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DerDicke
Tripel-As


Dabei seit: 22.06.2006
Beiträge: 218

Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb amam 07.06.2007 14:02Ich meinte damit, dass bei der Berechnung der SRT-Zeitdilatation beim Zwillingsparadoxon (ZP), das laut H. Goenner durch den Wechsel der Inertialsysteme Hinflug und R?ckflug zu Stande kommt, die Zeiten f?r die Beschleunigungen sowohl beim reisenden als auch beim "ruhenden" Zwilling weggelassen werden, ...


Ich kenne Ihren Herrn H.Goenner nicht, aber ich nehme mal an er hat - wie Sie doch richtig konstatieren - lediglich die Zeitdauer der Beschleunigungsphase vernachl?ssigt. Wenn der "reisende" Zwilling das Inertialsystem wechselt, dann geht das in keinem Fall ohne Beschleunigung. Es wird also IMMER eine Beschleunigung zumindest implizit unterstellt.

Es bleibt also dabei: ohne Beschleunigung keine R?ckkehr, ohne R?ckkehr kein Zwillingsparadoxon.



Zitat:

Hans schrieb amam 07.06.2007 14:02 ... um die durch die ART erhaltenen Zeitdilatationen zu ignorieren. Es geht mir bei der Diskussion ?bers ZP um die reine SRT-Zeitdilatation.


Sicher geht es nur um reine SRT-Zeitdilatationen aber da haben Sie immer noch die Wahl: ENTWEDER Sie folgen Ihrem Herrn H.Goenner und setzen die Zeitdauer der Beschleunigungsphase n?herungsweise mit Null an. ODER Sie l?sen das Eigenzeitintegral f?r einen m?glichen realistischen Bescheunigungsvorgang endlicher Zeitdauer exakt. Auch das geht ohne ART.

In keinem Fall aber darf man die Beschleunigung komplett streichen da ohne diese das Szenario - wie meinerseits mehrfach beschrieben - komplett zusammenbricht.


Sie haben also weiter nicht klar gemacht wo Ihr Problem liegt.

__________________
DerDicke hat 101 kg davon 93 kg Ruhemasse und 8 kg aufgrund der relativistischen Massen?nderung

07.06.2007 20:38 DerDicke ist offline Email an DerDicke senden Beiträge von DerDicke suchen Nehmen Sie DerDicke in Ihre Freundesliste auf
Wolfi
Physikstudent


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 07.06.2007 14:02 Uhr:
Hier meine Antwort zun?chst zu Wolfi's Bemerkungen:
Es gibt in der Tat kein Experiment, mit dem man ein bevorzugtes IS feststellen k?nnte, weil die LG endlich ist und daher die Lorentztransformation zum Zuge kommt. Dennoch k?nnte man mit statistischen Methoden alle Rot- und Blauverschiebungen der Spektrallinien untersuchen und im Gegensatz zur Aussage der RT einen absoluten Mittelpunkt im Universum definieren und alle Bewegungen auf diesen Mittelpunkt beziehen.


Ich verstehe nicht ganz, was Sie damit meinen? Sollen die Spektrallinien von Fixsternen gemessen werden?

Gru? Wolfi

08.06.2007 00:24 Wolfi ist offline Email an Wolfi senden Beiträge von Wolfi suchen Nehmen Sie Wolfi in Ihre Freundesliste auf Füge Wolfi in deine Contact-Liste ein
Waverider
Realist


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 05.06.2007 14:29 Uhr:
Hallo Waverider,

... Sollten sie (Atomuhren) beim Zwillingsversuch mal synchronisiert worden sein, gehen sie auch in ihrer absoluten Zeit genau gleich. Woher soll denn eine bewegte Uhr ?berhaupt "wissen", dass sie sich bewegt?



Uhren gehen solange synchron, solange sie gegeneinander ruhen. Was meinst du hier mit "absoluter Zeit" ? Der Begriff "absolute Zeit" bezieht sich definitionsgem?? auf eine im Medium ?ther ruhende Uhr, unabh?ngig davon, ob man dies real feststellen k?nnte.


Zitat:


Wenn man einen "?ther" ber?cksichtigen m?sste, w?rde dir Uhr die Bewegung sp?ren. Aber A. Einstein hat die Existenz des ?thers ja ausgeschlossen.



Einstein hat die Existenz des ?thers nie ausgeschlossen, er spielt f?r die RT lediglich keine Rolle mehr, da nur noch Relativbewegungen in die Rechnung eingehen, da nur diese gemessen werden k?nnen. Bitte nicht solche unbegr?ndeten Behauptungen aufstellen.


Zitat:


Man muss also strikt unterscheiden, ob man als Beobachter ein bewegtes IS analysiert, oder ob man aus einer h?heren abstrakten Warte aus die Systeme betrachtet, in der die Lichtgeschwindigkeit keine Rolle spielt.



Man analysiert mit den LTG's immer ein anderes, bewegtes IS, es sei denn, man analysiert das eigene. Aber was ist bitte sch?n eine "h?here abstrakte Warte" ? Sollte dies vielleicht das im ?ther ruhende IS sein ? Aber wieso sollte hier die LG keine Rolle spielen ?


Zitat:


Wenn man also die ART-Effekte (Erdgravitation und Beschleunigung) wegl?sst und nur die reinen SRT Effekte betrachtet, sollte der zur?ckgekehrte Zwilling nicht anders gealtert sein als der zu Hause gebliebene. Sonst w?re das ein Widerspruch zum 1. SRT-Postulat.



Falsch, der "reisende" Zwilling ist bei seiner R?ckkehr j?nger als der zur?ckgebliebene, denn wer sich nicht bewegt wird schneller alt.

Es gibt daf?r aber auch eine seri?se, mathemat. Begr?ndung....

Noch einmal, dies ist kein Wiederspruch zum 1. SRT-Postulat (sogenanntes erweitertes Relativit?tsprinzip). Es sind f?r Hin- und R?ckflug zwei separate Rechnungen notwendig, welche dann in ihren kummulierten Zeitanzeigen f?r den bewegten Zwilling eine geringere Zeit ausweisen als f?r den zur?ckgebliebenen. Die Be- und Entschleunigungsphasen sind dabei zu vernachl?ssigen.

Gru? Waverider

13.06.2007 19:45 Waverider ist offline Email an Waverider senden Beiträge von Waverider suchen Nehmen Sie Waverider in Ihre Freundesliste auf
Waverider
Realist


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

DerDicke schrieb am 07.06.2007 20:38 Uhr:
Wenn der "reisende" Zwilling das Inertialsystem wechselt, dann geht das in keinem Fall ohne Beschleunigung. Es wird also IMMER eine Beschleunigung zumindest implizit unterstellt.

Es bleibt also dabei: ohne Beschleunigung keine R?ckkehr, ohne R?ckkehr kein Zwillingsparadoxon.



Ganz richtig, aber man kann das eigentliche Problem dennoch aufl?sen, in dem man die Reisezeit unendlich lang w?hlt und damit die Be- und Entschleunigungsphasen gegen Null gehen l?sst oder letztere gleich ganz wegl?sst.

Die Beschleunigungsphasen kann man nat?rlich im Rahmen der SRT berechnen, w?rde aber das ohnehin komplizierte Thema noch mehr verwirren.

Vereinfacht kann man sagen, im Rahmen des Zwillingsproblems ist jenes IS das "bewegte", welches sein eigenes IS wechselt, also dies auch durch Krafteinwirkung selbst "bemerken" w?rde.

Gru? Waverider

13.06.2007 20:41 Waverider ist offline Email an Waverider senden Beiträge von Waverider suchen Nehmen Sie Waverider in Ihre Freundesliste auf
Hans
Jungspund


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an DenDicken


Zitat:

Sie haben also weiter nicht klar gemacht wo Ihr Problem liegt.



Eigentlich habe ich das in meinem Aufsatz beschrieben. Beim ZP in Lehrbuch von H. Goenner geht es nur um die unbeschleunigten Phasen des Reisenden. Man m?sste dann also nach jeder Beschleunigung die Uhren wieder neu synchronisieren und ab dann wieder die SRT-Formeln verwenden. Um mein Problem zu verdeutlichen zeige ich hier eine Kopie der beiden Seiten aus dem Lehrbuch, die das ZP beschreiben:

http://hansdeyssenroth.homepage.t-online.de/Hinflug.jpg
http://hansdeyssenroth.homepage.t-online.de/Rueckflug.jpg

Das - aus meiner Sicht - entscheidende Problem besteht in der Addition der unterschiedlich skaliert Frequenzkomponenten, die sich nicht kompensieren und somit einen weniger gealterten reisenden Zwilling zur Folge haben, was meines Erachtens dem 1. Postulat der SRT widerspricht.
Formeln 4, 6, 8, 10 und Schlussfolgerung.

Viele Gr?sse
Hans

19.06.2007 13:10 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
Hans
Jungspund


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an Wolfi


Zitat:

Ich verstehe nicht ganz, was Sie damit meinen? Sollen die Spektrallinien von Fixsternen gemessen werden?



Zun?chst kann man mit den Blau- und Rotverschiebungen der Hintergrundstrahlung die Bewegung unserer Galaxie bestimmen. Diese Bewegung kann man dann als Korrektur f?r die Galaxien-Bewegungen bzw. Entfernungen verwenden, um einen absoluten "Mittelpunkt" des Universums (mit noch gro?er Ungenauigkeit) zu definieren. D.h. die Hintergrundstrahlung erm?glich die Definition eines absoluten Bezugssystems f?r das sichtbare Universum, da sie als v?llig isotrop postuliert wird.

Viele Gr??e
Hans


19.06.2007 13:20 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
Hans
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an Waverider

Zitat:

Was meinst du hier mit "absoluter Zeit" ?



Tja, das ist f?r SRT-Anh?nger ein schwieriges Problem, denn gem?? SRT-Formeln wird ja immer nur von einem Beobachter ein anderes bewegtes Inertialsystem analysiert, und hier spielt die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit die entscheidende Rolle.

Wenn man sich aber von der SRT l?st und die reine Logik und die Freiheit der Gedanken einsetzt, dann kann man sich EIN Koordinatensystem f?r alle Inertialsysteme (IS) vorstellen, in dem die Zeit laut 1.em Postulat der SRT in allen IS gleich schnell l?uft. Siehe auch meine letzte Antwort an Wolfi, wo man sogar einen absoluten Ursprung des Koordinatensystems in Betracht ziehen kann.


Zitat:

n Koordinatensystem f?rBitte nicht solche unbegr?ndeten Behauptungen aufstellen.



Pardon! Ungenau formuliert.


Zitat:

denn wer sich nicht bewegt wird schneller alt.



Also wenn ich mir die Amateur-Marathon-L?ufer ansehe, sehe ich hier die experimentelle Widerlegung der SRT.


Zitat:

Es sind f?r Hin- und R?ckflug zwei separate Rechnungen notwendig



Ja, siehe auch die Formeln und mein Kommentar in der letzten Antwort an Den Dicken (in der Hoffnung, dass der sich bewegt).

Viele Gr??e
Hans


19.06.2007 13:40 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
DerDicke
Tripel-As


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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Waverider schrieb am 13.06.2007 20:41 : Ganz richtig, aber man kann das eigentliche Problem dennoch aufl?sen, in dem man die Reisezeit unendlich lang w?hlt und damit die Be- und Entschleunigungsphasen gegen Null gehen l?sst oder letztere gleich ganz wegl?sst.


V?llig richtig, man kann jede Trajektorie einer beschleunigten Bewegung n?herungsweise anhand einer fiktiven st?ckweise nicht-beschleunigten Bewegung berechnen mit Beschleunigungsphasen deren Dauer im Sinne eines Grenzwertes gegen Null geht. Es bleibt trotzdem eine beschleunigte Bewegung.
Die Argumentation von Hans ist doch die: bei einer nicht-beschleunigten Bewegung d?rfte das Zwillingsparadoxon (ZP) gar nicht auftreten. Da H?TTE er recht - WENN bie Bewebung nicht-beschleunigt W?RE. Eine beschleunigte Bewegung bleibt beschleunigt, unbeschadet verschiedener M?glichkeiten einer n?herungsweisen Bestimmung gewisser Gr??en anhand einer polygonartigen Ersatztrajektorie.


Zitat:

Waverider schrieb am 13.06.2007 20:41 : Vereinfacht kann man sagen, im Rahmen des Zwillingsproblems ist jenes IS das "bewegte", welches sein eigenes IS wechselt, also dies auch durch Krafteinwirkung selbst "bemerken" w?rde.


Wenn der User "Hans" (oder jemand anders) Sie hier mi?versteht ist das nicht seine alleinige Schuld. Tut mir leid, aber das mu?te hier mal gesagt werden.




Zitat:

Hans schrieb am 19.06.2007 13:10 : Beim ZP in Lehrbuch von H. Goenner geht es nur um die unbeschleunigten Phasen des Reisenden.


Ich wei? nicht ob Sie den Goenner da richtig interpretieren und das m?ssen wir jetzt hier jetzt auch gar nicht kl?ren. Wenn Goenner behauptet das Zwillingsparadoxon komme OHNE die Beschleunigungsphasen zustande dann liegt er eben falsch.



Zitat:

Hans schrieb am 19.06.2007 13:10 : Man m?sste dann also nach jeder Beschleunigung die Uhren wieder neu synchronisieren und ab dann wieder die SRT-Formeln verwenden.


Eine zwischendrin erfolgte zus?tzliche Uhrensynchronisation ist jedoch nicht Bestandteil des ZP-Szenarios.
Au?erdem: Wie soll das gehen? Wie synchronisiert man zwei gegeneinander bewegte Uhren?


Zitat:

Hans schrieb am 19.06.2007 13:10 : Eigentlich habe ich das [wo das Problem liegt] in meinem Aufsatz beschrieben.


Leider haben Sie das nicht:

Zitat:

Hans schrieb in Fehlinterpretation.pdf : Wenn der Zwilling zur?ckgekehrt ist, ist er also in den unbeschleunigten Phasen im gleichen Ma? gealtert wie sein zu Hause gebliebener Zwilling.


Leider unzutreffend.

Zitat:

Hans schrieb in Fehlinterpretation.pdf : Lediglich die Beschleunigungs- und Bremsphasen verursachten eine Verlangsamung der Uhren.


Das liest sich wie eine krasse Fehlinterpretation des Kausalit?tsprinzips

Zitat:

Hans schrieb in Fehlinterpretation.pdf : Somit ist die geringere Alterung des gereisten Zwillings der ART und nicht der SRT zuzuordnen.


Falsch, hierzu habe ich schon Stellung bezogen.

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DerDicke hat 101 kg davon 93 kg Ruhemasse und 8 kg aufgrund der relativistischen Massen?nderung

19.06.2007 21:18 DerDicke ist offline Email an DerDicke senden Beiträge von DerDicke suchen Nehmen Sie DerDicke in Ihre Freundesliste auf
Waverider
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 19.06.2007 13:40 Uhr:
Antwort an Waverider

Zitat:

Was meinst du hier mit "absoluter Zeit" ?


....Wenn man sich aber von der SRT l?st und die reine Logik und die Freiheit der Gedanken einsetzt, dann kann man sich EIN Koordinatensystem f?r alle Inertialsysteme (IS) vorstellen, in dem die Zeit laut 1.em Postulat der SRT in allen IS gleich schnell l?uft. Siehe auch meine letzte Antwort an Wolfi, wo man sogar einen absoluten Ursprung des Koordinatensystems in Betracht ziehen kann.



Wie kann man sich ein Koordinatensystem vorstellen, in dem alle anderen IS darin aufgehen ?

Welches Einstein'sche Postulat besagt, dass in allen IS die Zeit gleich schnell l?uft ?

Gru? Waverider

20.06.2007 21:06 Waverider ist offline Email an Waverider senden Beiträge von Waverider suchen Nehmen Sie Waverider in Ihre Freundesliste auf
Hans
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an DerDicke:

Zitat:

Wenn Goenner behauptet das Zwillingsparadoxon komme OHNE die Beschleunigungsphasen zustande dann liegt er eben falsch.



Es steht aber so im Lehrbuch, und Generationen von Physikern werde es so lernen und verteidigen. Die Beschleunigungen braucht es nicht, denn das ZP ist ein Gedankenexperiment. Da kann ich mir in Gedanken auch zwei station?re Raumschiffe auf der Wegstrecke so positioniert denken, dass von denen zwei rechtzeitig gesendete Synchronisations-Impulse nach Z1 und Z2 dort gleichzeitig ankommen. Damit kann man dann alle Uhren in den beschleunigten Phasen von Z2 sowohl in Z1 als auch in Z2 ausschalten und in den unbeschleunigten Phasen wieder einschalten. Die Lehrbuchformeln beziehen sich nur auf die unbeschleunigten Phasen.


Zitat:

Das liest sich wie eine krasse Fehlinterpretation des Kausalit?tsprinzips


Ich pers?nlich halte die ART f?r ein mathematisches Modell und nicht f?r eine physikalische Theorie. Dennoch ist meines Wissens der Einfluss der Gravitation auf den Gang von Uhren recht gut experimentell bewiesen worden. Eine Uhr kann nicht unterscheiden ob sie sich in einem Gravitationsfeld befindet, oder ob sie von einer Rakete beschleunigt wird. Jedenfalls geht sie dann etwas langsamer.

Ihr Zitat

Zitat:

Leider unzutreffend.


bezieht sich auf meine Aussage: Der zur?ckgekehrte Zwilling ist in den unbeschleunigten Phasen nicht anders gealtert.
Andererseits erkl?ren Sie Goenners Aussage (auf die unbeschleunigten Phasen bezogen), dass dieser Zwilling j?nger zur?ckkehrt auch f?r falsch. Das ist ein Widerspruch!

Viele Gr??e
Hans




22.06.2007 02:06 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
Hans
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an Waverider:

Zitat:

Wie kann man sich ein Koordinatensystem vorstellen, in dem alle anderen IS darin aufgehen ?



Im Minkowski-Diagramm werden ja die beobachteten IS wegen der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit mit der LT in schiefwinklige Koordinatensysteme grafisch umgesetzt. Wenn man jedoch nichts misst, kann man die IS als rechtwinklige Koordinatensysteme darstellen mit parallelen und gleich skalierten Zeitachsen.


Zitat:

Welches Einstein'sche Postulat besagt, dass in allen IS die Zeit gleich schnell l?uft ?


Das 1. Postulat. Es besagt: In allen IS gelten die gleichen physikalischen Gesetze. Mit dem 2. Postulat, dass auch die LG in allen IS gleich ist, wird ausgesagt, dass auch alle Naturkonstanten, in denen c vorkommt gleich bleiben (wie z.B. die Feinstrukturkonstante). Atom-Uhren verhalten sich daher in allen IS gleich und zeigen auch innerhalb ihrer Ganggenauigkeit ?berall die gleich Zeit an. Wenn sie ihre digitale Zeitanzeige zu einem Beobachter in einem anderen IS senden, so kommt diese Information gem?? der SRT Formeln sp?ter an, so dass der den Eindruck hat, die Zeit w?rde dort anders laufen. Aber in Wirklichkeit ist dies nicht der Fall.

Viele Gr??e
Hans

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Hans am 22.06.2007 02:28.

22.06.2007 02:27 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:27 Uhr:
Antwort an Waverider:

Zitat:

Wie kann man sich ein Koordinatensystem vorstellen, in dem alle anderen IS darin aufgehen ?


Im Minkowski-Diagramm werden ja die beobachteten IS wegen der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit mit der LT in schiefwinklige Koordinatensysteme grafisch umgesetzt. Wenn man jedoch nichts misst, kann man die IS als rechtwinklige Koordinatensysteme darstellen mit parallelen und gleich skalierten Zeitachsen.



Und wenn man dann wieder etwas misst wird's Mist. Da glaubst du doch selber nicht dran ?


Zitat:

Waverider schrieb:

Zitat:

Welches Einstein'sche Postulat besagt, dass in allen IS die Zeit gleich schnell l?uft ?


Antwort Hans

Zitat:

Das 1. Postulat. Es besagt: In allen IS gelten die gleichen physikalischen Gesetze.





Das liegt daran, dass sich mit den physik. Gr??en (L?ngen, Zeiten und damit auch die dyn. Gr??en) des eigenen IS auch die zur Messung notwendigen Ma?st?be um den gleichen Betrag ?ndern, der Beobachter im eigenen IS davon nichts "merkt", nur ein Au?enstehender w?rde es feststellen k?nnen.

Absolut gesehen gelten in jedem IS andere Zeit- und auch L?ngenma?st?be, sonst br?uchte man keine LTG's.



Zitat:

Mit dem 2. Postulat, dass auch die LG in allen IS gleich ist, wird ausgesagt, dass auch alle Naturkonstanten, in denen c vorkommt gleich bleiben (wie z.B. die Feinstrukturkonstante).



Richtig, wie eben auch die Maxwell-Gleichungen.


Zitat:

Atom-Uhren verhalten sich daher in allen IS gleich und zeigen auch innerhalb ihrer Ganggenauigkeit ?berall die gleich Zeit an.



Falsch, denn Uhren haben nichts mit c zu tun, denn nur c ist in allen IS gleich (invariant), Uhren gehen ?berall (absolut) anders. Das ist ?brigens auch der Grund, warum beim Zwillings- (Uhren-) Paradoxon der reisende Zwilling j?nger bleibt, d.h. nach der R?ckkehr erfolgt quasi ein kummulativer Vergleich der in jedem IS vergangenen absoluten Zeiten.


Zitat:

Wenn sie ihre digitale Zeitanzeige zu einem Beobachter in einem anderen IS senden, so kommt diese Information gem?? der SRT Formeln sp?ter an, so dass der den Eindruck hat, die Zeit w?rde dort anders laufen. Aber in Wirklichkeit ist dies nicht der Fall.



Du scheinst die SRT noch nicht begriffen zu haben:

Wenn ich z.B. die Zeit eines Vorganges in einem anderen IS messe und ich wissen will, welche Zeit ein Beobachter misst, der in diesem IS ruht, transformiere ich meine gemessene Zeit nach Lorentz und erhalte danach den Wert, den der ruhende Beobachter in seinem IS misst. Das gleiche gilt f?r L?ngen.

Gru? Waverider

22.06.2007 18:06 Waverider ist offline Email an Waverider senden Beiträge von Waverider suchen Nehmen Sie Waverider in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Es steht aber so im Lehrbuch, und Generationen von Physikern werde es so lernen und verteidigen. Die Beschleunigungen braucht es nicht, denn das ZP ist ein Gedankenexperiment.


Da liegt Ihrerseits wohl ein schweres Mi?verst?ndnis vor. In einem Gedankenexperiment darf man sich z.B. vorstellen man h?tte Triebwerke, die beliebig riesige Beschleunigungswerte beliebig lange zustandebringen. Man kann sich auch vorstellen, da? man aufgrund dieser fiktiven Triebwerke in nahezu beliebig kurzer Zeit von -v auf v beschleunigen k?nne. Man kann sich aber NICHT vorstellen, da? man ganz ohne Beschleunigung von -v auf v komme. Verst??e gegen elementare Grundgesetze der Kinematik sind nicht Gegenstand von Gedankenexperimenten. Zumal dann, wenn diese elementare Kinematik auch noch das ist, was in dem Gedankenexperiment untersucht werden soll.





Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Da kann ich mir in Gedanken auch zwei station?re Raumschiffe auf der Wegstrecke so positioniert denken, dass von denen zwei rechtzeitig gesendete Synchronisations-Impulse nach Z1 und Z2 dort gleichzeitig ankommen.


Diese nachtr?gliche Uhrensynchronisation ist nicht Teil des Gedankenexperimentes, sondern Ihre Erfindung, Herr Hans. Den Sinn durch derartige Manipulationen das Ergebnis zu beeinflussen sehe ich im Rahmen dieses Esperimentes auch gar nicht. Gleichwohl bleibt es Ihnen unbenommen darzulegen wo Sie die zus?tzlichen Synchronisations-Raumschiffe genau positionieren und ob die Gleichzeitigkeit des Synchonisationspulse nun im Ruhesystem von Z1 oder Z2 gegeben sein soll.




Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Andererseits erkl?ren Sie Goenners Aussage (auf die unbeschleunigten Phasen bezogen), dass dieser Zwilling j?nger zur?ckkehrt auch f?r falsch. Das ist ein Widerspruch!


Hier liegt wohl ein Mi?verst?ndnis vor. Ich kann gar keine Stellung zu den Aussagen eines Herrn Goenner nehmen, da ich weder ihn noch seine Aussagen kenne. Sie d?rfen DenDicken mit folgendem Statement zitieren: Das Resultat, demzufolge der "reisende" Zwilling weniger gealtert sei als sein ortsfestes Gegenst?ck h?lt DerDicke f?r v?llig konsistent und folgerichtig.




Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Ich pers?nlich halte die ART f?r ein mathematisches Modell und nicht f?r eine physikalische Theorie. Dennoch ist meines Wissens der Einfluss der Gravitation auf den Gang von Uhren recht gut experimentell bewiesen worden. Eine Uhr kann nicht unterscheiden ob sie sich in einem Gravitationsfeld befindet, oder ob sie von einer Rakete beschleunigt wird. Jedenfalls geht sie dann etwas langsamer.


Wird dadurch jetzt das Eigenzeitintegral bei beschleunigten Bewegungen zum Gegenstand der ART? Ich denke doch, die Grundgleichungen der ART sind die Feldgleichungen. Und die braucht man dazu NICHT.



Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Das 1. Postulat. Es besagt: In allen IS gelten die gleichen physikalischen Gesetze.


Ihre Folgerung, da? damit auch alle Zahlenwerte identisch sein m??ten ist jedoch falsch. Nochmal: Gleiche Gesetze bedeutet NICHT identische Zahlenwerte in allen IS. Das ist nicht mal bei der Gelilei Transformation gegeben.



Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Wenn sie ihre digitale Zeitanzeige zu einem Beobachter in einem anderen IS senden, so kommt diese Information gem?? der SRT Formeln sp?ter an, so dass der den Eindruck hat, die Zeit w?rde dort anders laufen.


Das ist unzutreffend: die Formeln der SRT berschreiben z.B. wie schnell die Zeit in K' ausgedr?ckt in Koordinaten von K l?uft. Welches Signal bei einer - wie auch immer gearteten - ?bertragung wann wo ankommt w?re nur durch eine ZUS?TZLICHE Rechnung zu kl?ren.



Zitat:

Hans schrieb am 22.06.2007 02:06: Aber in Wirklichkeit ist dies nicht der Fall.


Es gibt ?berhaupt keine Zeit die "in Wirklichkeit" l?uft. Zeit ist nach seit Kant herrschender Auffassung ein im Menschen a priori verdrahtetes Denkmuster, welches ihn in die Lage versetzt Ereignisse zuzuordnen.


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DerDicke hat 101 kg davon 93 kg Ruhemasse und 8 kg aufgrund der relativistischen Massen?nderung

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von DerDicke am 22.06.2007 19:17.

22.06.2007 19:13 DerDicke ist offline Email an DerDicke senden Beiträge von DerDicke suchen Nehmen Sie DerDicke in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

DerDicke schrieb am 22.06.2007 19:13 Uhr:
Es gibt ?berhaupt keine Zeit die "in Wirklichkeit" l?uft. Zeit ist nach seit Kant herrschender Auffassung ein im Menschen a priori verdrahtetes Denkmuster, welches ihn in die Lage versetzt Ereignisse zuzuordnen.



Na ja, das ist nun eine sehr philosophische Interpretation.

Zeit ist immer ein Vergleich eines Vorganges (idealerweise ziemlich gleichm??ige und sich wiederholende Vorg?nge, auch als Takt bezeichnet) mit einem anderen Vorgang.

Die Materie selbst kennt keine Zeit, ?brigens auch keinen Raum, dies sind nur (Hilfs-) Ma?st?be des Subjekts, um sich bez?glich der Materie zu orientieren oder diese zu analysieren.

Gru? Waverider

22.06.2007 20:37 Waverider ist offline Email an Waverider senden Beiträge von Waverider suchen Nehmen Sie Waverider in Ihre Freundesliste auf
Hans
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an Waverider:

Zitat:

Absolut gesehen gelten in jedem IS andere Zeit- und auch L?ngenma?st?be, sonst br?uchte man keine LTG's.


Mein Logik sagt mir da was anderes: Woher soll denn ein IS merken, dass es sich bewegt??? Auch wir w?hnen uns in Ruhe.
Darum sind in allen IS die Eigenzeit und die Eigenl?ngen und anderes Eigenzeugs genau gleich (gem?? den SRT Postulaten).
Die LT und die SRT werden erst dann verwendet, wenn ein "ruhender" Beobachter ein bewegtes IS analysiert.

Aber nehmen wir doch mal, ein IS w?rde merken, dass es sich bewegt, z.B. indem es mit einer Art ?ther wechselwirkt und als Folge davon w?rden sich dann ein paar physikalische Parameter ver?ndern, z.B. auch die Eigenzeit. Wenn dann der Beobachter das sich bewegende IS analysiert, bekommt er die LT doppelt gemoppelt (nach meinen Skalierungs?berlegungen w?rden sich die Ver?nderungen sogar multiplizieren). Aber weder bei den Teilchenbeschleuniger-Experimenten noch in der Astronomie, z.B. bei den relativistischen Jets, sind solche Doppel-Moppel-Abweichungen beobachtet worden.

Bitte nicht vergessen: Die Lorentztransformation beruht auf der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit, d.h. nur ein Beobachter muss dies ber?cksichtigen. Bei einer abstrakten ?berlegung, bei der die Lichtgeschwindigkeit keine Rolle spielt, kann man auf die LT verzichten. Ich verwende diese Argumentation in dem Fall, wo ich die Anzahl Signale betrachte, die ein IS absendet, die vom gegen?berliegenden IS empfangen werden. Es geht mir nur um diese Anzahl! Nach meinen ?berlegungen sollten dies Anzahlen in beiden IS gleich sein, w?hrend sie im Lehrbuch verschieden sind.


Zitat:

InformationsasubreitungUhren gehen ?berall (absolut) anders.


Also nochmal: Du hast Recht aus der Sicht eine ruhenden Beobachters, der bewegte IS analysiert. Aus einer abstrakten Sicht, bei der die LG nicht gebraucht wird, gehen alle Uhren gleich, weil sie nicht wissen, dass sie sich bewegen.

Viele Gr??e
Hans

24.06.2007 15:37 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
Hans
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an DerDicke:

Zitat:

Man kann sich aber NICHT vorstellen, da? man ganz ohne Beschleunigung von -v auf v komme.



Nein, da bin ich ja mit Ihnen einig. Aber ich m?chte daran erinnern, dass in der SRT ausschlie?lich unbeschleunigte Systeme (IS) betrachtet werden.

Wenn ein ein Raumschiff von der beschleunigten Phase in die unbeschleunigte Phase kommt, weiss die Uhr darin nicht mehr, dass sie sich bewegt. Sie hat also dann keinen Grund irgendwie anders zu gehen.


Zitat:

Das Resultat, demzufolge der "reisende" Zwilling weniger gealtert sei als sein ortsfestes Gegenst?ck h?lt DerDicke f?r v?llig konsistent und folgerichtig.



Da bin ich ja Ihrer Meinung, ABER dieser Effekt ist meiner Meinung nach nur auf die Beschleunigung und Abbremsung zur?ckzuf?hren. Im Lehrbuch steht aber, dass diese Verj?ngung in den unbeschleunigten Phasen zustande kommt. Bitte schauen Sie doch nochmal die Formeln aus Goenners Lehrbuch an. Hier wir es sehr sch?n erkl?rt:

http://hansdeyssenroth.homepage.t-online.de/Hinflug.jpg
http://hansdeyssenroth.homepage.t-online.de/Rueckflug.jpg

Hier geht es also ausschlie?lich um die Anzahl Signale, die die Uhren der beiden Inertialsysteme jeweils ins andere IS senden.


Zitat:

Ihre Folgerung, da? damit auch alle Zahlenwerte identisch sein m??ten ist jedoch falsch. Nochmal: Gleiche Gesetze bedeutet NICHT identische Zahlenwerte in allen IS.



Bei der Diskussion handelt es sich doch um den Gang von Uhren in Inertialsystemen. Warum soll eine Uhr im einen IS anders laufen als im andern IS? Beide Uhren merken nicht, dass sie sich bewegen. Lediglich ein Beobachter, der ein anders sich bewegendes IS analysiert, misst eine andere Gangart. Verantwortlich daf?r ist die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit, und daf?r wird die LT verwendet (im Falle des ZP der relativisitsche Dopplereffekt).


Zitat:

Es gibt ?berhaupt keine Zeit die "in Wirklichkeit" l?uft. Zeit ist nach seit Kant herrschender Auffassung ein im Menschen a priori verdrahtetes Denkmuster, welches ihn in die Lage versetzt Ereignisse zuzuordnen.


Ja, es gibt auch Philosophen, die sagen, dass wir uns ohnhin alles nur einbilden. Aber au?er unserem Gehirn gibt es auch noch Messeinrichtungen, die auf einem ganz anderen physikalischen Prinzip beruhen als unsere Sinnesorgane und dennoch die gleichen Vorg?nge zeigen. Z.B das Altern.

Viele Gr??e
Hans

24.06.2007 16:26 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
DerDicke
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Aber ich m?chte daran erinnern, dass in der SRT ausschlie?lich unbeschleunigte Systeme (IS) betrachtet werden.


Zugegeben: eine begriffliche Abgrenzung ART/SRT halte ich eher f?r akademisch. Aber das Eigenzeitintegral finden Sie normalerweise in der Literatur zur SRT. Wie kommen Sie also zu Ihrer Behauptung, die Sie hier - fast als Dogma - st?ndig wiederholen?



Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Wenn ein ein Raumschiff von der beschleunigten Phase in die unbeschleunigte Phase kommt, weiss die Uhr darin nicht mehr, dass sie sich bewegt. Sie hat also dann keinen Grund irgendwie anders zu gehen.


Die SRT untersucht ?berhaupt nicht WARUM die Uhr anders geht. Anhand der SRT kann man lediglich berechnen WIE die Uhr anders geht.




Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Da bin ich ja Ihrer Meinung, ABER dieser Effekt ist meiner Meinung nach nur auf die Beschleunigung und Abbremsung zur?ckzuf?hren. Im Lehrbuch steht aber, dass diese Verj?ngung in den unbeschleunigten Phasen zustande kommt. Bitte schauen Sie doch nochmal die Formeln aus Goenners Lehrbuch an. Hier wir es sehr sch?n erkl?rt:


Ihre Meinung ist zumindest insoweit richtig: Ohne die Beschleunigung und Abbremsung kommt das ZP nicht zustande. Allerdings tragen zur Gr??e des Effektes auch die unbeschleunigten Phasen bei. Aber auch in den Formeln f?r diese Phasen werden Sie den Wert v finden. In v steckt implizit die Beschleunigung am Anfang und am Umkehrpunkt drin. Da? sich eine Gr??e nicht aus einem einzigen Wert, sondern als Resultat aufgrund von 2 oder mehr Werten ergibt soll in der Physik ?fter vorkommen. Wieso haben Sie hier pl?tzlich ein Problem damit?




Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Bei der Diskussion handelt es sich doch um den Gang von Uhren in Inertialsystemen. Warum soll eine Uhr im einen IS anders laufen als im andern IS? Beide Uhren merken nicht, dass sie sich bewegen.


Die Uhren laufen ja auch - jede in ihrem eigenen Inertialsystemen - gleich. Jedoch l?uft Uhr 1 ausgedr?ckt in Koordinaten von Uhr 2 anders. Das ist durchaus folgerichtig, denn Uhr 2 "merkt" ja auch, da? sich Uhr 1 (relativ zu 2) bewegt.





Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Ja, es gibt auch Philosophen, die sagen, dass wir uns ohnhin alles nur einbilden.


Dazu geh?rte Kant nun wirklich nicht. Auch in der heutigen Physik sind Raum und Zeit nichts anderes als menschengemachte Koordinatensysteme. Die Skalierung von Raum und Zeit sind willk?rlich. Man mu? beileibe kein Solipist sein um dies einzusehen.




Zitat:

Hans schrieb am 24.06.2007 16:26: Aber au?er unserem Gehirn gibt es auch noch Messeinrichtungen, die auf einem ganz anderen physikalischen Prinzip beruhen als unsere Sinnesorgane und dennoch die gleichen Vorg?nge zeigen. Z.B das Altern.


Es ist richtig, da? wir uns schwer tun ganz allt?gliche Vorg?nge zu beschreiben ohne eine Zeitkoordinate einzuf?hren. Aber das wu?ten doch schon Kant und Newton. Was wollen Sie denn hier damit sagen?

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26.06.2007 09:56 DerDicke ist offline Email an DerDicke senden Beiträge von DerDicke suchen Nehmen Sie DerDicke in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Antwort an DerDicke:

Hallo, nun kommen wir dem Problem schon n?her. Bei meiner dogmatisch anmutenden SRT-Erw?hnung m?chte ich an den Fokus dieser Diskussion erinnern: es geht um meinen Aufsatz ?bers Zwillingsparadoxon. Da m?chte ich mich nicht in Nebenkriegsschaupl?tzen verheddern.

Zun?chst zu Ihren Bemerkungen:


Zitat:

Die SRT untersucht ?berhaupt nicht WARUM die Uhr anders geht.



Doch. Der Grund ist, dass bei hohen Geschwindigkeiten eines bewegten Systems und der endlichen Lichtgeschwindigkeit (LG) beim "ruhenden" Beobachter zwangsl?ufig "Verzerrungen" erscheinen, die aber mit der Realit?t nichts zu tun haben. Das wird in den Diskussionen in diesem Forum oft vermanscht. Man sollte unterscheiden zwischen dem, was beobachtet wird, und dem was in der Realit?t geschieht, die aber wegen der Endlichkeit der LG nicht gemessen werden kann. In der SRT wird dieses Ph?nomen mit der LT berechnet, und hier wei? man auch warum. Ganz anders in der ART. Da gibt es viele Gravitationsph?nomene die man mit der ART nicht erkl?ren kann. Ein Zeichen daf?r, dass man immer noch nicht wei?, was die Gravitation wirklich ist. Die ART bietet aber immerhin ein gutes mathematisches Modell um die wichtigsten Ph?nomene berechnen zu k?nnen.

Dann

Zitat:

Allerdings tragen zur Gr??e des Effektes auch die unbeschleunigten Phasen bei. Aber auch in den Formeln f?r diese Phasen werden Sie den Wert v finden.



Hier sollten Sie mir wirklich mal erkl?ren, welcher Anteil in den unbeschleunigten Phasen dann wie zu Stande kommt! Denn darum geht es ja in dieser Diskussion. F?r die Hinreise ist die Geschwindigkeit v f?r die R?ckreise -v. Also sollten sich die relativistischen Effekte kompensieren. In der SRT wird der (meines Erachtens richtige) relativistische Dopplereffekt f?r die Berechnung der Zeitdilatation verwendet. Wie wollen Sie den ZP-Effekt in der SRT denn sonst begr?nden? Genauso wie im Goenner-Lehrbuch, wo Linearkombinationen der Frequenzen von Hin- und R?ckreise berechnet werden? Oder haben Sie eine andere Idee?


Zitat:

denn Es ist richtig, da? wir uns schwer tun ganz allt?gliche Vorg?nge zu beschreiben ohne eine Zeitkoordinate einzuf?hren. Aber das wu?ten doch schon Kant und Newton. Was wollen Sie denn hier damit sagen?



Ich wollte damit sagen, dass man das Thema Zeit nicht den Philosophen ?berlassen sollte, denn auch hier besteht die Gefahr, dass Beobachtung und Realit?t verwechselt werden, oder dass die Beobachtung als Realit?t interpretiert wird.

Wenn ich einen Schatten als Realit?t einstufe, ohne mir Gedanken zu machen, wie dieser Schatten zustande gekommen ist, kann es zu schwerwiegenden Fehlinterpretationen kommen.

Aprospos Realit?t:

Zitat:

DerDicke hat 101 kg davon 93 kg Ruhemasse und 8 kg aufgrund der relativistischen Massen?nderung



In dem Fall fliegen Sie ja z.Z. mit ca. 120 000 km/s in der Gegend herum. Ich w?nsche Ihnen f?r die Zukunft eine Kollisions-freie Zeit und hoffe, dass die Hitzeschilde das aushalten.

Viele Gr??e
Hans

04.07.2007 00:53 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen


Zitat:

Hans schrieb am 04.07.2007 00:53: Doch.


Neee.



Zitat:

Hans schrieb am 04.07.2007 00:53: Der Grund ist, dass bei hohen Geschwindigkeiten eines bewegten Systems und der endlichen Lichtgeschwindigkeit (LG) beim "ruhenden" Beobachter zwangsl?ufig "Verzerrungen" erscheinen, die aber mit der Realit?t nichts zu tun haben.


Sie erkennen wom?glich richtig, da? die Koordinaten, die in der SRT nach den Vorgaben der LT verzerrt werden keine realen Objekte sind. Wieso Sie das nun ausgerechnet als Argument daf?er heranziehen, da? die SRT nicht nur beschreibe WIE, sondern auch WARUM die Uhr anders geht bleibt Ihr Geheimnis.



Zitat:

Hans schrieb am 04.07.2007 00:53: Ein Zeichen daf?r, dass man immer noch nicht wei?, was die Gravitation wirklich ist. Die ART bietet aber immerhin ein gutes mathematisches Modell um die wichtigsten Ph?nomene berechnen zu k?nnen.


Die ART beschreibt WIE ein Inertialsystem durch die Gravitation verzerrt wird, erkl?rt aber nicht WARUM. Die SRT beschreibt WIE ein Inertialsystem durch eine Relativbewegungt verzerrt wird, erkl?rt aber nicht WARUM. Last not least hat ja auch Newton schon immer nur erkl?rt WIE der Apfel f?llt aber nicht WARUM. Auch hier konnten Sie keinen Unterschied aufzeigen.



Zitat:

Hans schrieb am 04.07.2007 00:53: Hier sollten Sie mir wirklich mal erkl?ren, welcher Anteil [der resultierenden Zeitdilatation] in den unbeschleunigten Phasen dann wie zu Stande kommt!


Mein Standpunkt ist doch, da? die SRT genau dar?ber keine Aussage macht. In der Formel f?r die resultierende Zeitdilatation (die habe ich ja sogar von Ihnen) taucht die Dauer bzw. L?nge der unbeschleunigten Phasen aber auch die Relativgeschwindigkeit auf. Die Relativgeschwindigkeit ergibt sich aber als Zeitintegral ?ber die Beschleunigung, mithin also Resultat der beschleunigten Phase. Welcher dieser Phasen sollen Sie nun die resultierende Zeitdilatation zuordnen?? eine rein philosophische Frage - Streit um des Kaisers Bart.

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06.07.2007 17:44 DerDicke ist offline Email an DerDicke senden Beiträge von DerDicke suchen Nehmen Sie DerDicke in Ihre Freundesliste auf
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Re: Fehlinterpretation in der Speziellen Relativit?tstheorie? Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Sorry, ich hatte ein Pause. Also, Warum es die Zeitdilatation und L?ngenkontraktion bei schnell bewegten Objekten gibt, ergibt sich aus der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit. Ich verstehe ich nicht, was Sie da sonst noch hineingeheimnissen wollen und welche Erkl?rung Sie sonst noch brauchen. Das Wie wird mit der LT berechnet.


Zitat:

Mein Standpunkt ist doch, da? die SRT genau dar?ber keine Aussage macht.


Doch, in den Formeln aus dem Lehrbuch von H. Goenner. Die Integration der Beschleunigung ergibt die Endgeschwindigkeit f?r die folgende beschleunigngsfreie Phase. Nur diese Phase steht zur Diskussion.

12.08.2007 18:32 Hans ist offline Email an Hans senden Beiträge von Hans suchen Nehmen Sie Hans in Ihre Freundesliste auf
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