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Ekkehard Friebe Ekkehard Friebe ist männlich
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Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich das Geleitwort zu dieser Arbeit von Professor Dr. Karl Sapper von Seite 3:


Zitat:


Geleitwort

Dem Wunsche des Autors entsprechend stelle ich der Abhandlung des Herrn Kammerer eine kleine Vorbetrachtung voran.

Aus dem Untertitel der Schrift ist leicht erkennbar, da? es sich um eine Kritik der Relativit?tstheorie handelt. Anh?nger der letzteren nehmen solche Kritiken sehr leicht: Die Theorie gleicht einem ?beraus kunstvollen Geb?ude, errichtet aus dem Baumaterial der h?heren Mathematik, insbesondere der Tensorenrechnung. Die Nachpr?fung der von der Theorie vorausgesagten Tatbest?nde durch Experimente habe deren Richtigkeit erwiesen(?), so belehren uns ihre Anh?nger. Wagt nun doch jemand eine Kritik -- besonders wenn diese an deren Fundamenten ansetzt --, so wird diese entweder totgeschwiegen oder es wird der autorit?tsgl?ubigen Schar der Anh?nger verk?ndet: ?der Kritiker hat die Theorie nicht verstanden". Es ist ja bei einer so weitl?ufigen Materie nur zu leicht m?glich, da? sich der Kritiker in der einen oder anderen Einzelheit irrt; aber es kommt einer Verleumdung nahe, wenn man auf Grund eines solchen einzelnen Irrtums die F?higkeit des Kritikers diskreditiert, statt seine Einw?nde zu widerlegen.

Auf Einzelheiten der vorliegenden Abhandlung kann ich hier begreiflicherweise nicht eingehen. Nur ein einziger meines Erachtens besonders wichtiger Punkt sei hervorgehoben, n?mlich die Darstellung des Unterschiedes zwischen der Gesetzlichkeit der formal-mathematischen Beurteilung einerseits und der Gesetzlichkeit der Natur andererseits. Dies scheidet auch die naturgesetzliche Lichtgeschwindigkeit in Abh?ngigkeit von deren physikalischen Wirksystemen von der ?Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit" relativ zu den subjektiv-willk?rlich erdachten Bezugssystemen des Beobachters. Die naturgesetzliche Geschwindigkeit des Lichtes ist invariant zu seinen Wirksystemen, aber die Ma?zahl der formalen menschlichen Beurteilung ist ver?nderlich gem?? den allgemeing?ltigen Bedingungen des klassischen Relativit?tsprinzipes. Dies -- so lehrt Kammerer -- sei die zwanglose Vereinbarung des klassischen Relativit?tsprinzipes mit der aus Experimenten abgeleiteten physikalischen Eigenart der Lichtausbreitung. Da alle Spekulationen der Relativit?tstheorie aus der Vermischung von Naturgesetzlichkeit und Beurteilungsgesetzlichkeit abstammen, seien sie alle durch die neue Kl?rung des Sachverhaltes hinf?llig geworden. Dies betreffe ganz besonders die Behauptungen von einer ?Ver?nderlichkeit von Zeit und Raum" und von der ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit?.

Mancher kritisch gegen die Relativit?tstheorie eingestellte Beurteiler wird vielleicht einzelne Momente in ihr als Wahrheit anerkannt wissen wollen, also der Kritik Kammerers nicht in allen Punkten zustimmen. Aber die r?ckhaltlose Sch?rfe der vorliegenden Kritik ist gegen?ber dem Hochmut mancher ?hundertprozentiger Einsteinianer" zweifellos im Interesse einer freien, d. h. dogmatisch nicht gebundenen Wissenschaft berechtigt und notwendig.

Professor Dr. Karl Sapper.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

30.01.2008 11:28 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

1. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?A. Vorbetrachtung? von Ernst Kammerer von Seite 5 bis 8:


Zitat:


A. Vorbetrachtung

1. Die vorliegende Arbeit sieht sich einem in der ?ffentlichkeit allgemein verbreiteten und -- man kann schon sagen -- wohlgehegten Vorurteil gegen?ber, das wahrscheinlich die meisten Menschen zun?chst von der Lekt?re zur?ckschreckt. Es ist das Vorurteil, demzufolge ein Begreifenk?nnen und damit ein Recht zur Beurteilung der Relativit?tstheorie nur seltenen Auserw?hlten mit besonders ?hoch organisierten Gehirnen" vorbehalten sei, also zuv?rderst nur den Fachgelehrten, die sich zur Relativit?tstheorie bekennen. Allen anderen aber sei sie ein unerschlie?bares Geheimnis, und ganz besonders diejenigen, die sie gar -- wie beispielsweise der Verfasser -- bek?mpfen, w?rden damit doch deutlich beweisen, da? sie diese Lehre nicht begriffen haben und folglich auch nicht berechtigt sind, ?ber sie zu urteilen.

Dieses Vorurteil hat also zwei Aspekte: Zum ersten suggeriert es dem Leser die Unf?higkeit, die Relativit?tstheorie begreifen zu k?nnen, zum anderen spricht es dem Verfasser das Recht ab, ?ber sie berichten und ?ber sie urteilen zu d?rfen, ist er doch offenkundig von den Fachgelehrten hierzu nicht autorisiert worden. Die Problematik der Relativit?tstheorie liegt jedoch nicht im Sachgebiet der Fachwissenschaft, das nur wenigen Fachgelehrten zug?nglich sein kann, sondern ganz prim?r im Gebrauche der Grunds?tze von Vernunft und Logik, wie sie jedem Menschen zur Verf?gung stehen, die also Allgemeingut sind und wor?ber jedermann die uneingeschr?nkte Kompetenz besitzt. Vor allem im Rahmen dieser seiner ureigensten Zust?ndigkeit wird der Leser angesprochen; die Probleme der Fachwissenschaft bleiben so weit als irgend m?glich au?er Betracht. Der Verfasser darf nach dieser Anmerkung hoffen, gen?gend Leser zu finden, die sich zutrauen, selbst ein Urteil entwickeln zu k?nnen ?ber die betrachtete Lehre und ?ber die Art ihrer Beurteilung durch den Verfasser. Diese Leser werden bald erkennen, wie unendlich schwer es in der Tat ist, die Relativit?tstheorie zu ?begreifen", aber wie leicht, sie zu durchschauen.

Der Fatalismus des Lesers wird nun allerdings gen?hrt durch den Umstand, da? uns Menschen keine Einsicht ohne Anstrengung in den Scho? f?llt. Auch im vorliegenden Falle bedarf es der M?he, den Beweisf?hrungen zu folgen und sich nicht einfach vom geschriebenen Wort mitschleppen zu lassen. Der Verfasser hat sich bem?ht, alles Wesentliche nur stufenweise darzustellen, beginnend mit der einfachen Erw?hnung und weiter entwickelnd in sp?teren Ausf?hrungen bis zur v?lligen Kl?rung, sowie mit der gelegentlichen Wiedererw?hnung zur Beleuchtung von anderen Seiten. Dies erlaubt dem Leser, auch ?ber noch nicht klar Erfa?tes hinwegzugehen, in der Erwartung, da? die weiteren Ausf?hrungen den noch bestehenden Mangel beheben k?nnen. Der Leser m?ge sich also in der Fortsetzung der Lekt?re nicht durch irgendwelche Einzelschwierigkeiten aufhalten lassen, sondern hoffen, da? sich im weiteren Verlaufe der Darstellung die Verh?ltnisse noch aufhellen w?rden. Im Endeffekt darf aber nichts von den Behauptungen des Verfassers gl?ubig hingenommen werden, sondern es mu? alles einer stets wachen Kritik ausgesetzt werden und dieser standzuhalten verm?gen.

Die Fachgelehrten sind nach wie vor nicht nur eingeladen, sondern mit allem Nachdruck aufgefordert, die Relativit?tstheorie gegen diesen Anwurf und gegen die vorgetragenen Einw?nde zu verteidigen, wie dies vom Verfasser schon seit Jahren gefordert wird: Noch immer sind namhafte Gelehrte die Antwort schuldig auf die Frage nach der Rechtfertigung der Relativit?tstheorie.

* * *

2. Mit welcher ?F?rderung" die vorliegende Arbeit bei dem oben angedeuteten Sachverhalt seitens der Fachwissenschaft rechnen ?darf", erhellt aus folgenden Beispielen:

In der Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure, Band 96/7 vom 1. 3.1954, Seite 208, schreibt Herr Prof. Dr. Pascual Jordan, heute Abgeordneter des Deutschen Bundestages, in einer Besprechung der Schrift ?Wahrheit und Irrtum in der Relativit?tstheorie", ?ber deren Verfasser, Herrn Prof. Dr. Karl Sapper, Graz:

?Es handelt sich also letzten Endes doch nur um eine der zahllosen Schriften, deren Verfasser die Relativit?tstheorie nicht verstanden haben und deshalb ?berzeugt bleiben, da? sie innere Widerspr?che aufweise; die Schwierigkeit, mit der der Verfasser nicht fertig geworden ist, liegt in der Relativierung der Gleichzeitigkeit.?

Der Verfasser der vorliegenden Arbeit hat unter Bezugnahme auf diese Buchbesprechung eine bescheidene Darstellung des logischen Handstreiches von Einstein bei der Entwicklung dieser ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" an Herrn Prof. Jordan zugestellt, zusammen mit einem Brief, in dem es im Anschlu? an die Wiedergabe der obigen Ausf?hrungen hei?t:

?Daraus darf ich wohl annehmen, da? Sie selbst die Relativit?tstheorie verstanden haben, und da? Ihnen die Relativierung der Gleichzeitigkeit keine Schwierigkeiten bereitet. Sie m?ssen also kompetent und f?hig sein, meine gegen Relativit?tstheorie und Relativit?t der Gleichzeitigkeit gemachten Einw?nde als banales Mi?verstehen aufzuzeigen, nicht nur f?r Anh?nger der Relativit?tstheorie, sondern bei denjenigen Menschen, bei denen meine Argumente ?verfangen".?

Der betreffende Brief ist unter Drucksache als Vervielf?ltigung verbreitet worden, aber bis zur Stunde fehlt die Verteidigung der Relativit?tstheorie und damit die Rechtfertigung des ?ber Herrn Prof. Dr. Sapper ergangenen Urteils.

Vermutlich wird man nun einwenden wollen, da? es f?r einen so bedeutenden Gelehrten wie Herrn Prof. Dr. Jordan eine Zumutung w?re, sich mit Einspr?chen herumzuschlagen von Leuten, die gar nicht das ?erforderliche Gehirnvolumen zum Begreifen der Relativit?tstheorie besitzen", oder ?bei denen man" -- wie er ?ber Herrn Prof. Dr. Sapper urteilt -- ?erkennt, wie fremd ihm der Sinn des Ganzen . . . geblieben ist". Aber gilt solche Nichtachtung auch gegen?ber dem Nobelpreistr?ger und Fachgelehrten Herrn Prof. Dr. Louis de Broglie? Mit Bezugnahme auf letzteren schreibt Herr Prof. Dr. Sapper auf Seite 90 seines im n?chsten Absatz angemerkten Werkes (Ausf?hrungen von Herrn Prof. de Broglie verbindlich nur im franz?sischen Urtext gem?? der genannten Quelle):

?Ich antworte: man erkennt aus dieser Kritik des Herrn Jordan an meiner Unterscheidung zwischen Lichtgeschwindigkeit und Grenzgeschwindig- keit, wie fremd ihm die F?higkeit logisch-kritischen Denkens gegen?ber einem Dogma der relativistischen Schulphysik ist. Der bekannte Physiker und Nobelpreistr?ger de Broglie hat mir in diesem Punkte brieflich zugestimmt. In seinem an mich gerichteten Briefe vom 21. 3.1953 hei?t es unter anderem: ?Man mu? also genau auseinander halten die Grenzgeschwindigkeit c gem?? den Formeln der Relativit?tstheorie und die Geschwindigkeit der Photonen, die -- obwohl praktisch gleich c -- immer um ein Geringes kleiner sein m??te als c.... Sie sehen also, da? ich eine Hypothese unterstelle ?hnlich der Ihrigen, ohne mich dabei von den Prinzipien der Relativit?tstheorie zu entfernen".?

Der Widerspruch zwischen den Urteilen von Herrn Prof. de Broglie und Herrn Prof. Jordan zeigt, da? diese Angelegenheit nicht durch eine Anleihe beim Autorit?tsglauben gel?st werden kann. Mit dem Autorit?tsglauben kann man wissenschaftliche Probleme nicht l?sen.

Der Leser dieser Zeilen wird sich vermutlich verwundern, da? es bereits ?zahllose Schriften" gegen die Relativit?tstheorie geben soll, denn sicher hat er davon ?ber die Tagespresse nicht das Geringste erfahren. So berichtet denn auch Herr Prof. Sapper ?ber die Schwierigkeiten bei der Verbreitung des I. Teils seiner neueren Arbeit mit dem Titel ?Kritik und Fortentwicklung der Relativit?tstheorie" in einem Rundschreiben wie folgt:

?. . . . , das Werk ist zwar durchaus g?nstig, aber leider viel zu wenig besprochen worden. Insbesondere ist -- weder dem Verlag noch dem Herausgeber -- aus USA nicht eine einzige Besprechung des Werkes zugegangen, trotzdem sich in USA drei Mitarbeiter (zwei Univ.-Professoren und ein Hochschulprofessor) befinden. Der Absatz in USA ist daher gleich null, obgleich vier englische Abhandlungen in dem Werk enthalten sind. Aber auch im deutschen Sprachgebiet ist der Absatz sehr unbefriedigend.
. . . . . . . . . . . .
Es w?re doch besch?mend, wenn ein Werk, das von berufenen Autoren herausgegeben und von fachwissenschaftlicher Seite als ?auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau stehend" anerkannt wurde, nicht verbreitet und vollendet werden k?nnte!?


Wenn schon eine Arbeit, die die Relativit?tstheorie nur kritisiert, ja sich sogar um ihre Fortentwicklung bem?ht, mit solchen Schwierigkeiten k?mpfen mu?, wie erst wird dann die hier vom Verfasser vorgelegte Arbeit mit ihrer vernichtenden Blo?stellung der Relativit?tstheorie einer ?liebevollen Pflege" sicher sein! Wie kann sich ?berhaupt ein Mann, der noch nicht einmal Latein versteht, erdreisten, ?ber die Relativit?tstheorie mitreden zu wollen? Was f?r ein ?Latein" die Fachgelehrten ?verstehen", das m?ge der Leser selbst in den folgenden Ausf?hrungen pr?fen, dazu braucht es n?mlich kein Latein.

* * *

3. Die Relativit?tstheorie ist inspiriert durch den ber?hmten Versuch von Michelson und zwar entsprechend dessen Ausdeutung durch die Theoretische Physik, n?mlich der Postulierung einer ?Invarianz der Lichtgeschwindigkeit". Michelson wollte die absolute Geschwindigkeit und die absolute Richtung der Erdbewegung bestimmen anhand von Interferenzverschiebungen, die sich nach seiner Meinung einstellen mu?ten als Folge der Erdbewegung relativ zu einem absolut ruhenden Lichttr?ger ??ther", dessen Existenz er voraussetzte. Aber seine Apparatur zeigte nicht die erwarteten Effekte, und Michelson mu?te schlie?lich resigniert bekennen, da? es nach seinen Messungen schiene, ?als ob die Erde stillest?nde". Durch die Theoretische Physik wurde dieses Ergebnis so ausgedr?ckt, da? die Geschwindigkeit des Lichtes unver?nderlich sei, zu allen Bezugssystemen und unabh?ngig von deren Bewegungszustand invariant stets gleich c (Ma?zahl der Lichtgeschwindigkeit). Dies w?rde jedoch die G?ltigkeit des Relativit?tsprinzipes der klassischen Physik f?r die Lichtausbreitung leugnen.

Letztere Feststellung hat nicht geringe Aufregung in die Naturwissenschaft getragen. So ist es auch nicht verwunderlich, da? sie bestritten, und da? die zugrunde gelegten Versuche als gescheitert gekennzeichnet wurden. Es sei zumindest unzul?ssig, daraus so weit reichende Folgerungen zu ziehen, wie die Relativit?tstheorie, welche in der ausgel?sten Konfusion um das Relativit?tsprinzip auch noch die ersten Grundlagen unserer Anschauung, n?mlich ?Raum" und ?Zeit" unterh?hlt und in Frage stellt. Diese Abwehr konnte sich jedoch nicht durchsetzen gegen die Behauptung Einsteins in ? 16 seines Buches ??ber die spezielle und die allgemeine Relativit?tstheorie":

?Die spezielle Relativit?tstheorie ist aus der Maxwell-Lorentz'schen Theorie der elektromagnetischen Erscheinungen auskristallisiert. Somit st?tzen alle Erfahrungstatsachen die Relativit?tstheorie, welche jene elektromagnetischen Theorien st?tzen . . . Die experimentellen Argumente zugunsten der Maxwell-Lorentz'schen Theorie, welche alle zugleich Argumente zugunsten der Relativit?tstheorie sind, sind zu zahlreich, um hier dargelegt zu werden. Sie engen tats?chlich die theoretischen M?glichkeiten derart ein, da? sich keine andere Theorie als die Maxwell-Lorentz'sche der Erfahrung gegen?ber hat behaupten k?nnen.?

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

01.02.2008 09:54 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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2. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?B. Bezugssysteme und Ma?einheiten? von Ernst Kammerer von Seite 8 bis 14:



Zitat:


B. Bezugssysteme und Ma?einheiten

1. Zur anschaulichen Aufl?sung der Probleme, die von der Lehre ?ber die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit und von der Relativit?tstheorie angeschnitten werden, sind von deren Gegnern ?absolute" oder zumindest ?bevorrechtigte" Bezugssysteme gesucht und angeboten worden. Solche Versuche mussten jedoch zur Erfolglosigkeit verurteilt bleiben, solange keine Klarheit geschaffen ist ?ber das in Bezugssystemen herrschende Verh?ltnis zwischen den Anteilen der Natur und den Anteilen der Erkenntnist?tigkeit des Menschen. Nur durch sorgf?ltige Scheidung dieser Anteile und durch die Heraussch?lung ihrer Kennzeichen, k?nnen wir auf Erfolge hoffen bei der Bek?mpfung der auf diesem Gebiet allgemein herrschenden Wirrnis.


2. Die menschliche Erkenntnis von der Bewegung eines K?rpers erfolgt aus der Beobachtung von dessen Ortsver?nderung. Da es einen absoluten Nullpunkt f?r die Ortsbestimmung nicht gibt, so m?ssen wir einen beliebigen, als geeignet erscheinenden Ort ausw?hlen zum Nullpunkt unserer Messungen f?r die Lagen der vom bewegten K?rper durchlaufenen Orte. Durch zwei Orte als Nullpunkte k?nnen wir eine Vergleichsgerade, durch drei Orte ein ebenes Koordinatensystem und durch vier Orte eine Raumeinteilung festlegen. Die Ma?zahlen, die wir den zu bestimmenden Orten innerhalb dieser ?Bezugssysteme" zuordnen, sind also abh?ngig von der willk?rlichen Auswahl der Nullpunkte. Mit der Einteilung in L?ngen- und Breitenkreise haben die Menschen ein allgemeing?ltiges Bezugssystem vereinbart zur Bestimmung von Punkten auf der Erdoberfl?che, das allerdings f?r die Allgemeinheit nicht gebrauchsfertig ist. Dieses Bezugssystem ist fixiert durch die beiden Pole und durch die frei gew?hlte Sternwarte von Greenwich; es bedient sich der Kreisteilung in 360 ?. Seine Fixierung durch drei Punkte kennzeichnet es als Bestimmungssystem auf Fl?chen; durch die Angabe der H?hen ?ber NN oder der Entfernung zum Erdmittelpunkt wird es zu einem kugelpolaren Bestimmungssystem f?r Punkte im R?ume, das f?r den Menschen eine ?berragende Bedeutung besitzt als Beobachtungssystem f?r den Kosmos.

Trotz der unbegrenzten M?glichkeiten in der Auswahl von Ortsbestimmungen als Nullpunkte solcher Koordinatensysteme zeigt sich die Entfernung von zwei in der Wirklichkeit gegebenen Orten oder Punkten in allen Bezugssystemen ? als Differenz der Koordinaten ? zum gleichen Zeitpunkt mit derselben Ma?zahl; haben die Orte oder Punkte keine Relativbewegung zueinander, so bleibt die Ma?zahl stets die gleiche. Schon daraus ersieht man, da? die Bezugssysteme weder einen Einflu? auf die Gr??e der Entfernungen noch auf die Lage der Orte in der Wirklichkeit auszu?ben verm?gen, was uns angesichts der Willk?r bei der Auswahl der Nullpunkte nicht verwundert. Die Lage der Orte in der Wirklichkeit, d. h. die Gr??e ihrer Entfernungen untereinander sind die eine Sache, unbeeinflu?bar wie vom Menschengeist so auch von den Bezugssystemen; letztere eine andere Sache, unterworfen der unbeschr?nkten Willk?r des Menschengeistes. Die Bezugssysteme f?r Orte sind in der Tat nicht mehr als nur formale mathematische Hilfskonstruktionen der Erkenntnist?tigkeit des Menschen, erfunden zur Fixierung der Lagen von Orten und zur Beschreibung der Ortsver?nderung von K?rpern. Die Bezugssysteme geh?ren zur menschlichen Erkenntnist?tigkeit, aber nicht zur Natur, und da der Mensch ?ber die Natur keine magische Gewalt besitzt, so verm?gen seine Bezugssysteme in der Natur auch keine Ver?nderungen hervorzurufen.


3. Aber nicht nur die Bezugssysteme, sondern auch die Ma?zahlen der Entfernungen sind geformt durch die menschliche Urteilskraft; die Ma?zahlen im besonderen durch die mathematisch-formale ?Bedingung a priori" von der Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit der Gr??eneinheit. Beherrscht durch diese Bedingung ist alles Messen ein Vergleichen mit einem Normalma? oder einer Vergleichsnormalen der Entfernungen, die dieser Bedingung der Urteilskraft im Rahmen der verlangten Genauigkeit nahekommen. Mag f?r grobe Entfernungs- und L?ngenmessungen das ?Lichtjahr", die ?Wegstunde" oder die Schrittl?nge ausreichen, so sind f?r genauere Messungen besser fixierte Vergleichsnormalen der Entfernungen erforderlich, wobei nur sehr wenige Objekte der Natur den steigenden Anspr?chen der Urteilskraft nachzukommen verm?gen. Deshalb sind die Vergleichsnormalen hergestellt aus sorgf?ltig nach ihrer Konstanz ausgew?hlten Stoffen, wie das aus Platin-Iridium bestehende ?Urmeter", das zudem gr??te Sorgfalt der Behandlung verlangt und das die genannten Bedingungen der Urteilskraft nur bei Beachtung engster Temperaturgrenzen zu erf?llen vermag. Aber auch solche Sorgfalt gen?gt nicht bei Messungen im atomaren Bereiche, wo solche ?Urma?e" unzul?nglich sind, und wo nur atomare Vergleichsmittel ? etwa die Wellenl?nge einfarbigen Lichtes ? die Bedingungen der Urteilskraft im Rahmen der verlangten Genauigkeit erf?llen k?nnen. Die Ma?einheit selbst ist ein Postulat der Urteilskraft, mithin sind die Vergleichsnormalen nicht die Ma?einheit, sondern nur ihre notd?rftige Darstellung durch ein Objekt der Natur, das im unvermeidlichen Widerspruch zum Postulat der Urteilskraft Ver?nderungen unterworfen ist durch die Einfl?sse der Natur.

So wie in der Mathematik die Gr??eneinheit zwar gleichwertig und unver?ndert bleiben mu?, aber jeden beliebigen Wert besitzen kann, so kann auch die Ma?einheit jede beliebige Gr??e besitzen, sie ist also nicht an das Urmeter gebunden. Hier gibt es ?berhaupt keine andere Begrenzung als die praktische, die durch die m?glichst umfassende gegenseitige Vereinbarung erstrebt, Willk?r und Bedrohung der gegenseitigen Verst?ndigung auszuschlie?en. Solche Vereinbarungen bestimmen die Ma?zahlen, mit denen die Entfernungen von Orten angegeben werden. Die Pr?zision, mit welcher die Vergleichsnormalen mit der Ma?einheit und damit auch unter sich ?bereinstimmen, bestimmt die Zuverl?ssigkeit der Beurteilung von Ma?differenzen bei den zu vergleichenden Objekten.


4. Bei den Ma?zahlen der Dauer von Naturvorg?ngen ist es nicht anders, nur da? hier an die Stelle der Entfernungsnormalen die Normale einer Dauer tritt. M?gen die V?lker der Vergangenheit zufrieden gewesen sein mit der Vergleichsdauer auslaufenden Sandes, m?gen Kinder beim Versteckenspiel mit einer Abz?hltechnik oder das Orchester mit der Taktgabe des Dirigenten sich begn?gen, mag man f?r grobe Vergleiche mit Jahren, Jahrzehnten, Generationen, Jahrtausenden und Jahrmillionen um sich werfen, so hat sich doch die Urteilskraft f?r genauere Vergleiche nach Abl?ufen umgesehen, die ihrem Postulat von der Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit der Vergleichseinheit besser nahe kommen. Sie ist dabei auf die Erddrehung gesto?en und hat sie in Stunden, Minuten und Sekunden unterteilt, aber bald eingesehen, da? sich auch die Erdumdrehung ihrem Postulat nicht beugt, sondern da? sie auch diese nicht nach dem Stande der Sonne bestimmen darf, sie idealisieren mu? zu einer ?Sternzeit", ja sogar zu einer ?mittleren Sternzeit", und da? man dann noch immer im Ungewissen ist, ob sich nicht auch die letztere im Verlaufe der Jahrhunderttausende durch unvermerktes Schneller- oder Langsamerwerden der Erdrotation ver?ndert.

Das Postulat der Urteilskraft hinsichtlich der Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit der Ma?einheit stellt an die Vergleichsnormale der Dauer Anforderungen, die nur sehr wenige Naturvorg?nge zu erf?llen verm?gen, weil die allermeisten stattfinden unter der beschleunigenden oder verz?gernden Wirkung von Kr?ften. Im Grunde genommen k?nnen also nur solche Naturvorg?nge als Vergleichsnormale der Dauer anerkannt werden, bei denen Kr?fte nicht auftreten oder in Richtungen wirken, welche die Vergleichsnormale nicht ver?ndern.

Der Idealfall w?re also ein Naturvorgang, bei welchem die ausl?senden Kr?fte aufgeh?rt haben zu wirken, so da? der Ablauf nur noch bestimmt wird durch die Tr?gheit der Materie, wie wir dies antreffen bei der geradlinig-gleichf?rmigen Bewegung von K?rpern. Aber in solch idealem Umfang kr?ftefrei bewegte K?rper sind im Bereiche des Kraftfeldes Erde nicht anzutreffen, und zudem w?rden sie sehr bald dem Gesichtskreis eines irdischen Beobachters unzur?ckrufbar entschwinden. Im irdischen Bereiche sind auf die Dauer nur krummlinige Bewegungen aufrechtzuerhalten und nur so bewegte K?rper k?nnen im Gesichtskreis des Beobachters verweilen, was die Menschen gezwungen hat, von dem Ideal der geradlinig-gleichf?rmigen Bewegung f?r die Zeitmessung abzusehen und daf?r gleichf?rmig-kreisende Bewegungen zu w?hlen, etwa die Erdrotation oder die Bewegung eines Uhrzeigers ?ber ein Zifferblatt, wobei in beiden F?llen sogar die periodische R?ckkehr in die Ausgangslage gesichert ist. Die in beiden F?llen auftretenden Zentralkr?fte wirken nicht in Bewegungsrichtung, ver?ndern also die Umlaufgeschwindigkeit nicht; zudem werden sie aufgenommen durch ?innere" Kr?fte der bewegten K?rper bzw. durch die Lagerungen der Zeiger. Die in den Maschinenwerken von Uhren unvermeidlich erforderlichen Antriebskr?fte werden ausgewogen durch pr?zis abgestimmte Gegenkr?fte, so da? Beschleunigungen und Verz?gerungen weitgehend unterdr?ckt werden.

Demnach besteht ein erheblicher und grunds?tzlicher Unterschied zwischen der formalen Forderung der Urteilskraft nach Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit der Vergleichseinheit und der Charakteristik der Abl?ufe in der Natur, da letztere untereinander in Wechselwirkung stehen und dadurch ihre Dauer gegenseitig beeinflussen. Jeder Naturvorgang hat seine eigene Dauer, die mit der Dauer eines qualitativ genau gleichwertigen Naturvorganges nicht ?bereinzustimmen braucht. Deshalb verm?gen nur ganz wenige Naturvorg?nge bei ihren Wiederholungen der Bedingung der menschlichen Urteilskraft an Vergleichsnormalen nachzukommen und sich dadurch als Vergleichsma? der Dauer zu legitimieren. Ob sich also die Hoffnung nach einer unbestechlich unver?nderlichen Vergleichsdauer durch die Heranziehung atomarer Vorg?nge erf?llt haben sollte, bleibt ungewi?, auch wenn die Physiker dies hoch und heilig beteuern. Auf alle F?lle werden es sich die letzteren sagen lassen m?ssen, da? die Bedingung f?r das Vergleichsma? der Dauer nicht in der Natur liegt, sondern im Postulat der Urteilskraft; Postulat, das der Urteilskraft die Anwendung der formalen Beziehungen und Regeln der Mathematik auf die Vorg?nge in der Natur erm?glicht. Das Einheitsma? der Dauer liegt nicht in der Natur, die Zeit ist kein Objekt der Natur, eine ?Naturzeit", also die Zeit als Naturvorgang, als Untersuchungsobjekt der Physiker, gibt es nicht. Es gibt nur Naturvorg?nge, deren Dauer zu vergleichen ist anhand des unver?nderlichen Postulates der Urteilskraft und dessen notd?rftiger Darstellung durch Vergleichsvorg?nge, deren Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit, als verbunden mit Objekten der Natur, fragw?rdig bleibt.

Wesentlich f?r die Ma?zahlen der Ausgedehntheit und der Dauer ist also die formale, a priori gegebene Bedingung der menschlichen Urteilskraft ?ber die Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit der Vergleichsnormalen, dargestellt f?r die Ausgedehntheit durch einen Vergleichsstab, bzw. durch die Entfernung seiner Enden; f?r die Dauer der Abl?ufe durch eine Vergleichsdauer, bzw. der Dauer zwischen dem Ereignis ihres Beginnes und dem Ereignis ihres Endes.


5. Wie f?r die Bestimmung der gegenseitigen Lagen von Orten gibt es auch f?r die Bestimmung der gegenseitigen Beziehungen von Ereignissen keinen absoluten Nullpunkt. Man m?chte vielleicht versucht sein, einen solchen in dem Zeitpunkte zu sehen, in dem der allererste Vorgang einsetzte, also in dem ersten Akte der Welterschaffung oder im ?Beginn der Zeiten". Mit der Fixierung eines solchen absoluten Nullpunktes zu einem Bezugssystem aller Ereignisse, w?rde man aber nicht nur in Streit kommen mit den Anspr?chen der verschiedensten Weltanschauungen, sondern selbst die Fachgelehrten w?rden sich dabei in die Haare geraten, weil der besagte Zeitpunkt viel zu sehr im undurchdringlichsten Dunkel allerfernster Vergangenheit verschwimmt. So m?ssen wir uns begn?gen mit irgendeinem Ereignis, das als Nullpunkt der Zeitbestimmung vereinbart wird, sei es der angenommene Zeitpunkt der Geburt Christi, der Beginn der Herrschaft irgend eines Z?sars oder der Tag der franz?sischen Revolution, oder welche Ereignisse je nach Geschmack auch immer als markante Einschnitte der Menschheitsgeschichte bewertet werden. So wie die Bezugssysteme f?r die Lagen der Orte, ?ndern auch diese Bezugssysteme der Ereignisse nichts an den gegenseitigen Beziehungen und Einfl?ssen in der Wirklichkeit; beim ?bergang von einem Bezugssystem in ein anderes gelten auch die im n?chsten Abschnitt betrachteten Regeln des Relativit?tsprinzipes.

Als Bezugssysteme der Ereignisse sind aber nicht nur solche ?regionale" oder ??berregionale" Vereinbarungen denkbar, sondern jedes beliebige Ereignis kann Bezugspunkt sein f?r andere Ereignisse, etwa der Augenblick, in welchem ein Beobachter M' im fahrenden Zug am Beobachter M neben dem Bahndamm vorbeif?hrt, oder der Augenblick, da der Mond am Horizont erscheint. Ein fiktiver Zeitpunkt in der Nacht ist Nullpunkt eines Bezugssystemes f?r die Ereignisse der Tage, eines immer wiederkehrenden Programms des Geschehens, dem die Fahrpl?ne der Verkehrsmittel, der Ruf zur Arbeit, zum Feiern und zu den Mahlzeiten zugeordnet ist, in das wir uns einordnen, um teilzuhaben an ausgew?hlten Ereignissen. Die Ereignisse unseres Lebens beziehen wir auf unseren pers?nlichen ?Tag null", also auf Jahr und Tag unserer Geburt. Kennt man die Bewertung dieser individuellen Bezugssysteme in allgemein vereinbarten Bezugssystemen der Ereignisse, so bietet es keine Schwierigkeiten, die Zeitbeurteilung von dem individuellen auf das allgemeing?ltige Bezugssystem umzurechnen.

Alle Naturvorg?nge sind Abl?ufe, deren gegenseitige Beziehungen das Interesse der menschlichen Beurteilung dadurch erregen, da? der Mensch den Ablauf seiner eigenen Existenz in diese Folgen einzureihen hat, widrigenfalls er von den Abl?ufen ?berrannt wird, oder mindestens die Vorteile vers?umt, welche ihm der Ablauf der Ereignisse bietet. Da jedes Wirkende seine eigenen Abl?ufe besitzt, so stellt sich f?r die Belange der menschlichen Beurteilung immer dringlicher die Bedingung eines allgemeinverbindlichen Bezugssystems der Ereignisse, in welchem die Abl?ufe mit steigender Pr?zision einander formal gegen?bergestellt und in ihren gegenseitigen Beziehungen beurteilt werden k?nnen.

Wesentlich f?r solche formale Beurteilung ist die Bedingung der Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheit f?r alle Vorg?nge. Aus diesen Betrachtungen ergibt sich deutlich, da? das Bezugssystem der Ereignisse, genannt ?die Zeit", kein Naturvorgang ist, da? sie also keine nat?rliche Wirklichkeit besitzt, sondern nur ein Bezugs- oder Beurteilungssystem ist, also nur eine formal-mathematische Hilfskonstruktion der menschlichen Urteilskraft, in welcher alle die unz?hligen, von einer unendlichen Vielzahl von Subjekten und Einzelkr?ften bewirkten Folgen einander formal gegen?bergestellt werden k?nnen.


6. Alle Wirkung ist Ver?nderung der Ausgedehntheit der Erscheinung, was der Mensch mit Ma?zahlen der Entfernung beurteilt. Da die Wirkung eine Funktion ist der Dauer des Wirkens, so wird auch die Dauer beurteilt mit Ma?zahlen, welche die Entfernungen der von einem Vergleichsk?rper ber?hrten Orte auf einer Vergleichsbahn kennzeichnen, beispielsweise durch die von der bewegten Zeigerspitze ber?hrten Zahlen auf dem Zifferblatt einer Uhr. Genau so gut wie den Ort auf dem Zifferblatt k?nnte man als Ma?zahl eines Zeitpunktes auch den Ort festlegen, den beispielsweise ein Eisenbahnzug w?hrend seiner Fahrbewegung in diesem Augenblick ber?hrt, etwa eine Bahnstation oder ?Kilometer 101,6". Mithin ist deutlich, da? nicht nur die Lage der Orte in ?r?umlichen" Bezugssystemen, sondern auch die Augenblicke der Ereignisse in ?zeitlichen" Bezugsystemen vom Menschen festgelegt werden durch Ma?zahlen von Entfernungen. Nur f?r zum Bezugssystem ruhende K?rper ist diese den Ort kennzeichnende Ma?zahl der Entfernung unver?nderlich; f?r alle anderen K?rper gilt sie nur f?r einen bestimmten Augenblick, und die betreffende Ma?zahl der Entfernung kennzeichnet nicht nur den Ort, sondern auch den ?bestimmten Augenblick", ist also sowohl eine Beurteilung der Lage als auch des Zeitpunktes. Dieses Wesen der menschlichen Bestimmung von Zeitpunkten ist der Grund daf?r, da? wir von der ?L?nge" einer Dauer und von einer ?zeitlichen Entfernung", von ?Wegstunden" und ?Lichtjahren" reden, und da? wir die Dauer von Vorg?ngen und den Zeitpunkt von Ereignissen in graphischen Darstellungen durch Entfernungen bzw. durch geometrische Orte demonstrieren und auf diese Weise ?raumzeitliche" Darstellungen und Bezugssysteme schaffen k?nnen.

Man kann, wie es die Feldmesser tun, die gegenseitigen Lagen geometrischer Orte in der Natur ausstecken und dadurch zu beurteilende St?cke der Erdoberfl?che in natura abgrenzen. Um aber diese St?cke der Erdoberfl?che in Schriftst?cken und Zeichnungen zu dokumentieren, d?rfen die Darstellungen nur einen winzigen Bruchteil der nat?rlichen Ausdehnung besitzen, m?ssen also in reduzierten Ma?st?ben ausgef?hrt werden. F?r die Rekonstruktion zeitlicher Abl?ufe, etwa bei Verkehrsunf?llen, bem?ht sich die Kriminalistik um die Darstellung in nat?rlicher Ablaufgeschwindigkeit, aber auch sie braucht zur Dokumentierung Ma?st?be, die es erlauben, den Ablauf der Zeit durch geometrische Orte in graphischen Darstellungen zu fixieren, wobei eine Strecke festgelegt wird, welche die zugrunde gelegte Zeiteinheit durch eine Entfernung veranschaulicht. Auf Grund solcher Identifizierung von Zeitpunkten durch geometrische Orte und deren Entfernungen als Ma?e der Dauer sind graphische Zeittafeln der geologischen, politischen und kulturellen Geschichte m?glich; es k?nnen damit aber auch alle anderen Abl?ufe in Natur und Technik dargestellt werden. ?berall werden Zeiten und Orte miteinander in Beziehung gesetzt, sei es, wie eben dargestellt, graphisch durch geometrische Orte, oder tabellarisch, wie es allgemein durch die ?ffentlichen Fahrpl?ne der Verkehrsmittel bekannt ist.

Soll in graphischen Darstellungen eine lineare, eindimensional ausreichend darstellbare Bewegung eines K?rpers und ein Normalzeitablauf einander als Koordinaten zugeordnet werden, so ist eine solche Darstellung notwendigerweise zweidimensional, also nur in einer Fl?che durchf?hrbar. F?r die graphische Koordinierung eines Normalzeitablaufes mit einem nur in einer Fl?che darstellbaren Bewegungsvorgang ist ein dreidimensionales Darstellungssystem, und f?r eine r?umliche Bewegung ein vierdimensionales Bezugssystem erforderlich, wobei aber alle diese Darstellungs- oder Bezugssysteme nichts anderes und nicht mehr sind, als nur formale Hilfskonstruktionen der menschlichen Erkenntnist?tigkeit, aber niemals Schilderungen des nat?rlichen Charakters von Zeit und Raum oder gar einer ?Raumzeit" als irgendwelcher realer Objekte der Natur.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

3. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?C. Das Relativit?tsprinzip als formales Erkenntnisprinzip? von Ernst Kammerer von Seite 14 bis 18:



Zitat:


C. Das Relativit?tsprinzip als formales Erkenntnisprinzip

1. In den bisherigen Betrachtungen sind uns aus der Natur K?rper und Ereignisse entgegengetreten, aber selbst diese haben wir veranschaulicht durch Punkte und Zeitpunkte, also durch Orte der Mathematik und durch Bewertung ihrer Entfernungen mit Ma?zahlen, deren Ma?einheit von der Bedingung der Urteilskraft nach Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit gepr?gt ist. Wir haben damit zwar ?ber die Grenzen des autonomen Wirkungsbereiches der menschlichen Urteilskraft hinausgeblickt, aber nur um uns ? statt vom Mathematiklehrer ? jetzt von der Natur die Abmessungen der Aufgabe ?geben" zu lassen. Diese Aufgabe d?rfen wir bis zu den letzten Konsequenzen nach den Regeln der Mathematik behandeln, ohne da? wir dadurch an den Verh?ltnissen der Natur auch nur das Geringste zu ?ndern verm?chten, oder dadurch Aufschlu? gewinnen k?nnten ?ber Naturgesetze, denn selbst die Aufgabenstellung stammt nicht aus naturgesetzlichen Beziehungen, sondern die K?rper und Ereignisse sind durch nichts anderes miteinander verbunden worden, als durch die menschliche Erkenntnist?tigkeit. Wird sich hieran etwas ?ndern, wenn wir nun die Abl?ufe der Bewegungen und deren Relationen zu Bezugssystemen, also das Relativit?tsprinzip, einer n?heren Betrachtung unterziehen?

2. Bei Beschr?nkung unserer Aufgabenstellung auf die Bestimmung der gegenseitigen Lagen ist es gleichg?ltig, ob wir sagen, die Entfernung von A nach B oder die von B nach A sei gleich s, weshalb wir auch nur von der Entfernung AB reden. Ver?ndert ein K?rper in der Zeit t seine Lage von A nach B oder umgekehrt, so ist die Relativgeschwindigkeit des K?rpers sowohl zu A als auch zu B = s/t, n?mlich der Weganteil in der Zeiteinheit. F?r die Bestimmung dieser Ma?zahl der Relativgeschwindigkeit ist es gleichg?ltig, ob sich der K?rper von A nach B oder umgekehrt von B nach A bewegt, und genau so ist es hierf?r v?llig gleichg?ltig: ob sich der K?rper oder ob sich die Orte A und B, bzw. das durch diese Orte gekennzeichnete, oder diese Orte bestimmende Bezugssystem, oder ob sich zudem der K?rper und das Bezugssystem bewegen relativ zu einem ?bergeordneten Bezugssystem von beliebigem Bewegungszustand hinsichtlich Geschwindigkeit und Richtung. Da auch die Bewegungszust?nde der Bezugssysteme, wie die Bezugssysteme selbst, ihre ?Existenz" nur wieder der willk?rlichen Auswahl des Menschengeistes verdanken, verm?gen auch sie keinen Einflu? auszu?ben auf die Lagen der Orte in der Wirklichkeit, auf die Ma?zahlen ihrer Entfernungen und auf die gegenseitigen Relativgeschwindigkeiten zwischen den K?rpern. F?r einen Naturvorgang bleibt der Wert s/t als Relativgeschwindigkeit zweier K?rper D und E unver?ndert, unabh?ngig von den Geschwindigkeiten, die den zur Beurteilung unterlegten Bezugssystemen zugesprochen werden.

Der Begriff der Relativgeschwindigkeit vermeidet eine Aussage dar?ber, welcher der beteiligten K?rper oder Bezugssysteme die bewegten oder die ruhenden seien. Diese Beschr?nkung der Aussage gen?gt in sehr vielen F?llen f?r den Bedarf der menschlichen Beurteilung. In der Aussage von der Relativgeschwindigkeit oder Relativ-Winkelgeschwindigkeit liegt eine formalistisch-mathematisierende Abstandnahme von der Frage nach dem tats?chlich bewegten K?rper oder Bezugssystem. Diese Vereinfachung ist also ein formalistisches Erkenntnisprinzip, das im folgenden als ?Vertauschungstheorem" bezeichnet sei.

Oft l??t sich n?mlich gar nicht zum voraus entscheiden, was sich nun eigentlich bewegt, wof?r als ber?hmtes Beispiel der Streit um das geozentrische Weltbild bekannt ist. In einem mit der Erde fest verbundenen Koordinatensystem scheinen n?mlich die Sterne t?glich Kreise um die Erde herum zu beschreiben; so jedenfalls zeigt es uns die direkte Beobachtung. Nimmt man aber diese selben Sterne als Fixsterne, dann ist man gezwungen, das Koordinatensystem des Beobachters mit der Erde im Kosmos rotieren zu lassen mit der umgekehrten ? vertauschten ? Relativ-Winkelgeschwindigkeit. Mit dieser Vertauschung haben wir nur f?r unser Bezugssystem andere Voraussetzungen unterstellt, aber an den gegenseitigen Lagen der Gestirne, ihren tats?chlichen Bewegungen und ihren Relativgeschwindigkeiten hat sich dadurch nicht das Geringste ge?ndert. Es ist aber auch die Frage noch nicht entschieden, ob sich nun der Kosmos oder ob sich die Erde dreht; die mathematisch-formalistische Betrachtungsweise bietet zur Entscheidung dieser Frage keine Handhabe; eine solche mu? ? wie der folgende Abschnitt zeigt ? aus anderen, n?mlich naturgesetzlichen Quellen entnommen werden. Hier gen?gt nicht die formale Beurteilung nach dem Relativit?tsprinzip, sondern hierzu ist eine naturgesetzliche Beurteilung erforderlich. Letztere bringt auch f?r die formale Beurteilung eine bedeutende Vereinfachung.

Man k?nnte eine Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Jahresbahn um die Sonne nicht bestimmen, hielte man die Erde als den Drehungsmittelpunkt des Alls: ihre Geschwindigkeit w?re dann Null und die Sonne h?tte diese Umlaufgeschwindigkeit. Aber selbst diese Umlaufgeschwindigkeit der Erde um die Sonne ist nur eine Relativgeschwindigkeit, gemessen relativ zu einem durch die Fixsterne oder das Sonnensystem bestimmten Bezugskreis, also noch immer nicht ihre absolute Geschwindigkeit. Als absolute Geschwindigkeit h?tte man vielleicht diejenige gelten lassen k?nnen, welche Michelson mit seinen Experimenten relativ zu einem absolut ruhenden ?ther bestimmen wollte.

3. Schlie?lich ist noch festzuhalten, da? sowohl die Orte A und B als auch die K?rper D und E nicht durch Naturgesetz, sondern nur durch den Beurteilungsakt der menschlichen Erkenntnist?tigkeit miteinander in Beziehung gesetzt wurden. Die Kennzeichnung ihrer gegenseitigen Lagen, die Ma?zahlen ihrer Entfernungen und ihrer Relativgeschwindigkeiten zu willk?rlich vom Menschengeist ausgew?hlten Bezugssystemen sind keine naturgesetzlichen Beziehungen, sondern nur menschliche Beurteilungen anhand der formalen Gesetzlichkeit gleich bleibender Gr??eneinheiten ? der Mathematik. Soweit als von der Naturgesetzlichkeit abgesehen werden kann ? soweit also, als Wirkungen von Kr?ften nicht ins Spiel treten ? gilt ausnahmslos f?r die Beurteilungst?tigkeit die mathematisch-formale Gesetzlichkeit der menschlichen Urteilskraft. Nach dieser formalen Gesetzlichkeit k?nnen wir a priori die Geschwindigkeit eines Reisenden relativ zu einem Bahndamm bestimmen zu f ? v, je nachdem, ob sich dieser Reisende mit seiner gleichf?rmigen Geschwindigkeit v in Fahrtrichtung oder entgegengesetzt dazu durch einen Eisenbahnwagen bewegt, der seinerseits mit der gleichf?rmigen Geschwindigkeit f auf dem Bahndamm f?hrt. Diese formale Beziehung an den in Bewegungsrichtung von keinen Kr?ften beeinflu?ten K?rpern und Bezugssystemen bezeichnet man als das ?Additionstheorem der Geschwindigkeiten". Es l??t sich nach den formalen Regeln der Vektorenaddition auch anwenden auf sich kreuzende Bewegungen.

Auch beim Additionstheorem der Geschwindigkeiten von K?rpern und Bezugssystemen handelt es sich also um ein formalistisches Erkenntnisprinzip, g?ltig nur soweit, als die Wege pro Zeiteinheit nicht durch Kr?fte ver?ndert werden, was sowohl f?r die bewegten K?rper als auch f?r die damit in Relation gebrachten Bezugssysteme gilt. Dies zwingt dazu, die Einwirkungen von Kr?ften als gesonderte Anteile zu behandeln, wozu sp?ter noch Beispiele gezeigt werden. Die Voraussetzungen einer mathematisch-formalen Beurteilung der Geschwindigkeiten werden erf?llt durch ruhende oder in Beurteilungsrichtung gleichf?rmig bewegte Bezugssysteme oder K?rper, wobei es gleichg?ltig ist, ob sich die Gleichf?rmigkeit auf geradlinige, kreisende oder krummlinige Bewegungen bezieht, wie f?r den letztgenannten Fall mit dem durch Geleisekurven bewegten Eisenbahnwagen oben bereits ein Beispiel gegeben ist.

4. Das Additionstheorem und das Vertauschungstheorem zusammen machen das Relativit?tsprinzip aus, das mithin nicht den Charakter eines Naturgesetzes, sondern den eines formalen Erkenntnisprinzipes besitzt, g?ltig ohne Einschr?nkung und ausnahmslos f?r den Anteil der formalen Beurteilungst?tigkeit des Menschen. F?r die G?ltigkeit des Relativit?tsprinzipes k?nnen keine naturgesetzlichen Bedingungen bestehen, sondern nur die formalen Bedingungen der Urteilskraft. Dem Anteil der formalen Beurteilung stehen keine naturgesetzlichen Beschr?nkungen entgegen, und es gibt keine durch Naturgesetzlichkeit bedingte Bevorzugung von Bezugssystemen.

Umgekehrt k?nnen aber auch aus diesen formalen Beziehungen keine Naturgesetze oder naturgesetzliche Verh?ltnisse abgeleitet werden, weil sie nur f?r den Anteil gelten, in welchem die Kr?fte der Natur nicht ins Spiel treten. Die realen Lagever?nderungen von K?rpern, resultierend aus der Einwirkung von Kr?ften, k?nnen nicht nach den formalen Beziehungen des Relativit?tsprinzipes behandelt werden, sondern sie m?ssen errechnet werden anhand der Naturgesetze. Dies hindert allerdings nicht, da? die so errechneten Lagen von K?rpern oder ihre augenblicklichen Geschwindigkeiten in beliebigen, auch kreisenden oder sonst wie in Beurteilungsrichtung gleichf?rmig bewegten Bezugssystemen dargestellt und anhand der formalen Gesetze der Urteilskraft bewertet werden k?nnen. Die formale Beurteilung nach dem Relativit?tsprinzip ist zur Isolierung des Anteiles von Kraftwirkungen unentbehrlich. Die Differenz zwischen der formal erwarteten und der aus Beobachtung ermittelten Lage von K?rpern macht das Ma? der Einwirkung von Kr?ften erkennbar. Die formale Beurteilungsgesetzlichkeit wird zwar durch die Mitwirkung von Kr?ften nicht aufgehoben, wohl aber bleibt sie auf den formalen Bereich beschr?nkt, so wie die Naturgesetzlichkeit auf den Anteil der Natur beschr?nkt bleibt.

5. Die Betrachtung der naturgesetzlichen und empirischen Beurteilung sei im Zusammenhange dieser Arbeit ?bergangen. F?r den vorliegenden Zweck gen?gt die Heraussch?lung des Wesens der formalen, mathematischen Beurteilung, um damit ihrem Mi?brauch durch die Relativit?tstheorie als Naturgesetzlichkeit einen Riegel vorzuschieben.

6. Der Erkenntnis, da? Bezugssysteme nur gedachte Hilfskonstruktionen des Beobachters sind, ist auch die Einsicht verbunden, da? alle Bewegung nur als Relativbewegung gedacht, gemessen und beurteilt werden kann. Zu jeder Bewegung k?nnen zahllose Bezugssysteme gleichzeitig gew?hlt werden, und erst alle zusammen w?rden alle gleichzeitig ablaufenden Beziehungen der Bewegung zur Umwelt schildern. Jede Auswahl eines Bezugssystemes ist also stets nur eine Beschr?nkung unserer Vorstellung, eine Vereinfachung des Beurteilungsgesch?ftes oder die Konzentrierung auf irgend eine den Naturablauf kennzeichnende Beziehung. Diese Vereinfachung f?lscht nicht, denn die so gefundene Beurteilung deckt sich mit der Schilderung anhand eines anderen Bezugssystems, weil auch die Bezugssysteme von unserer Urteilskraft wieder unter sich bezogen werden, selbst ?ber den beurteilenden Einzelmenschen hinaus.

Aus dieser unbeschr?nkten Universalit?t heraus ist jeder Mensch in die Lage versetzt, auch aus der Beurteilung eines anderen in einem fremden Bezugssystem, die richtige Beurteilung f?r das eigene Bezugssystem zu berechnen. Trotz unterschiedlicher Ma?zahl f?r die verschiedenen Bezugssysteme bleibt der geschilderte Naturvorgang derselbe: die Bezugssysteme und deren Ma?zahlen ver?ndern ihn nicht.

Obwohl die klassische Physik den Beurteilungsvorgang durch den beobachtenden Menschengeist nicht in Betracht zieht, die gew?hlten Bezugssysteme also als Naturbeziehungen bewertet, benutzt sie in der Praxis doch unbewu?t die hier dargestellten erkenntnistheoretischen Zusammenh?nge. Das daraus formulierte ?klassische" Relativit?tsprinzip ist kein Naturgesetz, sondern ein Erkenntnisgesetz, und es besitzt dadurch a priori eine durchg?ngige Universalit?t der Anwendung. Beim ?bergang zu einem anderen Bezugssystem ?ndern sich nur Beurteilung und Ma?zahl, aber nicht die Naturvorg?nge und die Naturgesetze. Reale ?nderungen in der Natur setzen Einwirkungen von Kr?ften voraus.

7. Die Theoretische Physik ? als die Fachwissenschaft, die sich in dieser Angelegenheit f?r allein zust?ndig h?lt ? bewertet die vorstehend dargestellten Auffassungen als r?ckst?ndig und widerlegt, insbesondere durch die Relativit?tstheorie. Betrachten wir einmal in den kommenden Ausf?hrungen, was diese Fachwissenschaft mit der genannten Theorie Besseres und Unantastbareres gegen?berzustellen vermag.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

4. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?D. Bezugssysteme und Naturgesetze? von Ernst Kammerer von Seite 18 bis 25 (zun?chst jedoch nur die Unterabschnitte 1. bis 4.):



Zitat:


D. Bezugssysteme und Naturgesetze

1. Als Lehrbeispiel zur Klarstellung des Verh?ltnisses von Bezugssystemen und Naturgesetzen seien hier Ausf?hrungen von Einstein gem?? ? 4 seines Buches ?Von der speziellen und der allgemeinen Relativit?tstheorie" wiedergegeben:


Zitat:


? 4 Das Galilei'sche Koordinatensystem

Bekanntlich lautet das unter dem Namen Tr?gheitsgesetz bekannte Grundgesetz der Galilei-Newton?schen Mechanik: Ein von anderen K?rpern hinreichend entfernter K?rper verharrt im Zustande der Ruhe oder der gleichf?rmig-geradlinigen Bewegung. Dieser Satz sagt nicht nur etwas aus ?ber die Bewegung der K?rper, sondern auch ?ber die in der Mechanik zul?ssigen Bezugsk?rper oder Koordinatensysteme, welche bei der mechanischen Beschreibung verwendet werden d?rfen. K?rper, auf welche der Tr?gheitssatz sicherlich mit gro?er Ann?herung Anwendung finden kann, sind die sichtbaren Fixsterne. Benutzen wir nun ein Koordinatensystem, welches mit der Erde starr verbunden ist, so beschreibt relativ zu ihm jeder Fixstern im Laufe eines (astronomischen) Tages einen Kreis von ungeheurem Radius, im Widerspruch mit dem Wortlaut des Tr?gheitsgesetzes. H?lt man also an diesem Gesetze fest, so darf man die Bewegungen nur auf Koordinatensysteme beziehen, relativ zu welchen die Fixsterne keine Kreisbewegungen ausf?hren. Ein Koordinatensystem, dessen Bewegungszustand ein solcher ist, da? relativ zu ihm das Tr?gheitsgesetz gilt, nennen wir ein ?Galilei?sches Koordinatensystem". Nur f?r ein Galilei'sches Koordinatensystem beanspruchen die Gesetze der Galilei-Newton?schen Mechanik G?ltigkeit.

(Zitatende)



In diesen Ausf?hrungen sind Ungenauigkeiten enthalten, ?ber welche Fachgelehrte hinwegsehen m?gen in der Meinung, sie sollten Vereinfachungen sein mit dem Ziele einer allgemeinverst?ndlichen Darstellung. Diese vereinfachenden Ungenauigkeiten f?hren jedoch in der Folge zu erheblichen Differenzen, so da? eine Abkl?rung nicht umgangen werden kann.

2. Das Fehlen der Kraftwirkungen von Nachbargestirnen mag bei einsamen Fixsternen eine Darstellung des Tr?gheitsgesetzes in der von Einstein gew?hlten Form erlauben; wenn aber auch hier die von ihm immer so betonte Exaktheit zu Worte kommen soll, dann m??te das Tr?gheitsgesetz mindestens so vorgestellt werden: K?rper verharren in Ruhe oder in geradlinig-gleichf?rmiger Bewegung, solange auf sie Kr?fte nicht einwirken. Eine Darstellung des Tr?gheitsgesetzes ohne Hinweis auf die Kraftwirkungen ist eine v?llig unzul?ssige ?Vereinfachung", die ihm zu Unrecht, an Stelle des Charakters der Naturgesetzlichkeit, den Charakter der formalistischen Beurteilungsgesetzlichkeit unterschiebt.

Bedeutet nun eigentlich die Aussage von Einstein, da? die Kreisbewegung der Planeten um die Sonne herum im Widerspruch stehe zu dem Tr?gheitsgesetz, und da? es im irdischen Bereiche kaum noch g?ltig sein k?nne, weil hier die K?rper nicht so ?hinreichend" voneinander entfernt sind wie die Fixsterne, wo doch selbst bei letzteren das Tr?gheitsgesetz nur ?mit gro?er Ann?herung" gilt? Mu? man nun auch f?r die Kreisbewegung der Planeten ein Koordinatensystem ausw?hlen, welches die Kreisbewegung aufhebt, damit man an dem Tr?gheitsgesetz gem?? der Interpretation Einsteins festhalten kann?

Was n?mlich die G?ltigkeit des Tr?gheitsgesetzes betrifft, so hat diese ausnahmslos schon bestanden zu einer Zeit, als die Menschen noch unersch?ttert an das geozentrische Weltbild glaubten, ja schon von Urbeginn der Sch?pfung an, also noch ehe irgend ein Mensch ein Beurteilungs- oder Bezugssystem zur erkenntnism??igen Kl?rung der Bewegungsverh?ltnisse des Kosmos h?tte entwickeln k?nnen.

Dieses Tr?gheitsgesetz gilt sogar heute in dieser Stunde, zu der wir wie die Menschen seit jeher, au?erstande sind, den Kosmos anders zu beobachten, als aus einem mit der Erde im Weltall rotierenden Koordinatensystem, aus dem wir nur durch Umrechnung anhand der formalen Regeln des Relativit?tsprinzips die gegenseitigen Lagen der Gestirne und ihre Relativgeschwindigkeiten zueinander festlegen k?nnen in einem durch das Sonnensystem oder durch die Fixsterne bestimmten Bezugssystem.

Oder haben etwa Galilei oder Newton Gelegenheit gehabt, die Sternenwelt und die Natur wirklich von einem Galilei'schen Koordinatensystem aus zu betrachten? Sind deren Beobachtungen irgendeinmal freigesprochen gewesen von dem geozentrischen Beobachtungssystem, in welchem die Fixsterne Kreise um die Erde herum beschreiben? Vergeblich sucht man in der Natur nach Galilei'schen Bezugssystemen, die nach der Behauptung von Einstein die Voraussetzung sein sollen f?r die G?ltigkeit der mechanischen Gesetze.

Letztere gelten ?berall und stets, unbeeinfiu?bar durch die Koordinatensysteme, in welchen die Menschen versuchen, die Bewegungsvorg?nge des Kosmos darzustellen, denn solche Bezugssysteme geh?ren ? wie eingehend im vorausgehenden Abschnitt gezeigt ? nicht zur Natur, sondern sie sind nichts als mathematisch-formale Hilfskonstruktionen der menschlichen Erkenntnistechnik.

Die Aussage von Einstein in einer Form, welche die G?ltigkeit des Tr?gheitsgesetzes auf Galilei'sche Koordinatensysteme beschr?nkt, belastet zu Unrecht die Natur mit der Unzul?nglichkeit von Bezugssystemen des Menschengeistes. Durch die Ungenauigkeit dieser Aussage werden die Verh?ltnisse auf den Kopf gestellt: Nicht die Naturgesetze verlieren ihre G?ltigkeit, sondern umgekehrt sind Bezugssysteme f?r die Beurteilung von Kraftwirkungen unzul?nglich, wenn in diesen der G?ltigkeit der Naturgesetze nicht Rechnung getragen werden kann, also wenn deren Anwendung zu Widerspr?chen f?hrt mit dem Ablauf der Naturvorg?nge, dem Ergebnis von Experimenten oder den Forderungen der logischen Axiome. Nur die Erkenntnist?tigkeit des Menschen ist der Gefahr des Irrtums, der Unzul?nglichkeit und Ung?ltigkeit ausgesetzt.

Der Anteil der Natur gilt unbeirrbar, er ist zumindest niemals abh?ngig von der Erkenntnist?tigkeit des Menschen, von dessen Bezugs- oder Koordinatensystemen, von denen keines magische Gewalt ?ber die Natur haben kann. Die Wirkungen der Naturgesetze auf K?rper k?nnen zwar erkenntnistechnisch dargestellt werden in vielerlei Koordinatensystemen, auch in kreisenden, aber die Naturgesetze selbst und die Naturvorg?nge sind von solchen Darstellungen unabh?ngig.

3. Man mag nun einwenden wollen, da? erst die hier gemachte Ausdeutung der Aussage von Einstein die Verh?ltnisse auf den Kopf gestellt, und da? er keinen Augenblick an die Abh?ngigkeit der Naturgesetze und Naturvorg?nge von den Bezugssystemen gedacht habe, da? also mit den gemachten Entgegenhaltungen nur offene T?ren eingerannt w?rden. Tats?chlich betont Einstein auch, da? die Naturgesetze f?r alle Bezugssysteme genau gleich lauten m?ssen; aber die ses als allgemeing?ltig verk?ndete Theorem gilt bei ihm noch nicht einmal f?r die Ausgedehntheit der Dinge und die Dauer der Vorg?nge, sondern nur f?r die Lichtgeschwindigkeit zur Postulierung einer Unabh?ngigkeit ihrer Beurteilung vom Bewegungszustande der Bezugssysteme. Aber selbst diese Postulierung erfolgt nicht aus naturgesetzlichen Beziehungen, sondern ?voraussetzungslos" aus
den formalen Beziehungen eines Relativit?tsprinzipes, also aus beurteilungsgesetzlichen Beziehungen der Bezugssysteme.

Dies zeigt, da? Einstein seiner Beweisf?hrung nicht die durch den Einwand verteidigte, sondern die sowohl durch letzteren als auch durch die obigen Entgegenhaltungen als falsch gekennzeichnete Auffassung zugrundelegt, n?mlich den hier zur?ckgewiesenen Irrglauben von der Abh?ngigkeit der Natur von den Beurteilungssystemen des Menschen. Daraus ergibt sich mindestens, wie notwendig es ist, eine Klarstellung von Aussagen herbeizuf?hren, die zwar das Richtige bedeuten k?nnen, aber formal das Falsche aussagen; oder die zumindest f?r den Beweiszweck im einen, gegen die Einw?nde im anderen Sinne verstanden werden k?nnen.

Ohne Zweifel w?rde die falsche Formulierung der Naturgesetze ebenfalls zu Widerspr?chen f?hren, wie es oben an dem falschen Tr?gheitsgesetz von Einstein im Beispiel gezeigt wurde. Aber ?ber falsche Formulierung hat Einstein ja nicht gesprochen, und selbst eine fehlerfreie Formulierung m??te bei unzul?nglichen Bezugssystemen zu Widerspr?chen f?hren, nicht wegen der Unzul?nglichkeit der Naturgesetze, sondern eben wegen der Unzul?nglichkeit der Bezugssysteme. Das in der Natur wirkende Gesetz k?mmert sich nicht um die Bezugssysteme des Menschengeistes.

4. Gerade durch die Anwendung des Tr?gheitsgesetzes erweist sich das geozentrische Weltbild ? so ungest?rt es sich zur Beobachtung und formalen Darstellung der gegenseitigen Lagen der Gestirne und ihrer Relativgeschwindigkeiten anwenden l??t ? als unzul?nglich, als den Naturgesetzen nicht entsprechend und somit als Irrtum im naturgesetzlichen Sinne. Zwar gibt es f?r die Umlaufgeschwindigkeiten der sich t?glich abspielenden Umkreisungen der Erde durch die Fixsterne keine Beschleunigungen und keine Verz?gerungen, mithin keine Frage nach den Kr?ften, die solche hervorrufen k?nnten. In dieser Beziehung gibt es also keinen Widerspruch zum Tr?gheitsgesetz, aber letzteres fragt vergeblich nach der Zentripetalkraft, welche die Kr?mmung der Gestirnebahn zu einem Kreis um die Erde herum erzwingen k?nnte.

Aber auch die Relativit?tstheorie kommt in Verlegenheit mit dem geozentrischen Weltbild, falls sie es unter Hinweis auf das Vertauschungstheorem als gleichwertig mit dem heliozentrischen oder mit einem durch die Fixsterne bestimmten Bezugssystem bewertet. Das Vertauschungstheorem gilt zwar anstandslos zur formalen Beurteilung der gegenseitigen Lagen und der Relativgeschwindigkeiten; fragt man aber nach der Umlaufgeschwindigkeit der ?Fixsterne" um die Erde, so ergibt sich diese schon bei einer Erdentfernung von nur einem Lichtjahr zum ca. 2300fachen der Lichtgeschwindigkeit, was doch ein wenig zuviel mehr sein d?rfte, als der ?Grenzwert der Geschwindigkeiten" (Lichtgeschwindigkeit) gem?? der Lehre von Einstein; formale Beziehungen sind keine naturgesetzlichen Zusammenh?nge.

Alle diese Ungereimtheiten und noch zahllose andere fallen weg, wenn man ? nach dem Vorschlage von Kopernikus ? die Erde und das durch sie bestimmte Beobachtungssystem sich drehen l??t. Die Forderungen der Naturgesetze k?nnen dann befriedigt werden, und trotzdem bleibt auch hinsichtlich der formalen Beurteilung anhand des Relativit?tsprinzipes alles in bester Ordnung: die gegenseitigen Lagen der Gestirne bleiben wie bisher, desgleichen die Relativ-Winkelgeschwindigkeiten. Das Relativit?tsprinzip ? also das Vertauschungstheorem und das Additionstheorem der Geschwindigkeiten ? gen?gt zur formalen Beurteilung und Darstellung der gegenseitigen Lagen, der Relativbewegungen und der Relativgeschwindigkeiten, solange keine Wirkungen von Kr?ften auftreten. Die Bewegung eines K?rpers ist im naturgesetzlichen Sinne fehlerhaft beurteilt, wenn zu ihrer Erkl?rung Kr?fte angenommen werden m?ssen, deren Existenz nicht nachweisbar ist. Dies gibt Fingerzeige, wie die Bewegung im naturgesetzlichen Sinne auf K?rper und Bezugssystem aufgeteilt werden mu?.

(Zitatende)





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(Fortsetzung folgt)

07.02.2008 12:04 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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5. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich vom Abschnitt ?D. Bezugssysteme und Naturgesetze? von Ernst Kammerer die Unterabschnitte 5. bis 10.:



Zitat:


D. Bezugssysteme und Naturgesetze
[??????]

5. Die Einsicht von der Beschr?nkung des Relativit?tsprinzips auf die formale Beurteilungsgesetzlichkeit schlie?t die Erkenntnis ein, da? seine Anwendung falsch ist, sobald dadurch die Naturgesetze oder die Naturvorg?nge als ver?ndert erscheinen. Die Anwendung des Relativit?tsprinzipes hat sich auf den formalen Sektor zu beschr?nken, dergestalt, da? eine Ver?nderung oder Beeinflussung der Natur nicht erscheint. Die Naturgesetze und Naturvorg?nge sind f?r alle Bezugssysteme dieselben, und jede formale ?nderung an Lage und Geschwindigkeit der Bezugssysteme mu? durch entsprechende formale Ver?nderung der Ma?zahlen f?r die Naturvorg?nge eliminiert werden, wie es das Additionstheorem der Geschwindigkeiten vorschreibt. Man k?nnte den hier gekennzeichneten Umstand als ?Theorem von der Gleichheit der Naturgesetze und Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme" formulieren und als drittes Charakteristikum des Relativit?tsprinzipes proklamieren. Es sei hier nochmals deutlich hervorgehoben, da? sich also nicht die Naturgesetze und Naturvorg?nge durch Ver?nderung der Bezugssysteme ?ndern, wohl aber die Ma?zahlen und Darstellungen der menschlichen Beurteilung.

Mit der Klarstellung des Charakters des Relativit?tsprinzipes als formalistischem Erkenntnisprinzip, das mit der Naturgesetzlichkeit nichts zu tun hat, erhellt auch, da? daraus auch keine naturgesetzlichen Beziehungen oder gar Naturgesetze abgeleitet werden k?nnen. Umgekehrt werden aber auch die Bezugs- oder Beurteilungssysteme der Menschen nicht ver?ndert durch den Einflu? von Kr?ften oder Naturgesetzen; es sei denn indirekt durch physiologische Einfl?sse, die die Erkenntnist?tigkeit des Menschen st?ren, also durch Erregung von T?uschungen oder anderen Geistesst?rungen, aus denen aber sicherlich wissenschaftlich verwertbare Einsichten nicht zu erhoffen sind.

6. Eine Beschr?nkung hinsichtlich der Wahl der Bezugssysteme zur Darstellung von Bewegungen besteht nicht, aber diese Wahl entscheidet ?ber Einfachheit oder Kompliziertheit der Darstellung oder der erkenntnistechnischen Durchleuchtung. Ein vom fahrenden Wagen aus frei fallengelassener Stein f?llt weder ?senkrecht" noch ?krummlinig", sondern unter der Einwirkung der Schwerkraft und der von keiner Kraft verz?gerten Fahrbewegung. Die Darstellung dieser Bewegung in einem mit dem Eisenbahnwagen bewegten Bezugssystem enth?lt nicht die horizontale Komponente aus der Fahrbewegung, erscheint also als ?senkrechte" Linie sehr einfach. Die Darstellung derselben Bewegung in einem zum Bahndamm ruhenden Bezugssystem mu? sowohl die durch die Schwerkraft verursachte Komponente als auch die Fahrbewegung des Eisenbahnwagens ber?cksichtigen, ist also eine schon kompliziertere Wurfparabel, wie sie sich mit formalen Hilfsmitteln in Koordinatensystemen aufzeichnen l??t. W?rde man die Bewegung des Steines darstellen wollen in einem relativ zu den Fixsternen ruhenden, also auch noch relativ zur Erde bewegten Bezugssystem, so w?re eine solche Darstellung von un?berschaubarer Kompliziertheit.

7. Die Geschwindigkeit eines nur unter dem Einflu? der Schwerkraft stehenden Steines relativ zu der die Schwerkraft bestimmenden Erde ist nach naturgesetzlichen Beziehungen = g ? t, wenn g die Erdbeschleunigung und t die Fallzeit bedeuten. Wird diese naturgesetzlich bestimmte Fallbewegung beurteilt von einem mit der Geschwindigkeit u gehobenen Fahrstuhl aus, so ist zu beachten, da? die Fallbewegung zum Fahrstuhl in keiner naturgesetzlichen, sondern nur in einer beurteilungsgesetzlichen Beziehung steht. F?r diese Beurteilung vom Fahrstuhl aus gelten also keine naturgesetzlichen, sondern nur die formal-mathematischen Bedingungen des Relativit?tsprinzipes. Die Geschwindigkeit des fallenden Steines relativ zum Fahrstuhl ist nach diesen formalen Bedingungen, nach dem Additionstheorem der Geschwindigkeiten, gleich g ? t + u. Gegen?ber dem der Beurteilung unterstellten Bezugssystem verh?lt sich der fallende Stein also durchaus anders als gegen?ber dem ihn bewegenden Schwerefeld der Erde. Von dem Bezugssystem nimmt seine Fallbewegung keine Notiz, dieses bestimmt nur Darstellung und Ma?zahl der menschlichen Beurteilung; von dem Schwerefeld dagegen wird seine Fallbewegung erzwungen, das Schwerefeld ist demnach kein Bezugssystem, sondern ein ?Wirksystem" der Natur. Solche auf ein Kraftzentrum bezogene Wirksysteme sind in gewissem Sinne ?absolut", weil die Kraft das ?Unbedingte" ist.

8. Die Ausf?hrungen von Einstein, wie zu Eingang dieses Abschnittes wiedergegeben, k?nnen nunmehr wie folgt pr?zisiert und berichtigt werden:

Bekanntlich lautet das unter dem Namen ?Tr?gheitsgesetz" bekannte Grundgesetz der Galilei-Newton'schen Mechanik: ?K?rper, auf welche keine Kr?fte einwirken, verharren im Zustande der Ruhe oder der gleichf?rmig-geradlinigen Bewegung; wirken Kr?fte in Bewegungsrichtung, so ist die Bewegung geradlinig beschleunigt, wirken Kr?fte quer zur Bewegungsrichtung, so ist die Bewegung gekr?mmt beschleunigt; die Beschleunigung ist proportional der einwirkenden Kraft." Die Aussagen dieses Satzes hinsichtlich der Bewegungen gelten relativ zu den Wirksystemen der einwirkenden Kr?fte; er sagt weder formal noch sachlich etwas aus ?ber Bezugssysteme oder ?ber die Darstellung von Bewegungen in Koordinatensystemen. Was Beurteilungen und Darstellungen im Rahmen der formalen Erkenntnist?tigkeit des Menschen betrifft, engt dieser Satz die Auswahl von Bezugssystemen nicht ein, aber nur in ausgew?hlten Bezugssystemen ist eine einfache Darstellung und Beurteilung der Bewegungen m?glich; es gibt keine naturgesetzliche Bevorzugung von Galilei'schen Koordinatensystemen. ?

Wenn man unterstellt, da? die Fixsterne sehr einsam im Weltall stehen, dann d?rften auch auf sie nur unbedeutende Nachbarschaftskr?fte einwirken, zumindest keine solchen, welche eine angenommene Bahn um die Erde zum Kreise kr?mmen k?nnten. Gegen die Annahme einer solchen Kreisbewegung erhebt also das Tr?gheitsgesetz Einspruch und lehrt, da? eine Kreisbewegung der Fixsterne um die Erde herum nicht m?glich ist. Das geozentrische Weltbild erlaubt also zwar, die gegenseitigen Lagen der Gestirne und ihre Winkel-Relativgeschwindigkeiten richtig zu beobachten und in richtigem Verh?ltnis zueinander darzustellen, aber es erweist sich als fehlerhaft bei der naturgesetzlichen Beurteilung der Zusammenh?nge des Weltalls. Folglich mu?, in ?bereinstimmung mit dem Vertauschungstheorem, die Erde und das durch sie bestimmte Koordinatensystem als sich drehend angenommen werden. ?

Die Gesetze der Newton'schen Mechanik haben ?berall G?ltigkeit; sie helfen bei der Entscheidung der Frage, welche Anteile entfallen von der beobachtenden Bewegung einerseits auf naturgesetzliche Einwirkungen von Kr?ften in Wirksystemen und andererseits auf die rein formal-geistesgesetzliche Beurteilung und Darstellung in den zugrunde gelegten Bezugssystemen. Aber auch die Anwendung der Naturgesetze erlaubt nicht die Entscheidung der Frage nach der absoluten Bewegungsrichtung und der absoluten Geschwindigkeit, solange ein absolutes Bezugssystem unbekannt ist. Da Kraft indes den Charakter eines Unbedingten, eines Absolutum besitzt, so gibt es hinsichtlich deren Einflu? keinen Zweifel: die Beschleunigungsrichtung ist die Wirkrichtung der Kraft, die Gr??e der Geschwindigkeits?nderung ist proportional ihrer Einsatzst?rke.

9. Damit k?nnen wir nunmehr einige wesentliche Kennzeichen angeben zur Unterscheidung von Naturgesetzlichkeit und der Gesetzlichkeit formaler Beurteilung: Solange die Wirkung von Kr?ften nicht zur Diskussion steht, gilt die formale Beurteilungsgesetzlichkeit mit ihrem rein mathematischen Formalismus ausnahmslos. In a priori g?ltiger Autonomie der Urteilskraft erfolgt die Beurteilung anhand von frei gew?hlten Beurteilungs- oder Bezugssystemen nach den Regeln des Relativit?tsprinzipes ?der klassischen Mechanik". Die letztere, in Anf?hrungszeichen gesetzte, n?here Beschreibung des Relativit?tsprinzipes ist irref?hrend, weil es nicht zur Mechanik, sondern nur zur mathematisch-formalen Bewegungslehre geh?rt. ?

Einfl?sse auf Objekte und Vorg?nge in der Natur k?nnen durch die Beurteilungst?tigkeit des Menschen, durch seine Bezugssysteme und deren Bewegungszustand nicht hervorgerufen werden; die Naturgesetze und Naturvorg?nge m?ssen f?r alle Bezugssysteme dieselben bleiben; die Lage von Orten und die Dauer von Vorg?ngen werden durch den Beurteilungsakt nicht ver?ndert. ? Umgekehrt verliert diese formale Beurteilungsgesetzlichkeit ihre G?ltigkeit in dem Ma?e, als Kr?fte in die Abl?ufe eingreifen; die Wirkungen dieser Kr?fte ?berlagern sich den Werten der formalen Beurteilung und die Wirkungen lassen sich nur in seltenen F?llen ihrer Gr??e nach durch Vorausberechnungen bestimmen, n?mlich nur dann, wenn die Kr?fte, wie es ausnahmsweise menschliche Kunst in Experimenten zustande bringen kann ? ihrer Gr??e nach genau bekannt sind.

Andernfalls l??t sich die Wirkung nur anhand der sinnlichen Wahrnehmung aus der Natur a posteriori ermitteln. Die Wirkungen der Naturgesetzlichkeit sind uns also nicht a priori zug?nglich, weil sie nicht dem autonomen Bereich der Urteilskraft entspringen, sondern nur ?ber die Sinne aus der Erfahrung an der Natur bezogen werden k?nnen. Dies ist wichtiges Kennzeichen zur Unterscheidung von formaler Beurteilungsgesetzlichkeit und Naturgesetzlichkeit. Letztere wirkt nicht in Bezugs- oder Beurteilungssystemen des Menschengeistes, sondern nur in Wirksystemen oder Kraftfeldern, die nicht wie die Bezugssysteme vom Menschengeist frei ausgew?hlt, sondern unabh?ngig vom Menschengeist durch die Natur gesetzt sind. Die Bezugs- und Darstellungssysteme sind Hilfskonstruktionen des Menschengeistes, sie geh?ren nicht zur Naturgesetzlichkeit, sondern nur zur Beurteilungsgesetzlichkeit, und sie verlangen die Anwendung von dessen mathematischem Formalismus, durch welch letzteren ?nderungen an der Natur nicht hervorgerufen werden k?nnen, sondern nur ?nderungen an den Ma?zahlen der Beurteilung.

10. F?r die heute in der Naturwissenschaft herrschende Weltauffassung, die in der Mathematik geradezu den metaphysikalischen Urgrund allen Seins gefunden zu haben glaubt, die hofft, eine allumfassende ?Weltformel" auskristallisieren und daraus die Gesetze des Alls herleiten zu k?nnen, mu? die hier aufgezeigte Differenzierung zwischen Naturgesetzlichkeit und Beurteilungsgesetzlichkeit und die damit verbundene Einsicht in die Begrenzung der letzteren, wie eine unausstehliche Ketzerei wirken. Aber es gibt hier keinen Zweifel: das Relativit?tsprinzip als mathematisches, formalistisches Erkenntnisprinzip findet seine Begrenzung, sobald Kr?fte ins Spiel treten oder solche beurteilt werden sollen. An dieser Grenze mu? es ersetzt werden durch Gedankenkonstruktionen von gesteigerter Perfektion gem?? naturgesetzlicher Beurteilung.

Wir, die Menschen ? also nicht die Natur ? haben die Verh?ltnisse der Natur abgemessen und miteinander in Beziehung gesetzt nach den formalen Gesetzlichkeiten der gleichen Gr??eneinheit. Nur durch diesen menschlichen Akt ?untersteht" das Bild der Natur den formalen Gesetzen gleichbleibender Gr??eneinheiten, der Mathematik des Menschengeistes, aber nur zur Beurteilung. Nur im Rahmen der formalen Beurteilungst?tigkeit des Menschen gelten die Gesetze der Mathematik ausnahmslos, sie sind deshalb keine Naturgesetze, nicht der metaphysikalische Urgrund allen Seins, dem sich die Natur zu beugen h?tte.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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6. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?E. Relativit?tsprinzip und Lichtausbreitungsgesetz? von Ernst Kammerer von Seite 25 bis 31 (zun?chst jedoch nur die Unterabschnitte 1. bis 5.):



Zitat:


E. Relativit?tsprinzip und Lichtausbreitungsgesetz

1. Das Lichtausbreitungsgesetz gem?? der Ausdeutung der Experimente durch die Theoretische Physik behauptet, da? ein Lichtstrahl ? relativ zu allen Bezugssystemen und unabh?ngig von deren Bewegungszustand ? stets die gleiche Geschwindigkeit c besitze (Lehre von der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit).

Dieselbe Behauptung leitet Einstein seinerseits ab aus dem Relativit?tsprinzip, bzw. dem Theorem, da? die Naturgesetze f?r alle Galilei'schen Koordinatensysteme genau gleich lauten m?ssen. Dies unter breiter Betonung der ausnahmelosen G?ltigkeit des Relativit?tsprinzipes, dem also auch das Lichtausbreitungsgesetz nicht entrinnen k?nne. Von letzterem Gesetz fordere die Gleichheit der Naturgesetze f?r alle Bezugssysteme, da? es sowohl f?r einen ruhenden Bahndamm als auch f?r den darauf fahrenden Zug genau gleich lauten m?sse, ?. . ., derart, da? jeder Lichtstrahl relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug die Ausbreitungsgeschwindigkeit c besitzt", wie es Einstein in ? 11 unmi?verst?ndlich formuliert.

2. In ? 7 seiner bereits genannten Schrift leitet Einstein die Fortpflanzungsgeschwindigkeit eines Lichtstrahles relativ zu einem mit der Geschwindigkeit v vorausfahrenden Eisenbahnwagen ab zu c - v, anhand des ?Additionstheoremes der Geschwindigkeiten gem?? der klassischen Mechanik". Dieses Ergebnis gem?? dem Relativit?tsprinzip versto?e aber gegen das in ? 5 dargestellte ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)". Aus letzterem folge, da? die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtes sowohl f?r den fahrenden Wagen als auch f?r den ruhenden Bahndamm jedes Mal c sein m?sse, da? also das obige Ergebnis c - v gem?? dem klassischen Relativit?tsprinzip im Widerspruch stehe mit dem Relativit?tsprinzip:


Zitat:


Das Gesetz der Lichtausbreitung im Vakuum m??te n?mlich nach dem Relativit?tsprinzip wie jedes andere allgemeine Naturgesetz f?r den Eisenbahnwagen gleich lauten wie f?r das Geleise als Bezugsk?rper . . . Wenn sich jeder Lichtstrahl in Bezug auf den Damm mit der Geschwindigkeit c fortpflanzt, so scheint eben deshalb das Lichtausbreitungsgesetz in Bezug auf den Wagen ein anderes sein zu m?ssen ? im Widerspruch mit dem Relativit?tsprinzip.



Das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", das hinsichtlich der Beurteilung der Geschwindigkeit des Lichtstrahles relativ zu dem Wagen im Widerspruch steht mit dem Relativit?tsprinzip gem?? der klassischen Mechanik, legt Einstein in ? 5 so dar:


Zitat:


?Es fliege ein Rabe geradlinig und gleichf?rmig ? vom Bahndamm aus beurteilt ? durch die Luft. Dann ist ? vom fahrenden Wagen aus beurteilt ? die Bewegung des Raben zwar eine Bewegung von anderer Geschwindigkeit und anderer Richtung; aber sie ist ebenfalls geradlinig und gleichf?rmig. Abstrakt ausgedr?ckt: Bewegt sich eine Masse m geradlinig und gleichf?rmig in Bezug auf ein Koordinatensystem K, so bewegt sie sich auch geradlinig und gleichf?rmig in Bezug auf ein zweites Koordinatensystem K', falls letzteres in Bezug auf K eine gleichf?rmige Translationsbewegung ausf?hrt.?




Einstein geht in der Verallgemeinerung seines ?Relativit?tsprinzipes" dann noch weiter:


Zitat:


Ist K' ein in Bezug auf K gleichf?rmig und drehungsfrei bewegtes Koordinatensystem, so verl?uft das Naturgeschehen in Bezug auf K' nach genau denselben allgemeinen Gesetzen wie in Bezug auf K. Diese Aussage nennen wir ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)".



3. Die aprioristisch-ausnahmelose G?ltigkeit des Relativit?tsprinzipes ?der klassischen Mechanik" f?r gleichf?rmige Bewegungen ist begr?ndet durch seinen Charakter als formalistisch-mathematisches Erkenntnisprinzip. Es ist kein Naturprinzip und hat demnach mit Naturgesetzlichkeit nichts zu tun. Daraus stammt seine Begrenzung auf die formale Bestimmung der gegenseitigen Lagen von Orten und der Relativgeschwindigkeiten von K?rpern in beliebigen Bezugssystemen, solange die Wege in der Zeiteinheit nicht durch den Einflu? von Kr?ften ver?ndert werden, wie es f?r die gleichf?rmige Bewegung von K?rpern oder von Bezugssystemen zutrifft. ?ber naturgesetzliche Wirkungen vermag dieses vereinfachende, formalistische Erkenntnisprinzip Aussagen nicht zu machen.

Aber nicht nur dies ist in den vorausgehenden Abschnitten bereits zur Deutlichkeit gebracht worden, sondern auch der Umstand, da? die Naturgesetze und die Naturvorg?nge, ja noch nicht einmal die Lage der Orte in der Wirklichkeit, durch den Beurteilungsakt ver?ndert werden. Die Naturgesetze lauten f?r alle Bezugssysteme genau gleich, ja selbst die Natur Vorg?nge, die nach solchen Gesetzen ablaufen, sind f?r alle Bezugssysteme dieselben; Naturgesetze und Naturvorg?nge lassen sich durch die Beurteilungst?tigkeit des Menschen nicht beeinflussen. Die Bezugssysteme k?nnen keine Einfl?sse aus?ben auf die Natur, aber f?r die erkenntnistechnische Erfassung der Naturvorg?nge bestimmen sie die Ma?zahlen der Beurteilung und die Formen der Darstellung.

4. Im Widerspruch zu solchen Feststellungen der vorausgehenden Abschnitte unterstellt das von Einstein verk?ndete ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", da? nicht nur die darin erw?hnten Naturgesetze, sondern da? auch ein nach letzteren ablaufender Naturvorgang bei seiner Beurteilung durch den Menschen, f?r alle gleichf?rmig-geradlinig bewegten Koordinatensysteme, dieselbe Ma?zahl und dieselbe Darstellung besitzen m?sse. Einstein vertauscht dabei die Objekte: die Gleichheit der Naturgesetze ?ber die Gleichheit der Naturvorg?nge mit der Ma?gleichheit bei der Beurteilung durch den Menschen. Nur durch solche Vertauschung kann Einstein ?voraussetzungslos", also ohne der Experimente zu bed?rfen, aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" den zentralen Gedanken seiner Relativit?tstheorie entwickeln: die Ma?gleichheit der Lichtgeschwindigkeit relativ zu allen Bezugssystemen. Einstein behauptet dabei zwar, sich f?r die Gleichheit der Naturgesetze zu verwenden, aber durch die Vermengung von Naturgesetzlichkeit und der Gesetzlichkeit formaler Beurteilung verlangt er tats?chlich die Anpassung der Naturgesetze und Naturvorg?nge an eine Unver?nderlichkeit der menschlichen Ma?beurteilung, mithin die Abh?ngigkeit der Naturvorg?nge und Naturgesetze vom Bewegungszustande der Beurteilungssysteme der Menschen.

Es ?scheint" nicht so, als ob das Lichtausbreitungsgesetz in Bezug auf den Wagen ein anderes sein m??te, wenn die Beurteilung der Relativgeschwindigkeit des Lichtes, bei ?bergang von einem Bezugssystem auf ein anderes, sich der Ma?zahl nach ver?ndert; das Lichtausbreitungsgesetz selbst bleibt von solchem formalen Beurteilungsvorgang unber?hrt. Einstein vertauscht die Unabh?ngigkeit der Naturgesetze und Naturvorg?nge vom Bewegungszustande der Bezugssysteme einerseits gegen das Postulat einer Unver?nderlichkeit der menschlichen Ma?beurteilung f?r diese Naturvorg?nge und Naturgesetze andererseits. Nicht die Naturgesetze lauten bei Einstein in allen Bezugssystemen genau gleich, sondern nur die Ma?beurteilung f?r die durch die Naturgesetze ausgel?sten Naturvorg?nge lautet gleich; die Naturgesetze und Naturvorg?nge werden dadurch in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme ver?ndert. Einstein stellt die Verh?ltnisse von Naturgesetzlichkeit und Beurteilungsgesetzlichkeit auf den Kopf; er vertauscht deren Eigenschaften gegeneinander.

5. Das Relativit?tsprinzip wird auch durch Hinzuf?gen eines Theorems von der Gleichheit der Naturgesetze f?r alle Bezugssysteme nicht zu einem Naturprinzip, sondern es bleibt mit seiner Verhaftung an die Formalistik der Bezugssysteme formalistisches Erkenntnisprinzip. Folglich k?nnen daraus auch jetzt keine naturgesetzlichen, sondern nach wie vor nur formale Zusammenh?nge abgeleitet werden. Die Gleichheit der Naturgesetze und Naturvorg?nge enth?lt bei weitem nicht die Forderung nach Ma?gleichheit f?r alle Bezugssysteme der menschlichen Beurteilung und Darstellung. Das Theorem von der Gleichheit der Naturgesetze und Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme kann nur bedeuten, da? jede Beurteilung und jede Darstellung falsch ist, wenn sie den Naturgesetzen und den Vorg?ngen in der Natur Gewalt antut, als seien Beurteilung und Darstellung naturbeeinflussende Kr?fte, welche die Naturvorg?nge, die Naturgesetze oder die Lage der Orte in der Wirklichkeit ver?ndern k?nnten. Formale Beurteilungen und formale Darstellungen haben in den Grenzen der formalen Gesetzlichkeiten des Menschengeistes zu bleiben, derart, da? durch die Beurteilung und Darstellung nichts in der Wirklichkeit als ver?ndert erscheint. Jede solche durch die Beurteilungst?tigkeit ?geschaffene" Ver?nderung in der Natur k?nnte nur durch Zauberei vor der Klassifizierung als Irrtum oder gar als Betrug bewahrt bleiben. Demnach m?ssen sich bei ?bertragung der Beurteilung und Darstellung in andere Bezugssysteme nicht die Naturvorg?nge, sondern die Ma?zahlen der menschlichen Beurteilung Korrekturen gefallen lassen, so, da? die Naturvorg?nge von der ?nderung der Bezugssysteme unbehelligt bleiben: jede ?nderung in der Auswahl der Bezugssysteme und ihrer Geschwindigkeiten mu? eliminiert werden nach den Regeln der formalen Beurteilung, wie es im Additionstheorem der Geschwindigkeiten festgelegt ist.

Die Notwendigkeit der formalen Anpassung der Ma?zahlen einer Beurteilung an die Bewegungszust?nde der Bezugssysteme wird hier mit derselben Beharrlichkeit wiederholt, als Einstein f?r seine Ableitung des Lichtausbreitungsgesetzes aus einem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", auf der Forderung beharrt, die Naturgesetze h?tten so zu lauten, da? die Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme mit derselben Ma?zahl beurteilt werden k?nnen. Diese Forderung von Einstein ist die Proklamierung einer Abh?ngigkeit der Naturvorg?nge und der Naturgesetze von der menschlichen Beurteilung und ihrer Ma?zahlen, von den Beurteilungssystemen des Menschengeistes; eine Auffassung, deren Einstein schon im vorausgehenden Abschnitt bezichtigt wurde. Diese Anklage, n?mlich da? Einstein das Verh?ltnis von Naturgesetzen und Bezugssystemen auf den Kopf stelle, kann also nicht entkr?ftet werden. Sie ist belegt durch den Umstand, da? Einstein das Gesetz der Lichtausbreitung aus dem Relativit?tsprinzip, also aus einem Erkenntnisprinzip des Menschengeistes ableitet, mit der Forderung, da? die Naturgesetze so lauten m??ten, wie es f?r die Gleichheit der Ma?zahl einer menschlichen Beurteilung notwendig sei; wie ? gem?? dieser allgemeinen Forderung ? im besonderen ein Lichtstrahl sich so verhalten m?sse, da? seine Geschwindigkeit relativ zu allen Bezugssystemen stets mit c beurteilt werden k?nne. Demgegen?ber noch einmal: Nicht die Naturgesetze und nicht die Naturvorg?nge haben sich an die Ma?zahlen der menschlichen Beurteilung anzupassen, sondern umgekehrt sind die Ma?zahlen der menschlichen Beurteilung abh?ngig von den Naturvorg?ngen und den Bezugssystemen. Da Beurteilungen und Darstellungen des Menschen nicht die Bedingungen sind f?r Naturvorg?nge und Naturgesetze, k?nnen sie nicht gegeneinander vertauscht werden, sondern erstere haben sich gem?? ihrer Abh?ngigkeit durch die Natur a posteriori belehren zu lassen.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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7. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich vom Abschnitt ?E. Relativit?tsprinzip und Lichtausbreitungsgesetz? von Ernst Kammerer die Unterabschnitte 6. bis 9.:



Zitat:


E. Relativit?tsprinzip und Lichtausbreitungsgesetz
[??????]

6. Aber nicht nur durch diese unzul?ssige Vermischung und Vertauschung der Verh?ltnisse von Naturgesetzlichkeit und Beurteilungsgesetzlichkeit, nicht erst durch die Unterstellung einer Abh?ngigkeit der Natur von den Bezugssystemen des Menschengeistes, sondern schon durch die logische Entwicklung entbehrt das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" jeglicher Rechtfertigung: Aus einer im Beispiel mit dem Raben nachgewiesenen Gleichheit hinsichtlich Geradlinigkeit und Gleichf?rmigkeit bei der Beurteilung bzw. Beobachtung von Bewegungen in verschieden schnell und in anderen Richtungen bewegten Galilei'schen Bezugssystemen geht nicht auch schon die Gleichheit der Beurteilung hinsichtlich der Ma?zahlen von Geschwindigkeit und Richtung hervor, wie dies ja Einstein selbst in seinem Lehrbeispiel einr?umt. Bei der Postulierung seines ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" durfte er also die Gleichheit der Ma?zahlen f?r Geschwindigkeit und Richtung nicht einfach stillschweigend einbeziehen. Auf keinen Fall durfte er dabei so tun, als ob solchem ?Relativit?tsprinzip" die Bew?hrung und Allgemeing?ltigkeit des klassischen Relativit?tsprinzipes zustehe, denn es steht mit letzterem hinsichtlich des Additionstheoremes der Geschwindigkeiten im offenen, diametralen Widerspruch.

Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit ist also nicht aus dem allgemeing?ltigen und ausnahmslos bew?hrten Relativit?tsprinzip abgeleitet, sondern aus einem anderen, das f?r solche Ableitung pr?pariert ist, das aber in dem entscheidenden Punkte im Widerspruch steht zu dem bew?hrten und allgemeing?ltigen Relativit?tsprinzip. Dabei ist f?r das zu solcher Ableitung hineingetragene Charakteristikum noch nicht einmal der Versuch einer Rechtfertigung, ja noch nicht einmal der einer Belegung gemacht worden, sondern es ist sogar formuliert im offenen Widerspruch zu Feststellungen anhand des Lehrbeispieles mit dem Raben. Schon in der Anwendung auf dieses Lehrbeispiel mu? ein auf die Gleichheit der Ma?zahl und der Beurteilung in allen Bezugssystemen abzielendes ?Relativit?tsprinzip" den Mangel an Bew?hrung und an Allgemeing?ltigkeit, ja sogar die vollendete Ung?ltigkeit eingestehen. Einstein hat also gerade das nicht geleistet, was er als Verdienst f?r sich in Anspruch nimmt, n?mlich die Herleitung des Lichtausbreitungsgesetzes aus der Bew?hrung und Allgemeing?ltigkeit des klassischen Relativit?tsprinzipes. Mit dem Zusammenbruch dieses Anspruches st?rzt aber auch das ganze Geb?ude der Relativit?tstheorie ein.

Das Relativit?tsprinzip ist so oder so kein Naturprinzip, folglich k?nnen daraus niemals naturgesetzliche, sondern stets nur beurteilungsgesetzliche Zusammenh?nge abgeleitet werden. Aus der Gleichheit der Naturgesetze und Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme geht nicht die Gleichheit der Beurteilung und der Ma?zahlen f?r alle Bezugssysteme hervor. Genau so wie f?r die Beurteilung des Rabenfluges gelten auch f?r die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit nicht naturgesetzliche, sondern nur beurteilungsgesetzliche Beziehungen. Die Ma?zahlen von Geschwindigkeiten und Richtungen f?r das Licht ? genau so wie f?r den Flug des Raben ? unterscheiden sich entsprechend der formalen Beurteilungsgesetzlichkeit f?r verschieden bewegte Bezugssysteme nach Ma?gabe von deren Differenzen hinsichtlich Geschwindigkeit und Richtung. Naturgesetzliche Beziehungen treten bei Beurteilung gleichf?rmig-geradliniger Bewegungen nicht ins Spiel, daf?r sind nur die formalen Beurteilungsgesetze des Menschengeistes zust?ndig.

7. Au?er den Bezugssystemen, die Einstein in seinem Beispiele mit dem Raben auff?hrt, n?mlich den Bahndamm und den Zug, k?nnte man sich noch weitere ausdenken, etwa einen in entgegengesetzter Richtung fahrenden Zug, die rotierende Erde oder ein v?lliges Abstraktum. F?r diese Bezugssysteme und alle weiteren, die von der Phantasie ausgedacht oder von unseren Augen entdeckt werden k?nnten, auch f?r solche mit Drehung und Beschleunigung, verl?uft das Geschehen nach denselben allgemeinen und besonderen Gesetzen. Dies deshalb, weil diese Bezugssysteme nichts anderes sind, als beliebig w?hlbare Vorstellungshilfen der menschlichen Erkenntnis, geeignet lediglich zur Beurteilung und Messung, aber ohne jeden Einflu? auf die sich in der Natur abspielenden Vorg?nge. Der beurteilte Rabe fliegt geradlinig und gleichf?rmig, solange auf seinen Flug keine eigene oder fremde Kr?fte einwirken; gleichg?ltig, ob sein Flug von irgendwelchen Bezugssystemen aus gerade oder gekr?mmt, gleichf?rmig oder ungleichf?rmig erscheint.

Solche Bezugssysteme ergeben sich schon dadurch, da? der Zug des Beobachters sich beschleunigt, eine Kurve durchf?hrt oder abbremst. Die gleichf?rmigen Translationssysteme sind also nicht die Ursache f?r den geraden und gleichf?rmigen Flug des Raben; man kann nur sagen, da? in solchen Bezugssystemen eine gerade und gleichf?rmige Bewegung ebenfalls gerade und gleichf?rmig erscheine.

Einstein hat in seinen Folgerungen die ?andere Geschwindigkeit" des Raben vergessen. Auf dieser Verge?lichkeit beruhen seine ?wichtigen Ergebnisse", n?mlich es entspreche dem bew?hrten klassischen Relativit?tsprinzip, da? die Ausbreitungsgeschwindigkeit desselben Lichtstrahles gleichzeitig zu verschieden schnell bewegten Bezugssystemen dieselbe Ma?zahl besitze, und da? das Additionstheorem der Geschwindigkeiten im Widerspruch stehe zum Relativit?tsprinzip. Mit der auf diese Weise ?gerechtfertigten" Unterstellung eines ma?gleichen Verlaufes der Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme wollte Einstein vormachen, aus dem klassischen Relativit?tsprinzip folge eine Invarianz der Lichtgeschwindigkeit.

Die Forderung Einsteins, da? das Gesetz der Lichtausbreitung ?nach dem Relativit?tsprinzip wie jedes andere allgemeine Gesetz" f?r den Zug genau so die Ma?zahl c besitzen m?sse, wie f?r den Bahndamm, w?rde verlangen, da? auch die Geschwindigkeit des Raben ?relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug" gleichzeitig dieselbe Ma?zahl besitze. Die Diskrepanz zwischen dieser relativit?tstheoretischen Erwartung und der Wirklichkeit, ja sogar mit der Schilderung von Einstein selbst, kennzeichnet den Wert des Einstein'schen ?Relativit?tsprinzipes" und seine Behauptung, da? seine Theorie erst f?r sehr gro?e Geschwindigkeiten Abweichungen von den Berechnungen der klassischen Physik erbringe. Gerade bei naheliegendsten Naturvorg?ngen, die leicht verfolgbar sind, scheitert das dem ?Lichtausbreitungsgesetz" unterstellte ?Relativit?tsprinzip" am allerauff?lligsten.

Zu dem von Einstein als so bew?hrt ger?hmten Relativit?tsprinzip der klassischen Physik geh?rt untrennbar das Additionstheorem der Geschwindigkeiten, dessen G?ltigkeit von dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" geleugnet wird. Nach letzterem verlaufen die Naturvorg?nge in allen Bezugssystemen ma?gleich; es kann also f?r sich die Bew?hrung des klassischen Relativit?tsprinzipes nicht in Anspruch nehmen, weil sich in diesem die Ma?zahlen ver?ndern gem?? dem Additionstheorem der Geschwindigkeiten. Das ?Relativit?tsprinzip" Einsteins pa?t nur zur ?Ausbreitungsgeschwindigkeit" ?elektromagnetischer Wellen" und dort noch ann?hernd, wo sie mit der Wucht ihrer ?berlegenen Ma?zahl das Ergebnis beherrscht. F?r alle anderen Naturvorg?nge ergibt dieses ?Relativit?tsprinzip" hohe Differenzen zwischen theoretischer Erwartung und experimentellem Ergebnis.

Dies alles zeigt, da? Einstein nicht in der Lage ist, das von der Theoretischen Physik postulierte Gesetz von der ?Invarianz der Lichtgeschwindigkeit relativ zu allen Bezugssystemen" aus dem bew?hrten Relativit?tsprinzip abzuleiten oder auch nur damit zu vereinbaren. Das von ihm zu solcher Ableitung zurechtgezimmerte ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" scheitert bei jeder Anwendung auf naheliegendste Naturvorg?nge und besitzt demnach keine Allgemeing?ltigkeit, ja noch nicht einmal die Spur einer solchen. Mithin ist auch die Relativit?tstheorie keine Erkl?rung f?r die von der Theoretischen Physik behaupteten Besonderheit des Lichtausbreitungsgesetzes, d.h. die Rechtfertigung dieser Lehre durch die Relativit?tstheorie f?llt weg.

8. Der menschliche Erkenntnisvorgang ist unm?glich ohne Beurteilungs- oder Bezugssysteme, weil alles Beurteilen ein Vergleichen mit Anderem ist. Das Naturgeschehen ben?tigt dagegen keine Bezugssysteme, und es verl?uft unabh?ngig von deren mehr oder weniger gl?cklichen Auswahl. Die Beurteilung eines Naturvorganges ver?ndert diesen nicht, aber sie ist in jedem Bezugssystem anders: Darstellung und Ma?zahl sind abh?ngig von dem Bezugssystem.

Deshalb geh?rt zu jeder Geschwindigkeitsangabe auch die Bekanntgabe des zugeh?rigen Bezugssystems. Wenn wir erfahren, da? ein Zug mit 90 Kilometern in der Stunde dahineile, dann beziehen wir diese Angabe auf die von ihm durchfahrene, gerade oder gekr?mmte Geleisebahn. Aber wir k?nnen seine Geschwindigkeit auch von anderen Bezugssystemen aus beurteilen, etwa von dem in entgegengesetzter Richtung fahrenden Zug oder von dem fliegenden Raben aus, wobei die Ma?zahl gem?? dem Additionstheorem der Geschwindigkeiten jedes Mal wesentlich anders ausf?llt. Demnach kann auch die Lichtgeschwindigkeit c nicht f?r alle Bezugssysteme gleichzeitig gelten; auch sie geh?rt zu einem ganz bestimmten, im Folgenden noch zu kl?renden ?Bezugssystem".

9. Die hier gegebene Klarstellung zeigt die verschiedenartige Gesetzlichkeit der Anteile der Natur und der formalen Anteile des Menschengeistes, die bei einem Beurteilungsvorgang in Verh?ltnis zueinander gesetzt werden. Aus dieser Verschiedenartigkeit erhellt, da? aus der Gesetzlichkeit des Menschengeistes keine Gesetzlichkeit der Natur abgeleitet werden kann. Damit ist die Methode Einsteins, die Naturgesetzlichkeit der Lichtausbreitung aus der Gesetzlichkeit des Menschengeistes ? also aus ?reiner Vernunft", aus einem Relativit?tsprinzip ? abzuleiten, als grunds?tzlicher Mi?griff erkennbar gemacht. Da die Geschwindigkeit des Lichtes relativ zu den vom Menschengeist beliebig ausgew?hlten Bezugssystemen keine naturgesetzliche Beschr?nkungen besitzt, sondern nur Beurteilung als Akt des Menschengeistes ist, so ist dieser Beurteilung auch keine naturgesetzliche Grenze gezogen. Es besteht also f?r diese Beurteilung keine Schwierigkeit, der Geschwindigkeit eines Lichtstrahles relativ zu einem vorausfahrenden Eisenbahnwagen den Wert c - v, oder relativ zu einem entgegengesetzt laufenden Lichtstrahl den Wert 2c zuzuschreiben. Wie noch gezeigt wird, ?ndern diese Beurteilungen an der naturgesetzlich bedingten Geschwindigkeit c relativ zu dem sendenden Wirksystem nicht das Geringste. Weder werden durch Naturgesetze und Naturvorg?nge die Bezugssysteme der menschlichen Urteilskraft, noch umgekehrt durch die letzteren die Gesetze und die Vorg?nge in der Natur ver?ndert. F?r alle Bezugssysteme sind die Naturgesetze und Naturvorg?nge genau dieselben: nicht diese Naturvorg?nge und die Naturgesetze, sondern nur die Ma?zahlen ihrer Beurteilung und ihre Darstellung sind abh?ngig von den Bezugssystemen.

(Zitatende)





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(Fortsetzung folgt)

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8. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den Abschnitt ?F. Die Relativit?t der Gleichzeitigkeit? von Ernst Kammerer von Seite 32 bis 39 (zun?chst jedoch nur die Unterabschnitte 1. bis 3.):



Zitat:


F. Die Relativit?t der Gleichzeitigkeit

1. Zur Relativit?tstheorie geh?rt vor allem anderen die ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit". "Einstein demonstriert sie anhand eines Beispieles mit zwei Blitzen, die bei A hinter und bei B vor einem fahrenden Eisenbahnzug gleichzeitig stattfinden. Die Gleichzeitigkeit dieser beiden Ereignisse wird dadurch postuliert, da? sie von einem Beobachter M, der genau in der Mitte zwischen diesen Orten am Bahndamm stehe, als genau gleichzeitig beurteilt werden. Dieses gleichzeitige Sehen treffe aber nicht zu f?r einen Beobachter M', der im Zuge genau im Augenblicke der Ereignisse an M vorbeifahre; f?r diesen Beobachter schreibt Einstein:


Zitat:

In Wahrheit aber eilt er (vom Bahndamm aus beurteilt) dem von B kommenden Lichtstrahl entgegen, w?hrend er dem von A herkommenden Lichtstrahl vorauseilt. Der Beobachter wird also den von B ausgehenden Lichtstrahl fr?her sehen, als den von A ausgehenden. Die Beobachter, welche den Eisenbahnzug als Bezugsk?rper benutzen, m?ssen also zu dem Ergebnis kommen, der Blitzschlag B habe fr?her stattgefunden als der Blitzschlag A. Wir kommen also zu dem wichtigen Ergebnis:

Ereignisse, welche in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, sind in Bezug auf den Zug nicht gleichzeitig und umgekehrt (Relativit?t der Gleichzeitigkeit). Jeder Bezugsk?rper (Koordinatensystem) hat seine besondere Zeit; eine Zeitangabe hat nur dann einen Sinn, wenn der Bezugsk?rper angegeben ist, auf den sich die Zeitangabe bezieht.



Es braucht keine Fachgelehrsamkeit, um zu erkennen, da? Einstein durch nichts anderes zu seinem ?wichtigen Ergebnis" kommt, als durch die Unterschiebung der Eigenschaften zweier Beobachtungszeitpunkte als Eigenschaften des einen Zeitpunktes der Ereignisse, wobei der unterschiedliche Zeitaufwand f?r das Weitertragen der Botschaft durch das Licht ?bergangen wird.

Was hat es eigentlich noch mit Wissenschaft zu tun, mit der Untersuchung von Tatbest?nden der Natur, wenn uns Einstein besch?ftigt nicht mit den Tatbest?nden, sondern mit einer irren Meinung dar?ber, entwickelt von Naiven, die aus der Ungleichzeitigkeit zweier Beobachtungszeitpunkte eines entfernten Ereignisses ?zu dem Ergebnis kommen m?ssen", das Ereignis selbst habe f?r jeden der unterschiedlich bewegten Beobachter zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden? So als ob die Zeitdifferenz zwischen der Beobachtung eines Blitzes und der Wahrnehmung des Donners zu der ?berzeugung f?hren m??te, die Ursache des Donners habe zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden als der Blitz. Die Meinung von Menschen, welche die Eigenschaften der Beobachtung nicht von den Eigenschaften des Ereignisses zu unterscheiden verm?gen, kann nicht dienen als Beweisunterlage wissenschaftlicher Untersuchungen; dies w?re die R?ckw?rtsentwicklung der Wissenschaft zur Naivit?t. Oder hegt etwa Einstein selbst die ?berzeugung, da? Beobachtungszeitpunkte und Ereigniszeitpunkte identisch seien? Zumindest kann niemand leugnen, da? er mit der Unterstellung solcher Identit?t seine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" nachweist. Trotz solcher versuchten ?berrumpelung soll diese Lehre einer eingehenden Untersuchung unterzogen werden, um dadurch alle Zweifel ?ber ihre Unhaltbarkeit zu beseitigen.

2. Es wird noch ein Bericht vorgelegt werden, wie die unter dem Einflu? der Relativit?tstheorie stehenden Physiker sich bem?hen, die Ver?nderlichkeit der Ablaufgeschwindigkeit der Zeit zu testen, wie sie also die Zeit als Objekt der Physik, als Naturablauf behandeln. Wenn aber der Zeitablauf ein Naturablauf sein sollte, dann gilt f?r ihn, ?wie f?r jeden anderen" Naturablauf, das von Einstein proklamierte ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)". Analog der Anwendung dieses Prinzips durch Einstein auf die Lichtausbreitung m??te nicht nur die Ablaufgeschwindigkeit der letzteren, sondern auch die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit f?r alle Bezugssysteme genau gleich lauten ? im Widerspruch mit der von Einstein ?nachgewiesenen" ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit". Das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" verlangt ? analog seiner Anwendung auf das Lichtausbreitungsgesetz ? die Gleichheit einer Ma?zahl der Zeit f?r alle Bezugssysteme; ein Ereignis mu? in allen Bezugssystemen mit genau derselben Ma?zahl der Zeit beurteilt werden. Mit einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" ist es also ? vom Standpunkte der Relativit?tstheorie aus gesehen ? nichts; sie steht im Widerspruch zu der durch Einstein ge?bten Handhabung eines allgemeing?ltigen ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)".

Es konnte nicht schaden, den so sehr um den Nachweis einer Ver?nderlichkeit der Zeitablaufgeschwindigkeit bem?hten Physikern auch einmal diesen ?Naturablauf" Zeit in dem Zerrspiegel zu zeigen, den Einstein zur Ableitung einer Unver?nderlichkeit der Lichtgeschwindigkeit aufgestellt hat, also in diesem Spiegel nicht nur die Lichtausbreitung, sondern auch den ?Naturvorgang" Zeitablauf zu betrachten. Solange der Zeitablauf mit physikalischen Experimenten angegangen, also als Naturablauf bewertet wird, mu? f?r ihn dieselbe Gesetzlichkeit gelten, wie es Einstein als g?ltig f?r jedes allgemeine Gesetz behauptet, beispielsweise also f?r die Lichtausbreitung. Was denn sollte der Vorzug des Lichtausbreitungs-Ablaufes vor dem Vorgang des Zeitablaufes sein, da? f?r den ersteren die Beurteilung f?r alle Bezugssysteme nach derselben Ma?zahl erfolgen mu?, nicht aber genau so f?r den Vorgang des Zeitablaufes? Ja mehr noch, da? wir angehalten werden, die Gesetzlichkeit der Lichtausbreitung als Dominante und die Gesetzlichkeit des Zeitablaufes als abh?ngig davon zu nehmen? Wenn schon das Lichtausbreitungsgesetz abgeleitet ist aus einem ?allgemeing?ltigen Relativit?tsprinzip", also diesem Prinzip untergeordnet ist, dann ist nicht die untergeordnete Lichtausbreitung, sondern das ihr ?bergeordnete ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" Bedingung f?r die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit. Genau so wie f?r die Geschwindigkeit des Lichtes spricht diese Bedingung dem Zeitablauf die Unver?nderlichkeit f?r alle Bezugssysteme, die Ma?gleichheit f?r die Ereignisse zu. Sollte aber umgekehrt die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit abh?ngig sein vom Bewegungszustande der Bezugssysteme, so gilt diese Abh?ngigkeit ebenso f?r die Lichtgeschwindigkeit und das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", bzw. seine entsprechende Anwendung, w?ren auch f?r die Lichtausbreitung falsch ? wie wir dies allerdings schon fr?her festgestellt haben.

Man kann deshalb nicht annehmen, da? der Verfasser auf diese Ableitung einer ma?gleichen Beurteilung der Zeit f?r alle Bezugssysteme aus dem ?Relativit?tsprinzip" Einsteins irgendwelchen Wert legt. Dies nicht nur wegen der Parallelit?t mit der bereits fr?her als unberechtigt zur?ckgewiesenen Handhabung bei der Ableitung einer ma?gleichen Beurteilung f?r die Lichtgeschwindigkeit, die auch der Ableitung einer ma?gleichen Beurteilung der Zeit nur in den Augen von Anh?ngern der Relativit?tstheorie eine Rechtfertigung verschaffen m??te, aber genau so wertlos ist wie die ?Ableitung" des ?Lichtausbreitungsgesetzes". Zus?tzlich zu dem f?r letztere ver?bten logischen Handstreich unterstellt n?mlich solche Ableitung dem Zeitablauf den Charakter eines Naturablaufes, was in den vorausgehenden Abschnitten bereits als unberechtigt aufgezeigt wurde. Hier wird die Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheit der Dauer proklamiert als Postulat der menschlichen Urteilskraft, darstellend die formale Bedingung der Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit, und ?die Zeit" als deren Zusammenreihung zu einem universalen Bezugssystem aller Ereignisse, unverr?ckbar gleichwertig und gleichgeltend f?r alle Vorg?nge in der Wirklichkeit und unabh?ngig von der Wahl individueller Bezugssysteme. Weder die Verh?ltnisse bei welchem Naturvorgang auch immer, noch die Ableitung aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", verleihen dem Zeitablauf die Gleichwertigkeit und Unver?nderlichkeit f?r alle Bezugssysteme, sondern allein das Postulat der menschlichen Urteilskraft, und zwar a priori und ausnahmelos, bedingungslos und unabh?ngig von den Einfl?ssen der Natur.

Ohne Zweifel laufen in der Wirklichkeit die Vorg?nge der Natur, ohne Zweifel sp?lte die Woge den Sand weg, der kurz vorher noch lag, dreht sich die Erde unbeirrbar weiter, lassen sich die Ereignisse der Natur, ihre Abl?ufe nicht aufhalten: aber Ma?stab der menschlichen Beurteilung f?r die Dauer dieser Abl?ufe, f?r die Zeitpunkte der Ereignisse in dem universalen Bezugssystem Zeit, ist das Postulat der Urteilskraft, das an die Vergleichseinheit und an das Bezugssystem der Ereignisse die Bedingung der Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit f?r alle Naturvorg?nge stellt.

Nur so kann die Urteilskraft die f?r alle Beurteilung der Naturvorg?nge gleichwertige Vergleichseinheit und die Zuordnung der Ereignisse in Ma?werten dieser Vergleichseinheit, gem?? den formalen Bedingungen der Mathematik, in ihrer Hand behalten; nur so vermag sie ? analog der Handhabung mit der Zahlungsmitteleinheit ? alle Naturvorg?nge hinsichtlich ihrer Dauer und ihrer gegenseitigen Verh?ltnisse universal vergleichbar gegeneinander abzuw?gen. Die Gesetzlichkeit einer Vergleichseinheit der menschlichen Urteilskraft untersteht nur den Bedingungen der Urteilskraft; sie l??t sich nicht aus Naturvorg?ngen durch physikalische Untersuchungsmethoden bestimmen. Dieser Umstand wird von der Relativit?tstheorie in Verfolg ihres irren Vertausdiungsprinzips auf den Kopf gestellt. Nur weil der Zeitablauf kein Naturablauf ist, scheint f?r ihn das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" entsprechend der Handhabung bei der ?Ableitung" des ?Lichtausbreitungsgesetzes" zu gelten, aber er ist nicht ma?gleich wegen einer G?ltigkeit dieses ?Relativit?tsprinzipes", sondern kraft dem Postulat der Urteilskraft.

3. Der Relativit?tstheorie ist solche Ableitung einer Unver?nderlichkeit der Zeitbeurteilung f?r alle Bezugssysteme aus ihrem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" ebenso unbequem, wie die Klarstellung des Charakters dieser Unver?nderlichkeit als Postulat der menschlichen Urteilskraft, weil sie dadurch gehindert wird, die Ver?nderlichkeit einer Beurteilung f?r die Lichtgeschwindigkeit durch die Anwendung ihres Vertauschungsprinzips auf die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit abzuw?lzen. Diese Abw?lzung ist das innerste Wesen der Relativit?tstheorie, und sie bestreitet sich selbst in ihrem innersten Kern, wenn sie ihr ?Relativit?tsprinzip" auf die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit anwendet. Dies gilt solange, als die Zeit als Naturablauf bewertet wird; aber auch die Ableugnung einer Anwendbarkeit des ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" mit dem Hinweis, da? ? wie es ?hnlich hier vertreten wird ? die Zeit gar kein Naturablauf sei, rettet sie nicht, sondern zwingt sie, mindestens die Experimente einzustellen, welche die Ver?nderlichkeit der Zeitablaufgeschwindigkeit physikalisch ergr?nden sollen.

Es ist doch sehr deutlich, da? Einstein mit seiner Relativit?tstheorie keine Probleme gel?st, sondern da? er die Ver?nderlichkeit der Lichtgeschwindigkeit, bzw. die Problematik der Versuche von Michelson, nur auf eine Ver?nderlichkeit der Entfernungen und der Ablaufgeschwindigkeit der Zeit abgeschoben hat. Als Folge davon befa?t sich die Forschung heute nicht mit einer aussichtsreichen Untersuchung ?ber die Lichtausbreitung, sondern man qu?lt sich aussichtslos ab mit dem Nachweis einer Ver?nderlichkeit des Zeitablaufes und der Entfernungen. Die Relativit?tstheorie hat nur eine bisher allgemein f?r alle Bezugssysteme als gleichwertig geltende Beurteilung des Zeitablaufes ausgetauscht zugunsten einer bisher als ver?nderlich geltenden Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit; ein Tausch, der aber vom ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", durch seine Leugnung einer Ver?nderlichkeit der Ablaufgeschwindigkeit der Zeit, gar nicht anerkannt wird, der also im Widerspruch steht selbst mit dem Grundprinzip, auf das die Relativit?tstheorie gegr?ndet wurde.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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9. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich vom Abschnitt ?F. Die Relativit?t der Gleichzeitigkeit? von Ernst Kammerer die Unterabschnitte 4. bis 8.:



Zitat:


F. Die Relativit?t der Gleichzeitigkeit
[??????]

4. Aber noch aus einem anderen Grunde ist der Relativit?tstheorie eine Erinnerung an das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" unangenehm. Dadurch wird n?mlich der Grund aufgedeckt f?r die Kluft, wie sie f?r die Gesetzlichkeit des Zeitablaufes folgt einerseits aus dem Postulat einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" und andererseits aus der Ableitung anhand des ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)". Es w?re ja im h?chsten Grade erstaunlich, wenn eine fehlerfreie Anwendung desselben Grundprinzips zu so hohen Differenzen der Aussage f?hren sollte. Aus solchem Widerspruch w?rde wohl gerne dem Verfasser bescheinigt werden, da? er sich bei der Ableitung der Gesetzlichkeit des Zeitablaufes aus dem ?Relativit?tsprinzip" (im engeren Sinne)" arg get?uscht habe, und da? ihm Einstein hinsichtlich der Erfassung des wahren Tatbestandes doch erheblich ?berlegen sei.

Der Grund f?r diese zweite unfreundliche Erinnerung an das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" liegt n?mlich darin, da? Einstein aus diesem Prinzip ein Lichtausbreitungsgesetz abgeleitet hat, das die Geschwindigkeit des Lichtes relativ zu allen Bezugssystemen als invariant lehrt, ?..., derart, da? jeder Lichtstrahl relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug die Ausbreitungsgeschwindigkeit c besitzt". Dies bedeutet, da? der von B ausgehende Lichtstrahl nach Ma?gabe der Fahrgeschwindigkeit des Zuges vor dem entgegeneilenden Beobachter zur?ckweicht, bzw. der von A ausgehende Lichtstrahl sich entsprechend streckt, derart, da? sie den fahrenden Beobachter mit derselben Geschwindigkeit c erreichen, wie den am Bahndamm ruhenden Beobachter. Solche gleichsam elastische Verzerrung der Lichtstrahlen oder des von ihnen durcheilten ?Raumes" bewirkt, da? der fahrende Beobachter keinen Nutzen zieht aus seinem Entgegeneilen, aber auch keinen Nachteil aus seiner Flucht vor dem aus A kommenden Lichtstrahl. Die von A und B ausgehenden Lichtstrahlen treffen also bei dem ruhenden Beobachter in genau demselben Zeitpunkt ein, wie bei dem fahrenden Beobachter, so als ob der letztere ?stillest?nde", also entsprechend wie Michelson das Ergebnis seiner hier zugrunde gelegten Experimente in Worte fa?te.

Letzteres konnte doch nur sagen, da? die Bewegung der Erde auf die Ankunftszeit des untersuchten Lichtes keinen Einflu? habe, wie dies auch der Deutung dieser Versuche durch die Theoretische Physik entspricht. Folglich gibt es nach dem von Einstein aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" und von Michelson aus den Experimenten abgeleiteten ?Lichtausbreitungsgesetz" noch nicht einmal den behaupteten Unterschied der Beobachtungszeitpunkte zwischen dem ruhenden und dem fahrenden Beobachter, ganz in ?bereinstimmung auch mit dem aus demselben Prinzip abgeleiteten Gesetz ?ber die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit. Demnach k?nnte auch nicht der D?mmste durch Vertauschung der Beobachtungszeitpunkte mit dem Ereigniszeitpunkt ?zu dem Ergebnis kommen", das Ereignis selbst habe f?r jeden der beiden Beobachter zu einem anderen Zeitpunkt stattgefunden, und jedes Bezugssystem habe demnach seinen eigenen Zeitablauf, dessen Geschwindigkeit sich vom Zeitablauf eines anderen Bezugssystems unterscheide. Die Verlegenheit aus der Erinnerung an das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" beschr?nkt sich also keineswegs nur auf die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit, sondern sie resultiert erstaunlicherweise aus dem im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit liegenden ?Lichtausbreitungsgesetz". Aus letzterem folgt keine Ver?nderlichkeit einer Ablaufgeschwindigkeit der Zeit, keine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit".

5. Wieso aber kommt Einstein zu einem entgegengesetzten Ergebnis? So paradox es klingt: Einstein hat f?r die Ableitung seiner ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit nicht das von ihm selbst entwickelte ?Lichtausbreitungsgesetz" unterstellt, sondern die klassische Auffassung, bei der die Geschwindigkeit des Lichtes ver?nderlich ist gem?? dem Additionstheorem der Geschwindigkeiten. Die G?ltigkeit des letzteren wird aber von Einstein zumindest f?r die Lichtausbreitung bestritten, womit er auch das von ihm f?r den Nachweis einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" angewendete Lichtausbreitungsgesetz als ung?ltig verwirft. Er verwendet dasselbe Lichtausbreitungsgesetz, auf Grund dessen Michelson die Effektverschiebung in seiner Interferenzapparatur erwartet hatte; jener Verschiebungen, deren Ausbleiben die ganze Debatte ausgel?st und die G?ltigkeit des unterstellten Lichtausbreitungsgesetzes in Frage gestellt hat. Wegen der ?Ung?ltigkeit" des alten Lichtausbreitungsgesetzes hat ja Einstein die Relativit?tstheorie mit einem eigenen Lichtausbreitungsgesetz in Vorschlag gebracht.

Den Fachgelehrten scheint bisher noch gar nicht aufgefallen zu sein, da? Einstein die ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" ?nachweist" unter Anwendung nicht der neuen, sondern der vorher von ihm selbst als ung?ltig deklarierten Auffassung ?ber die Lichtausbreitung. Sie haben sich widerspruchslos Argumentationen gefallen lassen, die das Kernst?ck der ganzen Bem?hungen, n?mlich das aus dem ?Relativit?tsprinzip" abgeleitete eigene ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins und die ?experimentellen Best?tigungen zugunsten der Relativit?tstheorie", als unma?geblich behandeln. Es ist ja wahr: nirgends hat Einstein versucht, das alte Relativit?tsprinzip als ung?ltig zu erkl?ren; er hat es nur stillschweigend durch Ausmerzung des Additionstheoremes der Geschwindigkeiten f?r die Ableitung seines ?Lichtausbreitungsgesetzes" modifiziert, aber dieses Gesetz und die Modifizierung f?r die Ableitung einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" wieder vergessen. Einstein verwendet seine eigenen Gesetze und Prinzipien im Wechsel mit anderen je nach Dienlichkeit.

Bei G?ltigkeit des neuen ?Lichtausbreitungsgesetzes" w?rden sich die Beobachtungszeitpunkte f?r den bewegten und den ruhenden Beobachter nicht unterscheiden. Der bewegte Beobachter w?rde also den von B ausgehenden Lichtstrahl nicht fr?her sehen, als den von A ausgehenden, und k?nnte nicht zu dem ?Ergebnis" verleitet werden, da? Ereignisse, welche in Bezug auf den Bahndamm gleichzeitig sind, in Bezug auf den fahrenden Zug ungleichzeitig seien. Letzteres k?nnte ? bei G?ltigkeit der klassischen Auffassung ? nur einem Beobachter unterlaufen, der nicht f?hig ist, einzusehen, da? die Beobachtung nach Ma?gabe der unterschiedlich langen Lichtwege korrigiert werden mu?, damit der Ereigniszeitpunkt ermittelt werden kann. Auch bei Unterstellung einer G?ltigkeit des Additionstheoremes der Geschwindigkeiten f?r die Lichtausbreitung k?nnen wir in dem Beispiel Einsteins ? f?r jede beliebige Geschwindigkeit der Beobachter und von jedem Beobachtungsorte aus ? die Gleichzeitigkeit der Ereignisse berechnen, weil jede Beobachtung gegen?ber dem Ereignis nur nach Ma?gabe dieser Daten ver?ndert w?re. F?r tats?chlich gleichzeitige Ereignisse gibt es bei Unterstellung einer Invarianz der Lichtgeschwindigkeit keine, bei G?ltigkeit der klassischen Auffassung nur Beobachtungsdifferenzen nach Ma?gabe der Relativgeschwindigkeiten der Beobachter, bzw. der Lichtwegdifferenzen. Am allerwenigsten aus dem ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins kann man durch Vertauschen von Ereigniszeitpunkt und Beobachtungszeitpunkt auf eine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" kommen.

Weder aus seinem eigenen noch aus dem klassischen Lichtausbreitungsgesetz vermag Einstein eine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" herzuleiten; mit seinem eigenen macht er noch nicht einmal den Versuch und f?r das klassische gab es noch nie einen Zweifel an der Einzeitigkeit der Ereignisse. Die Wissenschaft hat wohl stillschweigend angenommen, da? ihr von Einstein eine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" angeboten werde, die hergeleitet sei aus seinem neuen Lichtausbreitungsgesetz, bzw. aus den ?experimentellen Best?tigungen zugunsten der Relativit?tstheorie"; aber Einstein hat in dieser Beziehung mit dem alten Lichtausbreitungsgesetz nicht mehr geleistet, als was vor ihm schon bekannt war, n?mlich da? sich die Beobachtungszeitpunkte durch die endliche Ma?zahl der Lichtgeschwindigkeit gegen?ber dem Ereigniszeitpunkt verschieben. Nur durch die Vertauschung der ersteren gegen den letzteren kann er eine Ungleichzeitigkeit der Ereignisse in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme vormachen.

Selbst wenn es Einstein gelungen w?re, anhand seines eigenen ?Lichtausbreitungsgesetzes" eine Ungleichzeitigkeit der Beobachtung aufzuzeigen, so h?tte er damit noch lange nicht eine Ungleichzeitigkeit der Ereignisse selbst, oder gar einen ungleichen Ablauf der Zeit f?r die verschiedenen Bezugssysteme nachgewiesen. H?tte also Einstein nicht falsche Ereigniszeitpunkte unterschoben, so w?re er nie auf eine ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" gekommen, und er h?tte damit nie die M?glichkeit gehabt, die Ver?nderlichkeit der Beurteilung f?r die Lichtgeschwindigkeit auf eine Ver?nderlichkeit der Zeitablaufgeschwindigkeit abzuw?lzen. Die Ableitung der Zeitablaufgeschwindigkeit aus demselben ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" wie bei der Lichtgeschwindigkeit h?tte solcher Logik, dieser Anwendung des ?Vertauschungsprinzipes", zum voraus den Boden entzogen. Nur mit dem klassischen Lichtausbreitungsgesetz konnten zum Schein unterschiedliche Beobachtungszeitpunkte vorgef?hrt werden.

6.Wie bei der Beurteilung des Rabenfluges gibt Einstein auch bei seinem Beispiel zur Ableitung der ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" wieder die Eigenschaften des Beobachtungsvorganges als Eigenschaften des beobachteten Naturvorganges aus. Er h?tte nicht behaupten d?rfen, da? gleichzeitige Ereignisse f?r verschieden bewegte Beobachter ungleichzeitig seien, sondern nur, da? sie diesen ungleichzeitig erscheinen: gleichzeitige Ereignisse verlieren nicht ihre Gleichzeitigkeit durch ungleichzeitige Beobachtung. Es ist also nichts mit dem ?wichtigen Ergebnis", da? f?r verschiedene Bezugssysteme Ereignisse zu anderen Zeiten stattfinden, da? jedes Bezugssystem seine eigene Zeit besitze und da? die Zeitablaufgeschwindigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme abh?nge. Eine f?r die Existenz der Relativit?tstheorie unentbehrliche Lehre, n?mlich die Ver?nderlichkeit der Zeitbeurteilung, kann weder aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" noch aus dem klassischen Relativit?tsprinzip abgeleitet werden; sie lebt nur aus der Unterschiebung falscher Zeitpunkte eines Ereignisses. Es ist also sicher, da? es eine Abh?ngigkeit des Zeitablaufes vom Bewegungszustande der Bezugssysteme nicht gibt, und da? ein Ereignis nur zu einem Zeitpunkte stattfindet, aber nicht zu mehreren Zeitpunkten je nach der gew?hlten Anzahl von Bezugssystemen. Bisher ist also weder die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit noch die Relativit?t der Gleichzeitigkeit durch Einstein bewiesen worden.

7. Der Begriff der ?Relativit?t" leidet unter einer Doppelsinnigkeit: In dem Relativit?tsprinzip der klassischen Physik stellt er eindeutige Forderungen, und er verweigert wegen deren Nichterf?llung dem Lichtausbreitungsgesetz von Michelson die Anerkennung. Relativit?t wird hier als eindeutige Beziehung und Bestimmtheit verstanden, und das klassische Relativit?tsprinzip ist dadurch die sichere und eindeutige Lehre vom Zusammenhang zwischen Naturvorg?ngen und Bezugssystemen. Ohne die zumindest unbewu?te Unterstellung dieser Lehre h?tte es nie die M?glichkeit einer sicheren Beurteilung der Naturvorg?nge gegeben; ihre G?ltigkeit ist die Voraussetzung einer empirischen Physik und damit ?berhaupt der Anfang einer sicheren Wissenschaft von den Naturvorg?ngen und Naturgesetzen.

In dem Begriffe einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" ist von solcher eindeutigen Bestimmtheit keine Rede mehr. Im Gegenteil: hier soll Unsicherheit und Fragw?rdigkeit, eine vieldeutige Abh?ngigkeit zum Ausdruck kommen. Das Einstein'sche ?Relativit?tsprinzip" braucht solche vieldeutige Abh?ngigkeit f?r die Vielheit gleichzeitig m?glicher Bezugssysteme. Nur durch die daraus geborene Fragw?rdigkeit von Gleichzeitigkeit und Zeitablauf kann die Forderung nach der Ma?gleichheit der Naturvorg?nge f?r alle Bezugssysteme erf?llt werden, n?mlich durch die Unterstellung, da? gleichzeitige Ereignisse in jedem der vielerlei m?glichen Bezugssysteme zu einer anderen Zeit stattfinden, da? das Jetzt auch nachher sein k?nne: Gleichzeitigkeit soll bei Bedarf Ungleichzeitigkeit bedeuten.

Aber diese Fragw?rdigkeit des Begriffes der Gleichzeitigkeit wird nicht demonstriert an den Ereignissen selbst, sondern an den Beobachtungsvorg?ngen. Es wird die Hinnahme der Unterstellung erwartet, da? Ungleichzeitigkeit der Beobachtung eine Ungleichzeitigkeit der Ereignisse bedeute; Beobachtung und Ereignis werden gegeneinander vertauscht. Der ?Nachweis" einer Fragw?rdigkeit der Gleichzeitigkeit ?gelingt" also durch die unzul?ssige Vertauschung des Naturvorganges gegen den vorher ebenso unzul?ssig fragw?rdig gemachten Beobachtungsvorgang, durch die Proklamierung falscher Beobachtungsgesetze als Naturgesetze.

Da Bezugssysteme als Vorstellungshilfen der menschlichen Erkenntnis keinen Einflu? auf das Naturgeschehen auszu?ben verm?gen, so kann dieser ?fragw?rdige Zeitablauf" nur ein Kunstgriff des Denkens sein, um die Geschwindigkeit eines Lichtstrahles gleichzeitig f?r alle Bezugssysteme formal gleich zu erhalten. Durch diese Fragw?rdigkeit des Zeitablaufes, als reale Wirklichkeit genommen, macht die Relativit?tstheorie alle menschliche Wissenschaft fragw?rdig ? ausgenommen ?nat?rlich" sich selbst, als der Theorie der Fragw?rdigkeit an sich.

8. Zur Aufrechterhaltung der von Einstein aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" abgeleiteten ?Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" relativ zu allen Bezugssystemen reicht aber die ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" noch nicht aus; auch die Entfernungen m?ssen sich noch anpassen. Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit fordert also noch eine Proklamierung einer ?Relativit?t der Entfernungen" nach Ma?gabe der Bewegungszust?nde von Bezugssystemen. Hierzu N?heres in den kommenden Abschnitten.

(Zitatende)





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(Fortsetzung folgt)

18.02.2008 07:37 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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10. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den vollst?ndigen Abschnitt ?G. Durch nichts gerechtfertigte Hypothesen? von Ernst Kammerer:


Zitat:


G. Durch nichts gerechtfertigte Hypothesen

1. Einstein leitet ? 11 seines genannten Buches ein mit den S?tzen:

Zitat:


Die ?berlegungen der letzten drei Paragraphen zeigen uns, da? die scheinbare Unvereinbarkeit des Ausbreitungsgesetzes des Lichtes mit dem Relativit?tsprinzip in ? 7 durch eine Betrachtung abgeleitet worden ist, welche der klassischen Mechanik zwei durch nichts gerechtfertigte Hypothesen entlehnte; diese Hypothesen lauten:

1. Der Zeitabstand zwischen zwei Ereignissen ist vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper unabh?ngig.

2. Der r?umliche Abstand zwischen zwei Punkten eines starren K?rpers ist vom Bewegungszustande des Bezugsk?rpers unabh?ngig.

L??t man nun diese Hypothesen fallen, so verschwindet das Dilemma des ? 7, weil das in ? 6 abgeleitete Additionstheorem der Geschwindigkeiten ung?ltig wird. Es taucht vor uns die M?glichkeit auf, da? das Gesetz der Lichtausbreitung im Vakuum mit dem Relativit?tsprinzip vereinbar sein k?nnte. Wir kommen zu der Frage: Wie ist die ?berlegung des ? 6 zu modifizieren, um den scheinbaren Widerspruch zwischen diesen fundamentalen Ergebnissen der Erfahrung zu beseitigen?

Diese Frage f?hrt auf eine allgemeine. In der ?berlegung des ? 6 kommen Orte und Zeiten in Bezug auf den Zug und in Bezug auf den Bahndamm vor. Wie findet man Ort und Zeit eines Ereignisses in Bezug auf den Zug, wenn Ort und Zeit des Ereignisses in Bezug auf den Bahndamm bekannt sind? Gibt es eine solche denkbare Antwort auf diese Frage, da? gem?? dieser Antwort das Gesetz der Lichtausbreitung im Vakuum dem Relativit?tsprinzip nicht widerspreche? Anders ausgedr?ckt: Ist eine Relation zwischen Ort und Zeit der einzelnen Ereignisse in Bezug auf beide Bezugsk?rper denkbar, derart, da? jeder Lichtstrahl relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug die Ausbreitungsgeschwindigkeit c besitzt? Diese Frage f?hrt zu einer bejahenden, ganz bestimmten Antwort, zu einem ganz bestimmten Verwandlungsgesetz f?r die Raum-Zeitgr??en eines Ereignisses beim ?bergang von einem Bezugsk?rper zu einem anderen.


(Zitatende)



? 8 ist ?berschrieben mit ??ber den Zeitbegriff in der Physik", ? 9 mit ?Die Relativit?t der Gleichzeitigkeit" und ? 10 mit ??ber die Relativit?t des Begriffes der r?umlichen Entfernungen". ? 9 ist bereits kritisch betrachtet im vorausgehenden Abschnitt, und ? 10 enth?lt die Hinf?hrung auf die soeben w?rtlich wiedergegebenen Auffassungen.

2. Wer nun hier, unter dem Eindrucke der Aufforderung von Einstein, die beiden ?durch nichts gerechtfertigten Hypothesen" etwa hat ?fallen lassen", der m?ge sie unbesorgt wieder aufnehmen und sie vor einer endg?ltigen Verwerfung doch noch einer gewissenhafteren Pr?fung unterziehen. Zumindest sind diese Hypothesen, gem?? den Ausf?hrungen von Einstein, Spezifikationen des Additionstheorems der Geschwindigkeiten ? das verschwinden w?rde, wenn diese ?Hypothesen" wegfallen ? und demnach unabdingbarer Wesensbestandteil des ausnahmslos bew?hrten Relativit?tsprinzipes ?der klassischen Mechanik". Durch diese enge Beziehung mit der einen der beiden sich widersprechenden Lehren, sind diese ?Hypothesen" als ?fundamentales Ergebnis der Erfahrung" unvergleichbar besser belegt wie die andere Lehre von der Unver?nderlichkeit der Lichtgeschwindigkeit durch die ?Ableitung" Einsteins aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" oder durch die hierf?r in Anspruch genommenen Experimente, deren Aussagewert nachher noch einer eingehenden Untersuchung unterzogen wird.

Diese ?Hypothesen" stehen zwar dem ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins im Wege, aber nicht umgekehrt das Lichtausbreitungsgesetz diesen Hypothesen; ihnen steht nichts sonst als die Lehre von der ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit und der Entfernungen" im Wege; eine Lehre also, die ?abgeleitet? wurde aus einem durch Einstein selbst als ung?ltig gekennzeichneten Lichtausbreitungsgesetz, dem das Additionstheorem der Geschwindigkeiten ? also dessen Spezifizierung durch die ?durch nichts gerechtfertigten Hypothesen? ? zugrunde liegt. W?re diese Ableitung einer ?Relativit?t von Zeit und Raum" nicht schon als Folge einer Unterschiebung falscher Ereigniszeitpunkte falsch, so w?rden ihr also ausgerechnet die ?durch nichts gerechtfertigten Hypothesen? zugrunde liegen. Diese ?Hypothesen? sind also zur Ableitung einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" als vollst?ndig gerechtfertigt befunden worden; erst nachdem sie hier ihren Zweck erf?llt haben, wurden sie als ung?ltig erkl?rt.

Durch die Unterschiebung falscher Zeitpunkte bei der Ableitung der ?wichtigen Ergebnisse? von Einstein sind also die letzteren, aber nicht die ihnen im Wege stehenden ?Hypothesen" durch nichts gerechtfertigt. Niemals h?tte man ohne solche Unterschiebung aus den ?Hypothesen? bzw. aus dem mit ihnen konformen alten Lichtausbreitungsgesetz, eine ihnen diametral widersprechende ?Relativit?t der Zeit und des Raumes? ableiten k?nnen. Werden aber nachher aus dem Widerspruch zu dem ?wichtigen Ergebnis" die zugrunde gelegten ?Hypothesen" als ?durch nichts gerechtfertigt" erkl?rt, so m??te man sich eingestehen, da? dann auch die zum Schein aus diesen Hypothesen abgeleiteten ?wichtigen Ergebnisse" keine Rechtfertigung, ja noch nicht einmal den Schein einer solchen besitzen.

3. Der Grund ist auff?llig, warum es Einstein so darum zu tun ist, diese ?Hypothesen? fallen zu lassen: weil damit aus dem Relativit?tsprinzip das Additionstheorem der Geschwindigkeiten ?verschwindet", so da? er jetzt aus einem entsprechend gehandhabten ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" sein ?Lichtausbreitungsgesetz" ableiten kann, wobei zu diesem Gesetz auch die Konkurrenz der beiden ?Hypothesen? wegf?llt. Dieses ?Lichtausbreitungsgesetz" beansprucht ja f?r sich die Gleichheit der Ma?zahl, unabh?ngig vom Bewegungszustande der Bezugssysteme: es mu? mithin diese Gleichheit der Ma?zahl den Entfernungen und dem Ablauf der Zeit streitig machen. Die Relativit?tstheorie mu? also nicht nur bei der Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit, sondern auch beim Ablauf der Zeit, die Verh?ltnisse vertauschen; nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern Zeit und Raum m?ssen Ver?nderlichkeit besitzen. Jedenfalls bietet uns Einstein solches an zur Aufl?sung des Widerspruches zwischen den ?fundamentalen Ergebnissen der Erfahrung". Nur so kann er eine Ver?nderlichkeit einer Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit abw?lzen auf eine ?Ver?nderlichkeit" des Zeitablaufes und der Entfernungen in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper; eine G?ltigkeit der beiden ?Hypothesen" w?rde solches Abw?lzen unm?glich machen.

4. Wenn aber dieses ?Lichtausbreitungsgesetz" abgeleitet sein will aus einem allgemeing?ltigen Relativit?tsprinzip, best?tigt durch ein ?fundamentales Ergebnis der Erfahrung? im Experiment, dann gilt dieses allgemeing?ltige Prinzip nicht nur f?r die Lichtausbreitung, sondern auch f?r jeden anderen Naturablauf, folglich auch f?r die ?Ablaufgeschwindigkeit" der Zeit und f?r die L?ngenverh?ltnisse an starren K?rpern, die relativ zu Bezugssystemen bewegt sind. Es ist im vorausgehenden Abschnitt f?r die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit bereits gezeigt worden, da? auch sie, entsprechend der Handhabung des allgemeing?ltigen ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)", f?r alle Bezugssysteme genau gleich sein mu?, was sowohl die Ma?zahl der Ablaufgeschwindigkeit als auch die Ma?zahl der Ereignisse betrifft. Damit ist die ?Hypothese" ?ber die Unabh?ngigkeit der Zeitablaufgeschwindigkeit vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper nicht nur best?tigt im Zusammenhange mit dem ?fundamentalen Ergebnis der Erfahrung" des klassischen Relativit?tsprinzipes, sondern auch durch die Handhabung des Einstein'schen ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" und mithin auch durch das ?fundamentale Ergebnis der Erfahrung" aus den f?r das ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins in Anspruch genommenen Experimenten. Mithin besteht also gar kein Widerspruch zwischen diesen ?fundamentalen Ergebnissen der Erfahrung" hinsichtlich des Zeitablaufes. Dies bedeutet aber, da? nicht die ?Hypothesen", sondern die von Einstein dagegen ins Feld gef?hrten Einw?nde durch nichts gerechtfertigt sind. Wenn schon nur die Lehren von Einstein in der Wissenschaft G?ltigkeit besitzen sollen, so ist die ?Hypothese", da? der Zeitabstand zweier Ereignisse unabh?ngig sei von dem Bewegungszustande der Bezugssysteme zumindest gerechtfertigt durch das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", analog angewendet wie bei der Ableitung des ? Lichtausbreitungsgesetzes ".

Hinsichtlich der Unver?nderlichkeit von L?ngen und Entfernungen in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme mag vielleicht der Ableitungsweg aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" nicht ohne weiteres ersichtlich sein. Sobald wir jedoch auch hier mit Hilfe des Vertauschungstheorems dieselben Bewegungsverh?ltnisse w?hlen, welche Einstein mit dem Bahndamm und dem darauf fahrenden Zug f?r die Ableitung seines ?Lichtausbreitungsgesetzes" unterstellt hat, werden wir auch f?r starre K?rper zu dem Ergebnis kommen, da? auch f?r sie die Ma?zahl der Entfernungsbeurteilung ? genau wie bei der Lichtgeschwindigkeit ? f?r alle Bezugsk?rper genau gleich lauten m?sse, unabh?ngig von den Relativgeschwindigkeiten zu diesen Bezugssystemen. Bei Anwendung des ?allgemeing?ltigen Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" im selben Sinne wie f?r die Ableitung des ?Lichtausbreitungsgesetzes" gibt es also keine Ver?nderlichkeit der L?ngen und Entfernungen als Folge des Bewegungszustandes der Bezugssysteme; ganz im Einklang mit den diesbez?glichen ?fundamentalen Ergebnissen der Erfahrung" und den von Einstein als hinf?llig bezeichneten ?Hypothesen". Noch nicht einmal die Anwendung des durch Einstein selbst als ung?ltig gekennzeichneten Lichtausbreitungsgesetzes der alten Schule f?hrt zu der von Einstein behaupteten Ver?nderlichkeit von L?ngen und Entfernungen, hierzu braucht es der Unterschiebung falscher Zeitpunkte f?r das Ereignis. Folglich schlie?t auch diese Betrachtung mit der Feststellung, da? nicht die von Einstein beanstandeten ?Hypothesen", sondern nur seine Einw?nde dagegen durch nichts gerechtfertigt seien; die Ver?nderlichkeit einer Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit kann auf ehrliche Weise nicht auf eine Ver?nderlichkeit der Entfernungen abgew?lzt werden.

5. Dieses Ergebnis betreffend der Unver?nderlichkeit der Entfernungen und Zeiten in der Wirklichkeit und deren Unabh?ngigkeit vom Bewegungszustande von Bezugsk?rpern und Beurteilungssystemen stimmt nicht nur ?berein mit einem ?fundamentalen Ergebnis der Erfahrung" und mit der Anwendung des ?Relativit?tsprinzipes" von Einstein, welch letzterer Umstand ihm allerdings nur in den Augen von Relativisten nutzen kann; dieses Ergebnis entspricht auch dem hier aufgezeigten autarken Charakter des formalen Postulates der Urteilskraft, das von der Vergleichseinheit Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit f?r alle Beurteilungssysteme, f?r alle Naturobjekte und alle Naturvorg?nge verlangt, um dadurch die M?glichkeit zu schaffen, sie anhand der formalen Gesetzlichkeiten der Mathematik studieren und die Ver?nderungen der Naturobjekte unter dem Einfl?sse von Kr?ften isolieren zu k?nnen. Durch die Geschwindigkeit von Beurteilungssystemen und Bezugsk?rpern ?ndert sich nichts an der Wirklichkeit der Natur; es werden dadurch nur die Ma?zahlen der menschlichen Beurteilung beeinflu?t nach Ma?gabe der formalen Gesetzlichkeit der Mathematik. Nur wegen der Ver?nderlichkeit der Koordinaten f?r die Punkte an Naturk?rpern in Bezugssystemen scheint die Behauptung Einsteins von der Ver?nderlichkeit der Entfernungen in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande von Bezugssystemen recht zu haben; Einstein spricht aber nicht von der Ver?nderlichkeit der Koordinaten der Beurteilung, sondern von der Ver?nderlichkeit der realen Dimensionen von Objekten der Natur. Die Dimensionen der Objekte, als Differenzen der Koordinaten der Beurteilung, bleiben jedoch unber?hrt von der Ver?nderlichkeit dieser Koordinaten selbst; sie haben in allen Bezugssystemen dieselben Ma?zahlen, sofern man nicht ? nach der Forderung von Einstein ? die Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheit ?fallen l??t".

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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11. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den vollst?ndigen Abschnitt ?H. Das Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en? von Ernst Kammerer:


Zitat:


H. Das Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en

1. In dem vorausgehenden Abschnitt ist Stellung genommen worden zu Ausf?hrungen von Einstein in ? 11 seines Buches ??ber die spezielle und die allgemeine Relativit?tstheorie". Aber diese Stellungnahme bezog sich vorl?ufig nur auf Vorbereitungen ?zu einer bejahenden, ganz bestimmten Antwort, zu einem ganz bestimmten Verwandlungsgesetz f?r die Raum-Zeitgr??en eines Ereignisses beim ?bergang von einem Bezugsk?rper auf einen anderen".

Unsere Erwartungen hinsichtlich eines solchen Verwandlungsgesetzes sind allerdings durch die vorausgehenden Untersuchungen sehr ged?mpft worden. Aber selbst die Blo?stellung massivster und geh?ufter ?Irrt?mer" bei der Fundierung dieses ?Verwandlungsgesetzes" d?rfte die Anh?nger in ihrem Glauben an Einstein nicht ersch?ttert haben. Die ?Irrt?mer" werden als ?ungl?cklich gew?hlte Beispiele" bezeichnet werden, um einer ?geistig zur?ckgebliebenen Umwelt" die ?epochemachenden Erkenntnisse" plausibel zu machen, so wie man etwa einem Kinde seine Herkunft mit dem Klapperstorche ?erkl?rt". Aber letztlich seien die hier beanstandeten Lehren die logisch einwandfreien und unumg?nglichen Folgerungen aus den mathematisch zwingenden und in der Praxis voll bew?hrten Transformationsformeln, welche die Namen von Lorentz und Einstein weltber?hmt gemacht haben.

Die praktische Brauchbarkeit dieser Formeln f?r ?elektromagnetische Wellen" ist nun aber selbst nach Einstein kein Wunder, deshalb, weil sie aus der Erfahrung mit diesen ?auskristallisiert" seien. Sie sind auf die ?Ergebnisse" der Experimente zugeschnitten und geben f?r sie zutreffende ?Voraussagen", ganz in ?bereinstimmung mit den in der Vorbetrachtung dieser Arbeit wiedergegebenen Worten Einsteins. Wie diese ?bereinstimmung zustande kommt, wird noch dargestellt werden. Zudem hat Einstein an der von Lorentz vorgenommenen Auskristallisierung folgenschwere Umdeutungen vorgenommen, deren Berechtigung hier bestritten wird.

2. Die Transformationen in der Deutung Einsteins sollen mathematisch kl?ren:

Zitat:


a) Wie findet man Ort und Zeit eines Ereignisses in Bezug auf den Zug, wenn Ort und Zeit des Ereignisses in Bezug auf den Bahndamm bekannt sind?

b) Ist eine Relation zwischen Ort und Zeit der einzelnen Ereignisse in Bezug auf beide Bezugssysteme denkbar, derart, da? jeder Lichtstrahl relativ zum Bahndamm und relativ zum Zug die Ausbreitungsgeschwindigkeit besitzt?


Einstein stellt sich also die Aufgabe, ein Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en zu zeigen, so da? nach diesem Gesetz die Geschwindigkeit ein- und desselben Lichtstrahles f?r alle Bezugssysteme ? unabh?ngig von deren Bewegungszustand ? gleichzeitig c ist, wie es sein ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" fordert: F?r jedes Bezugssystem finden die Ereignisse zu anderen Zeiten statt und die Orte sind an anderen Orten. Dies ist nichts anderes, als die Unterstellung der bereits zur?ckgewiesenen ?Irrt?mer", und die so errechneten Formeln k?nnen nichts anderes sein als deren mathematische Formulierung. Unter diesen Umst?nden kann die mathematische ?Evidenz" dieser Transformationen keine Best?tigung sein f?r die Relativit?tstheorie, sondern sie ist nur ein Zirkelschlu? zur?ck auf die ihr unterstellten Irrt?mer. Die Transformationen von Einstein stimmen zwar mit den ?lteren von Lorentz ?berein, aber die nun unterstellten Pr?missen geben ihnen den Anschein, ein Verwandlungsgesetz f?r Raum und Zeit zu sein. Wir k?nnen jedoch nicht ?bersehen, da? der oben unter a) angef?hrten Frage die Unterstellung zugrunde liegt, da? man anhand der Verschiebung von Beobachtungszeitpunkten zu dem Ergebnis kommen m?sse, das Ereignis selbst habe zu verschiedenen Zeitpunkten stattgefunden; und da? die unter b) angef?hrte Frage die Auffassung voraussetzt, die Gleichheit der Naturgesetze f?r alle Bezugssysteme sei gleichbedeutend mit einer Gleichheit der Ma?zahl bei der menschlichen Beurteilung. Diese Fragen gehen aus von den beiden v?llig unberechtigten Postulaten der Relativit?tstheorie, n?mlich von der Ver?nderlichkeit von Zeit und Raum und von der Unver?nderlichkeit der Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit.

Warum denn sollten sich alle Raum- und Zeitgr??en in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper und Bezugssysteme verwandeln? Etwa nur damit die Lichtgeschwindigkeit f?r alle Bezugssysteme ? unabh?ngig von deren Bewegungszustande ? genau gleich lauten kann, damit ausgerechnet das ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins G?ltigkeit erlangt? Durch solche Hervorhebung als Bedingung f?r das Verhalten von Entfernungen und Zeiten w?rde das ?Lichtausbreitungsgesetz" ja wieder als Absonderlichkeit hervortreten. Dies w?rde best?tigen, da? seine Ableitung aus einem allgemein f?r alle Gesetzlichkeit g?ltigen Prinzip gescheitert ist, da? es also trotz aller Veranstaltungen weiterhin als Absonderlichkeit bestehen bleibt. Wenn das Lichtausbreitungsgesetz ?wie jedes andere allgemeine Gesetz" f?r alle Bezugssysteme auch der Ma?zahl nach gleich lauten mu?, dann m?ssen auch die Entfernungen und die Zeiten f?r alle Bezugssysteme ? auch der Ma?zahl nach und unabh?ngig vom Bewegungszustande ? genau gleich lauten. Was gibt es denn Allgemeing?ltigeres als Zeit und Raum, oder wo ist sonst noch eine andere Allgemeing?ltigkeit, auf welche sich das ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins berufen k?nnte? Durch die Forderung nach Unterordnung von Zeit und Raum, von Entfernung und Dauer unter seine Existenzbedingungen wird dieses ?Lichtausbreitungsgesetz" gestempelt zur bestimmenden Allgemeing?ltigkeit und die bisherige Allgemeing?ltigkeit von Zeit und Raum zur abh?ngigen Ausnahme; als ob alles vor dem Lichte Einsteins versinken m??te.

Die Relativit?tstheorie verf?ngt sich in ihren eigenen Prinzipien: Ein ?Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en" bestreitet die allgemeine G?ltigkeit eines ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" und damit die Rechtfertigung der Quelle f?r das ?Lichtausbreitungsgesetz" Einsteins. Das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" verlangt ? entsprechend der Anwendung auf das ?Lichtausbreitungsgesetz" ? die Gleichheit der Ma?zahl von Naturvorg?ngen und Naturobjekten in allen Bezugssystemen, unabh?ngig von deren Bewegungszustand. Im Widerspruch hierzu fordert das ?Verwandlungsgesetz" eine Ver?nderlichkeit der Ma?zahlen derselben Naturvorg?nge und Naturobjekte in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande dieser Bezugssysteme. Wieso kann Einstein unter solchen Umst?nden fordern, da? die Ma?zahl der Lichtausbreitungsgeschwindigkeit gerade deshalb f?r alle Bezugssysteme genau gleich lauten m?sse, weil dies eine allgemeine und ausnahmslose Forderung sei, dem sich auch das Lichtausbreitungsgesetz nicht entziehen k?nne ? im Widerspruch zu dem ?Verwandlungsgesetz" f?r alle Objekte und alle Vorg?nge? Ein Lichtausbreitungsgesetz, das zu seiner Existenzsicherung ein Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en fordern mu?, bestreitet also selbst die Allgemeing?ltigkeit seiner Existenzgrundlage. Es deckt damit seine Abweichung vom Allgemeinverhalten hinsichtlich der Ausgedehntheit der Dinge und der Dauer der Vorg?nge selbst auf ? oder mu? sich sogar bei Betonung seiner ?bereinstimmung mit dem Allgemeinverhalten selbst dem Verwandlungsgesetz unterwerfen: Oder ist etwa die Lichtgeschwindigkeit gar keine Geschwindigkeit, kein Verh?ltnis aus Entfernung und Dauer und mithin unabh?ngig vom Verwandlungsgesetz f?r Entfernung und Dauer? Wie kann das ?Lichtausbreitungsgesetz" bei solcher Abh?ngigkeit vom ?Verwandlungsgesetz" dessen Bedingungen bestimmen wollen?

3. Durch das ?Verwandlungsgesetz" wird nicht nur das Additionstheorem des klassischen Relativit?tsprinzips, sondern auch das von Einstein postulierte ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" ung?ltig, weil jetzt die Naturvorg?nge und deren Ma?beurteilung nicht mehr in allen Bezugssystemen genau gleich lauten, sondern sich nach Ma?gabe des ?Lichtausbreitungsgesetzes" in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme ver?ndern m?ssen. Einstein verwendet nach Bedarf dreierlei Gesetzlichkeiten beim ?bergang von einem Bezugsk?rper auf einen anderen, drei verschiedene Fassungen des Relativit?tsprinzipes: F?r die Ableitung seines ?Lichtausbreitungsgesetzes" postuliert er die Ma?gleichheit der Beurteilung f?r alle Naturgesetze unabh?ngig vom Bewegungszustande der Bezugssysteme; f?r die Ableitung einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" und der Notwendigkeit eines ?Verwandlungsgesetzes" verwendet er ein Lichtausbreitungsgesetz in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme gem?? dem Additionstheorem des klassischen Relativit?tsprinzipes; und in dem ?Verwandlungsgesetz" fordert er die Ver?nderlichkeit von Raum und Zeit gem?? den Lebensbedingungen seines ?Lichtausbreitungsgesetzes", damit letzteres ?dem Relativit?tsprinzip nicht widerspreche".

Wieso aber sollte auch das neue ?Lichtausbreitungsgesetz" noch immer im Widerspruch stehen zum Relativit?tsprinzip? Zur Beseitigung des Widerspruches hat ja Einstein die neue Fassung geschaffen, damit auch das Lichtausbreitungsgesetz ?wie jedes andere allgemeine Gesetz" f?r alle Bezugssysteme genau gleich ?laute", nicht da? es etwa relativ zu einem vorausfahrenden Eisenbahnwagen gar c - v ?lauten" k?nnte ? ?im Widerspruch mit dem Relativit?tsprinzip":

Zitat:


Wenn sich jeder Lichtstrahl in Bezug auf den Damm mit der Geschwindigkeit c fortpflanzt, so scheint eben deshalb das Lichtausbreitungsgesetz in Bezug auf den Wagen ein anderes sein zu m?ssen ? im Widerspruch mit dem Relativit?tsprinzip.


Jetzt ?lautet" ja das Lichtausbreitungsgesetz f?r alle Bezugssysteme gleich c, ?folglich" besteht kein Widerspruch mehr zum ?Relativit?tsprinzip". Allerdings besteht diese ?bereinkunft nicht zwanglos und voraussetzungslos, sondern sie verlangt ja gem?? dieser Fassung, da? sich die Ausgedehntheit der Dinge in der Natur und die Dauer der Vorg?nge an das ?Lichtausbreitungsgesetz" anpassen; nur durch solche Gef?lligkeit der Natur erlangt dieses ?Gesetz" seine ?Richtigkeit". Aber selbst wenn sich die Natur unterwerfen sollte, wird das ?Lichtausbreitungsgesetz" notwendigerweise im Widerspruch bleiben mit einer der diversen Fassungen des Relativit?tsprinzipes von Einstein; ganz einfach deshalb, weil sich diese Fassungen in dieser Hinsicht diametral widersprechen.

4. Lichtstrahlen und Bezugssysteme haben zueinander keine naturgesetzlichen Beziehungen, sondern sie sind nur durch den Beurteilungsakt des Menschen miteinander in Verbindung gebracht worden. Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit ist kein naturgesetzlicher Vorgang, und es kann demnach nicht erwartet werden, da? sich ? einer invarianten Beurteilung zuliebe ? die realen Entfernungen und Zeiten in der Wirklichkeit verwandeln in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande von beliebig durch den Menschengeist ausgew?hlten Beurteilungs- oder Bezugssystemen. Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit ist nur ein formaler Akt der menschlichen Urteilskraft; wenn letztere ? in Unterwerfung unter ein Postulat von der Unver?nderlichkeit der zu beurteilenden Ma?zahl f?r die Lichtgeschwindigkeit ? die Ma?zahlen der Entfernungen und Zeiten als ver?nderlich unterstellt, dann ist solche Ver?nderlichkeit niemals ein realer Akt in der Wirklichkeit der Natur, sondern ein Akt allein im formalen Machtbereiche der menschlichen Urteilskraft. Mit diesem Akt entfernt sich allerdings die Urteilskraft von den Verh?ltnissen der Wirklichkeit und ger?t zwangsl?ufig in die Gefilde des Irrtums und des Wahnes. Die Abweichung liegt also nicht bei der Natur, sondern bei der menschlichen Beurteilung; das Verh?ltnis Beurteilung zu Objekt l??t sich nach dem Vertauschungstheorem der klassischen Physik nicht behandeln, es kann nur nach dem Vertauschungsprinzip Einsteins auf den Kopf gestellt werden.

Der Bewegungszustand eines Bezugssystems oder Bezugsk?rpers ist ja seinerseits kein Naturakt, der unter dem Zwange einer Naturkraft abl?uft, sondern nur eine mathematisch-formale Beurteilung relativ zu irgend einem anderen durch den beurteilenden Beobachter unterstellten Bezugssystem. Durch diese rein formale Beurteilung eines solchen ?Bewegungszustandes" k?nnen niemals reale Ver?nderungen an Objekten und Abl?ufen, an Zeit und Raum auftreten, selbst dann nicht, wenn Zeit und Raum reale Objekte der Natur w?ren. Solcher Beurteilungsakt k?nnte nicht solche Objekte real, sondern nur die Ma?zahlen ihrer menschlichen Beurteilung formal ver?ndern. Letzteres ist in der Tat der einzige ?Erfolg" der Relativit?tstheorie, aber mit solchem Erfolge entfernt sich die menschliche Beurteilung zwangsl?ufig von den Verh?ltnissen der Wirklichkeit, weil ja die letztere solche Ver?nderlichkeit in Abh?ngigkeit vom Akte der menschlichen Beurteilung nicht besitzt.

5. Im Gegensatz zu Gegenst?nden und Vorg?ngen setzen ?Raum" und ?Zeit" der von der Relativit?tstheorie geforderten Wandelbarkeit der Abmessungen keinen Widerstand entgegen, denn sie sind keine existierende Wirklichkeit und besitzen deshalb keine wirklichen Abmessungen. Sie sind nichts als ?reine Formen der menschlichen Anschauung" (Kant). F?r das klassische Relativit?tsprinzip sind sie universalisierte Bezugssysteme: der Raum f?r die Ausgedehntheit der Erscheinungen oder Wirkungen, die Zeit f?r die Dauer der Vorg?nge oder des Wirkens.

Das Nichts des Raumes hat auch keine Einwendungen gegen die Bedingungen, die unsere Vorstellungskraft diesen universalen Bezugssystemen stellt; es bleibt unber?hrt davon, ob sie drei- oder vierdimensional oder wie auch immer genommen werden. Nur hat das dreidimensionale Raumschema der Euklidischen Geometrie den Vorzug, da? sich darin der Raumanspruch der dreidimensionalen K?rper gegeneinander abw?gen l??t. ?hnliche Vorz?ge hat das eindimensionale Bezugssystem der Zeit f?r die Beurteilung des Nacheinanders, der Folgen. Das dreidimensionale Raumschema und das eindimensionale Zeitschema besitzen die Universalit?t des klassischen Relativit?tsprinzipes; sie sind die durchg?ngige Universalisierung seiner Bezugssysteme, wobei f?r die Gegen?berstellung r?umlicher Bewegungen mit dem Zeitablauf notwendigerweise ein vierdimensionales Darstellungssystem erforderlich ist. Es gibt nur den beurteilungsgesetzlichen Raum der Mathematik, einen naturgesetzlichen Raum der Physik aus Kr?ften gibt es nicht. Weder wird der beurteilungsgesetzliche Raum durch physikalische Einfl?sse der Wirklichkeit ver?ndert, noch vermag er physikalischen Einflu? auf die Wirklichkeit der Dinge auszu?ben; als beurteilungsgesetzlich ist er nur den Bedingungen der Urteilskraft unterworfen. Analog geh?rt die Zeit zur formalen Bewegungslehre und gelten f?r sie dieselben Aussagen wie f?r den Raum: nicht die Zeit ver?ndert die Dinge, sondern allein die Einwirkung von Kr?ften vermag die Dinge zu ver?ndern.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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12. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer den vollst?ndigen Abschnitt ?J. Das Verhalten von Ma?st?ben und Uhren? von den Seiten 48 bis 51:


Zitat:


J. Das Verhalten von Ma?st?ben und Uhren

1. Nicht nur f?r das ?Lichtausbreitungsgesetz", sondern auch sonst, wo es f?r den Zweck der ?Beweisf?hrung" gerade im Wege ist, besitzt das ?Verwandlungsgesetz f?r Raum- und Zeitgr??en" keine G?ltigkeit, auch dann nicht, wenn es sich um gew?hnliche Entfernungen an starren K?rpern handelt. So gilt es in dem weiter unten gezeigten Beispiel zwar f?r ein als Ma? benutztes St?bchen, nicht aber f?r die zu messende Scheibe, die sich wie das St?bchen und mit ihm durch ein Galilei'sches Koordinatensystem bewegt und dabei zus?tzlich eine Rotationsbewegung ausf?hrt. Aus dieser Ungleichheit des Verhaltens der Entfernungen an St?bchen und Scheibe ergeben sich Differenzen, die neue Aspekte er?ffnen in eine dem ?niedrigen" Menschengeist verschlossene ?h?here Welt".

2. Als allgemein verbindlichen Ma?stab der Zeit hat man bisher die idealisierte Erddrehung gew?hlt und diese in 24 Stunden zu je 3600 Sekunden eingeteilt, so genau als mit den Hilfsmitteln der Menschen erreichbar. Als Ma? der Gleichzeitigkeit gilt nicht die gleichzeitige Beobachtung, sondern die Bedingung, da? die zu beurteilenden Ereignisse bei derselben Erdstellung stattfinden. F?r die Relativit?tstheorie gilt nicht diese Vereinbarung; f?r sie ist das Ma? der Zeit das ?Ticken" von Uhren, also jener mechanischen Hilfsmittel, die wegen Unterordnung unter die vielerlei Einfl?sse der Natur nur sehr schwer mit dem allgemeing?ltigen Zeitablauf in Einklang gehalten werden k?nnen. Nach Einstein gilt f?r jedes Bezugssystem ein anderer Zeitablauf; die Uhren wissen zu welchem Bezugssystem sie geh?ren, und sie richten ihr Ticken und mithin ihren Ablauf danach ein. Solche Uhren m?ssen wahre Wunder der Weisheit sein, denn man kann ja f?r jeden Ablauf verschiedene Bezugssysteme gleichzeitig w?hlen, und die Uhren m?ssen dann gleichzeitig oder jederzeit f?r diese verschiedenen Bezugssysteme verschiedene Zeit angeben. Gleiches gilt f?r die Ma?st?be und so beklagt sich denn auch Einstein in ? 23 ?ber die f?r ihn bestehenden Schwierigkeiten in Gravitationsfeldern wie folgt:


Zitat:


?Aber auch die Definition der r?umlichen Koordinaten macht hier zun?chst un?berwindliche Schwierigkeiten. Legt n?mlich der mit der Scheibe bewegte Beobachter seinen Einheitsma?stab (ein relativ zum Scheibenradius kleines St?bchen) an der Scheibenperipherie tangential zu dieser an, so ist derselbe, vom Galilei'schen System aus beurteilt, k?rzer als 1, weil bewegte K?rper nach ? 12 in Richtung der Bewegung eine Verk?rzung erfahren. Legt er dagegen seinen Ma?stab in die Richtung des Scheibenradius, so erf?hrt dieser, von K aus beurteilt, keine Verk?rzung. Mi?t der Beobachter also zuerst den Scheibenumfang, dann den Scheibendurchmesser mit seinem Ma?stab und dividiert er hierauf diese beiden Me?ergebnisse, so findet er als Quotienten nicht die bekannte Zahl π = 3,14. . . . sondern eine gr??ere Zahl, w?hrend sich auf einer relativ zu K ruhenden Scheibe bei dieser Operation nat?rlich exakt n ergeben m??te. Damit ist bereits bewiesen, da? die S?tze der euklidischen Geometrie auf der rotierenden Scheibe und damit ?berhaupt in einem Gravitationsfelde nicht genau gelten k?nnen, wenigstens wenn man dem St?bchen ?berall und in jeder Orientierung die L?nge 1 zuschreibt. Auch der Begriff der geraden Linie verliert damit seine Bedeutung. Wir sind deshalb nicht in der Lage, relativ zur Scheibe die Koordinaten x, y, z nach der in der speziellen Relativit?tstheorie benutzten Methode exakt zu definieren. Solange jedoch Koordinaten und Zeiten der Ereignisse nicht definiert sind, haben auch Naturgesetze, in welchen diese Koordinatenzeiten vorkommen, keine exakte Bedeutung.

Damit scheinen alle ?berlegungen, welche wir bisher ?ber allgemeine Relativit?t angestellt haben, in Frage gestellt zu sein. In der Tat bedarf es eines subtilen Umweges, um das Postulat der allgemeinen Relativit?t exakt anzuwenden ..."



Demnach sind nach Einstein die Ma?st?be in derselben ungl?cklichen Lage wie die Uhren. Auch Ma?st?be wissen nicht, nach welchem der von irgendwelchen Beobachtern gedachten Bezugssystemen sie sich einzurichten haben. M?glichst sollte dies ja nach allen Bezugssystemen gleichzeitig erfolgen, also nach dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" das grunds?tzliche G?ltigkeit beansprucht und ?ber das Lichtausbreitungsgesetz die Ver?nderlichkeit von Raum und Zeit nach Ma?gabe des Bewegungszustandes der Bezugssysteme verlangt, aber andererseits wie vom ?Lichtausbreitungsgesetz" die Unver?nderlichkeit von Raum und Zeit fordert. Die Lichtgeschwindigkeit kann nicht f?r alle Bezugssysteme dieselbe Ma?zahl besitzen, wenn die Ma?st?be sich nicht bem?hen, f?r alle Bezugssysteme gleichzeitig die ?richtige" L?nge zu besitzen, genau so wie auch Uhren gleichzeitig f?r alle in Betracht kommenden Bezugssysteme ?richtig" ticken m?ssen.

3. W?rde sich in dem gezeigten Beispiele nicht nur der Ma?stab, sondern auch der genau so im Galilei'schen Koordinatensystem bewegte Scheibenumfang dem Einstein'schen ?Verwandlungsgesetz" beugen, dann w?re eine Ver?nderung der Zahl π nicht festzustellen. Der Scheibenumfang besitzt n?mlich an jeder Einzelme?stelle relativ zu dem Galilei'schen Koordinatensystem K dieselbe Geschwindigkeit wie der benutzte Ma?stab, beide erleiden also nach der speziellen Relativit?tstheorie dieselbe Verk?rzung, die ja von nichts anderem als der Relativgeschwindigkeit abh?ngig sein soll: es gibt keine individuellen ?Kontraktionskoeffizienten". Demnach kann hier selbst nach der Relativit?tstheorie kein Unterschied in dem Verh?ltnis von Umfang zu Durchmesser auftreten, denn schlie?lich darf nicht nur der Ma?stab, sondern es mu? auch die Scheibe genau so vom Bezugssystem K aus beurteilt werden. Aus der Wirklichkeit kann man eine Behauptung ?ber eine Abh?ngigkeit der Zahl π von der Gravitation nicht belegen; man kann eine solche nur vort?uschen aus der Gegen?berstellung von zwei theoretisch konstruierten Anwendungsf?llen des ?Verwandlungsgesetzes", wobei man im ersten Falle seine G?ltigkeit, im Vergleichsfalle seine Ung?ltigkeit unterstellt, und die so konstruierte Differenz als mathematisches Gesetz verk?ndet. F?r die Relativit?tstheorie wird die G?ltigkeit des ?Verwandlungsgesetzes" durch Beweiszwecke bestimmt.

4. Hier sei noch darauf hingewiesen, da? die Ver?nderung des Ma?stabes nicht durch die Rotation der Scheibe, sondern gem?? der speziellen Relativit?tstheorie durch dessen gleichf?rmige Translationsbewegung in dem Galilei'schen Bezugssystem K hervorgerufen werden soll. Diese Ver?nderung des Ma?stabes w?rde also genauso bei einer nicht rotierenden Scheibe eintreten, kann also nicht als Folge einer Rotation oder gar einer Gravitation ausgegeben werden. Rotation verursacht ?berhaupt kein Gravitationsfeld, auch wenn die rotierende Erde wegen ihrer Masse ein Gravitationsfeld besitzt. Die Gravitation ist eine naturgesetzliche Beziehung von Kr?ften; sie kann also nicht nach den formalen Gesetzen der menschlichen Beurteilung behandelt werden. Letzteres erlaubt sich nur f?r die Rotation, weil durch sie nur die formale Bewegungslehre angesprochen wird. Es geh?rt also allerhand dazu, es so im Handumdrehen als ?bereits bewiesen" zu bezeichnen, da? die Euklidische Geometrie in Gravitationsfeldern nur gelten k?nne, wenn der Ma?stab in jeder Orientierung zu einem anderen Ma? bewertet werde. Die Euklid'sche Geometrie arbeitet nur mit unver?nderlichen Einheiten.

Wenn sich f?r verschieden bewegte Bezugssysteme die Geschwindigkeit des Lichtes nicht ?ndern soll, dann mu? sich ja schlie?lich etwas anderes ?ndern. Die ?L?sung" Einsteins ist ?einfach und klar": die verschieden langen Wege des Lichtes werden gleich lang, wenn sich die L?ngeneinheiten entsprechend anpassen, und passende Zeiteinheiten schaffen die erforderliche Gleichheit f?r unterschiedliche Dauer. Folglich hat jedes Bezugssystem seine eigene Zeit- und L?ngeneinheit: die Uhren ticken in jedem Bezugssystem anders, und die Ma?st?be verk?rzen sich nach Ma?gabe der Geschwindigkeit der Bezugssysteme. Auch der Begriff der geraden Linie verliert damit seine Bedeutung: Balken biegen und verk?rzen sich und Raum und Zeit kr?mmen sich wie in Schmerzen. Das mathematische Kunstst?ck, das dies alles fertig bringt, ist das ?Verwandlungsgesetz f?r die Raum- und Zeitgr??en", bekannt unter dem Namen der ?Einstein-Transformation".

5. Neben so gro?en T?uschungsman?vern, wie wir sie soeben angetroffen haben, ist die Betonung der ?Exaktheit" besonders wirkungsvoll; sie ist aber wieder nicht mehr als eine Irref?hrung ?ber die Glaubw?rdigkeit der Beweisf?hrung Einsteins. Die Exaktheit verlangt aber umgekehrt eine Betrachtung des Unterschiedes zwischen dem ?Lichtausbreitungsgesetz" und einem ?Lichtausbreitungsgesetz im Vakuum". Im Sinne Einsteins und im Sinne der hier vorliegenden Betrachtungen gibt es einen Unterschied jedoch nicht.

Das ?Lichtausbreitungsgesetz" ist nicht abgeleitet aus irgendwelchen Ergebnissen der Erfahrung, sondern ?voraussetzungslos" aus einem Erkenntnisprinzip. Es stellt nach der Auffassung von Einstein den Idealfall dar, wie er bei Ausschlu? jeglicher Behinderung ? beispielsweise durch Luftmassen ? bestehen m??te. Mit der Betonung des ?Vakuums" kommt Einstein zur Deckung mit der ?experimentellen Best?tigung" durch die Versuche von Michelson, d. h. mit dessen Bestrebungen, die Lichtwege seiner Apparaturen luftfrei zu machen, um damit jegliche Behinderung der Licht- und ?therbewegung fortzur?umen. Da hier nur das aus dem ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" ?abgeleitete" ?Lichtausbreitungsgesetz" behandelt wird, darf man sich nicht zu dem Glauben verleiten lassen, es beziehe seine absurde Absonderlichkeit aus einem Verh?ltnis zum Vakuum, und jeder Einwand dagegen werde mit einer Auffassung gef?hrt, welche diese Beziehung ?bersieht. Das Beispiel Einsteins mit dem vorausfahrenden Eisenbahnwagen, zu dem das Licht nicht die Geschwindigkeit c - v haben d?rfe, zeigt zudem, da? Einstein auch bedenkenlos sein ?Lichtausbreitungsgesetz" auf Verh?ltnisse anwendet, ja sogar daraus ableitet, wo von der Existenz eines Vakuums keine Rede sein kann.

Die Exaktheit verlangt weiter den Hinweis, da? ein Eisenbahnzug bei einer Fahrgeschwindigkeit von 144 Kilometern je Stunde, w?hrend der Zehntausendstelsekunde, welche ein Lichtstrahl f?r eine Wegstrecke von 30 Kilometern ben?tigt, nur um 4 mm weiterf?hrt. Bei einer Entfernung von 60 Kilometern zwischen den Orten A und B, an denen nach dem Beispiele Einsteins die beiden Blitze stattgefunden haben, ergibt sich daraus f?r die von A und B ausgehenden Lichtstrahlen also eine Wegstreckendifferenz von nur 2 x 4 mm, wozu das Licht nur ca. 0,27 Billionstelsekunden ben?tigt.

Kein Beobachter w?rde also praktisch in der Lage sein, einen Unterschied des Beobachtungszeitpunktes zu erkennen. Man mu? jedoch hier die Behauptung zur?ckweisen, diese geringe Differenz erkl?re, warum man die ?Ver?nderungen von Zeit und Raum" gar nicht bemerke, und warum man das ?Verwandlungsgesetz" nicht schon fr?her entdeckt habe. Erstens ist die ganze ?Exaktheit" schon dadurch hinf?llig, da? sie mit dem alten ? als falsch erkl?rten ? Lichtausbreitungsgesetz gef?hrt wird; zum anderen kommt es nicht auf die Gr??enordnung der Differenz, sondern auf die Existenz einer solchen an. Die Existenz oder Nichtexistenz einer Differenz entscheidet dar?ber, ob das Lichtausbreitungsgesetz = c ? v oder = c ?lautet", ob es ein ?Verwandlungsgesetz" gibt oder ob Raum und Zeit unver?nderlich sind: sofern man die in dieser Angelegenheit entscheidende Rolle der Unterschiebung falscher Ereigniszeitpunkte ?bergeht. Die Exaktheit in diesem Sinne ist entscheidend; um sie geht die ganze Auseinandersetzung und um die Frage, ob man je nach Bedarf das neue oder das alte Lichtausbreitungsgesetz zur Anwendung bringen darf.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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13. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer den Abschnitt ?K. Beobachtungskorrekturen? von den Seiten 51 bis 56:


Zitat:



K. Beobachtungskorrekturen

1. Es ist gezeigt worden, da? jede Ma?zahl eine menschliche Beurteilung ist, und da? sie deshalb nichts bedeutet ohne Kenntnis des ihr zugrunde gelegten Beurteilungs- oder Bezugssystemes. Demnach geh?rt auch zur Ma?zahl c f?r die Lichtgeschwindigkeit die Bekanntgabe des ihr zukommenden Bezugssystemes. Die Relativit?tstheorie nennt f?r ihr ?Lichtausbreitungsgesetz" hierzu keines, denn sie will glauben machen, das Relativit?tsprinzip verlange die Gleichheit der Ma?zahl c f?r alle Bezugssysteme gleichzeitig; es fordere die universale Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Die Versuche von Michelson besitzen jedoch nur ein ?Bezugssystem", n?mlich die Interferenzapparatur, welche einen Einflu? der Relativgeschwindigkeit der Erde zu kosmischen Lichtstrahlen nicht erkennen lie?, was man schlie?lich noch dahingehend deuten k?nnte, da? die Geschwindigkeit des Lichtes zwar relativ zu den Empfangssystemen, niemals aber, da? sie relativ zu allen Bezugssystemen jederzeit gleich c sei.

Der Lichtempfang ist n?mlich kein Beurteilungsvorgang der menschlichen Erkenntnis, sondern ein Naturvorgang, und die Empfangsgeschwindigkeit ?elektromagnetischer Wellen" geh?rt nicht zu einem Beurteilungs- oder Bezugssystem, sondern zu einem physikalischen Wirksystem ?Empf?nger". Bezugssysteme nehmen keinen Einflu? auf den Ablauf des Naturgeschehens, Wirksysteme tun dies, wie es allgemein vom ?Schwerefeld" und den ?elektromagnetischen Feldern" bekannt ist. Eine Invarianz der Lichtgeschwindigkeit relativ zum Empfangssystem w?rde zeigen, da? diese Geschwindigkeit allein unter der Wirkung dieses Systems steht, da? also Michelson keine Ausbreitungsgeschwindigkeit, sondern nur die Empfangsgeschwindigkeit untersucht hat. In diesem Falle h?tte also nicht nur das Sendesystem, sondern auch das Empfangssystem einen Einflu? auf die Licht?bertragung, was jedoch hier nicht n?her er?rtert werden soll.

Haben wir nun f?r dasselbe Ereignis mehrere Beobachter, so hat jeder dazu sein eigenes ?Empfangsfeld", relativ zu welchem die ?Invarianz der Licht-Empfangsgeschwindigkeit" gilt: Es ist nicht derselbe Lichtstrahl, der von diesen Empfangssystemen aufgenommen wird, sondern es sind f?r jeden Beobachter besondere und unabh?ngige Empfangsvorg?nge.

Diese ?reduzierte" Ausdeutung der Experimente von Michelson wird durch die Registrierung einer Geschwindigkeit der Erde relativ zu kosmischen Lichtstrahlen anhand der Verschiebung der Spektrallinien ? also durch den ?Dopplereffekt" ? bestritten und kann auch aus dem Ergebnis der Versuche Michelsons, wie noch im einzelnen gezeigt wird, kaum eine Rechtfertigung beziehen. Dennoch ist sie der nachfolgenden Entwicklung von Beobachtungskorrekturen zugrunde gelegt. Dadurch soll zun?chst eine Gegen?berstellung mit den Transformationen von Einstein erreicht werden. Es wird dabei auf alle Spekulationen hinsichtlich einer neuen Deutung ?ber das Wesen der Licht?bertragung verzichtet, welche der Verfasser in einer fr?heren bescheidenen Ver?ffentlichung unter dem Titel ?Die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" zur Diskussion gestellt hatte. Hier sollen nur die Probleme der Relativit?tstheorie er?rtert werden, und alle Konkurrenz-Theorien sollen zwecks Konzentration der Diskussion beiseite bleiben.

2. Die mathematische Entwicklung der Einstein'schen Transformationen ist so kompliziert und so ?subtil", da? sie dem Leser erspart werden soll; wer sich daf?r interessiert, kann sich von Einstein selbst belehren lassen. Das Ziel dieser Bem?hungen ist gekl?rt: die Transformationen sollen die Raum- und Zeitgr??en verwandeln entsprechend der Bedingung, da? die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen dasselbe Ma? besitzt.

Wie bereits gezeigt, beruhen diese Berechnungen Einsteins auf der Vertauschung der Eigenschaften der Beobachtung mit den Eigenschaften des beobachteten Naturvorganges. Nicht die Ereignisse sind f?r verschiedene Beobachter ungleichzeitig, sondern sie erscheinen ihnen nur so. Es sind nicht die Strecken und die Dauer der Vorg?nge ver?ndert, sondern nur deren Beobachtung durch den Einflu? der endlichen Lichtgeschwindigkeit und ihrer Invarianz relativ zum Beobachter. Folglich sind die Transformationen nicht als ?Verwandlungsgesetz f?r Raum-Zeitgr??en", sondern vielmehr als Relationen zwischen Wirklichkeit und Beobachtung zu nehmen; nach Ma?gabe dieser Transformationen mu? die Beobachtung gegen?ber der Wirklichkeit verschoben sein. Diese ?nderung der Vorstellung bedeutet dieselbe Vereinfachung der Problematik, wie sie f?r die Deutung des Planetensystems durch die ?Kopernikanische Wendung" zustande gebracht wurde; dasselbe gilt f?r die Bezugnahme der Lichtgeschwindigkeit auf das Empfangssystem des Beobachters. Beides zusammen erlaubt eine sehr einfache und anschauliche Entwicklung von ?Beobachtungskorrekturen", wobei man die Erfahrung machen wird, da? diese weitgehend den Transformationen von Einstein und Lorentz entsprechen, aber umgekehrt anzuwenden sind, weil nach deren Ma?gabe nicht die Wirklichkeit, sondern die Beobachtung ver?ndert ist.

(Zitatende)



Vorstehendes Zitat enth?lt vom Abschnitt ?K. Beobachtungskorrekturen? nur die Unterabschnitte 1. und 2. Die restlichen Unterabschnitte 3. bis 6. von den Seiten 53 bis 56, die Formeln und Grafiken enthalten, finden Sie unter folgender URL:

http://www.ekkehard-friebe.de/Beurteilung-53-56-gescannt.pdf


Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

05.03.2008 09:49 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

14. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer den Abschnitt ?L. Das Vertauschungsprinzip Einsteins? von den Seiten 56 bis 61,
zun?chst jedoch nur die Unterabschnitte 1. bis 4.:


Zitat:


L. Das Vertauschungsprinzip Einsteins

1. Das Vertauschungstheorem des klassischen Relativit?tsprinzipes ist eine formale Vereinfachung, in allen F?llen brauchbar f?r Beurteilungen, bei denen die Frage nach dem tats?chlich bewegten K?rper oder Bezugssystem vernachl?ssigt wird. Dies ist eingehend gezeigt worden an dem Beispiel der Relativ-Winkelgeschwindigkeit von Erde und Fixsternen. F?r die Frage nach der Relativgeschwindigkeit ist es gleichg?ltig, ob man die Ortsver?nderlichkeit dem einen oder dem anderen der relativ zueinander bewegten K?rper oder Bezugssysteme zuschreibt; aber diese Gleichwertigkeit besteht nicht mehr, sobald naturgesetzlich-qualitative Kriterien eingef?hrt werden. Letztere entscheiden in dem Beispiele von der Relativver?nderung Erde ? Fixsterne eindeutig, da? die Ver?nderlichkeit der Erde zuf?llt, sich also diese dreht und nicht etwa umgekehrt der Fixsternhimmel.

Daraus ist deutlich ersichtlich, da? die G?ltigkeit des Vertauschungstheoremes beschr?nkt ist auf Vereinfachungen bei der formal-mathematischen Beurteilung von Ortsver?nderungen, da? es aber nicht gerechtfertigt ist f?r die Behandlung qualitativ-naturgesetzlicher Beziehungen, weil dadurch die Verh?ltnisse auf den Kopf gestellt w?rden. Nicht das Tr?gheitsgesetz ist im geozentrischen Bezugssystem ung?ltig, sondern die Annahme einer realen Rotation der Fixsterne um die Erde herum ist falsch, weil solche Anwendung des Vertauschungstheoremes nur formale Auskunft geben, aber ?ber die Naturgesetze Aussagen nicht machen kann. F?r naturgesetzliche Ableitungen ist die Anwendung des Vertauschungstheoremes nicht zul?ssig.

2. Es ist zweifellos eine legitime Anwendung des formalen Vertauschungstheoremes, wenn man einen Lichtstrahl als ruhend und die Bezugssysteme als gegen den Lichtstrahl bewegt annimmt. Die Ma?zahl der Relativgeschwindigkeit zwischen Lichtstrahl und Bezugssystem ?ndert sich dadurch nicht. Die Gesetzlichkeit der formal-mathematischen Beurteilung ergibt f?r zwei verschieden schnell relativ zu dem Lichtstrahl bewegte Bezugssysteme zwei verschiedene Relativgeschwindigkeiten, die sich nach Ma?gabe der Differenz d der Bezugsk?rpergeschwindigkeiten voneinander unterscheiden, gleichg?ltig ob der Bezugsk?rper ein fahrender Eisenbahnzug, ein ruhender Bahndamm oder ein zweiter Lichtstrahl ist. F?r solche formale Beurteilung sind die Geschwindigkeiten c ? d der Bezugssysteme gegen den Lichtstrahl nicht mehr ?die Lichtgeschwindigkeit", sondern nur eine formale Beurteilungsma?zahl als Relativgeschwindigkeit zwischen Bezugsk?rper und Lichtstrahl. Diese formale Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit relativ zu Beurteilungs- oder Bezugssystemen unterscheidet sich deutlich von der naturgesetzlichen Lichtgeschwindigkeit c relativ zu dem Wirksystem Sender.

Damit tritt die ganze Unhaltbarkeit der Theorie Einsteins von der Unabh?ngigkeit der Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme zutage als eine wirre Vermengung von Naturgesetzlichkeit und der Gesetzlichkeit formaler Beurteilung. Nach dem Einstein'schen ?Lichtausbreitungsgesetz" ist die Relativgeschwindigkeit der beiden Bezugssysteme gegen den Lichtstrahl = c; es gibt also keine Differenz d f?r die Relativgeschwindigkeit der beiden Bezugssysteme gegen den Lichtstrahl. Die Geschwindigkeit der beiden Bezugssysteme gegen den Lichtstrahl ist also dieselbe, die Bezugssysteme haben dann ebenfalls keine Geschwindigkeitsdifferenz d, d.h.: ungleich schnell bewegte Bezugssysteme sind nicht ungleich schnell bewegt, wenn sich in ihnen derselbe Lichtstrahl bewegt; der fahrende Eisenbahnzug und der Bahndamm haben dieselbe Geschwindigkeit.

3. Nun m?gen die Anh?nger der Relativit?tstheorie den Einwand erheben, dass die Anwendung des Vertauschungstheoremes zur Ableitung der Geschwindigkeiten von Bezugssystemen und Bezugsk?rpern relativ gegen Lichtstrahlen genau so unzul?ssig sei, wie die unter Mitwirkung des ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" vorgenommene Ableitung einer Unabh?ngigkeit der Entfernungen und der Ablaufgeschwindigkeit der Zeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme und Bezugsk?rper. Nach der Relativit?tstheorie gehen von den Bezugsk?rpern und Bezugssystemen naturgesetzliche Wirkungen aus. Es bedeute also einen gewichtigen Unterschied, ob sich der starre K?rper und der Lichtstrahl, oder ob sich die Bezugssysteme bewegen. Solche unterschiedliche Behandlung der Objekte und Naturvorg?nge je nach Beweiszweck entspricht durchaus der Handhabung durch Einstein: Obwohl in seinen Beispielen die Lichtstrahlen und die starren K?rper relativ zu den Bezugssystemen genau dieselbe Rolle spielen, streitet er f?r die Ma?beurteilung von Lichtstrahlen eine Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper ab, behauptet aber solche Abh?ngigkeit und die reale Ver?nderlichkeit f?r die starren K?rper, f?r die Entfernungen der Orte und f?r die Dauer der Ereignisse.

Wir beugen uns jedoch nicht einer ?wissenschaftlichen Arbeitsweise", welche die Anwendung der Prinzipien abh?ngig macht vom Beweiszwecke. Bei Anerkennung des Einwandes gegen die legale Anwendung des Vertauschungstheoremes w?rde ? nach der bereits betrachteten Leugnung einer G?ltigkeit des Additionstheorems der Geschwindigkeiten ? vom klassischen Relativit?tsprinzip nicht mehr ?brig bleiben als allein die Sage von seiner Allgemeing?ltigkeit und Bew?hrung, welch letztere nach dem ?Vertauschungsprinzip" Einsteins fein s?uberlich auf das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" ?bertragen werden, um damit Grunds?tze zu ?rechtfertigen", die dem Inhalte des klassischen Relativit?tsprinzips diametral widersprechen. Solche Anwendung des ?Vertauschungsprinzipes" wird von den Anh?ngern Einsteins nicht beanstandet: solange nur nicht die inneren Widerspr?che der Relativit?tstheorie zutagetreten.

4. Wir sind auch nicht damit einverstanden, da? irgend einem durch den Menschen beurteilten Objekt oder Vorgang eine reale Ver?nderung nach Ma?gabe dieses Beurteilungsaktes zugeschrieben wird; ganz einfach deshalb nicht, weil die menschliche Beurteilung keine Naturgewalt ist, welche imstande w?re, irgendwelche reale Ver?nderungen in der Natur zu erzwingen. Es kann also gar nicht sein, da? sich die reale L?nge eines starren oder nichtstarren K?rpers, die Lage von Orten in der Wirklichkeit, die Ablaufgeschwindigkeit der Zeit und die Dauer von Vorg?ngen ver?ndern durch die Inbeziehungsetzung mit irgend einem Beurteilungssystem des Menschen, denn diese Inbeziehungsetzung ist kein naturgesetzlicher Ablauf, sondern nur ein formaler Beurteilungsvorgang. Nur die Anwendung eines unzul?ssigen ?Vertauschungsprinzipes" kann die Ver?nderlichkeit der Beurteilungsma?zahl auf eine Ver?nderlichkeit der Natur abw?lzen, also die Ver?nderung nicht mehr innerhalb des Machtbereiches der menschlichen Urteilskraft bew?ltigen, sondern die erforderliche Anpassung von der Natur erwarten.

Da die Natur aber solche Gef?lligkeit nicht besitzt, solche Anpassung also nicht leisten kann, so ergibt sich aus solcher Vertauschung der Verh?ltnisse eine Abweichung zwischen Natur und Beurteilung; aber nicht die Natur ist falsch, sondern die menschliche Beurteilung ist nach Ma?gabe der sich einstellenden Differenz von dem Tatbestand in der Natur abgeirrt. Wohl besteht nach dem Prinzip der Vertauschung die formale M?glichkeit, da? die Abweichung bei der Natur sein k?nnte ? wie es die Relativit?tstheorie behauptet ? aber der Hinweis auf die Feststellung, da? die Anwendung des Vertauschungstheoremes auf naturgesetzliche Beziehungen unzul?ssig sei, d?rfte hier ? falls noch n?tig ? den Tatbestand eindeutig kl?ren. Mit der Lehre ?ber die reale Ver?nderlichkeit von Naturvorg?ngen und Naturobjekten in Abh?ngigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme stellt Einstein nicht nur die realen Verh?ltnisse auf den Kopf, sondern er vertauscht damit sogar die von ihm selbst postulierte Lehre, da? die Naturgesetze und die Ma?zahlen der Beurteilung f?r alle Bezugssysteme genau gleich lauten m?ssen, mit deren Gegenteil.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

08.03.2008 12:13 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

15. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich vom Abschnitt ?L. Das Vertauschungsprinzip Einsteins? die Unterabschnitte 5. und 6.:


Zitat:


L. Das Vertauschungsprinzip Einsteins
[???????????..]

5. Solche Abw?lzung der Ver?nderlichkeit der Ma?zahl bei der Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit auf eine Ver?nderlichkeit von Naturvorg?ngen und Naturobjekten haben wir bereits festgestellt bei der von der Relativit?tstheorie proklamierten realen Ver?nderung der Vergleichseinheiten der Dauer und der Entfernungen, wobei bereits der Akt der Ma?f?lschung aufgefallen sein sollte. Trotz der widerspr?chlichen Behandlung der Naturobjekte und Naturvorg?nge mag diese Vertauschung der Ver?nderlichkeit noch solange als zul?ssig erscheinen, als wir uns in einem Gesichtskreise bewegen, dem die Vergleichseinheiten noch selbst als Objekte der Natur erscheinen. In diesem Falle w?rde die Ver?nderlichkeit der Beurteilung des einen Naturvorganges zwar ? in Verkenntnis ihres formalen Charakters ? zu Unrecht auf eine reale Ver?nderlichkeit aller anderen Naturvorg?nge abgew?lzt, aber doch innerhalb des Bereiches der Natur gesucht werden.

In Wahrheit geh?ren aber die Vergleichseinheiten der Dauer und der Entfernungen nicht zur Natur, sondern sie sind Postulate der Urteilskraft, von der letzteren a priori ausgestattet mit der Bedingung der Unver?nderlichkeit und Gleichwertigkeit f?r alle Vorg?nge und alle Objekte der Natur, unabh?ngig von den Bezugssystemen und deren Bewegungszustand. Eine Vertauschung der Ver?nderlichkeit der Naturbeurteilung gegen eine Ver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten ist also ein Raubzug gegen die menschliche Urteilskraft, der ihr das a-priori-Recht zur Postulierung der Bedingungen der Vergleichseinheit entwindet und von ihr die Anerkennung einer Abh?ngigkeit der Vergleichseinheiten vom Bewegungszustande von Bezugsk?rpern und Beurteilungssystemen verlangt, zugunsten des ?Lichtausbreitungsgesetzes". Wenn die Vergleichseinheiten in der Form von Vergleichsnormalen an die Objekte und Vorg?nge in der Natur angelegt werden, dann erhebt sich tats?chlich die Frage, zu wessen Lasten die sich zeigenden Ver?nderungen gehen. Einstein schreibt die Abweichungen einer Ver?nderlichkeit der Ma?st?be zu, so wie der Handwerkerlehrling, der das vom Meister vorgelegte Musterst?ck k?rzt, um dadurch die Mangelhaftigkeit seiner Arbeit zu tarnen. Ist es etwa die Aufgabe einer Messung, die Ver?nderlichkeit der Vergleichseinheit anhand der Naturobjekte und Naturabl?ufe nachzuweisen, oder die Ver?nderlichkeit der letzteren mit Hilfe der unver?nderlichen Vergleichseinheiten aufzuzeigen? Solche Anwendung eines ?Vertauschungsprinzips" weisen wir mit aller Entschiedenheit zur?ck, auch wenn sie von den Anh?ngern Einsteins als besonders bewunderungsw?rdig bewertet wird, und auch auf die Gefahr, beschuldigt zu werden, sie nur zur?ckgewiesen, aber nicht widerlegt zu haben.

M?ge ein Lichtausbreitungsgesetz lauten wie es wolle, so kann es ? als bezogen auf einen speziellen Naturablauf ? niemals die Dominante aller Naturerkl?rung sein, und es kann nicht als Ma?stab aller Dinge, als Erkl?rungsprinzip aller Naturvorg?nge in den Vordergrund geschoben werden, um damit die ?fundamentalen Ergebnisse der Erfahrung", die allgemein anerkannten Prinzipien der Beurteilung und die Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten zu Fall zu bringen. Die Vergleichseinheit der menschlichen Beurteilung ist als Postulat der menschlichen Urteilskraft wesensverschieden von jedem Naturablauf und jedem Naturobjekt, und es liegt zumindest kein Grund vor, warum sie gerade durch ein absonderliches ?Lichtausbreitungsgesetz" sollte ersetzt werden, und nicht wenigstens durch einen anderen Naturablauf, der sich nicht vom Allgemeinverhalten absondert. Warum soll eine Absonderlichkeit Postulat sein aller Beurteilung der Natur? Dies ist nicht nur eine im h?chsten Grade unzweckm??ige, sondern eine wahrhaft durch nichts gerechtfertigte Vertauschung der allgemeing?ltigen Bedingungen der menschlichen Urteilskraft gegen die speziellen Eigenheiten eines einzelnen Naturvorganges; solche Vertauschung stellt die realen Verh?ltnisse von Urteilskraft und dem zu Beurteilenden auf den Kopf.

Nicht ein Naturablauf ?Lichtausbreitung" kann anstelle der Urteilskraft die Bedingungen der Beurteilung und der Vergleichseinheiten vorschreiben. Wenn schon bei einem Beurteilungsvorgang die Vergleichseinheit der Urteilskraft und der Naturvorgang einander gegen?bergestellt werden m?ssen, dann kann nur ein Irrer die Ver?nderungen bei dem Naturablauf mit einer Ver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten erkl?ren, also die Ver?nderungen des Naturablaufes mit Ver?nderungen der Vergleichseinheiten vertauschen. Einstein fordert von uns, die Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten ?fallen" zu lassen und an deren Stelle das Objekt der Beurteilung als Ma?stab der Beurteilung dagegen einzutauschen. Noch immer aber geht es um die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit durch die Urteilskraft und nicht umgekehrt um die Beurteilung der letzteren durch die Lichtgeschwindigkeit. Nicht solche Vertauschung der Aufgabenstellung, nicht die Erkl?rung der Prinzipien der Urteilskraft ist die Aufgabe der Physik, sondern die Erkl?rung des Naturvorganges anhand der formalen Prinzipien der Urteilskraft, um dadurch den Naturvorgang f?r das Verst?ndnis des Menschengeistes aufzuhellen. F?r die Demonstration der Unerkl?rbarkeit durch die Urteilskraft, f?r die Abkl?rung ihrer erkenntnistheoretischen Zusammenh?nge ist die Physik nicht beauftragt; durch solche Vertauschung ihrer Aufgabenstellung verliert sie lediglich ihre Daseinsberechtigung.

Niemand kann verlangen, da? sich einem speziellen Naturablauf alle Naturerkl?rung unterordnet; Einstein selbst nimmt sein auf das ?Lichtausbreitungsgesetz" zugestutztes ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" noch nicht einmal ernst f?r sein Lehrbeispiel mit dem Raben, ja noch nicht einmal sein ?Lichtausbreitungsgesetz" und das dazu erforderliche Verschwindenlassen des Additionstheorems der Geschwindigkeiten bei seiner Ableitung einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit". Seine Prinzipien vertauscht er nach Bedarf.

6. Bei Einstein wird alles vertauscht: Der Zeitpunkt eines Ereignisses gegen die Zeitpunkte seiner Beobachtung, die Brauchbarkeit von Bezugssystemen gegen die G?ltigkeit von Naturgesetzen, die Unabh?ngigkeit der Naturgesetze und Naturvorg?nge vom Bewegungszustande der Beurteilungssysteme gegen die Ma?gleichheit ihrer menschlichen Beurteilung, die Eigenschaften der Bezugssysteme gegen die Eigenschaften der Natur, die Ver?nderlichkeit eines Naturvorganges gegen die Ver?nderlichkeit aller anderen Naturvorg?nge oder gegen die Ver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten der Urteilskraft, das Postulat der Urteilskraft von der Unver?nderlichkeit der Vergleichseinheiten gegen die Bedingungen eines ?Lichtausbreitungsgesetzes", ja sogar letzteres gegen ein Lichtausbreitungsgesetz anhand des Additionstheorems der Geschwindigkeiten, die Grunds?tze der menschlichen Erkenntnisf?higkeit gegen den Charakter von Naturvorg?ngen, das Relativit?tsprinzip der klassischen Physik gegen ein diametral widersprechendes ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)", die Ver?nderlichkeit bewegter Ma?st?be gegen Gravitationsgesetze, die Rotation gegen die Gravitation ? nur bei der legalen Anwendung des Vertauschungstheoremes zur lediglich formalen Beurteilung der Relativgeschwindigkeit von Bezugssystemen gegen Lichtstrahlen, der Relativver?nderung der Orte und starrer St?be in Beurteilungssystemen mu? man mit dem Einspruche der Anh?nger Einsteins rechnen, weil dessen Theorie solcher legalen Anwendung des Vertauschungstheoremes nicht gewachsen ist. Gerade solche legale Anwendung wird durch das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" ? mit seiner Forderung nach ma?gleicher Beurteilung aller Naturvorg?nge relativ zu allen Bezugssystemen und unabh?ngig von deren Bewegungszustand ? genau so geleugnet wie das Additionstheorem der Geschwindigkeiten.

Eine wahrhaft wendige Anwendung des Vertauschungsprinzipes durch Einstein ist die Aufteilung der Naturvorg?nge und Naturobjekte in solche, die nach dem ?f?r alle Natur Vorg?nge g?ltigen" ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" die gleiche Ma?beurteilung fordern, unabh?ngig vom Bewegungszustande der Bezugsk?rper, und solche, die abh?ngig vom Bewegungszustande ihre Ma?e ver?ndern. Es ist dabei durchaus nicht an die ?nderung der Koordinaten gedacht, sondern an deren Differenzen als der realen Entfernungen von Orten und als der realen Dauer der Vorg?nge, gem?? also der Lehre von der Relativit?t der Dauer und der Entfernungen. Das f?r alle Naturgesetze g?ltige ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" gilt n?mlich nur f?r das ?Lichtausbreitungsgesetz", alle anderen Naturvorg?nge sind Ausnahmen von dieser Allgemeing?ltigkeit. Zur Sicherung einer Unabh?ngigkeit der Ma?beurteilung f?r die Lichtgeschwindigkeit vom Bewegungszustande der Bezugssysteme m?ssen alle anderen Naturvorg?nge von dem Bewegungszustande als abh?ngig erkl?rt werden. Letzteres betrifft besonders die Vergleichseinheiten der Urteilskraft und deren Aneinanderreihung zu Entfernungen von Orten und der Dauer von Vorg?ngen, bzw. zu universalen Bezugssystemen der Orte und der Ereignisse, also zu ?Raum" und ?Zeit".

?Wie jedes andere Naturgesetz" lautet also nur das ?Lichtausbreitungsgesetz" f?r alle Bezugssysteme, unabh?ngig von deren Bewegungszustande, ?genau gleich", alle anderen Naturvorg?nge und die ihnen zugrunde liegenden Naturgesetze sind Ausnahmen. Die Anwendung des ?allgemeing?ltigen" ?Relativit?tsprinzipes (im engeren Sinne)" auf andere Vorg?nge als auf das ?Lichtausbreitungsgesetz" und die gleichlautenden Gesetze f?r ?elektromagnetische Wellen", ist nicht erlaubt, weil diese zur Sicherung des ?Lichtausbreitungsgesetzes" abh?ngig verlaufen m?ssen vom Bewegungszustande der Bezugssysteme. Solche Anwendung w?rde die Glaubw?rdigkeit der Relativit?tstheorie untergraben; f?r sie verlangt Einstein die Hinnahme der Absonderlichkeit als Allgemeing?ltigkeit und der letzteren als Ausnahme.

Die hier ge?bte Anwendung des Vertauschungsprinzipes f?r den Zweck, die formalen Gesetzlichkeiten der menschlichen Urteilskraft fallen zu lassen und daf?r die zu beurteilenden Naturvorg?nge als Postulat der Beurteilung anzuerkennen, beschneidet die Urteilskraft ihrer F?higkeiten und macht sie unfruchtbar zur Beurteilung der Zusammenh?nge der Natur und des Kosmos. Damit sollte Klarheit geschaffen sein ?ber die unabsehbaren Folgen solcher Anwendung des ?Vertauschungsprinzipes" von Einstein. Die Vergleichseinheiten und die Prinzipien der Urteilskraft mu? man als ver?nderlich anerkennen, um die Relativit?tstheorie zu ?begreifen", um w?rdig befunden zu werden zur Aufnahme in eine Gemeinschaft ?moderner Genialit?t".

(Zitatende)





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16. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich den vollst?ndigen Abschnitt ?M. Die Abh?ngigkeit von Sprache und Logik? von Ernst Kammerer:


Zitat:



M. Die Abh?ngigkeit von Sprache und Logik

1. Das ?Epochemachende" der Mathematik Einsteins ist dies, da? sie das Ergebnis der Rechnung ? die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes ? invariant h?lt zu allen Bezugssystemen durch die Ver?nderung der Einheitsgr??en, durch abgepa?te Ma?st?be und Uhren. Das Axiom der ?Euklid?schen? Mathematik, da? sich die Einheitsgro?e w?hrend eines Rechnungsvorganges nicht ver?ndern und da? nur Gleiches gegen Gleiches vertauscht werden d?rfe, ist f?r Einstein eine durch nichts begr?ndete und daher ?unberechtigte" willk?rliche Annahme, die er beiseiteschiebt, wo sie der Zielsetzung seiner Beweisf?hrung im Wege ist; Beispiele hierf?r sind gen?gend vorgelegt worden.

Demgegen?ber hat der Verfasser in einer anderen Arbeit nachgewiesen, wie dieses Axiom mit noch anderen bedingungslos und a priori abstammt aus dem ersten Grunde allen Seins und damit zugleich aus dem unbedingten letzten Grunde aller menschlichen Erkenntnis. Durch solche ?Erkenntnisfunktionen" werde unser Denken ausgerichtet auf diesen ersten Grund der Wahrheit; sie seien demnach ?Richtlinien der Wahrheit", deren Mi?achtung schon nach Kant zu nichts anderem als zu Irrtum f?hren kann. Die Wahrheit liegt nicht in Gegenst?nden der Wirklichkeit, wie es Einstein definiert, sondern in der Ausrichtung unserer Erkenntnis auf den letzten und einzigen Grund aller Zusammenh?nge. Mithin ist jetzt sowohl grunds?tzlich als auch am Exempel der Relativit?tstheorie eindeutig gezeigt, wohin die Mi?achtung der Axiome f?hren mu?: in Irrtum und Wahn.

2. Noch d?rften die Verteidiger der Relativit?tstheorie mit dieser Kennzeichnung nicht zufrieden sein, denn sie besch?ftigt sich einseitig nur mit der Rechtfertigung der Logik, geht aber auff?llig an den ?so zahlreich vorliegenden experimentellen Best?tigungen zugunsten der Relativit?tstheorie" vorbei.

Angesichts dieser Vielzahl von Best?tigungen sollte man eigentlich die Unzul?ssigkeit der hier vorgetragenen Einw?nde einsehen und sie mit dem Ausdruck des Bedauerns zur?cknehmen. Die logischen Mi?griffe Einsteins scheinen samt und sonders gerechtfertigt durch diese experimentellen Best?tigungen. Dagegen m??te reum?tig eingestanden werden, da? die Rechtfertigung der Logik selbst in Frage gestellt sei: die Logik ist durch die Experimente widerlegt.

Dieser Tatbestand mit der Logik wird deutlich unterstrichen durch Ausf?hrungen von Herrn Prof. Dr. W. Heiseriberg, der bei einem Festvortrag des Goethe-Institutes laut Stuttgarter Zeitung vom 24. 3. 1960 zu dem Thema:

Zitat:


... ?Sprache und Wirklichkeit" sprach und einen ?berblick der Sprachprobleme der modernen Naturwissenschaften gab. Seit der Entwicklung der Relativit?ts- und Quantentheorie ist die Sprache auch f?r die Naturwissenschaftler zu einem Problem geworden. Mit neuen Erkenntnissen sei man in Bereiche vorgedrungen, in denen unsere Sprachwerkzeuge nicht mehr richtig angreifen. Ebenso wie einst mit dem Kopernikanischen Weltsystem pl?tzlich gewisse Begriffe nicht mehr galten, zumindest neu definiert werden mu?ten, so sei man jetzt zu Erfahrungsgebieten gelangt, die von unserer gew?hnlichen sinnlichen Erfahrung so weit entfernt sind, da? die Sprache nicht mehr ausreiche. Die Naturwissenschaften konnten bisher den Weg gehen, die Sprache immer sch?rfer zu pr?zisieren, sie so zu verwenden, wie die Logik es tut, und alle Assoziationen und Nebenbedeutungen beiseite zu lassen. Dies mu?te sie tun, weil es ihr Bestreben ist, die unendliche F?lle der Erscheinungen auf einfache Zusammenh?nge zur?ckzuf?hren und durch Naturgesetze zu erkl?ren. So wurde die Sprache in den exakten Naturwissenschaften zu mathematischen Symbolen versch?rft. Nur so war es ihr m?glich, aus dem Einfachen, Eindeutigen eine ungeheure F?lle von Konsequenzen herzuleiten.

Bis zur Relativit?tstheorie hatte man geglaubt, da? die Mathematik ein sehr zweckm??iger Ersatz f?r das sei, was sich auch in der Sprache sagen lie?e. Nun aber stimmen mit der Sprache auch die Denkkategorien von Raum und Zeit nicht mehr; die neuen Tatbest?nde lassen sich auf herk?mmliche Weise nicht mehr fa?lich ausdr?cken.

Heisenberg zeichnete die L?sungen nach, die die Naturwissenschaftler auf die Anforderungen der neuen Erkenntnisse gefunden haben. W?hrend es in der Relativit?tstheorie noch m?glich ist, die Sprache der Mathematik anzugleichen, indem man sich damit abfand, da? etwa der Begriff der Zeit kein objektiver Begriff mehr ist, kann man von der Welt der Atome, wie sie sich uns seit der Quantentheorie darstellt, in der allgemeinen Sprache ?berhaupt nicht mehr sprechen. Das Elektron beispielsweise erscheine einmal als Teilchen, einmal als Welle. Trotz diesem Dualismus sei es gelungen, Naturgesetze mathematisch zu formulieren und sie auch f?r das Atom exakt vorauszuberechnen. ?Wir haben die Welt der Atome zum erheblichen Teil verstanden", sagte Professor Heisenberg, ?wir k?nnen nur nicht dar?ber reden."

Um dennoch ?ber das Atom sprechen zu k?nnen, haben die Physiker eine Sprache entwickelt, die sich nicht der Mathematik ann?hert, sondern in Bildern und Assoziationen spricht. Die Sprache des modernen Physikers ist also ? dies war wohl die erstaunlichste Erkenntnis aus dem Vortrag ? von der Art der Dichtersprache und ist wie diese bem?ht, Bilder und Gef?hle wachzurufen. W?rter wie ?Bahn" und ?Welle" sind nur noch Bilder. Obwohl sie mit Vorbehalten ausgesprochen werden, hat sich der Physiker an sie gew?hnt.

Wollte man f?r die neuen Erkenntnisse eine neue Sprache finden, so m??te man auch die Logik ver?ndern, denn f?r die Welt des Atoms gelten auch die Gesetze der aristotelischen Logik nicht mehr. W?hrend in der herk?mmlichen Logik beispielsweise das ?tertium non datur" gilt, trifft dies f?r das Elektron nicht mehr zu. Neben den Feststellungen ?Hier befindet sich ein Elektron" und ?Hier befindet sich kein Elektron" gibt es noch das ?tertium" ?Es ist m?glich, da? hier ein Elektron ist", wobei ?m?glich" durch Wahrscheinlichkeitswerte noch n?her definiert wird.

Bei Aussagen ?ber die Objekte kann man sich allerdings nur in der herk?mmlichen Weise ausdr?cken. Heisenberg verwies in diesem Zusammenhang auf Weizs?ckers Feststellung von den verschiedenen Schichten in der Sprache der Naturwissenschaftler. Den Objekten kommt eine andere Sprachschicht zu als den Aussagen ?ber die Objekte, von dieser wieder ist die Schicht der Aussagen ?ber die Aussagen unterschieden.

Die Naturwissenschaft hat sich in unserem Jahrhundert in ein Land begeben, in dem es keine sinnlichen Wahrnehmungen mehr gibt. Mit neuer Sprache ist neues Denken verbunden, das zweifellos philosophische Konsequenzen haben wird. Im neunzehnten Jahrhundert haben die Naturwissenschaften in einem engen Rahmen gelebt, Raum und Zeit waren die ?Mietskasernen" f?r die Welt. Dieser feste Rahmen lockert sich jetzt. Heisenberg, der schlie?lich die Frage stellte, in welcher Richtung sich das Denken ?ndern werde, sagte, da? eine Prognose m?glich sei. Die seit Demokrit g?ltige Meinung, da? die kleinsten Teile das eigentlich Reale seien, l?se sich mehr und mehr auf. Dabei wird die Mathematik zu einer Wissenschaft, die nicht mehr vom Realen, sondern vom M?glichen handelt.


Aus diesen ?richtungweisenden" Worten k?nnen wir also entnehmen, da? sich Sprache und Logik zu ver?ndern haben, damit die bisherigen ?Spitzenleistungen" dieses Denkens, voran die Relativit?tstheorie, ihre Richtigkeit behalten, und da? sich die Welterkl?rung an ihnen ausrichtet. Nach dem Vertauschungsprinzip mu? sich nicht die Relativit?tstheorie an die Gesetze der Logik, sondern umgekehrt die letzteren an die Relativit?tstheorie anpassen. Die Relativit?tstheorie hat sich nicht den Gesetzen des Denkens, sondern umgekehrt die letzteren der Relativit?tstheorie zu beugen; das Denken mu? sich ?ndern, damit Einstein recht hat. Diese Forderung an Denken und Logik und damit an die Grundlagen aller menschlichen Wissenschaft hat jedoch zu unabsehbare Folgen, als da? wir sie unbesehen hinnehmen d?rften. Sollten die gezeigten logischen Mi?griffe Einsteins wirklich durch Experimente best?tigt und damit die Logik als unzul?nglich, ja sogar als irref?hrend ausgewiesen sein? Nur solche Best?tigung durch Experimente vermag auch den Ausf?hrungen von Herrn Prof. Heisenberg eine Rechtfertigung zu verleihen.

3. Vorher jedoch noch ein kurzer Blick zur?ck auf die Ausf?hrungen als einem Beispiel, was dabei herauskommt, wenn Physiker die Probleme der Erkenntnistheorie aus physikalischen Experimenten bestimmen. Nur im Vorbeigehen sei darauf aufmerksam gemacht, wie die Schwierigkeiten der empirischen Feststellung eines Elektrons in dem Beispiele mit dem ?tertium" als Versagen der Logik gedeutet wird. An anderer Stelle hat sich der Verfasser bereits mit der These von der ?Ersch?tterung des Kausalgesetzes" auseinandergesetzt, die ganz primitiv abgeleitet wird aus der Unf?higkeit des Menschen zur Vorausberechnung des Verhaltens von Atomen, als ob der Mensch jemals an anderer Stelle imstande gewesen w?re die Zukunft anders als eine M?glichkeit, bestenfalls als Wahrscheinlichkeit vorauszuberechnen. Die Deutung, die dem Kausalgesetz dabei von den Physikern zugeschrieben wird, hat mit dem Inhalte des Kausalgesetzes nichts zu tun.

(Zitatende)





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17. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer den Abschnitt ?N. Best?tigung durch Experimente?, jedoch zun?chst nur die Unterabschnitte 1. bis 3.:


Zitat:


N. Best?tigung durch Experimente

1. Mit der Hypothese von dem ma?gleichen Verlauf der allgemeinen Gesetze f?r alle Bezugssysteme will Einstein das Relativit?tsprinzip abpassen auf die ?experimentell best?tigte" Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Dabei behauptet er aber, da? diese f?r das Wirksystem Empf?nger ?ermittelte" Invarianz genau so gelte f?r alle beliebigen Bezugs- und Beurteilungssysteme. Es ist deutlich, da? Einstein den Unterschied zwischen Bezugs- und Wirksystem nicht beachtet, was seine Lehre zu einer v?llig unzul?ssigen ?berdeutung der Versuchsergebnisse macht. Die Relativit?tstheorie deckt sich mit den Experimenten nur dort, wo die von ihr gew?hlten Bezugssysteme zugleich wirksame Empfangssysteme sind. Nur in Wirksystemen gilt die ?experimentelle Best?tigung" f?r eine invariante Lichtgeschwindigkeit, denn nur diese k?nnen physikalische Antwort geben. Die beliebigen Bezugssysteme reagieren nicht; sie k?nnen noch nicht einmal melden, da? f?r sie die Hypothese Einsteins nicht gilt, denn sie melden ?berhaupt nichts.

Anders ausgedr?ckt: die behauptete Best?tigung der Relativit?tstheorie durch die Erfahrung stammt daher, da? ihre Unterstellung einer gleichen Geschwindigkeit c f?r denselben Lichtstrahl relativ zu den Bezugssystemen K1 und K2 dasselbe Resultat bedeutet, wie es durch die Einf?hrung derselben Empfangsgeschwindigkeit c1 = c2 = c f?r zwei verschieden schnell bewegte Empfangssysteme W1 und W2 zustande kommt. Im letzteren Falle ist aber nicht derselbe Lichtstrahl, sondern es sind zwei von einander unabh?ngige Lichtwirkungen vorausgesetzt worden. Die experimentelle Nachpr?fung ist nur in Wirksystemen m?glich; ihr Ergebnis gilt nicht f?r die Bezugssysteme. Die Relativit?tstheorie tangiert somit das Ergebnis der Experimente in deren Ausdeutung durch die Theoretische Physik im allein nachpr?fbaren Bereich, sie ist durch diese Tangierung weder in ihrer Gesamtausdehnung noch in ihren Grundlagen best?tigt.

2. Mit den vorausgehenden Ausf?hrungen ist klargestellt, da? die Theoretische Physik f?r ihre Lehre von der Gleichheit der Lichtgeschwindigkeit relativ zu allen Bezugssystemen eine Rechtfertigung aus der Relativit?tstheorie nicht entnehmen kann: das klassische Relativit?tsprinzip bestreitet solche Behauptung und das ?Relativit?tsprinzip (im engeren Sinne)" besitzt keine Bew?hrung, ja noch nicht einmal die Spur einer G?ltigkeit. Aber selbst mit einer von der Relativit?tstheorie unabh?ngigen, direkten Entnahme dieser Lehre ? aus welchen Experimenten auch immer ? ger?t die Theoretische Physik in Verlegenheit mit dem Begriffe der Bezugssysteme, weil dieser niemals zu Natur und Naturgesetzen, sondern immer nur zu deren Beurteilung durch den Menschen geh?ren kann. Die Theoretische Physik mu? es sich also gefallen lassen, da? man ihr das Recht auf Anwendung dieses Begriffes zur Formulierung von Naturgesetzen streicht und ihr nur zugesteht, Naturgesetze auf Wirksysteme zu beziehen. Dies schlie?t das Recht nicht aus, Naturvorg?nge in allen erdenklichen Bezugssystemen darzustellen oder zu beurteilen, wobei aber f?r den Anteil der Beurteilung nur die formalen Gesetze des Menschengeistes, also nicht Naturgesetze zust?ndig sind.

F?r die Formulierung eines Naturgesetzes ?ber die Lichtausbreitung k?nnen demnach nicht beliebig ausgew?hlte Bezugssysteme, sondern nur Wirksysteme herangezogen werden, n?mlich das Sende- und das Empfangssystem. Aus der Feststellung, da? im Empfangssystem der Apparatur von Michelson Effektverschiebungen aus Relativbewegungen zu der Lichtquelle nicht aufgetreten sind, kann man also bestenfalls entnehmen, da? die Geschwindigkeit des Lichtes relativ zum Empfangssystem invariant sei. Auf solcher Deutung der Experimente wurde die Entwicklung von Beobachtungskorrekturen gezeigt und die der Transformation von Einstein gegen?bergestellt. Hier kann aber der Hinweis nicht umgangen werden, da? selbst solche ?reduzierte" Ausdeutung der Experimente ein Kompromi? ist, dessen Rechtm??igkeit zumindest noch die nachstehend angef?hrten Anmerkungen entgegenstehen.

3. Wieso erwartet man denn im Michelsonversuch immer noch Effektverschiebungen aus der Relativgeschwindigkeit der Erde zur Lichtquelle? Gleichzeitig abgesandtes Licht desselben Lichtstrahles mu? ?ber seinen einen Weg unabh?ngig von den Relativgeschwindigkeiten gleichzeitig am gleichen Ziele, der Lichttrenneinrichtung der Apparatur eintreffen. Wird dieses gleichzeitig ohne jede Differenzierung eintreffende Licht in der mit der Erde mitbewegten Apparatur gespalten, und werden die Halbstrahlen ?ber verschiedene Wege gef?hrt, so k?nnen an der Wiedervereinigungsstelle nur Interferenzen nach Ma?gabe von unver?nderlichen Wegdifferenzen, aber keineswegs solche nach Ma?gabe von Geschwindigkeitsdifferenzen auftreten, weil das Licht innerhalb der Apparatur nicht mit irgendwelchen bewegten Elementen oder Bezugssystemen zusammentrifft, welche die Geschwindigkeiten der Halbstrahlen differenzieren k?nnten. Michelson allerdings hat die Existenz eines solchen bewegten Elementes innerhalb seiner Apparatur unterstellt, n?mlich einen absolut ruhenden, also relativ zu Erde und Apparatur bewegten Lichttr?ger ??ther". Bei Postulierung einer absoluten Abh?ngigkeit der Lichtfortpflanzung von einem solchen Lichttr?ger wollte ja Michelson ? aus Interferenzverschiebungen bei Umstellung der Lichtrichtungen f?r die beiden Halbstrahlen ? die absolute Richtung und die absolute Geschwindigkeit der Erdbewegung bestimmen.

Es ist leicht einzusehen, da? eine Verschiebung der Lichtfortpflanzung in Abh?ngigkeit von einem relativ zur Erde bewegten Lichttr?ger h?tte Effektverschiebungen zeitigen m?ssen. Da aber solche Verschiebungen noch nicht einmal f?r kosmische Lichtquellen aufgetreten sind, so konnte daraus gerechterweise nur die Feststellung getroffen werden, da? die Lichtfortpflanzung nicht abh?ngig ist von einem relativ zur Erde bewegten Lichttr?ger. Nur solche Beschr?nkung der Aussage auf einen Lichttr?ger deckt sich auch mit dem Dopplereffekt. Letzterer bestreitet durch die Registrierung einer Geschwindigkeit der Erde relativ zu dem von kosmischen Quellen ausgehenden Licht nicht nur die Lehre von der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit, sondern auch die Existenz eines relativ zur Erde ruhenden Lichttr?gers.

Vielleicht kann man nun versuchen, Hypothesen zu entwickeln, welche den ?ther diesen Fragestellungen nach seiner Existenz entziehen, doch hat sich die Physik inzwischen von diesem Requisit getrennt, aber nicht eingesehen, da? damit auch die Frage wegf?llt, warum Interferenzverschiebungen aus Relativgeschwindigkeiten des Lichtes im Michelsonversuch nicht auftreten. Solche Interferenzverschiebungen setzen ja die Existenz eines bewegten Elementes, eines absolut ruhenden Lichttr?gers voraus; f?r die Relativgeschwindigkeiten des in sie eintretenden Lichtes ist die Apparatur Michelsons ? wie oben gezeigt ? indifferent. Sie besitzt keine verschieden schnell bewegten Bezugssysteme f?r den Lichtempfang, geschweige denn solche Wirksysteme, somit entbehrt schon hierdurch die diesbez?gliche Aussage der Theoretischen Physik jeglicher experimentellen Unterlage. Die Deutung der Theoretischen Physik wird nicht nur durch den Dopplereffekt bestritten, sondern sie besitzt auch als Folgerung aus dem Michelsonversuch keine Rechtfertigung. Mit der Zur?ckweisung dieser Deutung f?llt umgekehrt auch die ?experimentelle Best?tigung" der Relativit?tstheorie durch die Experimente von Michelson weg, ja sogar das Zentralproblem, das Einstein gel?st zu haben behauptet. Letzteres ergibt sich nur aus der unzul?ssigen Ausdeutung des Michelsonversuches durch die Theoretische Physik, aber nicht aus der Natur der Lichtausbreitung.

(Zitatende)





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18.03.2008 09:55 Ekkehard Friebe ist offline Email an Ekkehard Friebe senden Homepage von Ekkehard Friebe Beiträge von Ekkehard Friebe suchen Nehmen Sie Ekkehard Friebe in Ihre Freundesliste auf
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Re: Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

18. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer von seinem Abschnitt ?N. Best?tigung durch Experimente? den Unterabschnitt 4.:


Zitat:


N. Best?tigung durch Experimente
[. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .]

4. Im Gegensatz zu der Universalit?t des klassischen Relativit?tsprinzipes hat sich das Einstein'sche zun?chst nur auf Galilei'sche Bezugssysteme anwenden lassen, eigentlich nur f?r elektromagnetische Wellen. Der Versuch, diese Beschr?nkung durch die Entwicklung einer ?allgemeinen Relativit?tstheorie" zu sprengen, wird selbst von den Anh?ngern der speziellen Relativit?tstheorie noch heute mit Skepsis betrachtet. Denn der Fehler des Einstein'schen ?Relativit?tsprinzipes" ? n?mlich da? eine Ma?zahl ein f?r alle Bezugssysteme g?ltiges Naturgesetz sei ? ist f?r andere als Galilei'sche Bezugssysteme zu auff?llig.

Einstein sieht den Mangel seiner ?speziellen" Bezugssysteme selbst, aber er leugnet die Gleichwertigkeit der Beurteilung desselben Naturvorganges anhand beliebiger Beurteilungssysteme nicht nur f?r die spezielle Relativit?tstheorie, sondern bezichtigt noch zu Unrecht auch die klassische Mechanik:

Zitat:


?Sowohl in der klassischen Mechanik wie in der speziellen Relativit?tstheorie unterscheidet man demgem?? zwischen Bezugsk?rpern K, relativ zu denen die Naturgesetze g?ltig sind, und zwischen Bezugsk?rpern K' relativ zu welchen die Naturgesetze nicht gelten."


In diesem Satz suchen wir vergeblich danach, ob sich die G?ltigkeit auf die Wirksamkeit der Naturgesetze in Wirksystemen oder auf die Beurteilung der Naturvorg?nge in Bezugssystemen bezieht. Bezugsk?rper bestimmen nicht, wann und wo die Naturgesetze gelten, ihre Auswahl kann nur die Beurteilung mehr oder weniger erschweren. Den Ausdruck, da? die ?Naturgesetze nicht gelten", k?nnen wir entgegenkommenderweise nur so verstehen, als ob Einstein h?tte sagen wollen, da? gewisse Bezugssysteme keine g?ltige Beurteilung der Naturabl?ufe gestatten. Solche Bezugssysteme bringt allerdings nur die Relativit?tstheorie hervor.

Die Bedenklichkeit solchen Entgegenkommens wird aber sofort deutlich, wenn uns Einstein weismachen will, da? die Naturabl?ufe von den gew?hlten Bezugssystemen wirklich ver?ndert werden, so da? sich etwa Lichtstrahlen kr?mmen bei Bezugnahme auf beschleunigte Bezugssysteme. Einstein schreibt in ? 22:

Zitat:


Ein neues Ergebnis von fundamentaler Wichtigkeit erh?lt man aber, wenn man die entsprechenden ?berlegungen f?r einen Lichtstrahl durchf?hrt. Gegen?ber dem Galilei'schen Bezugsk?rper K pflanzt sich dieser in gerader Linie mit der Geschwindigkeit c fort. In Bezug auf den beschleunigten Kasten (Bezugsk?rper K') ist, wie leicht abzuleiten ist, die Bahn desselben Licht-Strahles keine Gerade mehr. Hieraus ist zu schlie?en, da? sich Lichtstrahlen in Gravitationsfeldern im allgemeinen krummlinig fortpflanzen.


Dies! Obwohl nach Einstein die Naturgesetze in allen Bezugssystemen genau gleich lauten sollen, ja da? sie ?berhaupt nur in Galilei'schen Bezugssystemen gelten! ? Entsprechend der von Einstein hierzu beschriebenen Versuchsanordnung befindet sich in dem beschleunigten Kasten ein Beobachter, der nicht sehen kann, wie sein Geh?use mit einem Seil beschleunigt wird:

Zitat:


Der Mann im Kasten wird also, gest?tzt auf seine Kenntnisse vom Schwerefeld, wie wir sie im letzten Paragraphen beschrieben haben, zu dem Ergebnis kommen, da? er samt dem Kasten sich in einem Schwerefeld befinde... D?rfen wir ?ber den Mann l?cheln und sagen, er befinde sich mit seiner Auffassung im Irrtum? Ich glaube, wir d?rfen das nicht, wenn wir konsequent bleiben wollen, sondern wir m?ssen zugeben, da? seine Auffassungsweise weder gegen die Vernunft noch gegen die bekannten mechanischen Gesetze verst??t. Wir k?nnen den Kasten, wenn er auch gegen den zuerst betrachteten ?Galilei'schen Raum" beschleunigt ist, dennoch als ruhend ansehen. Wir haben also guten Grund, das Relativit?tsprinzip auszudehnen auf relativ zueinander beschleunigte Bezugsk?rper und haben so ein kr?ftiges Argument f?r ein verallgemeinertes Relativit?tspostulat gewonnen.


Wie bei der Ableitung einer ?Relativit?t der Gleichzeitigkeit" benutzt auch hier Einstein wieder die subjektiven Meinungen von Beobachtern mit beschr?nktem Gesichtskreis als objektiv unantastbare Grundlage seiner Postulate. Der beschleunigte Kasten ist nicht in Wirklichkeit naturgesetzlich ein Gravitationsfeld, sondern nur in der subjektiv beschr?nkten Meinung eines darin eingeschlossenen Beobachters; aber trotzdem d?rfen wir diese T?uschung ?ber den Sachverhalt keineswegs als Irrtum kennzeichnen, sondern wir sollen sie nehmen als ?kr?ftiges Argument" und als ?guten Grund" f?r ein ?Ergebnis von fundamentaler Wichtigkeit", d. h. wir sollen uns ebenfalls willig t?uschen lassen. Die ganze Versuchsanordnung hat mit einem Gravitationsfelde nicht das Geringste zu tun, und die Krummlinigkeit ist nicht die Folge eines solchen Feldes, sondern die resultiert lediglich aus der Darstellung einer geradlinigen Bewegung in einem beschleunigt bewegten Beurteilungs- oder Bezugssystem. Diese Krummlinigkeit der Darstellung ist keine naturgesetzliche Eigenheit eines Lichtstrahles in einem Gravitationsfelde; sie ist Folge der Beurteilungsgesetzlichkeit, aber keine Folge der Naturgesetzlichkeit.

Bei der Entwicklung dieses ?Ergebnisses von fundamentaler Wichtigkeit" k?nnen sich die Gl?ubigen nicht auf die Analogie mit dem Klapperstorch berufen, denn Einstein selbst bezeichnet sie als leicht verst?ndlich, und er h?lt nicht die geringste Hilfestellung f?r erforderlich. Er hat nicht damit gerechnet, da? weniger ?hoch organisierte Gehirne" dem elenden, durch Seilzug beschleunigten Kasten kein Gravitationsfeld zuschreiben, sondern lediglich zugestehen w?rden, da? einem darin befindlichen Beobachter ein in seiner Richtung von keinen Kr?ften beeinflu?ter, also in Wirklichkeit gerader Lichtstrahl, gekr?mmt erscheinen werde. Der Lichtstrahl wird sich doch nicht etwa deshalb kr?mmen, weil ein Beobachter meint, er befinde sich in einem Gravitationsfeld. Einstein hat nicht ber?cksichtigt, da? ?niedrig entwickelte Gehirne" nicht in der Lage sein k?nnen, den Zusammenhang zwischen dem fiktiven Bezugssystem ?beschleunigter Kasten" und dem Gravitationsfeld ?Sonne" zu erkennen, d.h. warum eine kr?ftelose, rein formale Bezugnahme unserer Urteilskraft die Gesetzlichkeit gewaltiger Anziehungskr?fte bedeute. Er mu ?te doch die Gefahr sehen, da? man ihm solche Nachl?ssigkeit als Irrsinn oder gar als Betrug auslegen k?nnte.

Aber Einstein ?durfte" alle diese Bedenken ruhig l?chelnd beiseite schieben; sie erscheinen alle belanglos gegen?ber der zu erwartenden ?experimentellen Best?tigung". In der Tat konnten die Astronomen bereits 1919 die von Einstein ?vorausgesagte" Kr?mmung der Lichtstrahlen in dem Gravitationsfeld der Sonne nachweisen. Welch ein Triumph f?r die Relativit?tstheorie!

Allerdings gilt die so best?tigte Kr?mmung der Lichtstrahlen auch f?r Galilei?sche Bezugssysteme, denn sie ist nicht nur eine Beurteilung von einem beschleunigten Bezugssystem aus, sondern eine Wirkung des Kraftfeldes Sonne. Eine solche Kr?mmung des Lichtstrahles in der Wirklichkeit durch Kr?fte konnte aus der Ableitung Einsteins nicht vorhergesagt werden, und sie ist demnach keine Best?tigung f?r die Behauptung der Relativit?tstheorie. Aus der Gesetzlichkeit der Beobachtung und Beurteilung lassen sich Naturgesetze nicht ableiten; ein beschleunigt gedachtes Bezugssystem ist kein Gravitationsfeld.

?brigens braucht die beobachtete wirkliche Kr?mmung der Lichtstrahlen gar nicht aus der Anziehungskraft der Sonne stammen, sondern sie kann auch hervorgerufen sein durch Brechungserscheinungen in deren Atmosph?re. Man sollte sie aber auch unter dem Gesichtspunkt der Beobachtungsverzerrung neu untersuchen, denn Deutungen, die unter dem Einflusse der Relativit?tstheorie stehen, ist eine Unterscheidung zwischen Beobachtung und Naturablauf nicht zuzutrauen.

(Zitatende)





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19. Fortsetzung zu:

Die Beurteilung der Lichtgeschwindigkeit - Eine Abrechnung mit der Relativit?tstheorie
Beitrag von Ernst Kammerer (1961) - Geradstetten/Rems (W?rttemberg)

Nachstehend bringe ich von Ernst Kammerer von seinem Abschnitt ?N. Best?tigung durch Experimente? den Unterabschnitt 5.:


Zitat:


N. Best?tigung durch Experimente
[. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .]

5. Keines der von der Relativit?tstheorie herangezogenen Beweismittel, seien es nun Argumente oder Experimente, vermag ihr eine Rechtfertigung zu geben. Dies scheint selbst ihren Verfechtern bewu?t zu sein, denn immer wieder lassen sie Nachrichten verbreiten, denen zufolge nunmehr eine Best?tigung f?r diese Lehre gefunden sei. Vor einigen Jahren ging durch die Presse die Nachricht, da? an M?-Mesonen, die mit Lichtgeschwindigkeit durch die Erdatmosph?re sausen, eine rund zwanzigfache Lebensdauer gegen?ber ruhenden festgestellt worden sei. Folglich sei erwiesen, da? f?r diese bewegten Mesonen die Zeit fast 20 mal langsamer ablaufe, da? sich also der Ablauf der Zeit durch Geschwindigkeit der Objekte verlangsame. Dies betreffe auch die Lebensdauer des einen bewegten der beiden ?Einstein'schen Zwillinge": die Mesonen gleichen sich wie ein Ei dem anderen und folglich gilt f?r menschliche Zwillinge alle an Mesonen beobachtete Gesetzlichkeit, denn auch sie sind entweder aus demselben Ei oder gleichen sich ebenfalls wie ein Ei dem anderen. Dies wird zwar nicht so deutlich ausgesprochen, aber dieser Gedankengang ist der Beweisf?hrung stillschweigend unterlegt.

Ja was gilt nun eigentlich? Haben die Mesonen eine 20 mal l?ngere Lebensdauer oder eine nur einfache bei 20 fach verlangsamtem Zeitablauf? K?nnte man nicht genau so gut behaupten, alle Menschen h?tten dieselbe Lebenszeit, nur laufe die Zeit f?r den einen langsamer und f?r den anderen schneller ab, so da? also f?r jeden eine andere ?Zeitliniendichte" gelte, analog der Lehre von der verschiedenen ?Raumliniendichte" f?r den Riemann'schen ?Raum"? Letzterer soll ja seit Sch?pfungsbeginn sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnen; gl?cklicherweise hat dieser ?Raum" dabei f?r sein geradezu astronomisches Wachstum stets gen?gend Raum vorgefunden.

Die Mesonen hat ?berhaupt noch kein Menschenauge gesehen; sie werden nur gedeutet aus den Reaktionen anregbarer Materie anhand der Lehren der Theoretischen Physik, deren Glanzst?ck die Relativit?tstheorie ist. Wie sollte auch jemand diese Mesonen anders als aus Deutungen kennen, denn ihre ?Lebensdauer" in ruhendem Zustande wird mit 2 Millionstelsekunden angegeben. Zudem ist der Ausdruck ?Lebensdauer" irref?hrend, denn diese Mesonen sind doch bestenfalls nur ein vor?bergehender Zustand eines Materieteiles, das sich nur verwandelt, aber nicht sein Dasein beginnt und beendigt. Diese Ausdrucksweise ist nicht besser als etwa die Behauptung, die Lebensdauer von S?uglingen sei nur ausnahmsweise l?nger als ein Jahr. Dabei k?nnen S?uglinge in dieser Zeit tats?chlich sterben, die das Meson bildende Kraft stirbt aber nicht.

Ebenso wenig wie die Unterstellung ver?nderlicher Ma?einheiten im Falle der Lichtausbreitung eine Kl?rung schaffen konnte, ebenso wenig wird durch diese Methode eine Kl?rung ?ber die Ursache der verl?ngerten ?Lebensdauer" der bewegten Mesonen gewonnen werden. Die Relativit?tstheorie will einen urs?chlichen Grund nicht wissen; sie ist damit befriedigt, da? sie ?best?tigt" wird. Durch die billige Methode Einsteins, die Ma?st?be dem Falle anzupassen, wird die Naturwissenschaft zur Erkenntnis der urs?chlichen Zusammenh?nge unfruchtbar.

(Zitatende)





Beste Gr??e Ekkehard Friebe


(Fortsetzung folgt)

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