Neundorf hat geschrieben:

Erinnern wir uns doch eines Interviews, welches Karl Popper (1902-1994) der Zeitung DIE WELT am 29. Januar 1990 gab (1991 ver?ffentlicht als Taschenbuch bei Ullstein unter dem Titel "Ich wei?, da? ich nichts wei? - und kaum das" ):

Popper: Wir Intellektuellen haben schauerliche Dinge gemacht, wir sind eine gro?e Gefahr. Wir bilden uns viel ein - wir wissen nicht, wie wenig wir wissen. Und wir Intellektuellen sind nicht nur anma?end, sondern auch bestechlich.

WELT: Materiell bestechlich?

Popper: Ich meine nicht nur mit Geld, sondern auch bestechlich durch Ansehen, Macht, Einflu? und so weiter. Das ist leider so. Man m??te auch hier eine neue Mode schaffen. Ich hoffe, da? es f?r Intellektuelle einmal modern werden wird, bescheiden zu sein. Das ginge schon. Nat?rlich bin ich nicht der beste Mann, um eine neue Mode zu kreieren.

WELT: Welchen "Modetrend" erkennen Sie heute bei den Intellektuellen?

Popper: Sie machen aus Theorien Ideologien. Selbst in der Physik und in der Biologie gibt es leider viele Ideologien. (...) ?berall, auch in diesen Fachbereichen, gibt es einen Dogmatismus, gegen den es schwierig ist, sich durchzusetzen. (...) Die Intellektuellen sind unkritisch und gehen mit den Moden, und es gibt einen starken Druck. Das hei?t: Wer nicht mit der Mode geht, der steht bald au?erhalb des Kreises derer, die ernst genommen werden.

WELT: W?rden Sie so weit gehen und sagen da? durch diesen Anpassungsdruck die Wissenschaft gef?hrdet ist?

Popper: Ich bin ein begeisterter Anh?nger der Wissenschaft. Physik und Biologie sind f?r mich gro?artige Wissenschaften, und ich halte die meisten Physiker und Biologen f?r sehr gescheit und gewissenhaft. Aber: Sie stehen unter Druck. Diesen Druck gibt es erst seit dem zweiten Weltkrieg, seitdem so viel Geld f?r die Wissenschaft ausgegeben wird.


Diese Aussagen sind aktueller denn je. Gerade weil Popper alles andere als ein Wissenschaftsgegner und Technikfeind war, sollte man seine Aussagen durchaus ernst nehmen. Denn er erkannte eine Entwicklung - im und nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzend, wie er bemerkte -, die sich letztlich nicht unbedingt als f?rderlich f?r den wahren Erkenntnisfortschritt herausstellte.



Auch Ekkehard Friebe hat in diesem Zusammenhang ein anderes Zitat von Karl Popper ?bernommen:

http://www.ekkehard-friebe.de/wissenschaftsmaffia.html


Zitat:

Ekkehard Friebe hat geschrieben:

Die LETZTEN DREI DOGMEN werden von den F?hrungskr?ften der Wissenschafts-Hierarchie besonders gepflegt. Denn durch POPPER erhalten wir - unter Hinweis auf die zwei unten zitierten B?cher von KUHN, Th. S. (1973, 1981) - noch folgende wichtige Information (Zitat von Seite 58 des Buches POPPER / LORENZ 1985):

"NOBELPREISE - LOHN F?R DIE SIEGREICHE MAFIA?

KREUZER: Hier sollte man doch ein paar Worte ?ber Thomas KUHN sagen. Von ihm stammt die Wissenschaftstheorie der "Paradigmata". Er sagt, die Wissenschaft sei eine Vereinbarung jeweils einer Wissenschaftsmafia, die von der n?chsten abgel?st wird.

SEXL: Es ist eher ein soziologischer Prozess als ein logischer Prozess oder ein kritischer Prozess.....

KREUZER: Wissenschaft ist das, was zwischen den Wissenschaftlern ausgemacht wird.....

SEXL: Es wird ausgemacht zwischen Gruppen - wer gewinnt, der hat dann den Nobelpreis." (Ende des Zitats)



Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Jocelyne Lopez am 19.06.2007 22:17.

19.06.2007 22:16 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Wolfi
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

So weit ich es verstanden habe, bedeutet Falsifizierberkeit folgendes: Eine wissenschaftliche Theorie kann NIE endg?ltig bewiesen werden. Sie kann durch Experimente best?tigt werden, aber es kann nie ausgeschlossen werden, dass ein Experiment gefunden wird, dass die Theorie widerlegt. Es ist zwar unwahrscheinlich aber vielleicht finden wir ja zb einen K?rper, der nicht nach unten f?llt, wenn man ihn losl?sst.
Das bedeutet also, dass man eine Theorie nie beweisen, jedoch sehr wohl widerlegen kann. Dazu gen?gt nur ein Experiment.
Eine wissenschaftliche Theorie muss falsifizierbar sein. Das bedeutet, es muss ein m?gliches Experiment existieren, dass die Theorie entweder best?tigt oder aber widerlegt (falls sie falsch ist). Die Newtonsche Gravitation ist ein gutes Beispiel f?r eine solche Theorie. Sie macht zb klare Vorhersagen f?r Planetenbahnen, die man messen kann. Ein einziger K?rper oder Planet, dessen Bahn von newtonschen Vorhersagen abweicht, w?rde die Theorie falsifizieren. Die Relativit?tstheorie ( ) macht auch Vorhersagen, zb ?ber Teilchenbahnen in Beschleunigern, die man ?berpr?fen kann und ist somit falsifizierbar.

20.06.2007 01:40 Wolfi ist offline Email an Wolfi senden Beiträge von Wolfi suchen Nehmen Sie Wolfi in Ihre Freundesliste auf Füge Wolfi in deine Contact-Liste ein
Rudolf M?nz
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 19.06.2007 16:52 Uhr:
Wenn Sie sich also selbst als "Dissident" bezeichnen (was ich allerdings bis jetzt mit keinem Argument von Ihnen erkennen konnte... ), dann sollten Sie doch froh sein, dass wir uns alle, jeder nach seinen F?higkeiten und M?glichkeiten einsetzen, um in diesem Forum Gegenstimmen zu diesem "elit?ren Verein" der Einsteinsanh?nger h?ren zu lassen und "einleuchtendere Argumente als studierte Experten" formulieren k?nnen.



Ich habe nichts dagegen, wenn jeder sich mit seinen F?higkeiten daf?r einsetzt, sich gegen den ?berm?chtigen Wissenschaftsapparat zu stellen. Aber man sollte dabei wirklich ehrlich zu sich selbst sein, und sich nur dann zu Wort melden, wenn man wirklich ein stichhaltiges Argument in der Hand hat. Eine Kritik am Popperschen Modell der Falsifizierbarkeit, die deutlich erkennen l?sst, dass der Kritiker den Grundgedanken gar nicht verstanden hat, ist kontraproduktiv.

Das f?llt auch auf mich zur?ck, da ich im privaten Umfeld sehr viel Werbung f?r das GOM-Projekt gemacht habe. Die Ziegenspielkontroverse war nur ein Nebenkriegsschauplatz, aber das Verst?ndnis wesentlicher Prinzipien der modernen Wissenschaftstheorie ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer qualifizierten Wissenschaftskritik. Da d?rfen wir uns keine Schnitzer erlauben, damit machen wir uns unglaubw?rdig.

Aussage wie diesem beweisen f?r jeden informierten Gegner, dass sie das Thema Ihrer Er?rterung ?ber nicht verstanden haben:


Zitat:

Jeder k?nnte irgendeine Hypothese aufstellen und verlangen, dass sie als g?ltig anerkannt und gelehrt wird bis sie experimentell widerlegt ist.



Das ist keine Frage, ?ber die man einfach unterschiedlicher Meinung sein kann, Popper hat sich da sehr deutlich ge?ussert. Man kann unterscheidlicher Meinung dar?ber sein, welche Rolle die Falsifizierbarkeit f?r die G?ltigkeit wissenschaftlicher Aussagen hat, aber die Definition der Falsizierbarkeit ist unstrittig:

Eine Aussage, die einen wissenschaftlichen Wert haben soll, muss so formuliert sein, dass sie, wenn sie falsch ist, auch als falsch erkannt werden kann. Es geht dabei nicht darum, dass Aussagen solange richtig sind, bis sie widerlegt sind, sondern um die Eliminierung von wissenschaftlich generell nicht ?berp?fbaren Aussagen.


Zitat:

Ich k?nnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars gr?ne M?nnchen in unterirdischen St?dten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden.



Diese Aussage scheitert schon, bevor ?berhaupt die Falsfizierbarkeit eine Rolle spielt, weil sie nichts erkl?rt und in sich nicht schl?ssig ist. Sie hat auch keine wissenschaftliche Relevanz, sie erkl?rt kein bisher ungekl?rtes in der Realit?t beobachtetes Ph?nomen. Bevor aber eine Hypothese sich dem Falsifizierungskriterium stellen muss, muss sie sich der Frage stellen, welche offene Frage sie kl?rt, also welches in der Natur oder im sozialen Miteinander beobachtete Ph?nomen sie erkl?rt.

Als Christ bin ich z.B. der Meinung, dass der Glaube an Gott viele Ph?nomene erkl?rt, die im menschlichen Miteinander real sind. Als Kritiker der Relativit?tstheorie bin ich der Ansicht, dass die RT Aussagen macht, die den Horizont der menschenm?glichen wissenschaftlichen Erkenntnis ?bersteigen. Und ich kann beides mit der Falsfizierbarkeit in der Wissenschaft vereinbaren, weil ich hier exakt differenziere. Es ist nicht n?tig, Popper zu kritisieren, um die RT kritisieren zu k?nnen. Im Gegenteil: Man muss gerade Poppers Falsifikationskriterium hochhalten, um die RT ?berhaupt kritisieren zu k?nnen. Ich wollte darauf schon viel fr?her eingehen, aber der Disput ?ber das Ziegenspiel hat mich davon abgehalten.

Ich verspreche Besserung... und ich hoffe, dass sie das Ziegenspiel nochmal ?berdenken.

Viele Gr??e,
Rudolf M?nz

20.06.2007 02:38 Rudolf M?nz ist offline Email an Rudolf M?nz senden Beiträge von Rudolf M?nz suchen Nehmen Sie Rudolf M?nz in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 20.06.2007 01:38 Uhr:

Ich habe nichts dagegen, wenn jeder sich mit seinen F?higkeiten daf?r einsetzt, sich gegen den ?berm?chtigen Wissenschaftsapparat zu stellen.



Das ist f?r uns alle sehr erfreulich, dass Sie nichts dagegen haben. Wir sind Ihnen alle sehr dankbar



Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 20.06.2007 01:38 Uhr:

Aber man sollte dabei wirklich ehrlich zu sich selbst sein, und sich nur dann zu Wort melden, wenn man wirklich ein stichhaltiges Argument in der Hand hat.



Ja, dann tun Sie das.



Zitat:

Rudolf M?nz schrieb am 20.06.2007 01:38 Uhr:

Das f?llt auch auf mich zur?ck, da ich im privaten Umfeld sehr viel Werbung f?r das GOM-Projekt gemacht habe.



Vielen Dank.



Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

20.06.2007 10:20 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Wolfi schrieb am 20.06.2007 00:40 Uhr:

Eine wissenschaftliche Theorie muss falsifizierbar sein. Das bedeutet, es muss ein m?gliches Experiment existieren, dass die Theorie entweder best?tigt oder aber widerlegt (falls sie falsch ist).



Es gibt zum Beispiel bei der SRT kein Experiment, das die Theorie widerlegen kann. Es wird eben bei dieser Forderung der Falsifizierbarkeit nicht unterscheidet zwischen einer theoretischen Falsifizierbarkeit (alles ist n?mlich theoretisch m?glich) und einer effektiven Falsifizierbarkeit (nicht alles ist in der Praxis m?glich). Deshalb ist diese Forderung wissenschaftlich wertlos, unbrauchbar und sogar gef?hrlich f?r das wissenschaftliche Denken und den wissenschaftlichen Fortschritt.

Ich erlaube mir hier auf meinen gestrigen Beitrag im Forum von Harald Mauer zu verweisen:

Gott existiert im Zentrum des Universums
http://www.mahag.com/FORUM/forum.php?id=8102#8102


Zitat:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:

Ich habe nur die Analogie gebracht, dass meine Marsm?nnchentheorie auf einer Annahme beruht, die zwar theoretisch falsifizierbar ist (man sollte eben nur den unterirdischen Bereich des Mars gr?ndlich untersuchen), jedoch de facto nicht. Dadurch entsteht die geradezu perverse Situation, dass sie eigentlich als g?ltig angenommen und als g?ltig auch gelehrt werden sollte.

Damit wollte ich eben nur die Unhaltbarkeit und Unbrauchbarkeit der Falsifizierbarkeitsforderung verdeutlichen: Man kann damit jegliche fantastische Annahme postulieren, je fantastischer desto g?nstiger, sich zur?cklehnen und warten, dass die Andere sie falsifizieren. So wie eben die Relativit?tstheorie seit 100 Jahren, zum Beispiel mit der Annahme, dass die Lichtgeschwindigkeit absolut konstant zu jeglichen Beobachtern ist. Das kann nat?rlich auch weitere 100 Jahre oder 1000 Jahre dauern, bis man so etwas Fantastisches experimentell falsifizieren kann, zumal jede kleine Abweichung bei unseren kleinen Laborexperimenten auf ein paar Meter (etwas Anderes haben wir eben nicht um eine Geschwindigkeit dieser Gr??enordnung mit Hochpr?zision zu messen) mit Leichtigkeit als "Me?fehler" oder "Me?toleranz" abgestempelt und erkl?rt werden kann. Zumal es auch me?technisch nicht m?glich ist, die Lichtgeschwindigkeit mit einer bewegten Uhr zu messen, das ist schon schwierig und empfindlich genug, es mit einer unbewegten Uhr zu tun. Es w?rde nur unauswertbare Matschdaten rauskommen, ist schon klar. Das Spielchen dauert 100 Jahre, es kann wie gesagt noch 1000 Jahre dauern, no problem... Was soll das?

Das soll doch nicht der Sinn der Sache in der Wissenschaft, in der Experimentalphysik, f?r die Wahrheitsfindung und den Erkenntnisfortschritt sein, oder? Das ist doch ein Witz.

Die Aussage, dass eine Theorie solange als g?ltig gilt bis sie experimentell widerlegt ist stellt in meinen Augen eindeutig eine Fehlleistung dar. Wie gesagt, sie ist die offene T?r f?r jede ungepr?fte Hypothese und basiert einzig und allein auf einem Glaubensatz. Es gibt dann folglich kein Unterschied mehr zwischen Wissenschaft und M?rchen, Fiktionen oder Religionen. Das geht nicht.

Ich k?nnte n?mlich auch die Hypothese aufstellen, dass Gott im Zentrum des Universums existiert. Dann sollst Du sie bitte falsifizieren. Viel Spa?. Zwar haben zwei russische Astronauten berichtet, glaube ich, dass sie dort oben Gott nicht gesehen haben, aber was bewei?t das? Sie waren ja nur vor der T?r, und nicht im Zentrum des Universums, oder?



Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Jocelyne Lopez am 20.06.2007 10:57.

20.06.2007 10:44 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Wolfi
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Es gibt vielleicht (noch) kein Experiment, dass die Theorie widerlegt, ABER: Die Theorie macht eindeutige Vorhersagen, die leicht im Experiment ?berpr?fbar sind. Es w?rde zb gen?gen, dass man den gyromagnetischen Faktor des Elektrons misst und den Wert 1 erh?lt, wie von der nichtrelativistischen Quantenmechanik vorhergesagt, und die RT w?re schon widerlegt. Da aber bis jetzt kein solches Experiment gefunden wurde, dass die RT widerlegt, wird sie glaubw?rdiger. Wohlgemerkt: Die RT wird durch Experimente zwar best?tigt, jedoch NICHT bewiesen.
Dein Beispiel mit den unterirdischen Marsm?nnchen, w?re zb ein Beispiel f?r eine nicht falsifizierbare Theorie, da sie keine Vorhersagen macht. Dh falls die Theorie falsch ist, besteht keine M?glichkeit, dies durch Experimente zu ?berpr?fen.
Also: Die Forderung nach Falsifizierbarkeit bedeutet, man muss eine Theorie so formulieren, dass sie prinzipiell angreifbar ist.

LG Wolfi

20.06.2007 12:07 Wolfi ist offline Email an Wolfi senden Beiträge von Wolfi suchen Nehmen Sie Wolfi in Ihre Freundesliste auf Füge Wolfi in deine Contact-Liste ein
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Wolfi schrieb am 20.06.2007 11:07 Uhr:

Es gibt vielleicht (noch) kein Experiment, dass die Theorie widerlegt,



Es wird nie ein Experiment geben, das die SRT widerlegt...

Hier erlaube ich mir noch einmal auf meinen Beitrag von soeben im Forum von Harald Maurer zu verweisen:

Geniale Minimalit?t
http://www.mahag.com/FORUM/forum.php?id=8113#8113


Zitat:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:


Zitat:

Das ist ja auch wieder nicht so wie du denkst: nat?rlich ist dies nicht alleiniges Kriterium f?r das Design bzw. die Pr?fung von Theorien/Modellen.
Ein wesentlicher Punkt ist eben auch, dass auf ?berfl?ssige, d.h. experimentell prinzipiell nicht pr?fbare, Annahmen verzichtet wird.



Das ist wohl nicht Dein Ernst f?r die SRT, oder?!

Die SRT basiert einzig und allein auf die ?Minimalannahme?, dass die Lichtgeschwindigkeit absolut konstant zu jeglichen Beobachtern sei. Das Minimum w?re also, dass es ein Experiment geben kann, das diese ?Minimalannahme? widerlegen k?nnte, nicht? Und so ein Experiment gibt es eben aus messtechnischen Gr?nden nicht (siehe mein vorheriger Beitrag), und zwar verst?ndlicherweise seit 100 Jahren und f?r die n?chsten 100 Jahre...

Das ist doch ein Witz, Deine ?Minimalit?tsforderung?, man darf also auf die experimentelle Widerlegung der grundlegenden Annahme der SRT verzichten. Toll. Und genial.

Zumal man auch aus demselben Grund auf die experimentelle Widerlegung der Folgerungen dieser Minimalannahme verzichten darf:

- L?ngenkontraktion: Es ist messtechnisch nicht m?glich, die L?nge eines bewegten Objektes hochpr?zis zu messen. Da w?rden nur unauswertbaren Matschdaten dabei rauskommen, ist schon klar. Toll.

- Zeitdilatation: Diese Folgerung h?ngt direkt von der experimentell unwiderlegbaren Folgerung ?L?ngenkontraktion? ab, und sie beruht noch dazu selbst auf einer experimentell nicht ?berpr?fbaren Annahme: Die relative Gleichzeitigkeit. Es wird uns wohl messtechnisch nie m?glich sein, Instrumente zu entwickeln, die auf ein Ereignis absolut gleichzeitig reagieren und es zu ?berpr?fen. Es wird immer messtechnisch eine Verz?gerung bei der Anzeige geben. Das bedeutet nat?rlich nicht, nur weil wir sie nicht messen k?nnen, dass die absolute Gleichzeitigkeit nicht existieren sollte, wir d?rfen nur auf eine Widerlegung verzichten. Toll.

- Zwillingsparadoxon: Unfalsifizierbar, genauso wie meine Marsm?nnchentheorie. Toll.

Das ist doch ein Witz bei der SRT, Deine Forderung nach ?Minimalit?t?, um sie frei von ?unn?tigen Verkomplizierungen? zu halten, oder?



Viele Gr??e
Jocelyne Lopez



20.06.2007 13:02 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

F?r interessierte Leser verweise ich auch auf eine Diskussion im (geschlossenen) Forum ?Philo-Forum.de?, wo ich mich 2005 beteiligt und auch meine Bedenken ?ber die Falsifizierbarkeitsforderung Poppers dargestellt habe:

Grundlagen moderner Wissenschaftstheorie
http://www.philo-forum.de/philoforum/viewtopic.php?t=9748&topic_view=flat

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

20.06.2007 13:44 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Wolfi
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zur Zeitdilatation... es mag sein, dass die Atomuhren zur Zeit nicht die n?tige Genauigkeit haben. Mag sein, dass der Atomuhrentransport von Hafele/Keating keine eindeutigen Ergebnisse geliefert hat. Ich wei? es nicht. Ich bin mit Messtechnik nicht besonders erfahren, daher hat es keinen Sinn ?ber dieses Experiment zu diskutieren. Es werden jedoch Uhren entwickelt, die auf Lasern basieren, deren Genauigkeit mehr als tausendmal gr??er ist sein wird, als die Genauigkeit heutiger Atomuhren. Sie befinden sich momentan leider erst in der Entwicklungsphase.

Aber das macht nichts, denn die Zeitdilatation und L?ngenkontraktion sind nicht die einzigen Vorhersagen der Relativit?tstheorie. Wie gesagt, macht die relativistische Quantenmechanik andere Vorhersagen als die nichtrelativistische. Und diese kann man mit heutigen Mitteln ganz leicht ?berpr?fen. Einige Beispiele sind das gyromagnetische Moment des Elektrons, das auf bis zu zehn Nachkommastellen mit Messungen ?bereinstimmt. Au?erdem sagt die Relativit?tstheorie f?r Atome, zb das Wasserstoffatom, gewisse Korrekturen f?r die Bindungsenergien vorher, die man auch ganz gut ?berpr?fen kann. Also die Relativit?tstheorie macht eindeutig Vorhersagen, die falsifizierbar sind.

LG Wolfi

20.06.2007 17:25 Wolfi ist offline Email an Wolfi senden Beiträge von Wolfi suchen Nehmen Sie Wolfi in Ihre Freundesliste auf Füge Wolfi in deine Contact-Liste ein
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Wolfi schrieb am 20.06.2007 16:25 Uhr:

Zur Zeitdilatation... es mag sein, dass die Atomuhren zur Zeit nicht die n?tige Genauigkeit haben.
[...] Es werden jedoch Uhren entwickelt, die auf Lasern basieren, deren Genauigkeit mehr als tausendmal gr??er ist sein wird, als die Genauigkeit heutiger Atomuhren. Sie befinden sich momentan leider erst in der Entwicklungsphase.



Auf jeden Fall hat man administrativ entschieden, dass die Atomuhren schon 1983 die "n?tige Genauigkeit" hatten, um die Lichtgeschwindigkeit auf ein paar Metern im Vakuum als absolut konstant im Raum und Zeit mit 299.792.458 m/s zu erkl?ren, die L?nge des Meters darauf anzupassen, alle astronomischen Berechnungen und kosmologischen Theorien, die diesen konstanten Wert verwenden als zul?ssig und auf zig Kommastellen als exakt anzuerkennen, die Messungen der Lichtgeschwindigkeit offiziell einzustellen und alle anderen Theorien als unzul?ssig und ung?ltig zu verdammen, die diesen konstanten Wert nicht zugrunde legen...

So ist die Lage in der Experimentalphysik der Relativit?tstheorie, das sieht also nicht so aus, als ob die Schulphysik auf die "Entwicklungsphase" von neuen Atomuhren wartet, um ihre Wahrheit autorit?r zu bek?nden, sondern es ist vielmehr so, dass die Schulphysik ihre Wahrheit schon endg?ltig gefunden hat und sie mit allen Mitteln aufzwingen und verteidigen will... Die Kritiker der Relativit?tstheorie k?nnen ein Lied davon singen...

Das ist jedoch erst einmal nur f?r die "Best?tigung" der absoluten Konstanz der LG mit unbewegten Uhren, also zu unbewegten Beobachtern. Daf?r waren also offensichtlich die Atomuhren schon 1983 endg?ltig genau genug, Du brauchst nicht auf neue Uhrenentwicklungen zu warten, da wartest Du umsonst...

Offensichtlich waren jedoch die Atomuhren 1983 nicht genau genug, um die zweite Annahme der Relativit?tstheorie bzg. der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu ?berpr?fen: Die absolute Konstanz der LG zu bewegten Beobachtern, also zu bewegten Uhren, da kein einziges Experiment dar?ber seit 100 Jahren durchgef?hrt wurde. Oder die Schulphysik hat einfach "vergessen", diese Annahme experimentell zu ?berpr?fen, das kann passieren... Da brauchst Du also auch nicht darauf zu warten, da wartest Du umsonst.

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Jocelyne Lopez am 21.06.2007 00:37.

21.06.2007 00:33 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
sammylight
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Ich k?nnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars gr?ne M?nnchen in unterirdischen St?dten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden.


Im Gegensatz zu meinen Vorrednern bin ich durchaus der Meinung, dass es sich bei der Aussage prinzipiell um eine falsifizierbare Aussage handelt. Diese Hypothese kann man durchaus aufstellen, warum denn nicht?

Zitat:


Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als g?ltig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann. Das k?nnte eine Weile dauern? Wahrscheinlich mehr als 100 Jahre, oder


Nat?rlich k?nnen Sie das verlangen, aber von wem denn? Wenn Sie gen?gend Menschen davon ?berzeugen k?nnen auch diese Hypothese zu vertreten, w?rde sie vielleicht auch als aktuell geltende Hypothese gelehrt. Das wird aber wohl kaum gelingen.

Zwischen der RT und der gr?ne M?nnchen Theorie gibt es aus meiner Sicht einen qualitativen Unterschied: Die RT wurde bisher sehr h?ufig ?berpr?ft, d.h. man versuchte h?ufig sie zu falsifizieren. Bisher ist es niemandem gelungen. Dagegen wurde die Newton - Mechanik bereits falsifiziert, denn es gibt ja Experimente die sie nicht erkl?ren kann. Jetzt kann man sich nat?rlich entscheiden ob man die Theorie komplett vergessen sollte, oder weiterhin in den bisher nicht falsifizierten F?llen bei ihr bleiben sollte.

Ich m?chte zumindest in einer Welt leben, in der Wissenschaft und Technik auch angewendet werden. Und ob die Elektrodynamik, Quantenmechanik, Newton Mechanik usw. letztlich vollkommen richtig sind ist f?r uns wohl ziemlich egal wenn wir im Notfall mit unserem Mobiltelefon erfolgreich Hilfe rufen k?nnen, oder?

Gru?,
Sammy

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The fact that one theory is consistent and the other is not does not neccessarily mean that the former is more accurate than the latter.

J. W. Goodman, Introduction to Fourier Optics

21.06.2007 21:18 sammylight ist offline Email an sammylight senden Beiträge von sammylight suchen Nehmen Sie sammylight in Ihre Freundesliste auf
Jocelyne Lopez
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

sammylight schrieb am 21.06.2007 20:18 Uhr:


Zitat:


Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als g?ltig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann. Das k?nnte eine Weile dauern? Wahrscheinlich mehr als 100 Jahre, oder



Im Gegensatz zu meinen Vorrednern bin ich durchaus der Meinung, dass es sich bei der Aussage prinzipiell um eine falsifizierbare Aussage handelt. Diese Hypothese kann man durchaus aufstellen, warum denn nicht?
[...]
Nat?rlich k?nnen Sie das verlangen, aber von wem denn? Wenn Sie gen?gend Menschen davon ?berzeugen k?nnen auch diese Hypothese zu vertreten, w?rde sie vielleicht auch als aktuell geltende Hypothese gelehrt. Das wird aber wohl kaum gelingen.



Also sind Sie der Meinung, dass die Wissenschaft so funktioniert, wie Popper, Kuhn, Sexl und Kreuzer sie beschrieben haben, siehe oben:

http://www.ekkehard-friebe.de/wissenschaftsmaffia.html


Zitat:

Ekkehard Friebe hat geschrieben:

Die LETZTEN DREI DOGMEN werden von den F?hrungskr?ften der Wissenschafts-Hierarchie besonders gepflegt. Denn durch POPPER erhalten wir - unter Hinweis auf die zwei unten zitierten B?cher von KUHN, Th. S. (1973, 1981) - noch folgende wichtige Information (Zitat von Seite 58 des Buches POPPER / LORENZ 1985):

"NOBELPREISE - LOHN F?R DIE SIEGREICHE MAFIA?

KREUZER: Hier sollte man doch ein paar Worte ?ber Thomas KUHN sagen. Von ihm stammt die Wissenschaftstheorie der "Paradigmata". Er sagt, die Wissenschaft sei eine Vereinbarung jeweils einer Wissenschaftsmafia, die von der n?chsten abgel?st wird.

SEXL: Es ist eher ein soziologischer Prozess als ein logischer Prozess oder ein kritischer Prozess.....

KREUZER: Wissenschaft ist das, was zwischen den Wissenschaftlern ausgemacht wird.....

SEXL: Es wird ausgemacht zwischen Gruppen - wer gewinnt, der hat dann den Nobelpreis." (Ende des Zitats)



Sind Sie auch der Meinung, dass es so richtig ist?

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

22.06.2007 11:23 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
sammylight
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Nun, da der Nobelpreis definitiv von Menschen vergeben wird und ich durchaus glaube, dass dort "Connections" eine Rolle spielen k?nnen, kann es so sein. Gut f?nde ich es nicht.
In der Industrie gewinnt aber der, der das beste Produkt besitzt. Wenn also jemand ein sehr gutes Produkt entwickelt, wie zum Beispiel einen hervorragenden Laser (in dem Umfeld kenne ich mich etwas aus), dann wird das auch gekauft und eingesetzt. Welche Theorie man zur Entwicklung herangezogen hat spielt dabei keine Rolle - Hauptsache es funktioniert.

Dem Zitat

Zitat:

Wissenschaft ist das, was zwischen den Wissenschaftlern ausgemacht wird.....


kann ich daher nicht so richtig zustimmen. Was allerdings durchaus stimmt ist, dass es nicht so einfach ist f?r einen Menschen aus einem nichtwissenschaftlichen Umfeld in einer wichtigen Fachzeitschrift zu ver?ffentlichen. Wenn dann im Lebenslauf auch noch "Autodidakt" steht, hat man sicherlich nur sehr wenig bis gar keine Chancen. Das ist vielleicht in 0.1% der F?lle schade - die restlichen 99.9% sind aber vermutlich wirklich Unsinn.
Das ist wie bei einer Bewerbung in einer Firma: Zun?chst werden die Bewerbungen nach Noten sortiert und wenn es genug Bewerbungen gibt, dann werden nur Bewerbungen mit den Abschlussnoten "1.0 bis 1.7" noch durchgelesen. Der Rest wandert ungelesen in den Papierkorb bzw. wird zur?ckgeschickt. Da k?nnen Sie noch so gut sein, wenn Sie eine "2.3" hatten wird das nicht mehr gelesen. Das ist schade und sicherlich auch ungerecht, aber es gibt bei 5000 Bewerbungen einfach keine andere M?glichkeit. Genauso ist es in der Wissenschaft. Wenn Sie eine gute Reputation haben, sind Ihre Chancen drastisch gegen?ber jemandem ohne erh?ht.
Ich finde es vielleicht nicht richtig, aber ich verstehe wie es zustandekommt.

Gru?,
Sammy

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The fact that one theory is consistent and the other is not does not neccessarily mean that the former is more accurate than the latter.

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22.06.2007 17:36 sammylight ist offline Email an sammylight senden Beiträge von sammylight suchen Nehmen Sie sammylight in Ihre Freundesliste auf
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

sammylight schrieb am 22.06.2007 16:36 Uhr:

Nun, da der Nobelpreis definitiv von Menschen vergeben wird und ich durchaus glaube, dass dort "Connections" eine Rolle spielen k?nnen, kann es so sein. Gut f?nde ich es nicht.
[?]
Genauso ist es in der Wissenschaft. Wenn Sie eine gute Reputation haben, sind Ihre Chancen drastisch gegen?ber jemandem ohne erh?ht. Ich finde es vielleicht nicht richtig, aber ich verstehe wie es zustandekommt.



Also als Zusammenfassung unseres Austausches:

1) Meine Marsm?nnchentheorie ist wissenschaftlich, weil sie nach Popper falsifizierbar ist.

2) Ich brauche nicht daf?r zu sorgen, sie nachzupr?fen, die Andere d?rfen sie falsifizieren, vor allem hier die zuk?nftigen Generationen. So lange ist sie g?ltig.

3) Ich kann damit nachpr?fbare Auswirkungen vorhersagen: Ich k?nnte zum Beispiel behaupten, der Klimawandel und die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit werden von den Marsm?nnchen gesteuert und geregelt. Diese Auswirkungen sind in der Empirie nachpr?fbar.

Wissenschaftlich ist also hier alles in Ordnung.

Ich brauche nur noch die richtigen ?connections? in der etablierten Physik zu haben, und dann darf meine Theorie als g?ltig 100 Jahren gelehrt werden - Einstein war ja 1905 nur ein 26j?hriger unbedeutender und unbekannter Angestellter, oder?

Irgendetwas kann hier in der modernen Physik nicht stimmen, oder?

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez

23.06.2007 19:09 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
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Re: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Ich brauche nur noch die richtigen ?connections? in der etablierten Physik zu haben, und dann darf meine Theorie als g?ltig 100 Jahren gelehrt werden - Einstein war ja 1905 nur ein 26j?hriger unbedeutender und unbekannter Angestellter, oder?

Irgendetwas kann hier in der modernen Physik nicht stimmen, oder?


Naja, wie gesagt, ohne auch nur irgendeinen Hinweis, dass die Theorie stimmen k?nnte, halte ich das f?r nicht m?glich.

Letztlich haben die Wissenschaftler das Ziel, die Natur ein wenig besser zu verstehen und einen Beitrag dazu zu leisten. Es geht nicht darum, irgendeinen Unsinn zu lehren den niemand glaubt. Das ist der entscheidene Grund, warum Ihre Marsm?nnchentheorie sofort scheitert.

Wenn man den Menschen eine unsinnige und egoistische Handlungsweise unterstellt, kommen solche Gedanken zustande.
Ich halte Demokratie f?r eine gute Sache, zumindest kenne ich keine bessere Regierungsform. Ihre Argumentation gegen die Wissenschaftler ist etwa so als w?rde man argumentieren:

"Die Politiker tun dass was die Mehrheit will. Wenn die Mehrheit m?chte, dass jeder dritte Einwohner erschossen wird, dann wird das halt getan. Das finde ich gef?hrlich. Deswegen ist Demokratie schlecht."

Nur: Das will ja kein vern?nftiger Mensch! Und genauso will kein vern?nftiger Mensch die Allgemeinheit wider besseres Wissen mit ung?ltigen Theorien belehren.

Viele Gr??e,
Sammy

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24.06.2007 12:43 sammylight ist offline Email an sammylight senden Beiträge von sammylight suchen Nehmen Sie sammylight in Ihre Freundesliste auf
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