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Forum Wissenschaft und moralische Verantwortung Forum Wissenschaft und moralische Verantwortung Diskussionen ?ber die Kritik der Relativit?tstheorie Chronologie zur Relativit?tstheorie Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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Ekkehard Friebe Ekkehard Friebe ist männlich
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

35. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1922 ? Einstein-Film?

Film ?ber die Relativit?tstheorie; vgl. Kritik bei Henning 1922.


1922 H. Henning: Einsteins Relativit?tslehre

HENNING, HANS:
Einsteins Relativit?tslehre im Lichte der experimentellen Psychologie und des philosophischen Realismus. Leipzig: Barth 1922. 46 S.

Vorz?gliche Kritik des Einstein-Films.

Die Theorie ist ?niemals jedoch in der erlebbaren und photographierbaren Wirklichkeit anzutreffen? (S. 2): deshalb kann auch der Einstein-Film keine Bilder der ?Wirklichkeit? bieten, sondern nur Trickzeichnungen, die den Sehraum des Beobachters wiedergeben sollen, dabei jedoch Fehler machen, die die experimentelle Psychologie aufkl?ren mu?. ?Nach den Gesetzen der physiologischen und psychologischen Optik sehen wir die Gegenst?nde der Au?enwelt nicht in derjenigen Lage zueinander, die sie im wirklichen Raume einnehmen ... Mit anderen Worten: der Sehraum deckt sich nicht mit dem objektiven Raum? (S. 3).

Analysiert das ?Sophisma? des Uhrenparadoxons: ?weil? nach der Theorie beliebig angenommen werden darf, welches von zwei inertialen Systemen man als bewegt betrachtet, m?sste einmal die eine Uhr, einmal die andere Uhr nachgehen, m??ten also beide Uhren gleichzeitig nachgehen: ?d.h. sie gehen objektiv gleich? (S. 5). - Zum unterschiedlichen Uhrengang: ?Mechanische Uhren, die je nach der Geschwindigkeit des Zuges verschieden rasch gehen, Geschwindigkeits?nderungen mitmachen und Gesamtzeiten angeben, lassen sich nicht konstruieren? (S. 4). - ?Wenn viele popul?re Darstellungen der Relativit?tslehre oder der Text des Einstein-Films w?rtlich sagt: ?ein vierj?hriger Knabe kann nach zehn Jahren ein achtzigj?hriger Greis sein, es kommt nur auf die Bewegung an?, so ist das ein krasser Unsinn? (S. 6). - ?Unweigerlich hat der Zeitbegriff, welcher in der philosophischen Wirklichkeit und f?r objektive Geschehnisse gilt, die Eigenschaft der Nichtumkehrbarkeit . Eine bestimmte Wirklichkeitsphase kann nicht zugleich vergangen, gegenw?rtig und zuk?nftig sein, sie kann sich auch nicht wiederholen? (S. 10-11). - Wirft der Theorie einen grunds?tzlichen erkenntnistheoretischen Relativismus vor, st?tzt sich dabei auf ein Zitat von Weyl (?ber Feld u. Materie. In: Ann. d. Phys. 1921): ?Prinzipiell gesprochen ist also in der allgemeinen Relativit?tstheorie nicht nur der Begriff der absoluten, sondern auch der relativen Bewegung verschiedener K?rper gegeneinander sinnlos? (S. 11).

Erfindet zur Pr?fung der behaupteten L?ngenkontraktion ein reales Experiment im Stil von Einsteins Eisenbahn-Gedankenexperimenten: zwei ?Drahtgitter?, die als elektrische Kontakte dienen sollen, werden am Schienenweg so aufgestellt, da? der ruhende Wagen sie mit beiden Wagenenden gerade ber?hrt und dann einen elektrischen Kontakt schlie?t; der fahrende Wagen soll laut Theorie verk?rzt sein, w?rde daher im Vorbeifahren die beiden Drahtgitter nicht mehr gleichzeitig ber?hren und deshalb keinen elektrischen Kontakt schlie?en k?nnen. Der Wagen wird mit Sprengstoff beladen, der bei Kontakt mit beiden Drahtgittern den Wagen in die Luft sprengt: nun werden alle Relativisten zur Fahrt im Wagen eingeladen; wenn sie an die Verk?rzung durch Bewegung glauben, m??ten sie vertrauensvoll einsteigen. Henning erwartet: ?Nur einige F?hrer bleiben zur?ck und gestehen: der Wagen mu? explodieren, denn Naturgesetze sind unabh?ngig von den Einsteinschen Koordinatenbetrachtungen? (S.13).

Bestreitet die behauptete Relativit?t der Gleichzeitigkeit (GLZ): diese Relativierung stellt eine Bestreitung der GLZ dar, in klarem Widerspruch zu Einsteins eigener Aussage ?ber die Gleichzeitigkeit in der physikalischen Beobachtung. Die Feststellung der GLZ ist nur eine ?instrumentale Frage?: ?Es steht dem naturwissenschaftlich nichts im Wege, ein Ereignis A auf der Erde als gleichzeitig einem Ereignis B auf dem Mars zuzuordnen" (S. 20).

Weist den reinen Propaganda-Charakter des Einstein-Films nach, referiert hierzu decouvrierende Stellungnahmen der damaligen wissenschaftlichen Berater und Autoren. ? Liefert ?brigens eine vorz?gliche Analyse des Fehlers in der angeblichen Zeitdilatation, erkennt das von den Relativisten so genannte ?Uhrenparadoxon? als ?Sophisma?: ein Scheinproblem. - Weist den Relativisten den Subjektivismus ihrer ?Beobachter? und den erkenntnistheoretischen Relativismus ihrer Behauptungen nach, den die Relativisten besonders gern bestreiten. Eine der gedankenreichsten kritischen Schriften.


1922 S. Lothigius: De relativitetsteoriernas ov?derh?ftighet

LOTHIGIUS, STEN:
De Einsteinska relativitetsteoriernas ov?derh?ftighet: 1. Speciella relativitetsteorien. 2. Speciella relativitetsteoriens matematik. Stockholm:
M. Th. Dahlstr?m 1922. 15 S.


1922 D. C. Miller: Ether-drift experiments

MILLER, DAYTON CLARENCE:
Ether-drift experiments at Mount Wilson in 1921 and at Cleveland in 1922: [Bericht ?ber Vortrag, National Academy of Sciences, annual meeting, Washington, 24.-26. April 1922].
In: Science. 55. 1922, Nr. 1427, S. 496.
Bericht ?ber ?Ether-drift experiments at Mount Wilson Solar Observatory?, in: Physical review. Ser. 2, 19. 1922, April, S. 407-408.

Die Wiederholung des Interferometer-Versuchs von Michelson-Morley durch D. C. Miller im M?rz u. April 1921 auf dem Mount Wilson, 6000 Fu? H?he, hat eine positive Drift von einem Zehntel des erwarteten Wertes ergeben, zus?tzlich einen unerkl?rten periodischen Effekt ?of half the frequency?. Eine Wiederholung mit Konstruktion des Geb?udes aus Beton und Aluminium, Nov.-Dez. 1921, hat dieselbe Drift ergeben. Gegenw?rtig (April 1922) l?uft eine Wiederholung in Cleveland, erste Ergebnisse werden berichtet. - Damit ist die Reihe von positiven Drift-Messungen seit 1887 fortgesetzt worden: der Speziellen Relativit?tstheorie bleibt der Boden weiterhin entzogen, weil es das angebliche Null-Ergebnis nicht gibt.


1922 Aloys M?ller: Philosophische Probleme

M?LLER, ALOYS:
Die philosophischen Probleme der Einsteinschen Relativit?tstheorie: Vorlesung an der Universit?t Bonn. 2., umgearb. u. erw. Aufl. d. Buches:
Das Problem des absoluten Raumes.
Braunschweig: Vieweg 1922. 224 S. (Die Wissenschaft. 39.) Lit.-Ang.: S. VI-VIII: 81 Arbeiten.

Untersucht beide Theorien, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der SRT. Gibt eine gute, sehr neutrale Einf?hrung in die Probleme. Abschnitt 2, Kap. 3 (S. 97-112): Fundamentalkritik der SRT.


1922 P. Pagnini: Assoluto e relative

PAGNINI, PIETRO:
Assoluto e relativo [Teil 1. 2]: (obiezioni alla relativit? moderna).
In: Rassegna nazionale. 37. 1922, S. 108-119: 190-199.

Diskutiert die wichtigsten Punkte der SRT; bezweifelt zwar nicht das behauptete Null-Ergebnis des MMV, h?lt aber die herrschende Interpretation f?r falsch.


1922 A. Phal?n: Raum- u. Zeitbestimmungen

PHAL?N, ADOLF:
?ber die Relativit?t der Raum- und Zeitbestimmungen.
Uppsala (usw.): Akademiska Bokhandeln 1922. 176 S. (Kongliga Humanistika Vetenskaps-Samfundet i Uppsala. Skrifter. Bd. 21, H. 4.)


1922 W. H. V. Reade: A criticism of Einstein

READE, WILLIAM HENRY VINCENT:
A criticism of Einstein and his problem. Oxford: Blackwell 1922. 126 S.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

17.02.2007 10:49 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Lieber Herr Friebe,

angeblich wurde dieser "Einstein-Film" wieder aufgefunden.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/63285/index.html
Das als Hinweis.

Beste Gr??e
Korbinian Schmitt

18.02.2007 01:39
thogutschi
Physikstudent


Dabei seit: 17.12.2006
Beiträge: 41

Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Korbinian Schmitt schrieb am 18.02.2007 01:39 Uhr:
Lieber Herr Friebe,

angeblich wurde dieser "Einstein-Film" wieder aufgefunden.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/63285/index.html
Das als Hinweis.

Beste Gr??e
Korbinian Schmitt



Diese 3sat Einstein-Propagandaseite entlarvt sich selbst und macht sich zum Gesp?tt:

Zitat:


Einstein hat deutlich mehr Briefe als Darwin geschrieben



Bravo, was ist jetzt das f?r eine Leistung, bittesehr, Herr "Dr" Einstein?

18.02.2007 01:48 thogutschi ist offline Email an thogutschi senden Beiträge von thogutschi suchen Nehmen Sie thogutschi in Ihre Freundesliste auf
Ekkehard Friebe Ekkehard Friebe ist männlich
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Dabei seit: 23.11.2005
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

36. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1922 E. Rignano: La nostra intelligenza

RIGNANO, EUGENIO:
Come funziona la nostra intelligenza. Bologna: Zanichelli 1922. 30 S. (Attualit? scientifiche. 30.)

S. 29-31: Diskutiert bestimmte historische Entwicklungen der Mathematik, als j?ngste die Umwandlung geometrischer Aussagen in rein algebraische, die keine geometrische Bedeutung mehr haben. Die Mathematiker wollen trotzdem den algebraischen Ausdr?cken geometrische und physikalische Bedeutungen beilegen, was zu einem mathematischen Mystizismus f?hrt, insbesondere im Falle der Relativit?tstheorie mit einem vierdimensionalen Raum, als ob er wirklich existiert. Daher k?nnen Erkl?rungen mit Hilfe des vierdimensionalen Raumes keine Erkl?rungen f?r wirkliche Vorg?nge sein.


1922 A. Rodriguez de Prada: Teoria relativista

RODRIGUEZ DE PRADA, ANGELO:
Sobre la teoria relativista propuesta por el dr. A. Einstein / Angel Rodriguez.
In: Espa?a y America. 20. 1922 - 22. 1924: 20 Folgen.
Selbst?ndig erschienen: Sobre la teoria relativista propuesta por el dr. A. Einstein.
Madrid: Impr. del Asilo de Hu?rfanos 1923. 220 S. - Nach Urbano 1926, S. 11: Erscheinungsjahr 1924.

Diskutiert beide Theorien, tr?gt fundamentale Kritik aller Aspekte vor.


1922 H. Strasser: Relativit?tstheorie

STRASSER, HANS:
Die Grundlagen der Einsteinschen Relativit?tstheorie: eine kritische Untersuchung.
Bern: Haupt 1922. 110 S.


1922 R. Weinmann: Relativierung von Raum und Zeit

WEINMANN, RUDOLF:
Gegen Einsteins Relativierung von Zeit und Raum: gemeinverst?ndlich.
M?nchen (usw.): Oldenbourg 1922. 36 S.

Behandelt die grunds?tzlichen Aspekte, wendet sich insbesondere gegen Petzoldts ?subjektivistisch-sinnesphysiologische Interpretation? der Theorie.


1922 A. N. Whitehead: Principle of relativity

WHITEHEAD, ALFRED NORTH:
The principle of relativity with applications to physical science.
Cambridge: Univ. Pr. 1922. 190 S.

Kritisiert im Rahmen einer eigenen Relativit?tstheorie die SRT (Kap. 4, S. 61-8cool: besteht auf der Verschiedenheit von Raum und Zeit, absoluter Gleichzeitigkeit und absolutem Raum (S. 87): ?The effects of rotation are among the most widespread phenomena of the apparent world ... The most obvious fact about rotational effects are their apparent disconnections from outlying phenomena. Rotation is the stronghold of those who believe that in some sense there is an absolute space to provide a framework of dynamical axes. New-ton cited it in support of this doctrine. The Einstein theory in explaining gravitation has made rotation an entire mystery.?


1923 - 1927 Dritte Phase der Kritik

Der Zeitabschnitt beginnt mit der Machtergreifung der Relativisten in Deutschland und wird beschlossen mit der Mitteilung Dayton C. Millers in Amerika ?ber die positiven Laufzeitunterschiede in seinen Interferometer-Versuchen.

Diese Phase ist durch folgende Entwicklungen gekennzeichnet:
-- (1) In Deutschland wird die Kritik ins Abseits gedr?ngt und in den Fachorganen der Physik klar unterdr?ckt, wor?ber die Autoren zunehmend Klage f?hren.
-- (2) Die physikalische Kritik erscheint jetzt ?berwiegend im ?Exil?, n?mlich in den allgemeineren Zeitschriften und den erkenntnistheoretisch und naturphilosophisch orientierten Organen.
-- (3) Es werden die zusammenfassenden Darstellungen und Materialsammlungen (Gehrcke) ver?ffentlicht.
-- (4) Die wiederholten und damit abgesicherten Nicht-Null-Ergebnisse der Interferometer stellen den Ruin der Speziellen Relativit?tstheorie dar, der nur noch durch Verleugnen und Verschweigen dieser Ergebnisse hinausgeschoben werden kann. Die Unterdr?ckung der Kritik dient jetzt nicht mehr nur dem Ruhebed?rfnis und der ungest?rten Prachtentfaltung beim Personenkult um Albert Einstein, sondern ist bittere Notwendigkeit zur Existenzsicherung: die Relativistik w?rde eine ?ffentliche Diskussion nicht ?berleben.
-- (5) Zum Abschlu? dieser Phase hat die Kritik alles Wesentliche und alle Details analysiert und vollst?ndig widerlegt, z. T. durch gl?nzende Ideen und Argumentationen. Die gesamte Relativistik-Schau wird als b?sartige Inszenierung gesehen und auch offen so bewertet.


1923 Protest in Frankreich

Der erkl?rte Relativist Charles Nordmann hat zu den Rezensionen seines Buches ?Einstein et l?univers - le roman de la science?, verfa?t von L. Dunoyer und G. Cerf und ver?ffentlicht in der Zeitschrift ?Revue g?n?rale des sciences pures et appliqu?es?, eine Gegendarstellung geschrieben, deren Ver?ffentlichung die Zeitschrift abgelehnt hat. Daraufhin hat Nordmann ein Gerichtsurteil erwirkt, das die Zeitschrift zum Abdruck gezwungen hat. Gegen die Methode der gerichtlichen Durchsetzung in einer wissenschaftlichen Diskussion haben ca. 90 franz?sische Professoren einen Protest ver?ffentlicht.

PROTESTATION [LES DROITS DE LA CRITIQUE SCIENTIFIQUE]: [gerichtet gegen die Einf?hrung gerichtlich erzwungener Stellungnahmen in die freie wissenschaftliche Diskussion] / [unterzeichnet von 88 franz. Hochschullehrern, vorgelegt und in einem Begleitschreiben begr?ndet von E. Darmois].
In: Revue g?n?rale des sciences pures et appliqu?es. 34. 1923, no. 11, suppl., S. 45.
Abgedruckt bei: Darmois, E.: Les droits de la critique scientifique. 1923.

PROTESTATION [VON 94 FRANZ. HOCHSCHULLEHRERN]: [gerichtet gegen die Einf?hrung gerichtlich erzwungener Stellungnahmen in die freie wissenschaftliche Diskussion] / [eingeleitet von] E. Darmois.
In: Revue universelle. 13. 1923, S. 581-585; Begleitschreiben von Darmois: S. 580-581.

Die Protestierenden bekunden den Kritikern Dunoyer und Cerf ihre Sympathien und verurteilen die Methode gerichtlicher Schritte in der freien wissenschaftlichen Diskussion (r?prouvent la m?thode qui consiste ? faire appel aux tribunaux dans des questions qui rel?vent uniquement de la libre discussion).

Die Auseinandersetzung verl?uft nominell zwischen Nordmann und seinen Kritikern, der Sache nach steht mit dem erkl?rten Relativisten und Popularisierer Nordmann, der mit seinen Schnitzern die sch?ne Vorlage geliefert hat, die Theorie im Mittelpunkt. - Eine Analyse der Namensliste der Unterzeichner zeigt, da? die meisten von ihnen prominente Gegner der Theorie sind, da? aber auch einige Anh?nger der Theorie unterschrieben haben, weil Nordmanns Methoden der offenen Diskussion schaden. - Johannes Riem (Deutsche Zeitung. 1923, 20. Okt.) sieht in der ?Protestation? eine Parallele zum Gelehrtenprotest in Leipzig 1922.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

19.02.2007 07:09 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Lieber Herr Friebe,

bitte! Es reicht doch Link auf http://www.ekkehard-friebe.de/kap3.pdf
Da steht alles drin. Ich hatte jeden Tag auf Kommentare Ihrerseits gehofft.

Beste Gr??e
Korbinian Schmitt

20.02.2007 02:10
Jocelyne Lopez
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Korbinian Schmitt schrieb am 20.02.2007 02:10 Uhr:
Lieber Herr Friebe,

bitte! Es reicht doch Link auf http://www.ekkehard-friebe.de/kap3.pdf
Da steht alles drin. Ich hatte jeden Tag auf Kommentare Ihrerseits gehofft.



bitte! Es reicht Herr Schmitt.
Was und wie Ekkehard Friebe in seinem eigenen Forum schreibt, kommentiert oder reinstellt, m?chten Sie ihm bitte unbedingt selbst ?berlassen. Vorschrifte haben Sie ihm in keinerweise zu machen, genauso wenig wie zu anderen Teilnehmern. Herr Friebe hat gl?cklicherweise auch nicht auf Ihre Ratschl?ge gewartet, um sein Forum zu entwickeln oder die Dokumentation der Forschungsgruppe G.O. Mueller im Internet bekannt zu machen. Sonst h?tte er auch lange warten m?ssen.

Wir h?tten auch alle Anla? gehabt, jeden Tag auf sachliche und fachliche Kommentare und Beitr?ge von Ihnen zu den in diesem Forum zur Diskussion gestellten Themen zu hoffen, auch zu Ihrem eigenen Thema Quantentheorie.

Jedoch Fehlanzeige. Bis jetzt haben wir von Ihnen nur plakative und provokative pauschale ?u?erungen ?ber Theorien, sowie polemische pers?nliche Angriffe auf andere Teilnehmer tagt?glich erlebt. Mehr nicht.

Es reicht. Ich habe mehrmals schon Ihre unsachlichen Angriffe auf Teilnehmer moderieren m?ssen, Sie um einen angemessenen Umgang mit Ihren Gespr?chspartnern oder potentiellen Gespr?chspartnern und um konstruktive Diskussionsf?hrung gebeten.
Ohne Erfolg.

Wenn Sie hier gekommen sind, um durch n?chtliche ?bergriffe Unruhe zu stiften, Teilnehmer der Reihe nach zurechtzuweisen und Polemik zu betreiben, dann k?nnen wir alle darauf getrost verzichten.

Habe ich mich deutlich ausgedr?ckt?
Wir werden es auf jeden Fall nicht mehr lange weiter dulden.
Dies ist eine Verwarnung.

Jocelyne Lopez

20.02.2007 09:36 Jocelyne Lopez ist offline Email an Jocelyne Lopez senden Homepage von Jocelyne Lopez Beiträge von Jocelyne Lopez suchen Nehmen Sie Jocelyne Lopez in Ihre Freundesliste auf
Ekkehard Friebe Ekkehard Friebe ist männlich
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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

37. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1923 C. A. F. Benedicks: Raum und Zeit des Experimentalphysikers

BENEDICKS, CARL AXEL FREDRIK:
Raum und Zeit eines Experimentalphysikers: Auffassung von diesen Begriffen und von deren Um?nderung [Vortrag in der Vereinigung der Studenten, Univ. Stockholm] / Carl Benedicks. Z?rich: F?ssli 1923. 52 S.

Experimentelle Forschung f?hrt zu Resultaten von bleibendem Wert. ?ber Theorien, z.B. die Relativit?tstheorie, gibt es v?llig divergierende Urteile: k?hn, gl?nzend, mathematisch sch?n; oder: schwer fa?lich, allgemein nicht annehmbar, weil Grundbegriffe wie Zeit und Raum wechselnde Bedeutungen haben sollen. Die Relativisten versuchen denjenigen jede Kritik zu verbieten, die kein Studium der mathematischen Physik absolviert haben. H?lt sich f?r verpflichtet, ?ein bestimmtes Nein gegen ein solches Verbot auszusprechen? (S. cool.

Beabsichtigt keine Darstellung der Theorie und keine Kritik der Theorie, sondern nur eine Analyse ihres Ausgangspunktes, ?eine klare Anschauung der grundlegenden Begriffe der Zeit und des Raumes? (S. cool. - Naturwissenschaftliches Denken mu? den Begriff eines ?festen K?rpers? als Prinzip voraussetzen (wie das Identit?tsprinzip im allgemeinen Denken). Euklidische Geometrie verdient den Vorzug nur, weil sie die einfachste und somit bequemste ist (S. 10-15). - Der Zeitbegriff hat sich aus dem Prinzip des Kreisels entwickelt, realisiert in den rotierenden Himmelsk?rpern und der Erde. Gleichzeitigkeit (GLZ) auch an entfernten Punkten wird erreicht durch mechanische Koppelung der Rotationsachsen (S. 1cool. Leitet daraus eine Definition der GLZ ab: Uhren an verschiedenen Orten laufen synchron, wenn sich ihre Zeigerachsen so bewegen, als w?ren sie durch eine starre Achse miteinander verbunden (S. 19). Diese Definition ist ? scharf und eindeutig? (S. 19) und vollst?ndig unabh?ngig von irgendwelchen Vorstellungen ?ber irgendwelche physikalische Erscheinungen, z.B. die Lichtgeschwindigkeit, die ihrerseits auf dem Zeitbegriff beruht, oder der Bewegung eines Beobachters. Ferner ist der Zeitbegriff begr?ndet auch ohne die M?glichkeit, physikalische Messungen durchf?hren zu k?nnen (S. 21). - Die mechanische Relativit?t gilt nicht f?r die Rotationsbewegung: sie ist vielmehr ein Anzeichen f?r den ?absoluten Raum? (S. 23). - Leitet die Abh?ngigkeit der Masse von der Geschwindigkeit aus der klassischen Mechanik ab: dies sei ?kein besonderes Vorrecht der Relativit?tstheorie? (S.2cool. - Die C-Konstanz ist eine unbegr?ndete Annahme, ?weit au?erhalb der Erfahrung? (S. 35).

K?ndigt treuherzig an, da? er die Theorie nicht kritisieren will, protestiert jedoch entschieden gegen jegliche Maulk?rbe f?r Nicht-Mathematiker, und liefert dann den Horrorkatalog aller Relativisten: den absolut starren K?rper mit unver?nderter Metrik, die absolute Gleichzeitigkeit, den absoluten Raum. Das Argument f?r die Gleichzeitigkeit ist einer der fr?hesten Vorschl?ge seiner Art; vgl. Severi 1924, Garavaldi 1950.


1923 H. P. M. Bouasse: La question pr?alable

BOUASSE, HENRI PIERRE MAXIME:
La question pr?alable contre la th?orie d?Einstein.
In: Scientia. Bologna. Ser. 2, ann. 17, t. 33. 1923, S. 13-24.

Vorbemerkung der Redaktion (S. 13): Er?ffnet eine Folge von Beitr?gen zur Diskussion der Einsteinschen Theorie, von Anh?ngern und Gegnern der Theorie, ? auxquels nous laissons naturellement la plus ample libert? de manifestation de leur pens?e?.

Den Ansto? zur Theorie hat der Michelson-Morley-Versuch gegeben, in dem ein bestimmtes optisches Ph?nomen nicht festgestellt wurde. Die Darstellungen der Theorie behandeln dagegen Eisenbahnen, Lichtgeschwindigkeit, Bezugssysteme und Galileische Achsensysteme: es besteht keinerlei Zusammenhang zur Optik des MMV (S.17). Ben?tigt man zur Erkl?rung des Fresnel-Versuchs vorher die Eisenbahnen, die Relativgeschwindigkeiten, Bezugssysteme und den Dopplereffekt - ?oui ou non?? Wenn nicht, dann fehlt in der Theorie ein unmittelbar einleuchtendes Erkl?rungsprinzip f?r die Optik (S. 1cool. - Fazit: Wie kann man behaupten, unser Erkenntnisapparat vermittle falsche Vorstellungen von Raum und Zeit, und ihm gleichzeitig in allen anderen ?berlegungen vertrauen? - Stellt die ? question pr?alable?, die vorausgehende, zuerst zu beantwortende Frage, bevor die Theorie diskutiert werden kann: ?Les donn?es intuitives de notre cerveau forment un bloc que vous n?avez pas le droit de diviser. Si vous en rejetez une partie, vous ?tes fatalement conduit ? rejeter le tout: ce qui supprime toute possibilit? de connaissance? (S. 20). Die Relativisten selbst sagen, da? ihre behaupteten Folgen der Theorie den intuitiven Erkenntnissen unseres Erkenntnisapparats widersprechen: solange die Relativisten die ? question pr?alable? nach der unauftrennbaren Einheit unseres Erkenntnisapparats nicht als unberechtigt erweisen k?nnen, brauchen sich die Physiker mit den Einzelheiten der Theorie nicht zu befassen (S. 20). - Es ist eine T?uschung der ?ffentlichkeit, wenn Relativisten behaupten, der MMV sei ?incompatible avec tout autre th?orie que celle d?Einstein? (S. 22). - Die ?ther-Hypothese erkl?rt Tausende von wichtigen Ph?nomenen: bisher hat sie nur drei optische Ph?nomene nicht erkl?rt, die erst durch technisch perfektionierte Techniken (d.i. der MMV) bekannt geworden sind oder auf sehr verschiedene Weise erkl?rt werden k?nnen (S. 22).

W?hrend 1920 in Bad Nauheim und 1922 in Leipzig die Theorie schon als alleinselig-machend eingesetzt und die Freiheit der Diskussion in den deutschen naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften abgeschafft worden war, wird 1923 in Italien, in der international bedeutenden ?Scientia?, eine gr?ndliche Diskussion ?in gr??ter Freiheit? er?ffnet, und zwar ? nat?rlich?. - Dort hat kein ?Reichskanzler der Physik? f?r Friedhofsruhe und Ordnung gesorgt: gl?ckliches Italien!


1923 A. D?blin: Die abscheuliche Relativit?tslehre

D?BLIN, ALFRED:
Die abscheuliche Relativit?tslehre.
In: Berliner Tageblatt. Abendausgabe. 1923, 24. Nov.
Erwiderung v. E. Fuld: Der Abscheu vor der Relativit?tslehre. Berliner Tageblatt.
Morgenausgabe. 1923, 2. Dez.

Zitiert nach Gehrcke: Massensuggestion. 1924, S. 99: D?blin hat vergeblich versucht, die allgemeinverst?ndliche Darstellung der Theorie von Einstein zu verstehen; will sich nicht ?um sein angeborenes Recht auf Erkenntnis der Welt prellen? lassen; es sei ?eine beispiellose Arroganz der Mathematiker, sie allein h?tten die Augen f?r die Dinge ... Die Relativit?tslehre ... wird von Millionen Gebildeter teils nicht begriffen, teils wissen sie nicht, was sie damit anfangen sollen. Wer aber ist es, der sie dazu dr?ngt, die Lehre so ?beraus ernst und wichtig zu nehmen? Die Hierarchie der Wissenschaftler, der Geheimbund, die Verschw?rung und Freimaurerei der Mathematiker.?

D?blin hat schon 1923 instinktiv richtig erkannt, da? die Theorie nur mit der Arroganz der Macht durchgesetzt wird, da? die gebildete ?ffentlichkeit von der Hierarchie der Wissenschaftler f?r unm?ndig erkl?rt und ?bert?lpelt wird, da? mit den Methoden der Verschw?rung gegen die ?ffentlichkeit gearbeitet wird. Ende 1923 war das fertige L?gensystem SRT sogar f?r einen Fachfremden schon eindeutig zu identifizieren, bemerkenswerterweise ohne auf die angebliche ?Physik? ?berhaupt einzugehen. Ein Kabinettst?ck der scharfsichtigen Analyse.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

20.02.2007 10:17 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
thogutschi
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Beiträge: 41

Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Korbinian Schmitt schrieb am 20.02.2007 02:10 Uhr:
Lieber Herr Friebe,

bitte! Es reicht doch Link auf http://www.ekkehard-friebe.de/kap3.pdf
Da steht alles drin. Ich hatte jeden Tag auf Kommentare Ihrerseits gehofft.

Beste Gr??e
Korbinian Schmitt



Auch wenn ich mit Herrn Schmitts burschikosen Art ?berhaupt nicht einverstanden bin, erhoffte ich mir hier auch Kommentare von prominenten Kritikern wie Herr Friebe oder Herr R?sch.

20.02.2007 21:16 thogutschi ist offline Email an thogutschi senden Beiträge von thogutschi suchen Nehmen Sie thogutschi in Ihre Freundesliste auf
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Beiträge: 98

Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Ekkehard Friebe schrieb am 20.02.2007 10:17 Uhr:

1923 A. D?blin: Die abscheuliche Relativit?tslehre

D?BLIN, ALFRED:
Die abscheuliche Relativit?tslehre.
In: Berliner Tageblatt. Abendausgabe. 1923, 24. Nov.
Erwiderung v. E. Fuld: Der Abscheu vor der Relativit?tslehre. Berliner Tageblatt.
Morgenausgabe. 1923, 2. Dez.

Zitiert nach Gehrcke: Massensuggestion. 1924, S. 99: D?blin hat vergeblich versucht, die allgemeinverst?ndliche Darstellung der Theorie von Einstein zu verstehen; will sich nicht ?um sein angeborenes Recht auf Erkenntnis der Welt prellen? lassen; es sei ?eine beispiellose Arroganz der Mathematiker, sie allein h?tten die Augen f?r die Dinge ... Die Relativit?tslehre ... wird von Millionen Gebildeter teils nicht begriffen, teils wissen sie nicht, was sie damit anfangen sollen. Wer aber ist es, der sie dazu dr?ngt, die Lehre so ?beraus ernst und wichtig zu nehmen? Die Hierarchie der Wissenschaftler, der Geheimbund, die Verschw?rung und Freimaurerei der Mathematiker.?



Ich erlaube mir eine zaghafte Frage :

Wenn jemand ein Gedankengeb?ude nicht versteht, mit welchem Recht bezeichnet er diese Gedankengeb?ude dann als 'falsch' ?



Zitat:

Ekkehard Friebe schrieb am 20.02.2007 10:17 Uhr:
D?blin hat schon 1923 instinktiv richtig erkannt, da? die Theorie nur mit der Arroganz der Macht durchgesetzt wird, da? die gebildete ?ffentlichkeit von der Hierarchie der Wissenschaftler f?r unm?ndig erkl?rt und ?bert?lpelt wird, da? mit den Methoden der Verschw?rung gegen die ?ffentlichkeit gearbeitet wird. Ende 1923 war das fertige L?gensystem SRT sogar f?r einen Fachfremden schon eindeutig zu identifizieren, bemerkenswerterweise ohne auf die angebliche ?Physik? ?berhaupt einzugehen. Ein Kabinettst?ck der scharfsichtigen Analyse.
(Zitatende)



Eine weitere zaghafte Frage :

Ist es eine realistische Annahme, dass die Gemeinschaft der Physiker seit nunmehr ?ber 80 Jahren sich gegen die ?ffentlichkeit verschworen hat und diese vorz?tzlich und ohne Skrupel bel?gt ? Oder ist diese Annahme nicht doch eher in den Bereich 'Verschw?rungstheorie' einzuordnen ?

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38. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1923 St. Mohorovicic: Einsteinsche Relativit?tstheorie

MOHOROVICIC, STJEPAN:
Die Einsteinsche Relativit?tstheorie und ihr mathematischer, physikalischer und philosophischer Charakter: umgearb. Fassung e. Vortrags Univ. Agram [=Zagreb], 26.2.1922 / Stjepan Mohorovicic; Geleitwort: E. Gehrcke.
Berlin (usw.): de Gruyter 1923. 77 S. Inhaltsreferat in Esperanto (S. 76-77).

Umfassende Darstellung aller Kritikpunkte beider Theorien.


1923 A. H. Niederm?ller: Logische u. sachliche u. Rechenfehler

NIEDERM?LLER, A. H.:
Die relativ ver?nderliche Lichtgeschwindigkeit [Teil 1-6]: gemeinverst?ndlich dargestellt [in 6 ?Teilen? = Kapiteln]. Dahle i. W.: Ossenberg-Engels 1922. 39 S., 1 ungez. Bl.

Nachtr. 1 (=Teil 7). 1923: Der Rechenfehler in den Darstellungen des Michelson?schen Versuches. 8 S. - Nachtr. 2 (=Teil cool. 1923: Der logische und sachliche Fehler in der Einstein?schen Fassung des RP. 4 ungez. S. - Durch alle 8 Teile zieht sich au?erdem eine Paragraphenz?hlung: 1-18.


1923 N. v. Raschevsky: Kritische Untersuchungen

RASCHEVSKY, NICOLAS V.:
Kritische Untersuchungen zu den physikalischen Grundlagen der Relativit?tstheorie.
In: Zeitschrift f?r Physik. 14. 1923, S. 107-149.


1923 E. Rutherford: No statement can be further from the truth

RUTHERFORD, ERNEST:
The electrical structure of matter: presidential address [British Association for the Advancement of Science, Meeting in Liverpool, 1923].
In: British Association for the Advancement of Science. Report of the 91. Meeting. London 1924, S. 1-24.

(S. 24): ?There is an error far too prevalent to-day that Science progresses by the demolition of former well-established theories. Such is very rarely the case. For example, it is often stated that Einstein?s general theory of relativity has overthrown the work of Newton on gravitation. No statement can be further from the truth. Their works, in fact, are hardly comparable for they deal with different fields of thought. So far as the work of Einstein is relative to that of Newton, it is simply a generalisation and broadening of its basis, in fact a typical case of mathematical and physical development.?

1939 berichtet A. S. Eve (Rutherford. Cambridge 1939, S. 193) auch eine schon lange zur?ckliegende ?u?erung Rutherfords anl??lich eines Kongresses 1910 in Br?ssel (S. 193): ?One day, Rutherford, Willy Wien and I were lunching together out of doors at Brussels, when Rutherford began twitting Wien about relativity. Wien explained that Newton was wrong in the matter of relative motion, which was not the joint velocities u+v, but that expression, according to Einstein, must be divided by 1+uv/c?, where c is the velocity of light. Wien added: ?But no Anglo-Saxon can understand relativity!? ?No!? laughed Rutherford, ?they have too much sense.??


1923 H. Strasser: Kom?die der Irrungen

STRASSER, HANS:
Einstein?s spezielle Relativit?tstheorie: eine Kom?die der Irrungen. Bern (usw.): Bircher 1923. 59 S.

Hat 1922 in seiner Arbeit ?Grundlagen ...? gezeigt, da? die Transformationsformeln der SRT falsch sind. Die Theorie ist nicht einmal dann, wenn man die angebliche absolute Konstanz der Lichtgeschwindigkeit unterstellt, richtig abgeleitet. Referiert die fehlerhafte mathematische Ableitung und gibt eine ?bersicht ?ber alle Widerspr?che, die die Theorie produziert hat. Bezeichnet die Propagierung als (S. 9) ?unerh?rten wissenschaftlichen Bluff?.


1923 K. Vogtherr: Wohin f?hrt die Relativit?tstheorie?

VOGTHERR, KARL:
Wohin f?hrt die Relativit?tstheorie? - kritische Betrachtungen vom physikalischen u. erkenntnistheoretischen Standpunkt aus. Leipzig: Hillmann 1923. 74 S.

Behandelt vor allem die SRT: Postulat von der ?Konstanz der Lichtgeschwindigkeit?, die angebliche Relativit?t der Zeit. Analysiert Albert Einsteins ?Dialog ?ber die Einw?nde? von 1918, eines der wenigen Dokumente, in denen die Relativistik sich ihren Kritikern offen gestellt hat, bevor sie sich mit der Machtergreifung 1922 die M?glichkeit schuf, alles Unangenehme mit Schweigen zu ?bergehen.


1923 A. N. Whitehead: Simultaneity

WHITEHEAD, ALFRED NORTH:
The problem of simultaneity.
In: Relativity, logic, and mysticism. 1923. S. 34-41. In: Aristotelian Society, London.
Proceedings. Supplementary vol. 3.

Bestreitet die Realit?t des Zwillings-Paradoxons; der Altersunterschied nach der Reise soll von der hohen Geschwindigkeit des Reisenden herr?hren; weil nach der SRT aber kein absoluter Raum gegeben ist, k?nnen alle Beteiligten f?r sich in Anspruch nehmen, die schnelle Reise erfahren zu haben: v?llige Reziprozit?t macht alle gleich, deshalb kein Altersunterschied. Carr und die Mathematiker verfahren willk?rlich. W?hlt als Uhr f?r beide Zwillinge die Erddrehung!
(Zitatende)





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39. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1924 A. H. Bucherer: Allgemeine Kritik

BUCHERER, ALFRED HEINRICH:
Die Planetenbewegung auf Grund der Quantentheorie und einer Kritik der Einsteinschen Gravitationsgleichungen: 2. Auflage, erweitert durch eine allg. Kritik der Einsteinschen Relativit?tstheorie.
Bonn: R?hrscheid 1924. 42 S. - Vorwort datiert: Januar 1924.

Vorwort (S. III-IV): Zitiert einen Ausspruch Minkowskis (allerdings ohne Quellenangabe): die SRT ?sei ein Geschenk des Himmels, das die Sterblichen ohne Kritik hinzunehmen h?tten? (S. III); diese Haltung ist offensichtlich allgemein akzeptiert worden und hat zu der ?kritiklosen, resignierten Haltung vieler Physiker? gef?hrt. Den Kritikern der Theorie ?wird es von Herrn Einstein und seinen Anh?ngern nicht leichtgemacht, zu Wort zu kommen... Der Verfasser hat hierin auch seine Erfahrungen machen m?ssen? (S. III).

Neu in der 2. Aufl. ist u.a. die Klage ?ber die Unterdr?ckung der Kritik. - Das Minkowski-Zitat ist, wenn es aus einer Quelle belegt werden kann, ein direkter Beweis, wie die Kritiker sich ihn nicht klarer w?nschen k?nnten, da? mit Einsteins Theorien kein neues Wissensgebiet, sondern eine regelrechte Physik-Kirche mit allen daf?r charakteristischen Merkmalen begr?ndet worden ist, unter Mitwirkung fast der gesamten Prominenz in Deutschland, England und Frankreich: ein erstaunlicher, von der ?ffentlichkeit nicht wahrgenommener und bis heute in seinen Motiven unerkl?rter Vorgang. Wer kann darauf bauen, da? dieses Kasperletheater bis in alle Ewigkeit funktionieren wird?


1924 H. Driesch: Relativit?tstheorie und Philosophie

DRIESCH, HANS:
Relativit?tstheorie und Philosophie. Karlsruhe: Braun 1924. 52 S. (Wissen und Wirken. 14.)
2. Aufl. u. d. T.: Relativit?tstheorie und Weltanschauung. 1930.

Untersucht die Theorie auf ihre ?philosophische Zul?ssigkeit?; unterstellt hierzu, da?
(1.) alle zugrundeliegenden physikalischen Beobachtungen als v?llig gesichert gelten und
(2.) alle mathematischen Ableitungen fehlerfrei sind.
Beschr?nkt sich auf die Frage: ?Darf das, was empirisch vorliegt, naturlogisch so gedeutet werden, wie Einstein selbst und seine Nachfolger es auf Grund ihrer mathematischen Formulierungen deuten, oder ist es logisch vielleicht nicht zul?ssig von ?vielen Zeiten?, von dem ?nicht-euklidischen? Wesen des Naturraumes und von manchem anderen zu reden, so wie die Relativit?tstheoretiker es tun?? (S. 2).

Unterscheidet zwischen ?praktisch nachweisbar? und ?eindeutig denkbar?: wenn z.B. absolute Bewegung praktisch nicht nachweisbar sein soll, so ist sie doch eindeutig denkbar, und man kann sogar sagen, da? von zwei relativ zueinander bewegten K?rpern ? sich mit Sicherheit mindestens einer derselben ? absolut? bewegt? (S. 3-4). - Der MMV hat ergeben, da? auf der Erdoberfl?che Licht aus einer dortigen Lichtquelle sich in alle Richtungen gleich schnell ausbreitet: ?ber diesen Befund jedoch hinausgehend behauptet die Theorie, Licht aus einer beliebigen Lichtquelle (also auch einer au?erhalb der Erde befindlichen) pflanze sich auf der Erde in allen Richtungen gleichm??ig fort. ?Diese Erweiterung des Prinzips hat keine neue experimentelle St?tze, ja kann gar keine solche St?tze haben; sie ist aber dem Ergebnis des Michelson?schen Versuchs gegen?ber etwas ganz Neues, und ist keine blo?e ?Erweiterung? desselben? (S. 11). - Zu L?ngenkontraktion, Zeitdilatation und C-Konstanz: ?Man ?postuliert? nun, postuliert sogar ganz Unerh?rtes, n?mlich da? Sekunde und Meter kontrahiert sei (und nicht nur vom fremden System aus scheine); und man postuliert, blo? um die mathematische Einfachheit der Formulierung zu retten. Man vergi?t dabei, obwohl man so stolz darauf ist, nur Feststellbares als existierend zuzulassen, da? ein ?Feststellen? hier ganz grunds?tzlich gar nicht in Frage kommt! Noch nie hat man auf einem fiktiven ?Weltraum?-System c immer gleich ?gefunden? - weil n?mlich Licht immer nur auf dem System ?Erde? ?berhaupt untersuchbar ist, mag es stammen, woher es will. Gerade auf diesen Punkt kommt kein Relativist zu sprechen? (S. 22).

?Einstein lehrt, da? es ?gleichzeitig? viele verschiedene Zeiteinheiten (Sekunden) g?be, da? es also ?viele Zeiten? g?be, indem jedes bewegte System seine eigene Zeiteinheit und damit ?seine Zeit? besitzt. Das ist nun ... ganz und gar unm?glich? (S. 24): Zeit ist seinem Wesen ein einziges Gef?ge von Beziehungen, in dem alle Natur und alles Geschehen eine Stelle hat. Viele Zeiten und Zeiteinheiten als seiend zu denken ist absurd (S. 25). - Die nach Minkowski angeblich gleichwertigen Parameter Raum- und Zeitkoordinaten sind unm?glich gleichwertig: ?nebeneinander ist nie und nimmer nacheinander? (S. 26).

Die Einf?hrung der nicht-euklidischen Geometrien in die ART soll den ?gekr?mmten Raum? begr?nden und damit die Gravitation erkl?ren: ? Aber von einer ?Kr?mmung? des Raumes zu reden ist ... ein vollkommenes Unding, weil ?vierte? Dimension, deren anschauliches Erfassen hier die notwendige Voraussetzung sein w?rde, ph?nomenologisch nicht existiert? (S. 34). Unser Erfahrungsraum besitzt nur drei Dimensionen. Die nicht-euklidischen Geometrien sind nur als logische Konstruktionen zur Pr?fung des Parallelenaxioms entwickelt worden und sind ?nicht durch geometrische Daten erf?llt? (S.36). ?F?r den Naturraum [gilt] die euklidische Geometrie mit absoluter Wesensevidenz? (S. 45).

Irrig ist die verbreitete Beweis-Vorstellung, durch eine im Experiment best?tigte Folge der Theorie werde die Theorie bewiesen: damit wird jedoch nur gezeigt, ?da? die Theorie rein formal-logisch nicht unm?glich ist? (S.4cool. Daher wird Einsteins ART auch durch die Sonnenfinsternis-Beobachtungen ?auch nicht irgendwie gest?tzt, geschweige denn ?bewiesen?, weil eine ph?nomenologisch unm?gliche Theorie ?berhaupt durch nichts ?gest?tzt? werden kann? (S. 49). - ?Des gesunden Menschen Verstand ... ist das Prinzip der Ordnung in jedem Sinne? (S. 50): ? diese Theorien [sind] wirklich ?gegen des gesunden Menschen Verstand? - im tiefsten Sinne dieses Wortes? (S. 50).

Betont bei aller Kritik der Theorie seine Anerkennung und Sympathie: ?Ich f?hle mich Einstein menschlich und auch ethisch-politisch sogar ganz nahe verwandt, und da? in seiner Lehre Bedeutsames enthalten ist, wird ja auch in dieser Schrift ganz und gar nicht geleugnet? (S. 24). Von der SRT bleibt ? nur der an und f?r sich gewi? bedeutsame Nachweis gewisser praktischer Unbestimmbarkeiten ?brig? (S. 23). - Relativisten pflegen ihre Kritiker entweder als Antisemiten oder als Dummk?pfe hinzustellen: was darf Hans Driesch sich aussuchen?


1924 E. Gehrcke: Kritik

GEHRCKE, ERNST:
[Sammlung] Kritik der Relativit?tstheorie: gesammelte Schriften ?ber absolute und relative Bewegung.
Berlin: Meusser 1924. 99 S.

Enth?lt 24 Aufs?tze Gehrckes aus den Jahren 1911-23 u. einen Anhang: (1) Liste der drei Ver?ffentlichungen Einsteins, in denen er auf Kritik an der Theorie antwortet; (2) Liste von 58 kritischen Ver?ffentlichungen anderer Autoren; (3) Personenregister zu allen Aufs?tzen. - Vorwort (S. IV): ?Der Abdruck der Abhandlungen erfolgte ohne ?nderungen; Zus?tze sind durch eckige Klammern gekennzeichnet.? - ?Heute, wo die Theorie ihren Gipfel ?berschritten hat, wo es zutage liegt, da? der Inhalt dieser mit so ungew?hnlichen Mitteln ins Werk gesetzten Massensuggestion ein formales, mathematisches System ist, das in philosophischer und naturwissenschaftlicher Hinsicht nicht gehalten hat, was man sich von ihm versprach, wird es trotzdem von Interesse sein, die hier wiedergegebenen Aufs?tze im Zusammenhang vor sich zu sehen. Die mannigfachen Wandlungen, die die Relativit?tstheorie durchmachte, werden erst durch die Bedenken verst?ndlich, welche gegen den jeweiligen Stand der Theorie erhoben wurden. Diese Wandlungen sind nichts anderes als ein Ausweichen vor den Einw?nden, ein Hinneigen zu dem betreffenden, augenscheinlich noch offen gelassenen, schwachen Punkte im Ring der Einw?nde, wobei das formalistische, mathematische Element immer mehr in den Vordergrund geschoben wurde, bis schlie?lich der Erfinder der Relativit?tstheorie diese f?r eine nicht kausale, sondern ph?nomenologische Theorie erkl?rte.?

Die Zus?tze und Bemerkungen Gehrckes anl??lich der Ver?ffentlichung seiner Aufs?tze als Sammlung sollten stets konsultiert werden; die erstmalige Ver?ffentlichung eines Beitrags von 1914, dessen Abdruck in den ?Naturwissenschaften? damals auf Einwirkung von Einstein unterdr?ckt wurde, sowie auch die Literaturliste und das Personenregister geben der Sammlung eine eigenst?ndige Bedeutung. - Zusammenfassende Bewertungen der Entwicklung der Theorie und der Kritik, wie Gehrcke sie im Vorwort gibt, sind in der kritischen Literatur nur selten anzutreffen. Gehrckes Urteil zeugt von Souver?nit?t und dem Bem?hen um Differenzierung. Die Sammlung seiner Aufs?tze ist ein wichtiges Kompendium zum Stand der Kritik um 1923.
(Zitatende)





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22.02.2007 10:34 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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40. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1924 E. Gehrcke: Massensuggestion

GEHRCKE, ERNST:
Die Massensuggestion der Relativit?tstheorie: kulturhistorisch-psychologische Dokumente.
Berlin: Meusser 1924. 108 S.
Erg?nzt des Autors vorausgehende Ver?ffentlichung: Kritik der Relativit?tstheorie. 1924.

Setzt die Erkenntnis der Theorie als Fiktion und mathematisches M?rchen voraus, wie in seiner vorausgegangenen Aufsatzsammlung ?Kritik der Relativit?tstheorie? dargelegt. - Dokumentiert und analysiert die Durchsetzung der Relativit?tstheorien in den Jahren 1914- 1923 aufgrund einer Materialsammlung von 5000 Zeitungsausschnitten und Zeitschriftenaufs?tzen, ?wie die Relativit?tstheorie trotz ihrer wissenschaftlichen Bedenklichkeit mit allen modernen Propagandamitteln in Wort, Schrift und Film der ?ffentlichkeit eingeh?mmert wurde, wie aus der Begeisterung einer kleinen Gruppe eine gro?e Massenbewegung entstand, welche die gesamte ?ffentlichkeit erfa?te, und wie diese Bewegung nach den Regeln ablief, die der Massensuggestion eigent?mlich sind? (S. 1-2). - Liefert zugleich einen Abri? der Geschichte der Theorie und der Geschichte der Kritik, soweit sie sich in den Massenmedien der Zeit abbildete, mit zahlreichen Zitaten und Referaten aus Presse und Zeitschriften. - S. 104-106: wertvolles Register aller zitierten ca. 280 Periodika, nach Kontinenten; innerhalb Europas nach L?ndern. Insgesamt d?rften aus ihnen mehr als 1000 Aufs?tze zitiert worden sein. - S. 107-108: Register der ca. 310 Personennamen.

Gehrcke war 1911 einer der ersten Kritiker der Theorie in Deutschland, und er ist mit der ?Massensuggestion? von 1924 einer der ersten Autoren - mit D?blin, Nov. 1923 - die die Manipulation der ?ffentlichen Meinung anprangern und das Entstehen des bis heute funktionierenden L?gensystems der Speziellen Relativit?tstheorie thematisieren und nachweisen. - Entt?uscht wurde allerdings Gehrckes Hoffnung, das Ergebnis seiner Dokumentation ?werde eine Lehre f?r die Zukunft sein, wenn neue Massensuggestionen ?ber uns hereinbrechen? (S. VI). Seine Arbeit hat nicht einmal das SRT-L?gensystem in der ?ffentlichkeit aufbrechen k?nnen, von der Verhinderung neuer ?Massensuggestionen? ganz zu schweigen. - Eine grundlegende Ver?ffentlichung, die bisher keine Fortsetzung gefunden hat, und der auch die vorliegende Dokumentation viel verdankt. Frage: Ist die originale, vollst?ndige Materialsammlung Gehrckes im Nachlass erhalten geblieben?


1924 G. v. Gleich: Mathematisch-physikalischer Standpunkt

GLEICH, GEROLD V.:
Zur Kritik der Relativit?tstheorie vom mathematisch-physikalischen Standpunkt aus.
In: Zeitschrift f?r Physik. 25. 1924, S. 230-246.


1924 F. Kottler: Critique historique

KOTTLER, FRIEDRICH:
Consid?rations de critique historique sur la th?orie de la relativit? [Teil 1]: de Fresnel ? Lorentz / Friedrich Kottler; trad. par [M.] E. Philippi.
In: Scientia. Bologna. Ser. 2, Jg. 18, Vol. 36. 1924, S. 231-242.

Res?miert die Entwicklung von Fresnel zu Lorentz. - Lorentz entschied sich f?r Fresnels Hypothese des ruhenden ?thers und mu?te deshalb eine Erkl?rung f?r das Negativ-Ergebnis des MMV suchen: hierzu f?hrte er die Hypothese der L?ngenkontraktion ein, die er 1892 durch eine Ver?nderung der Molekularkr?fte zu erkl?ren versuchte; die sp?ter nach ihm benannten Transformationen (1895) hat er als reine Berechnungen betrachtet (S. 240). - Lorentz? ?lokale Zeit? war nur ein unschuldiges Rechenkunstst?ck, um die komplizierten Berechnungen mit verschiedenen Lichtgeschwindigkeiten in verschiedenen Richtungen zu ersetzen durch eine gleichbleibende Lichtgeschwindigkeit in allen Richtungen (S. 241).

In der fiktiven lokalen Zeit stellten sich die Ph?nomene, die sich auf der bewegten Erde ereignen, dar wie auf einer unbewegten Erde. In der weiteren Entwicklung wird versucht, aus der fiktiven lokalen Zeit eine reale oder m?gliche physikalische Zeit zu machen. Diese Feststellungen werden f?r den 2. Teil von Kottlers Abhandlung wichtig: dort wird gezeigt, da? f?r Einsteins Behauptung, die Lorentz-Effekte seien real, keine empirischen Befunde vorliegen. Der von den Relativisten gern suggerierte R?ckgriff, schon Lorentz und Poincar? h?tten die Einsteinschen Behauptungen vorweggenommen und gest?tzt, wird damit abgeschnitten.

Consid?rations de critique historique sur la th?orie de la relativit? [Teil 2]: Henri Poincar? et Albert Einstein / Friedrich Kottler; trad. par [M.] E. Philippi.
In: Scientia. Bologna. Ser. 2, Jg. 18, Vol. 36. 1924, S. 301-316.

Kern der SRT ist Einsteins Definition der Zeit, die auf dem Postulat der Konstanz (C-K) und Quellenunabh?ngigkeit (C-Q) der Lichtgeschwindigkeit beruht; die Unvertr?glichkeit dieses Postulats mit dem Relativit?tsprinzip beseitigt Einstein durch sein neues Additionsgesetz f?r Geschwindigkeiten (S. 306). - Poincar? hatte drei gleicherma?en berechtigte Verfahren zur Uhrensynchronisierung genannt (S. 303-305): davon w?hlt Einstein das Verfahren der Lichtsignale als das allein richtige. - Ein Transport von Uhren w?rde eine Synchronisierung unabh?ngig von den Gesetzen der Optik erm?glichen: dies schlie?t Einstein aus aufgrund seiner optischen Definition der Zeit. Das Paradox wird noch gesteigert durch die Einf?hrung biologischer Prozesse, wie es Einstein in Z?rich 1911 getan hat.

Er?rtert die Behauptungen Einsteins und Minkowskis, das Relativit?tsprinzip und die C-Konstanz im Vakuum seien durch die Erfahrung bewiesen. Verweist darauf, da? alle Messungen von C auf der Erdoberfl?che oder im Sonnensystem (R?mer: Jupitermonde) stattgefunden haben: die Lichtausbreitung im Vakuum ist unbekannt. Erst wenn z.B. ein von Maxwell vorgeschlagenes Experiment (nach R?mers Verfahren), die Lichtausbreitung im Sonnensystem zu messen, ein Negativ-Ergebnis br?chte, k?nnte die C-Konstanz als best?tigt gelten; der MMV kann diese Begr?ndung nicht liefern. Gegenw?rtig (1924) kann dieses Experiment jedoch apparativ noch nicht bew?ltigt werden; bis dahin gibt es keine Best?tigung f?r die C-Konstanz: der MMV hat mit der C-Konstanz nichts zu tun. (S. 309-311).

Angesichts dieser Sachlage fehlt dem Postulat der C-Konstanz jegliche Best?tigung. Die versuchte Verbindung zwischen Optik und Mechanik ist weder empirisch best?tigt noch ist sie ?berhaupt erstrebenswert. Kein Experiment zwingt uns, die relativistische Doktrin zu akzeptieren. Man kann h?chstens sagen, da? sie bisher mit keinem Ph?nomen im Widerspruch steht; sollte dies jedoch eines Tages der Fall sein, m??te sie sofort aufgegeben werden (S. 313).

Kritisiert abschlie?end, da? die Physik ihre eigenen Me?verfahren v?llig unreflektiert anwendet. Nichts ist z.B. falscher als der Glaube, da? L?ngenmessungen nur auf starren K?rpern und den Grundlagen der Geometrie beruhen; stattdessen werden sehr kleine L?ngen durch Interferenzen und gro?e Distanzen in der Astronomie durch Lichtlaufzeiten gemessen, die unbest?tigte Annahmen ?ber die Lichtausbreitung voraussetzen (S. 314-315). - Bestreitet die zentrale Behauptung Albert Einsteins (und aller Relativisten bis zum heutigen Tage), die Grundannahmen der Theorie und die behaupteten Effekte seien uns von der Erfahrung aufgezwungen.

Ein Modellfall daf?r, wie die Relativisten versuchen, Schaden von der Theorie abzuwenden: Kottlers fr?here Arbeiten, bei grunds?tzlicher Zustimmung nur sanft krititisch, erschienen in den ?Annalen der Physik? und wurden noch von Albert Einstein h?chst eigenh?ndig kommentiert. 1924 erscheint keine Kritik mehr in den zentralen deutschsprachigen Organen der Physik: daher erscheint Kottlers kritische Arbeit nun in Italien und in franz?sischer ?bersetzung; f?r den deutschen Text ist keine Ver?ffentlichung nachzuweisen; in der orthodox-gl?ubigen Bibliographie von Hentschel 1990, der ansonsten durchaus auch kritische Arbeiten verzeichnet, datiert Kottlers ?berhaupt letzte Arbeit von 1922; die herbe, massive Kritik von 1924 f?llt unter den Tisch, obwohl in der ma?geblichen Quelle Poggendorf (Bd. 6) nachgewiesen.


1924 Ch. L. Poor: Errors of Einstein

POOR, CHARLES LANE:
The errors of Einstein.
In: The Forum. 71. 1924, S. 705-715.
Is Einstein wrong? A debate. - Eine Artikelfolge. Poors Artikel ist der erste. Ank?ndigung f?r Juli-Nr.: Archibald Henderson: The triumphs of relativity. 72. 1924, Juli, S. 13-21.


1924 F. Severi: Principii di relativit?

SEVERI, FRANCESCO:
Riduzione dei principii di relativit? ai loro elementi logici e psicologici.
In: Accademia dei Lincei. Cl. di sc. fis., mat. e nat. Rendiconti. Ser. 5, vol. 33. 1924, T. 1, S. 429-435.

Stellt zur richtigen Interpretation der SRT 8 Forderungen (? postulati?) auf. - Postulate 1 u. 2 behandeln die Zeitmessung und die Gleichzeitigkeit. F?hrt eine unbegrenzt lange Reihe von nebeneinander stehenden Uhren mit nebeneinander sitzenden Beobachtern ein, die jeder f?r sich die Gleichzeitigkeit zum Nachbarn feststellen und damit vom ersten bis zum letzten Beobachter im gesamten Beobachtungsraum eine eindeutige Gleichzeitigkeit nachweisen. - Einstein hatte die Gleichzeitigkeit f?r unmittelbar benachbarte Ereignisse bzw. Uhren zugestanden, jedoch f?r voneinander entfernte Ereignisse bestritten, dabei aber die klare Abgrenzung beider F?lle vers?umt: eine solche Abgrenzung w?re jedoch eine unerl?ssliche Voraussetzung f?r Einsteins Behauptung gewesen. - Severi zeigt nun mit seiner Anordnung schlagend, da? eine lange Reihe nebeneinanderstehender Uhren mit Beobachtern zu derselben Gleichzeitigkeit auch f?r entfernte Ereignisse f?hrt, womit der Einsteinschen Bestreitung der Gleichzeitigkeit der Boden entzogen wird. Ist diese Widerlegung der Einsteinschen Bestreitung in der relativistischen Literatur je diskutiert oder auch nur referiert worden? - Au?er Severi haben auch Benedicks 1923 und Garavaldi 1950 objektiv realisierbare Methoden zur Feststellung der Gleichzeitigkeit im gesamten Beobachtungsraum vorgeschlagen, so da? nicht nur der Begriff der Gleichzeitigkeit grunds?tzlich unabweisbar, sondern die Gleichzeitigkeit auch me?technisch feststellbar ist.
(Zitatende)




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41. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1924 J. H. Tummers: Relativit?tstheorie und Logik

TUMMERS, JOSEF HEINRICH:
Die spezielle Relativit?tstheorie Einsteins und die Logik.
Venlo: [Selbstverlag] 1924. 15 S.

Untersucht den Status der ?Prinzipien?, die nur unbewiesene und unbeweisbare Postulate sind, und die Logik der Schlu?folgerungen. Behandelt insbesondere die Unvereinbarkeit von Relativit?tsprinzip und absoluter C-Konstanz.


1924 Internationaler Kongre? f?r Philosophie

CONGRESSO INTERNAZIONALE DI FILOSOFIA [5. 1924, NAPOLI]:
Napoli, 5. - 9. maggio 1924; promosso dalla Societ? Filosofica Italiana pel 7. centenario della fondazione della R. Universit? di Napoli; atti / a cura di Guido della Valle.
Napoli (usw.): Perella 1925. 1183 S. (Congresso Internazionale di Filosofia. 5. 1924, Napoli.)

Sektion 6: "Storia e filosofia delle scienze" umfa?t 25 Beitr?ge (S. 419-647), von denen 17 ausdr?cklich die beiden Relativit?tstheorien behandeln, darunter ein erheblicher Anteil von Kritikern: Giorgi, Hadamard, La Rosa, L?meray, Severi, Zaremba, Gawronsky, Timpanaro.


1925 H. Bentab?l y Ureta: Observaciones contradictories

BENTAB?L Y URETA, HORACIO:
Observaciones contradictorias a la teoria de la relatividad del profesor Alberto Einstein: conferencia pronunciada en el Ateneo de Madrid.
Madrid: Imp. R. Velasco (Drucker) 1925. 121 S.


1925 H. Dingler: Bilanz

DINGLER, HUGO:
Bilanz der Relativit?tstheorie.
In: S?ddeutsche Monatshefte. 23. 1925, Dez., S. 210-218.

Das breite allgemeine Interesse an der Theorie ergibt sich aus der Tatsache, da? ?der Kern der R.T. methodologisch war, d. h. letzten Endes auf die tiefsten Wurzeln und Methoden der physikalischen Forschung und Erkenntnis sich bezog? (S. 211). - Wie E. Mach so betrachtete auch Einstein ?eine Theorie als ein Mittel zur Beschreibung der Realit?t [...] So ist es erkl?rlich, wenn wirklich durchschlagende Beweisgr?nde gegen die R.T. eigentlich nur von methodologischer Seite her erhoben werden konnten? (S. 212). - Die heutige Forschergeneration ?ist noch fast v?llig aphilosophisch aufgewachsen?, als R?ckschlag gegen die ?disziplinlosen Phantastereien der Identit?tsphilosophie?; ?das sollen dann die Leute werden, die, wie es in der R.T. der Fall war, ?Weltanschauungen? hervorbringen? (S. 212). - Die Einw?nde gegen die Theorie sind (1) mathematisch-physikalische und (2) philosophisch-methodologische.

Die erste Gruppe zweifelt die sogenannten experimentellen Best?tigungen der R.T. an. ?Nun ist vor allem klar, da? experimentelle Best?tigungen niemals eine Theorie beweisen k?nnen. Sie schaffen lediglich Gewi?heit, da? die Theorie an diesen Stellen experimentell nicht widerlegt wird. Das verringert ihre Bedeutung betr?chtlich? (S. 212). Manche experimentellen Befunde k?nnen auch ?in ungez?hlten anderen Theorien ihren Platz finden? (S. 213). Wenn nach der Aufstellung der Formeln richtig gerechnet worden ist, so mu? der ?Ansatz? der Theorie analysiert werden: deshalb wurde der Michelson-Morley-Versuch auf seine Interpretationsm?glichkeiten untersucht und kritisiert. Das regte zu weiteren Versuchen mit dem Licht an (Harress, Majorana, Sagnac) und zu Wiederholungen durch Michelson. Insgesamt ergibt sich eine geringe Anzahl von experimentellen Grundlagen, die zudem nur auf sehr kleinen Effekten beruhen (S. 214).

Zur zweiten Gruppe (methodologische Kritik): Der reine Empirismus l??t ?jedes weitere Nachdenken ?ber die Grundlagen der Physik unn?tig erscheinen? (S. 214). Gegen die Behauptung, Einsteins Annahmen seien die einzig m?glichen, wurden als Gegenbeweise widerspruchsfreie andere RT entwickelt: Mohorovicic, Guillaume, Willigens, v. Raschevsky (S. 216); letzterer hat nachgewiesen, da? eine experimentelle Entscheidung zwischen klassischer Physik und Relativit?tstheorie nicht m?glich ist, weil alle Exp. in beiderlei Sinn interpretiert werden k?nnen (S. 217). - G. v. Gleich hat gezeigt, da? in das Formelgeb?ude der ART neue Hypothesen eingef?gt worden sind, die keine hinreichende experimentelle Grundlage haben (S. 217).


1925 D. Gawronsky: Physikalischer Gehalt

GAWRONSKY, DIMITRY:
Der physikalische Gehalt der speziellen Relativit?tstheorie.
Stuttgart: Engelhorn 1925. 64 S.


1925 G. Joly: Les erreurs philosophiques

JOLY, GABRIEL:
La relativit? g?n?rale dans les milieux et dans les syst?mes mobiles: l?espace, le temps, la gravitation; th?orie des axes mobiles. Paris: Editions Spes 1925. 64 S.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

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Re: Chronologie zur Relativit?tstheorie Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hugo DINGLER schrieb im Dezember 1925 in "S?ddeutsche Monatshefte" unter dem Titel "Bilanz der Relativit?tstheorie" Folgendes:


Zitat:

Das breite allgemeine Interesse an der Theorie ergibt sich aus der Tatsache, da? ?der Kern der R.T. methodologisch war, d. h. letzten Endes auf die tiefsten Wurzeln und Methoden der physikalischen Forschung und Erkenntnis sich bezog? (S. 211). - Wie E. Mach so betrachtete auch Einstein ?eine Theorie als ein Mittel zur Beschreibung der Realit?t [...] So ist es erkl?rlich, wenn wirklich durchschlagende Beweisgr?nde gegen die R.T. eigentlich nur von methodologischer Seite her erhoben werden konnten? (S. 212).

Die heutige Forschergeneration ?ist noch fast v?llig aphilosophisch aufgewachsen?, als R?ckschlag gegen die ?disziplinlosen Phantastereien der Identit?tsphilosophie?; ?das sollen dann die Leute werden, die, wie es in der R.T. der Fall war, ?Weltanschauungen? hervorbringen? (S. 212).

Die Einw?nde gegen die Theorie sind (1) mathematisch-physikalische und (2) philosophisch-methodologische.

Die erste Gruppe zweifelt die sogenannten experimentellen Best?tigungen der R.T. an. ?Nun ist vor allem klar, da? experimentelle Best?tigungen niemals eine Theorie beweisen k?nnen. Sie schaffen lediglich Gewi?heit, da? die Theorie an diesen Stellen experimentell nicht widerlegt wird. Das verringert ihre Bedeutung betr?chtlich? (S. 212). Manche experimentellen Befunde k?nnen auch ?in ungez?hlten anderen Theorien ihren Platz finden? (S. 213). Wenn nach der Aufstellung der Formeln richtig gerechnet worden ist, so mu? der ?Ansatz? der Theorie analysiert werden: deshalb wurde der Michelson-Morley-Versuch auf seine Interpretations- M?glichkeiten untersucht und kritisiert. Das regte zu weiteren Versuchen mit dem Licht an (Harress, Majorana, Sagnac) und zu Wiederholungen durch Michelson. Insgesamt ergibt sich eine geringe Anzahl von experimentellen Grundlagen, die zudem nur auf sehr kleinen Effekten beruhen (S. 214).

Zur zweiten Gruppe (methodologische Kritik): Der reine Empirismus l??t ?jedes weitere Nachdenken ?ber die Grundlagen der Physik unn?tig erscheinen? (S. 214). Gegen die Behauptung, Einsteins Annahmen seien die einzig m?glichen, wurden als Gegenbeweise widerspruchsfreie andere RT entwickelt: Mohorovicic, Guillaume, Willigens, v. Raschevsky (S. 216); letzterer hat nachgewiesen, da? eine experimentelle Entscheidung zwischen klassischer Physik und Relativit?tstheorie nicht m?glich ist, weil alle Exp. in beiderlei Sinn interpretiert werden k?nnen (S. 217). - G. v. Gleich hat gezeigt, da? in das Formelgeb?ude der ART neue Hypothesen eingef?gt worden sind, die keine hinreichende experimentelle Grundlage haben (S. 217).
(Zitatende)



Hierzu m?chte ich hinweisen auf folgende Ersterscheinung vom August 2004:

Hugo Dingler: Gesammelte Werke (Werke auf CD-ROM)
http://www.infosoftware.de/dingler.htm

In dieser Internet-Seite hei?t es u. a.:

Zitat:

CD-ROM-Ausgabe:
Privatkundenlizenz: EUR 98.00.
Auch verf?gbar als preisg?nstige Download-Fassung:
http://www.infosoftware.de/iswSHOP/catalog/product_info.php?cPath=195&products_id=1805

Diese Edition will einen Autor wieder wahrnehmbar machen und erschlie?en, dessen origineller Denkansatz und konsequente systematische Ausf?hrung nicht nur einen bedeutenden Stellenwert in der Geschichte der deutschen Wissenschaftstheorie und Philosophie des 20. Jahrhunderts beanspruchen d?rfen, sondern auch heute noch Aufmerksamkeit und Aktualit?t verdienen.

Ausgehend von mathematischen Grundlagenproblemen entwickelte Hugo Dingler (1881-1954) seinen Denkansatz, den er zu einer pragmatisch-operativen Erkenntnistheorie ausbaute. Im Zentrum steht das ?Prinzip der pragmatischen? Ordnung, wonach aus der schrittweisen, l?ckenlosen und zirkelfreien Realisierung von Handlungen eine Letztbegr?ndung der Fundamente der Wissenschaften geleistet werden soll. Gesichertes Wissen resultiert demnach aus der technischen Herstellung von dessen Gegenstand. Dieses pragmatisch-operative Forschungsprogramm suchte Dingler in einer langen Reihe von Ver?ffentlichungen zur Fundierung von Logik, Geometrie, Arithmetik und physikalischer Mechanik gem?? seinem eigenen strikt ?methodischen? Begr?ndungsma?stab durchzuf?hren. Die Eigenst?ndigkeit dieses intellektuellen Unternehmens wird noch unterstrichen durch die Tatsache, da? die Reflexion auf Reichweite und Grenzen jeglicher wissenschaftlichen Rationalit?t Dingler auf metaphysische Denkwege f?hrt. Die wachsende Gesamtheit des methodisch konstruierbaren Wissens ist demnach zu erg?nzen durch Parallel?berlegungen ethischer, erlebensphilosophischer, naturphilosophischer und religionsphilosophischer Art. Sie entziehen sich einer wissenschaftlichen Vereinnahmung und markieren im kritisch-kantischen Geiste die Grenze, jenseits derer wissenschaftliche Rationalit?t in szientistische Ideologie umschlagen m??te.

Der bedeutende Stellenwert Dinglers insbesondere f?r die Wissenschaftstheorie und -philosophie des 20. Jahrhunderts spiegelt sich in einer Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte, in welcher sich Gegenstellungen, selektive Ankn?pfungen, Rekonstruktionen und Weiterf?hrungen finden. Dingler selbst verstand seine ?methodische Philosophie? als eine bessere Alternative gegen?ber den vorherrschenden Denkans?tzen des Logischen Empirismus und des Kritischen Rationalismus. Zu den in diesem Spannungsfeld gef?hrten kritischen Debatten traten weitere, die sich vor allem auf Dinglers nicht ideologisch, sondern methodisch begr?ndete Kritik an der Relativit?tstheorie bezogen. Dinglers pragmatisch-operativer Ansatz pr?gte die Wissenschaftstheoretiker und Philosophen um Paul Lorenzen, die zun?chst als Erlanger Schule und dann als Deutsche Konstruktivisten bekannt wurden. - Ulrich Wei?
(Zitatende)




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Lieber Herr Friebe,

bewahren Sie Vorsicht vor solchen Empehlungen. Herausgeber redet Dingler politisch sch?n. Dingler aber ist reicher an Versagen.

Beste Gr??e
Korbinian Schmitt

25.02.2007 01:14
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42. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1925 O. Kraus: Offene Briefe

KRAUS, OSKAR:
Offene Briefe an Albert Einstein u. Max v. Laue ?ber die gedanklichen Grundlagen der speziellen und allgemeinen Relativit?tstheorie. Wien (usw.): Braum?ller 1925. 104 S. Das Deutsche B?cherverzeichnis 1921-25 gibt als Erscheinungsjahr: 1924.
Zitate abgedr. in: Hundert Autoren gegen Einstein. 1931, S. 88-89.

Inhalt: ?Offener Brief an Professor Albert Einstein? (S. 1-74). ?Offener Brief an Herrn Professor Max von Laue? (S. 75-9cool. ?Beilage: ?Die rotierende Kreisscheibe?? (S.99-104).

(1) Brief an Albert Einstein
Will Einwendungen gegen die gedanklichen Grundlagen vortragen, weil nur eine Antwort von Einstein authentischen Wert hat. Andere Vertreter der Theorie (z.B. v. Laue) ver?ffentlichen selbst Darstellungen ohne Verwendung eines mathematischen Apparats und behaupten, eine ersch?pfende Darstellung gegeben zu haben, weisen jedoch seine (Kraus?) Kritik mit dem Argument zur?ck, er sei mathematisch nicht kompetent. Leider sei Einstein der Einladung Vaihingers zum Philosophen-Kongre? in Halle 1920 nicht gefolgt, so da? er Kraus? Vortrag nicht h?ren konnte. Die ?Zeitschrift f?r Physik? hat durch v. Laue die Aufnahme eines kritischen Beitrags von Kraus abgelehnt. Die Zeitschrift ?Logos? hat 1922 eine Verteidigung der Theorie von Reichenbach gebracht, aber eine Erwiderung von Kraus nicht angenommen; ebenso hat sie es Gehrcke verwehrt. Zum k?rzlichen Naturforscherkongre? in Innsbruck hatte Kraus einen Vortrag angemeldet, woraufhin man ihm den Beschlu? der Kongre?leitung mitteilte, die Relativit?tstheorie werde diesmal vom Programm ausgeschlossen ? nachdem im Vorjahr ein feierlicher Vortrag von Schlick zur Propagierung der Theorie gehalten worden war. Inzwischen werden auf Kongressen auch Professoren der naturwissenschaftlichen F?cher nicht zugelassen, wenn sie Gegner der Theorie sind (S. 4-5).

Bezieht sich zur SRT auf Einsteins eigene ?gemeinverst?ndliche? Darstellung, die Einstein als ?m?glichst deutlich und einfach? bezeichnet hat (S. cool - Fragt zur Interpretation des MMV und Lorentz? Erkl?rung durch die Kontraktions-Hypothese (LK) nach Einsteins Auffassung und einer Klarstellung, da Einstein selbst im Prager ?ffentlichen Vortrag auf eine Kausalerkl?rung f?r die Theorie verzichtet hat, w?hrend andere Vertreter der Theorie von kausalen Erkl?rungen sprechen (S. 12-13). Bittet um eine Klarstellung des Widerspruchs, da? Lorentz die Kontraktion als physikalisch-real darstellt, bei Einstein selbst aber nur vom nichtmitbewegten Beobachter wahrgenommen wird, was Ph. Frank ausdr?cklich best?tigt, w?hrend viele Popularisierungen die Kontraktion als physikalisch-real hinstellen (S. 13-14). ? Fragt nach dem Widerspruch zwischen der behaupteten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit f?r alle Beobachter und den verschiedenen Relativgeschwindigkeiten dieser Beobachter. (S. 21- 31). Die behauptete C-Konstanz (Kraus nennt es ?Invarianzprinzip?) ist das Zentrum der Theorie; die C-Konstanz ist eine ?Deduktion aus unm?glichen Pr?missen, eine mathematische Begriffsdichtung? (S. 31-32). - H?lt der behaupteten Relativit?t der Gleichzeitigkeit die Unver?nderlichkeit der Ma?einheiten entgegen: die Relativit?t entsteht nur durch ?nderung der Ma?einheiten; deshalb k?nnen die von Einstein behaupteten Messungen nie stattgefunden haben (S. 33).

Zu Einsteins Behauptung des verschiedenen Uhrengangs in der Rotation (Uhr im Zentrum, Uhr an der Peripherie) und in einem daneben befindlichen ?ruhenden? Inertialsystem: nach Einstein soll, vom Inertialsystem aus beobachtet, die Peripherie-Uhr langsamer gehen als die Zentrums-Uhr, aufgrund der SRT; dann behauptet Einstein, auch ein Beobachter an der Zentrums-Uhr sehe die Peripherie-Uhr langsamer gehen, weil der im Zentrum der Rotationsscheibe befindliche Beobachter und seine Uhr nicht mitbewegt werden. Diese Darstellung Einsteins steht erstens im Gegensatz zu seiner eigenen ausdr?cklichen Aussage, die SRT gelte nur f?r Inertialsysteme (Galilei-Systeme), zweitens nimmt auch die Zentrums-Uhr unweigerlich an der Rotation teil und kann nicht, wie von Einstein behauptet, f?r ruhend erkl?rt werden (S. 58-61). In der Physik kann es nur um k?rperliche Uhren und k?rperhafte Rotationen gehen, nicht um mathematische Abstraktionen. Ein Punkt (Mittelpunkt) ist eine Grenze, kein physikalischer K?rper. - Fragt, ob Einstein zugibt, da? sich alle Punkte der rotierenden Scheibe zueinander in Ruhe befinden? Davon h?ngt es ab, ob sich Zentrums-Uhr und Peripherie-Uhr relativ zueinander bewegen: wenn sie relativ zueinander unbewegt bleiben, kann zwischen ihnen kein Gangunterschied beobachtet werden (S. 64-65). Frage an Einstein: ?Wie also kommen Sie zu der Behauptung, da? der Zentrumsphysiker die Peripherieuhr gegen?ber der seinen retardiert sieht?? (S. 65).

(2) Brief an Max v. Laue
Druckt vorab 3 andere Briefe ab (S. 75-86): (1) Ablehnung des Ms. seines offenen Briefes an Einstein durch die ?Zeitschrift f?r Physik?, die ihre Ablehnung mit einem Votum von v. Laue begr?ndet; (2) seine Stellungnahme zur Ablehnung; (3) ein Schreiben von v. Laue an die Zeitschrift, als Antwort auf Kraus? Stellungnahme, das von der Zeitschrift an Kraus zur Kenntnis gesandt wird; anschlie?end erst folgt der offene Brief an v. Laue (S. 86 - 9cool.

Widerlegt Behauptungen v. Laues zur Methodik: er, Kraus, hat nicht die mathematische Seite kritisiert, braucht also keine besondere math. Kompetenz nachzuweisen, zumal selbst Einstein f?r das Verst?ndnis der SRT nur ?Gymnasialmatura? f?r erforderlich h?lt; er, Kraus, hat nur Antwort auf drei Sachfragen verlangt, die leicht h?tten beantwortet werden k?nnen, und keine Polemik betrieben; er, Kraus, hat aus wissenschaftlichen Abhandlungen zitiert und aus Einsteins ?gemeinverst?ndlicher? Darstellung, die ebenfalls von allen Relativit?ts-Vertretern zitiert wird: der Vorwurf, er h?tte nur popul?re Darstellungen benutzt, mu? zur?ckgenommen werden; die mathematische Geschlossenheit und Sch?nheit der Theorie ?interessiert mich nicht?, sondern die gedanklichen Absurdit?ten (S. 88-91). - Zu v. Laues Bekenntnis (in seinem Brief an die Zeitschrift), wenn ein Philosoph innere Widerspr?che der Theorie kritisiert, dann sieht er, v. Laue, sich den kritischen Gedankengang gar nicht in allen Einzelheiten an, sondern sagt dem Philosophen auf den Kopf zu, da? er, der Philosoph, die Sache nicht recht verstanden habe: damit ist v. Laue ?also bereits bei dem Unfehlbarkeitsdogma angelangt? (S. 93).

Jede ?ernste Kritik [wird] mi?handelt? von den Relativisten; der 80-j?hrige Isenkrahe wurde geradezu verh?hnt: ?Ich habe die sichere Nachricht, da? durch diese kulturwidrige Abfertigung der Lebensabend dieses Mannes verbittert und sein Tod beschleunigt worden ist. [...] Ich mache es Ihnen und Herrn Einstein zum Vorwurfe, da? Sie nicht Protest erheben gegen die Reklame, die mit der Relativit?tstheorie getrieben wird. Doch genug! Der Zusammenbruch der Theorie ist unvermeidlich. Die Feinde des Deutschtums werden ?ber seine wissenschaftliche Blamage triumphieren wollen. Dann wird wenigstens als mildernder Umstand in die Wagschale fallen, da? sich doch auch von deutscher Seite einige Kritiker gefunden haben, die den Irrtum in den gedanklichen Grundlagen sogleich erkannt haben ...? (S. 96-97).

Schildert eindringlich die Aussperrung der Kritiker aus der Fachdiskussion in den deutschsprachigen L?ndern seit 1922, ihre Mi?handlung durch das Physik-Establishment und die Methoden der Durchsetzung der Theorie. - Stellt neun Jahre sp?ter (in: Grenzen der Relativit?t, 1934) fest, da? seine Briefe unbeantwortet geblieben sind. - An scharfsinniger Analyse sowohl der behaupteten Konstanz der Lichtgeschwindigkeit f?r alle Beobachter als auch der wirklichen Sachlage bei der Rotation ein un?bertroffenes Beispiel der Theoriekritik, auf die die Relativisten schlicht nichts zu erwidern haben als Verschweigen, Verleumdungen und Beschimpfungen.

Sieht den sicheren Ruin der Theorie voraus, und sieht sich und die anderen Kritiker gewisserma?en als Widerstandsk?mpfer in einer Physik-Diktatur, die sp?ter, wenn die Blamage auf die deutsche Physik-Branche hereinbrechen wird, zur Ehrenrettung antreten, da? nicht alle auf die Theorie hereingefallen sind. Leider hat Oskar Kraus diesen Tag nicht mehr erleben sollen. - Kraus ist einer der ersten und wenigen Kritiker, die in den Methoden der Durchsetzung der Theorie bereits den Traditionsbruch brandmarken und den erkenntnistheoretischen Relativismus der Theorie anprangern. Man kann verstehen, da? weder Einstein noch v. Laue Lust versp?rten zu antworten.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

25.02.2007 09:30 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Herr Friebe,

ich w?nsche Ihnen hiermit noch nachtr?glich alles Gute zu Ihrem runden Geburtstag!

J?rgen Knall

26.02.2007 01:45 J?rgen Knall ist offline Email an J?rgen Knall senden Beiträge von J?rgen Knall suchen Nehmen Sie J?rgen Knall in Ihre Freundesliste auf
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43. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1925 J. Maritain: Th?onas

MARITAIN, JACQUES:
Th?onas: ou les entretiens d?un sage et de deux philosophes sur diverses mati?res in?galement actuelles. 2. ?d., revue et augm. Paris: Nouvelle Libr. Nat. 1925. 220 S. (Biblioth?que fran?aise de philosophie.)

S. 66-115: La math?matisation du temps. Diskussion zwischen drei fiktiven Personen; PHILONOUS: begr??t begeistert die RT; THEONAS= PSEUDO-HYLAS (=Maritain): kritisch; RHODANTHE: Mathematiker. - Er?rtern die Probleme von Raum und Zeit, das Verh?ltnis von Realit?t und Mathematik, die Erkenntnistheorie. - Ergebnis: Die moderne Physik ist ein reiner mathematischer Symbolismus, der nicht mehr das darstellt, ?was ist? (S. 113).


1925 A. A. Michelson / H. Gale: Effect of the earth?s rotation

MICHELSON, ALBERT ABRAHAM:
The effect of the Earth?s rotation on the velocity of light [Teil 1. 2.] / Albert Abraham Michelson u. [T. 2Freude H. Gale, assisted by Fred Pearson.
In: Astrophysical journal. 61. 1925, S. 137-139 [T. 1]; S. 140-45 [T. 2].
Abdruck in: The Einstein myth and the Ives papers. 1979.

Auf Wunsch von L. Silberstein hat der alte Michelson 1925 (mit Gale u. Pearson) den Sagnac-Versuch durchgef?hrt. Das Michelson-Gale-Interferometer hat keine bewegten Teile, benutzt die Erde als Drehtisch. Erlaubt den Nachweis der t?glichen Erddrehung. - Vgl. Hayden 1991 (Testing): das Ergebnis ist den Relativistik-Autoren ? virtually unknown?.


1925 D. C. Miller: Ether-drift experiments

MILLER, DAYTON CLARENCE:
Ether-drift experiments at Mount Wilson: read before the National Academy of Sciences, Washington, April 28, 1925.
In: Science. (USA). N. S. 61. 1925, 19. Juni, Nr. 1590, S. 617-621.
Zugleich in: (1) Proceedings of the National Academy of Science. Washington. 11. 1925, S. 306-314; (2) Nature. 116. 1925, S. 49-50.

Berichtet die Feststellung von Laufzeitunterschieden, die eine Erddrift von ca. 10 km/sec ergeben. Einen vollst?ndigen, ausf?hrlichen Bericht mit ?bersicht ?ber alle seine Interferometer-Experimente ver?ffentlicht Miller erst 1933.


1925 M. Pal?gyi: Zur Weltmechanik

PAL?GYI, MELCHIOR:
[Sammlung] Zur Weltmechanik: Beitr?ge zur Metaphysik d. Physik / von Melchior Pal?gyi;
Geleitwort: Ernst Gehrcke. Leipzig: Barth 1925. 181 S. (Pal?gyi , M.: Ausgew?hlte Werke. 3.)
Auszug abgedr. in: Hundert Autoren gegen Einstein. 1931, S. 96-97.


1925 G. P?csi: Liquidierung der Relativit?tstheorie

P?CSI, GUSZTAV:
Liquidierung der Relativit?tstheorie. Berechnung der Sonnengeschwindigkeit. 1. u. 2. Aufl.
Regensburg: Manz 1925. 299 S.


1925 T. J. J. See: Newton?s triumph

SEE, THOMAS JEFFERSON JACKSON:
Newton?s complete triumph over the relativists.
In: Sociedad Cientifica Argentina. Anales. 100. 1925, S. 133-140.
In Dietrich. Reihe B. N.F. 1. 1925/26 ohne Verfasserangabe verzeichnet; deshalb in manchen Literaturlisten nicht erw?hnt oder nicht als Arbeit von T. J. J. See erkannt.

Berichtet von seiner fertiggestellten umfassenden Untersuchung aus den letzten Jahren ?ber die beiden Relativit?tstheorien, in der er 80 Fehler der Theorien (?berwiegend der ART) nachgewiesen hat. Exemplare dieser Untersuchung unter dem Titel ?Researches in Non-Euclidian Geometry and the theory of relativity? (Typoskript, 220 Bl.) hat er sechs europ?ischen Akademien zur Pr?fung zugesandt. - Gibt eine Kurzfassung der nachgewiesenen Fehler, was sehr zweckm??ig ist, um seine Kritik kennenzulernen, da die wenigen Exemplare der vollst?ndigen Untersuchung nur schwer zug?nglich sind, w?hrend sich die Annalen der Sociedad eher in den gro?en Bibliotheken befinden.


1925 L. Silberstein: Miller?s recent experiments

SILBERSTEIN, LUDWIK:
D. C. Miller?s recent experiments and the relativity theory.
In: Nature. London. Vol. 115. 1925, 23. Mai, S. 798.
Zugl. in: Science. Suppl. 62. 1925, Nr. 1596, S. VIII.

Nach Giorgi 1925 (Sulle esperienze di Miller): Silberstein meint, da? nach den Ergebnissen von Miller die SRT aufgegeben werden mu?.


1925 R. Weinmann: Widerspr?che und Selbstwiderspr?che

WEINMANN, RUDOLF:
Widerspr?che und Selbstwiderspr?che der Relativit?tstheorie. Leipzig: Hillmann 1925. 28 S.

S. 3: ?Einstein und seine Anh?nger und Kommentatoren ignorieren nach wie vor die Stimmen der Gegner. Die F?lle der Gegenargumente droht der Vergessenheit anheimzufallen oder doch der Verbreitung beraubt zu werden, weil der Widerhall der angegriffenen Seite fehlt ...? - Weinmann beschreibt die Lage im Jahre 3 nach der Machtergreifung der Relativisten in Leipzig: zumindest in Deutschland m?ssen die Kritiker feststellen, da? die Aussperrung und das Verschweigen sehr effektiv sind. Weinmann will eine Summe der Argumente und zugleich eine kleine ?bersicht der Hauptwerke der Kritik geben.


1926 H. Dingler: Zusammenbruch der Wissenschaft

DINGLER, HUGO:
Der Zusammenbruch der Wissenschaft und der Primat der Philosophie.
M?nchen: Reinhardt 1926. 400 S.

Vergleicht die Situation der zeitgen?ssischen Naturwissenschaft mit dem Zusammenbruch der antiken Philosophie. Diagnostiziert einen ?Zusammenbruch des Glaubens an die Sicherheit des experimentellen Prinzips?. Beschreibt die Meinungsvielfalt hinsichtlich des Verh?ltnisses zwischen Geometrie und Physik, gibt dabei einen guten Literatur?berblick. Die Kritik der Relativit?tstheorien zieht sich durch die gesamte Abhandlung, insbesondere S. 99-144.


1926 E. Marcus: Kritik

MARCUS, ERNST:
Kritik des Aufbaus (Syllogismus) der speziellen Relativit?tstheorie und Kritik der herrschenden Hypothese der Lichtausbreitung. 1. Aufl. Berlin: Verl. Der Sturm 1926. 32 S.

Hat bis April 1925 noch geglaubt, da? die behauptete Relativit?t der Zeit durch ?nderung von Hypothesen vermieden werden k?nnte. Hat jetzt nach Pr?fung der Voraussetzungen und der daraus gefolgerten Schl?sse physikalische Fehler festgestellt, so da? die SRT nicht mehr als fundierte Theorie gelten kann. - Stellt im 2. Teil eine eigene Hypothese ?ber die Lichtausbreitung zur Diskussion.
(Zitatende)





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26.02.2007 09:34 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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44. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1926 D. C. Miller: Ether drift experiments

MILLER, DAYTON CLARENCE:
Significance of the ether drift experiments of 1925 at Mount Wilson.
In: Science. (USA). N. S. 63. 1926, Nr. 1635, 30. Apr., S. 433-443. Ether drift experiments at Mount Wilson in February 1926.
In: Physical review. 27. 1926, June, S. 812.

Gibt im ?Science?-Beitrag einen ?berblick ?ber alle bisherigen Interferometer-Experimente (S. 434 ff) und ihre technischen Probleme. Seit 1921 wird eine Drift von ca. 10 km/sec gemessen (S. 442): ?The complete study of the ether-drift experiments of 1925, at Mount Wilson, leads to the conclusion that there is a systematic displacement of the interference fringes of the interferometer corresponding to a constant relative motion of the earth and the ether at this observatory of ten kilometers per second; and that the variations in the direction and magnitude of the indicated motion are exactly such as would be produced by a constant motion of the solar system in space, with a velocity of two hundred kilometers, or more, per second, towards an apex in the constellation Draco ...? Referiert die von G. Str?mberg und Lundmark postulierten Bewegungen des Sonnensystems.


1926 L. Urbano: Einstein y Santo Tom?s

URBANO, LUIS:
Einstein y Santo Tom?s: estudio critico de las teorias relativistas / Luis Urbano, O.P. Madrid (usw.): La Ciencia tomista [usw.] 1926. 232 S. (Biblioteca de Tomistas espa?oles. 2.)

Unglaublich schlampige Lit.-Angaben: Verfassernamen bis zur Unkenntlichkeit entstellt.


1926 L. Warnant: Essai de refutation

WARNANT, LOUIS:
Les th?ories d?Einstein: essai de r?futation; examen critique; les interpr?tations g?n?ralement admises de la th?orie de la relativit? seraient inexactes; ouvrage de vulgarisation de tout le monde. - Bruxelles: Impr. Jacobs; Paris: Alcan 1926. 143 S.


1927, Feb. Pasadena, Cal.: Conference on the MME

CONFERENCE ON THE MICHELSON-MORLEY EXPERIMENT: held at the Mount Wilson Observatory, Pasadena, California, Feb. 4 and 5, 1927 / the shorthand notes were taken by Fritz Zwicky and Glenn H. Palmer, reviewed by the authors.
In: Astrophysical journal. 68. 1928, Nr. 5, S. 341-402. (Contributions from the Mount Wilson Observatory, Carnegie Institution of Washington. Nr. 373.)

Anla? zur Konferenz war die gleichzeitige Anwesenheit von A. A. Michelson und H. A. Lorentz in Pasadena; weitere Teilnehmer: D. C. Miller, Roy S. Kennedy, E. R. Hedrick, P. S. Epstein, G. Str?mberg. - Insgesamt umfangreiche kritische Beitr?ge lieferten vier Autoren: H. A. Lorentz, A. A. Michelson, D. C. Miller, G. Str?mberg.

LORENTZ, HENDRIK ANTOON
Beitrag: S. 345-351; Beitr?ge zur Diskussion: 389-392; 395-396; 399-401.


Er?rtert die m?glichen Wirkungen eines hypothetischen ?thers auf die Interferenzstreifen im MMV und ?hnlichen Interferometer-Versuchen, unter verschiedenen Annahmen ?ber seinen Bewegungszustand relativ zur Erde (S. 345-34cool. - Die Versuchsergebnisse f?hrten zu der ?berzeugung, ?that the motion of the earth can never produce a first-order effect. This conviction was greatly strengthened when Einstein developed his theory of relativity and simply postulated that the result of all experiments which we perform in our laboratories must be independent of the motion of the earth, whatever may be the refinement of our measurements and the order of the effects which we can reach by them? (S. 349).

Diese ?berzeugung hatte zur Folge, da? Versuche zur Beobachtung der Effekte erster Ordnung gar nicht mehr gemacht wurden: ? I remember especially the assembly of the German Society of Natural Sciences in D?sseldorf in 1898, at which numerous German physicists were present, Planck, W. Wien, Drude, and many others. We discussed especially the question of the first order effects. Some devices with which such an effect might be observed were proposed, but none of these attempts was ever made, so far as I know. The conviction that first-order effects do not exist became by and by too strong. We even got, finally, into the habit of looking only at the summary of experimental papers which dealt with such effects. In case the result was properly negative we felt perfectly satisfied? (S. 349).

Zum Parameter Zeit in seinen Transformationen erkl?rt Lorentz: ?A transformation of the time was also necessary. So I introduced the conception of a local time which is different for different systems of reference which are in motion relative to each other. But I never thought that this had anything to do with the real time. This real time for me was still represented by the old classical notion of an absolute time, which is independent of any reference to special frames of co-ordinates. There existed for me only this one true time. I considered my time transformation only as a heuristic working hypothesis. So the theory of relativity is really solely Einstein?s work. And there can be no doubt that he would have conceived it even if the work of all his predecessors in the theory of this field had not been done at all. His work is in this respect independent of the previous theories ? (S. 350).

Wenn Lorentz die Relativit?tstheorie zum alleinigen Werk Albert Einsteins erkl?rt, so tut er dies nicht aus Bescheidenheit oder H?flichkeit, sondern um jede Mit-Verantwortung f?r Albert Einsteins Behauptungen abzulehnen, f?r die die Relativisten stets Lorentz als ?Vorl?ufer? reklamieren m?chten. - Sein Beharren auch 1927 noch auf ?therhypothese und absoluter Zeit entgegen der angeblich ma?geblichen ?Mehrzahl der Physiker? ehrt ihn, ebenso sein Bekenntnis an der Mitwirkung der ??berzeugungs?-Physik seit der Jahrhundertwende und damit Aufdeckung der Grundlagen der wahren physikalischen Wissenschaft: der feste Glaube gen?gt, f?r den Glauben gef?hrliche Experimente werden nicht gemacht, und wenn die Ergebnisse negativ sind, f?hlt man sich ?perfectly satisfied?, ohne nachzusehen, wie sie genau zustandekommen. Es ehrt ihn, da? er nach 1910 die Einsteinsche Relativistik-Mode aus ?berzeugung nicht mehr mitgemacht hat, seine Theoriekritik seit 1910 wiederholt und hier - 1927 - auch Selbstkritik vorgetragen hat: von diesem Lorentz ist in den Schriften der Relativisten aus guten Gr?nden nie die Rede.

MICHELSON, ALBERT ABRAHAM:
Beitrag: S. 342-345; Beitrag zur Diskussion: 393-395.


Berichtet ?ber seine eigenen Experimente, die nicht die von der Theorie vorhergesagten Werte ergeben haben, dann ?ber die neuesten Ergebnisse von D. C. Miller: ?But no displacement was found. The shift of fringes was certainly less than 1/20 and may be even 1/40 of that predicted by the theory. [...] Lorentz then suggested another explanation (Lorentz contraction) which in its final form yielded as a result the famous Lorentz transformation equations. These contain the gist of the whole relativity theory. The Michelson-Morley experiment was continued by Morley and Miller, who again obtained a negative result. Miller then continued alone, and seems now to get some positive effect. This effect, however, has nothing to do with the orbital motion of the earth. It seems to be due to a velocity of the solar system relative to stellar space, which may be much greater than the orbital velocity. The observations of Mr. Miller have stimulated new interest in the problem.?

Bezeichnet seine eigenen Ergebnisse korrekt als ?negativ? gegen?ber den Erwartungen, jedoch nicht als ?Null-Ergebnisse?, und gibt auch ihre Gr??enordnung an. - Die Ergebnisse von D. C. Miller beweisen nach Michelson m?glicherweise eine viel gr??ere Drift, n?mlich die des gesamten Sonnensystems, als die urspr?nglich von ihm selbst gesuchte Drift der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne.

Die Ergebnisse von Miller wurden von den Relativisten als irrelevant abgetan. Um so wichtiger ist Michelsons Beurteilung 1928 im Astrophysical journal. Bis heute erz?hlen die Relativisten ihr frommes M?rchen, der MMV sei oftmals wiederholt worden und h?tte stets nur ?Nullergebnisse? erbracht.

MILLER, DAYTON CLARENCE:
Beitrag: S. 352-367; Beitrag zur Diskussion: 397-399.


Gibt einen ?berblick ?ber die Interferometer-Versuche seit dem MMV 1887 in Cleveland. ?ber die Ergebnisse bereits vor 1905: ?We calculated the magnitude and azimuth of the effect from the theory and discussed our experimental results in relation to these specific expectations. In every case we found that the result was negative as to these expectations. But it was never numerically zero, not even in the original Michelson and Morley experiment. It was zero in so far as the motion of the earth in its orbit is concerned. The remaining effect, however, was large enough to be measured. [...] It was suggested that the ether might be entrained differently inside and outside of a masonry building? (S. 354). - 1905-06 wurden die Versuche aus dem bisher ?blichen Laboratorium auf eine Anh?he bei Cleveland verlegt, 879 Fu? ?ber Meereh?he, in ein leichtes Geb?ude mit Glasfenstern: ?Five sets of observations were made in 1905-1906, which give a definite positive effect of about one-tenth of the thenexpected drift? (S. 354). - 1921 wurde das Interferometer auf dem Mount Wilson in einer H?he von 6000 Fu? installiert, und die Versuche dauerten 5 Jahre. Bereits die ersten Messungen ergaben eine reale ?therdrift von 10 km/sec; um Strahlungsw?rme und magnetische Wirkungen als m?gliche Fehlerquellen auszuschlie?en, wurden die Versuche mit Strahlungsabschirmungen und nach Austausch aller Eisenteile durch Nicht-Eisen-Werkstoffe wiederholt und zeigten dasselbe Ergebnis; au?erdem wurde das Interferometer in verschieden schnelle Rotation auch in verschiedenen Richtungen versetzt: das Ergebnis war v?llig unver?ndert positiv (S. 355).

Vor 1925 waren Interferometer-Experimente von der Art des MMV stets nur zur Ermittlung der Bewegung der Erde durch einen absolut ruhenden ?ther konzipiert worden. Alle denkbaren Interpretationen haben stets einen Teil der Me?werte unerkl?rt gelassen: ? there has persisted a constant and consistent small effect which has not been explained? (S. 357). - Seit 1925 wurden die Versuche zum Nachweis einer absoluten Bewegung der Erde und des Sonnensystems durch den kosmischen Raum konzipiert, ohne Vorgaben und Erwartungen einer bestimmten Theorie. Au?erdem wurden sie in bestimmten Jahreszeiten und, zum Nachweis von Effekten der Erdrotation, ?ber 24 Stunden ausgedehnt.

Diskutiert die Frage, warum dies bei den fr?heren Versuchen nicht geschehen ist; seine Erkl?rung: (1) die Ergebnisse wurden an bestimmten Erwartungen gemessen; (2) schienen erste Versuchsserien nicht die gew?nschten Ergebnisse zu liefern, lie? das Interesse nach; (3) die Durchf?hrung der Versuche erfordert ein extrem hohes Ma? an Konzentration und Geduld unter schwierigsten Arbeitsbedingungen (S. 358-361). - Diskutiert die verschiedenen Interpretationen und bisher offengebliebene Fragen der Me?ergebnisse vom Mount Wilson 1925-26 (S. 361-367).

Miller hat alle Interferometer-Versuche nach Morleys Pensionierung 1906 weitergef?hrt und ist die authentische Quelle ?ber die weitere Entwicklung. Best?tigt, da? es niemals Null-Me?werte gegeben hat, sondern stets nur Bewertungen als ?negativ? in bezug auf bestimmte Erwartungen. - Die unleugbaren positiven Ergebnisse bei Messungen in gr??eren H?hen und frei von abschirmenden Bauten sind vom Relativistik-Establishment durch Verschweigen und Ableugnen unsch?dlich gemacht worden: andererseits hat Albert Einstein einmal damit angefangen, da? nur gemessene Beobachtungswerte in seine Theorie eingehen sollten! - Nachdem die Abschirmungen des Interferometers entfernt worden waren und positive Me?ergebnisse vorlagen, wurden die Ergebnisse durch neue soziale ?Abschirmungen? des Physik-Establishments von der ?ffentlichkeit ferngehalten. Wenn die Theorie physikalisch in Bedr?ngnis ger?t, wird sie ?sozial? gerettet und abgesichert.

STR?MBERG, G.:
Diskussionsbeitrag: S. 401-402.


Sternbewegungen erfordern die Annahme eines ??fundamental? reference frame, or ?medium?, or ? ether?, whatever we prefer to call it.? Geschwindigkeit der Sonne ist gegen verschiedene Objekte verschieden gro?, wegen Gruppen von Objekten und deren Gesamtkomplex-Geschwindigkeit.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

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45. Fortsetzung zu

Chronologie zur Relativit?tstheorie


Zitat:

1927 Indiana Univ.: A Debate

A DEBATE ON THE THEORY OF RELATIVITY / Robert D. Carmichael et al.; introd.: William Love Brian. Chicago: Open Court Publ. 1927. 154 S.

Enth?lt 6 Beitr?ge. - Die lokale Gruppe der Vereinigung Sigma Xi an der Indiana University hat im Mai 1926 eine Debatte veranstaltet zwischen R. D. Carmichael und H. T. Davis als Verteidigern der Theorie und W. D. MacMillan und M. E. Hifford als Gegnern der Theorie. Die ?new doctrine? (Einsteins Relativit?tstheorien) hat bereits einen gro?en Einflu? gewonnen auf philosophische Auffassungen; deshalb: ? the most careful scrutiny should be given to the postulates which underlie it and to the experimental evidence upon which it rests? (S. [III]). Aktueller Anla? sind die j?ngsten Experimente von Dayton C. Miller, die die Grundlagen der Theorie in Frage stellen k?nnen. Die Teilnehmer an der kontroversen Debatte sind zwei Mathematiker, ein Astronom und ein Physiker.

W?hrend in Deutschland die Fachphysik schon seit 1922 die Diskussion beendet hatte (weil die Theorie so sch?n und ein f?r allemal richtig ist), hat sich die angels?chsische Welt ihre Offenheit und Diskussionsfreiheit noch lange bewahrt.


1927 F. R. Lipsius: Wahrheit und Irrtum

LIPSIUS, FRIEDRICH REINHARD:
Wahrheit und Irrtum in der Relativit?tstheorie. T?bingen: Mohr 1927. 154 S.
Auszug abgedr. in: Hundert Autoren gegen Einstein. 1931, S. 91-94.
Rez.: K. Grelling: Dt. Lit. Ztg. 1927, 2564-2568.


1927 A. Lynch: Science, leading and misleading

LYNCH, ARTHUR:
Science: leading and misleading. London: Murray 1927. 376 S.


1927 Dritte Phase 1923-1927: Bilanz

Die dritte Phase der Kritik umfa?t chronologisch den Zeitraum von der Machtergreifung der Relativistik 1922 bis zu den Interferometer-Versuchen von D. C. Miller, die er 1927 publiziert und die auch ein Anla? sind, da? schon 1926 die Vereinigung Sigma Xi dar?ber eine Debatte veranstaltet und 1927 sich in Pasadena mit H. A. Lorentz und A. A. Michelson eine Tagungsrunde ergibt.

W?hrend in Deutschland die Kritik in der akademischen Diskussion seit 1922 allm?hlich erstirbt, geht sie in England und Amerika weiter, wo auch die Ergebnisse von D. C. Miller immerhin ?ffentlich er?rtert werden, wenn auch die Konsequenzen, die die Kritiker aufzeigen, nicht gezogen werden.

Inhaltlich sind 1927 fast alle wesentlichen Kritikpunkte vorgebracht worden, die sich aus dem Sachstand der Entwicklung ergeben. Deshalb kann sich im Rahmen dieser Chronologie die weitere Darstellung auf die Hauptwerke der Kritik und die Behandlung neuer Themen beschr?nken.

Auf die Chronologische ?bersicht ?ber s?mtliche dokumentierte kritischen Ver?ffentlichungen in Kapitel 7 sei nochmals hingewiesen.


1928-33/45 Vierte Phase der Kritik

In diesem Zeitraum ist mit 1933 nur f?r die Kritik in Deutschland eine Z?sur gegeben, indem nun die Kritik an den Relativit?tstheorien von den Physik-Machthabern nicht mehr unterdr?ckt werden konnte, weil sie den Polit-Machthabern in den Kram pa?te. Die Einrichtung der Nazi-Herrschaft konnte also den Kritikern der physikalischen Theorien als das neue Reich der Freiheit erscheinen: die logische Folge der vorhergehenden Perversion der physikalischen Wissenschaft in eine Physik-Kirche mit einem Oberheiligen, einem Physik-Papst, mehreren Oberpriestern und zahlreichen Ministranten, die f?r die Vertreibung der Ketzer aus den heiligen Hallen der theoretischen Physik sorgten. Vor 1933 bekam ein Mann wie Hugo Dingler in Deutschland keine ordentliche Professur, weil er die Relativit?tstheorie von Albert Einstein fundamental kritisierte.

In den angels?chsischen L?ndern finden keine Tagungen oder Symposien zur Diskussion ?ber die Relativit?tstheorien mehr statt. Der Dialog wird von seiten der Physik-Machthaber immer erfolgreicher ausgetrocknet. 1931 beklagen die Herausgeber des Sammelwerks ?Hundert Autoren gegen Einstein? im Vorwort vor allem folgende f?nf Punkte: (1) das Ausbleiben einer Antwort auf die Kritik, (2) den ?Terror der Einsteinianer?, (3) das Parteiergreifen der Medien (der Rundfunk wird eigens erw?hnt) f?r die Machthaber, (4) die Irref?hrung der ?ffentlichkeit, (5) die Pr?sentation der Theorie in lauter widerspr?chlichen Darstellungen, so da? mindestens 11 verschiedene ?Deutungen? vorliegen.

Das Abw?rgen der akademischen Freiheit durch eine machthungrige und machtbewu?te Gruppe geschieht in Deutschland ziemlich genau ein Jahrzehnt lang, bevor es im ganzen Land dunkel wird. Die strukturelle Analogie zwischen Relativistik und totalit?rem Staat und historisch der Vorl?ufer-Charakter der Relativistik geh?ren zu den Dingen, die noch nie jemand von unserer kritischen Intelligenz bemerkt haben will: ganz sch?n intelligent! Auch die reine Naturwissenschaft hat dazu beigetragen, ihr Publikum an klare Verh?ltnisse und Friedhofsruhe zu gew?hnen.

In allen L?ndern ist die Tendenz zu beobachten, da? der Graben zwischen der Kritik und der offiziellen Wissenschaft tiefer wird: die kritischen Argumentationen werden fundamentaler, da die Kritikpunkte sich h?ufen und von der Relativistik nichts ausger?umt worden ist. Anstatt Bedenken wegen gewisser Merkmale der Theorie wird h?ufiger eine entschiedene Ablehnung ge?u?ert. Dies h?ngt auch damit zusammen, da? die akademische Physik keine Kritik mehr ?u?ern darf, so da? die Hauptvertreter der Kritik eher aus physik-fernen T?tigkeitsfeldern kommen und dann nicht mehr in die kollegiale R?cksichtnahme der Physiker untereinander eingebunden sind. Der Anteil der selbst verlegenden Autoren unter den Kritikern w?chst; der Hillmann Verlag in Leipzig gewinnt einige Bedeutung als eine der wenigen Publikationsm?glichkeiten f?r die Kritiker. W?hrend des 2. Weltkriegs kommt vieles zum Erliegen, so auch die Kritik. In den 5 Kriegsjahren 1940-45 erscheinen weltweit insgesamt nur 48 kritische Arbeiten.


1928 The understanding of relativity [Diskussion]

THE UNDERSTANDING OF RELATIVITY [Diskussion]: [7 Beitr?ge von 4 Autoren in gegenseitiger Bezugnahme] / H. D. [d. i. Herbert Dingle], G. A. Reid, L. Bolton, H. C. Browne.
In: Nature. London. Vol. 122. 1928: Nr. 3079, S. 673-675; Nr. 3082, S. 808; Nr. 3085, S. 925; Nr. 3087, S. 995-996.

Ausgel?st wurde die Diskussion durch einen Beitrag von Herbert Dingle unter seinen Namensinitialen: seine fr?heste nachgewiesene Ver?ffentlichung zum Thema. - Reid und Browne ?ben Kritik; Dingle h?lt sp?ter (1956) seinen Artikel von 1928 f?r kritisch gegen?ber der Theorie; Bolton, der 1921 den Preis des ?Scientific American? f?r die beste kurze Darstellung der Theorie erhalten hatte, verteidigt die Theorie.


1928 H. Bergmann: Argumente gegen die RT

BERGMANN, HUGO:
?ber einige philosophische Argumente gegen die Relativit?tstheorie.
In: Kant-Studien. 33. 1928, S. 387-404.

H. Bergmann gilt als Anh?nger der Theorie, erkennt jedoch eine grunds?tzliche Berechtigung des Einwands an, in der SRT w?rde versucht, physikalische Probleme durch ?nderung der Messungsbasis zu l?sen, was zu einem Durcheinander f?hren mu? (S. 392). - H?lt zur L?ngenkontraktion (LK) die Kritik f?r unberechtigt, weil zwischen den Inertialsystemen volle Reziprozit?t herrscht: die L?ngen ?erscheinen? nur verk?rzt (S. 393). Stimmt O. Kraus zu, da? es zur Definition der Messung geh?rt, da? die Ma?einheit unver?nderlich gedacht wird. (S.393). ?Bewegtes und ruhendes System sind Betrachtungsweisen. Die objektiven Ereignisse selbst sind identisch und werden nicht dadurch beeinflu?t, da? wir sie einmal als angeh?rig dem ruhenden, einmal als angeh?rig dem bewegten System betrachten? (S. 394).

Setzt sich - als bekennender Relativist - mit gr??ter Sachlichkeit mit den Argumenten der wichtigsten Kritiker auseinander, womit er im Jahr 1928 eine r?hmenswerte Ausnahme darstellt. Er rechtfertigt die Theorie gegen diese Kritik durch Hinweis auf die volle Reziprozit?t der Systeme und seine Bewertung der LK als scheinbaren Effekt: damit ger?t er objektiv in Gegensatz zu den Positionen der Relativisten. Bergmann vertritt mehrere Positionen, die von den Kritikern als Kritik vorgebracht werden. - Eine der seltenen Zusammenfassungen der Kritik aus der Sicht der Theorie-Vertreter.


1928 G. v. Gleich: 3 kritische Aufs?tze

GLEICH, GEROLD V.:
Zur Definition des Zeitbegriffs. In: Zeitschrift f?r Physik. 47, 1928, H. 3/4, S. 280-298.
Zur Physik der Schaubilder. In: Zeitschrift f?r Physik. 50. 1928, H. 9/10, S. 725-739.
Zur Lichtablenkung in der N?he der Sonne. In: Zeitschrift f?r Physik. 51. 1928, S. 740-753.

Diese Aufs?tze sind bemerkenswerterweise in einer Fachzeitschrift der Physik erschienen.
(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe

(Fortsetzung folgt)

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