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Autor Beitrag
Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 11.06.2006 11:53 Forum: Die offene Gesellschaft

Ich wurde aus einer privaten Mail zitiert, wo der Empf?nger wusste, was ich meine. Nat?rlich m?ssen SRT und ART unterschieden werden, weil nur letztere einen physikalischen Gegenstand hat, n?mlich die Gravitation. Aber umgekehrt ist es leider immer wieder so: wenn die SRT in Bedr?ngnis kommt, werden zur ihrer Entlastung gern Erfolge der ART ins Feld gef?hrt. Es geht aber ?berhaupt nicht um irgendeine Verdammnis sondern um zu zeigen, dass bei der SRT eine Verwechslung von Beobachter und Beobachtetes vorliegt, was zwangsl?ufig passieren muss, wenn man nichts von einer Rolle des Beobachters wissen will. Das ist aber Einstein als Autisten nicht vorzuwerfen, weil es ihm hier an der Selbstwahrnehmung mangelte. Es geht also letztlich gar nicht um Physik. Erst wenn man wei?, was Asperger-Autismus ist und wenn sich intensiv mit Einsteins Pers?nlichkeit befasst hat, indem man z.B. sorgf?ltig J?rgen Neffes Einsteinbiographie liest (Ausz?ge daraus auf WEGE DES DENKENS, Text I/B7a Anhang 2 "Einstein als Autist" oder Text II/15 "Autismus als Forschungsgebiet. Formen des Autismus" mit Links zu aktuellen Beitr?gen zum Thema), dann l?st sich das Problem mit der SRT und Einsteins ganzen ?u?erungen zum Weltbild, z.B. warum er so vehement gegen die Quantenmechanik opponierte.
Alles klar?
Helmut Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 31.05.2006 09:20 Forum: Die offene Gesellschaft

Ich hoffe, alle ?brigen Leser au?er Herrn v. Mettenheim haben meine Frage verstanden: Handelt es sich bei den von mir genannten Begriffen um physikalische Gr??en oder um physikalische Gegenst?nde. Einstein als Autist, f?r den es keine Rolle des Beobachters gab, hat sie als physikalische Gegenst?nde behandelt - das ist der grundlegende Fehler seiner ganzen Argumentation, und dieser Fehler soll hier vertuscht werden, in dem man meine Frage als verfeht hinstellt und gleich die ganze Philosophiegeschichte bem?ht, eine M?he die darauf hinweist, wie entscheidend meine Frage ist. Also bitte sich nicht bluffen zu lassen! Und da mehr zu diesem Thema nicht zu sagen ist, beende ich hiermit meine Mitarbeit.
Hille

Thema: Was ist Energie?
Helmut Hille

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Re: Was ist Energie? 30.05.2006 08:50 Forum: Physik, Naturwissenschaften, Mathematik

Energie ist eine physikalische Gr??e, mit der die Menge der in einem physikalischen System gespeicherten F?higkeit bestimmt wird, Arbeit zu leisten. (s. auch meine Beitr?ge in "Die Feinde der offenen Gesellschaft - Kl?rung der Begriffe)
H.Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 29.05.2006 15:52 Forum: Die offene Gesellschaft

Inzwischen wurde ich "belehrt", dass Was-Fragen ?berfl?ssig bis sch?dlich w?ren. Haha! Da m?sste man ja alle Lexika verbieten, die uns zeigen, was mit einem Wort gemeint ist. Und der Normenausschuss f?r Einheiten und Formelgr??en sollte dann schleunigst seine Arbeit einstellen, damit der Herr Popper, der einen solchen Unsinn verbreitet haben soll, Recht bekommt. Es ist aber auch ein Mi?verst?ndnis, dass ich hier neue Definitionen erfinden m?chte, sondern ich entnehme sie meinem Physikduden. Da steht z.B. f?r Energie:
"Energie, Formelzeiche W, die in einem physikalischen System gespeicherte Arbeit oder F?higkeit Arbeit zu verrichten..." Also Energie ist keine Sache, sondern die F?higkeit einer Sache Arbeit zu verrichten. Und so ist das mit allen physikalischen Gr??en, die Einstein in grenzenloser Naivit?t ("das ewige Kind") immer als physikalische Gegenst?nde behandelt hat. Ja, w?rde man wissen, dass es sich von Menschen in Normenaussch?ssen definierte Gr??en handelt, w?rde der Relativit?tsspuk sofort sich in Nichts aufl?sen. Daher muss man nat?rlich sagen, dass solche Wasfragen zu unterlassen sind. Genial!

Helmut Hille


Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 29.05.2006 15:35 Forum: Die offene Gesellschaft

Zitat
Herr von Mettenheim schrieb am 28.05. um 16 Uhr:
"Sie brauchen keine Belehrung: Einverstanden, aber Ihre These ?Am Anfang war daher nicht das Wort, sondern die Bedeutung, n?mlich die von sich entwickelnder K?rpersprache, welche ggf. durch Laute unterst?tzt wird? ist wieder falsch. Woher sollte die Bedeutung kommen? Jedenfalls widerspricht Ihre Ansicht der von Popper vertretenen , die ich f?r richtig halte. Also darf sie nicht vorausgesetzt, sondern m??te mit Argumenten begr?ndet
werden. Nach Popper war am Anfang nicht die Bedeutung sondern die (allen Lebewesen eigene) F?higkeit, aus Fehlern zu lernen. Das hat er unerm?dlich erkl?rt (vgl. z. B. Popper, ?Alles Leben ist Probleml?sen?, S. 255ff; oder Popper/Eccles, ?Das Ich und sein Gehirn? S. 511; es gibt aber noch viele ?hnliche Stellen in seinen Werken)."

Zu diesem Thema werde ich nur einmal Stellung nehmen.
Zitat: "Woher sollte die Bedeutung kommen?" (v.Mettenheim)Das versucht ja gerade meine Arbeit zu zeigen, aus der ich zitierte. Also ggf. dort nachlesen. Wenn Popper anderer Meinung ist, so ist das f?r mich nicht verwunderlich. Au?erdem hat er auch hier vers?umt die Was-Frage zu stellen, n?mlich: Was lernt man denn durch Versuch und Irrtum? Antwort: man lernt, Ph?nomenen jene Bedeutungen zu verleihen, die f?r das eigenen ?berleben n?tzlich sind. Durch verst?ndnisloses Hingaffen lernt man n?mlich nichts. Fehler muss man erst mal machen, bevor man aus ihnen lernen kann. Also gilt es Bedeutungen zu erfinden. Das ist ein sch?pferischer Vorgang zu dem man entweder die F?higkeit hat oder nicht. Bis die Spezies Mensch bzw. deren Vorl?ufer in der Lage waren, sich in Worten auszudr?cken, haben sie sich Millionen Jahre lang eben durch K?rpersprache verst?ndigt, zu der auch das Weisen per Hand und das Sprechen von Lauten geh?rt. Man kann als auch ohne gesprochene Sprache ?berleben, aber nicht ohne die F?higkeit, Bedeutungen zu kreieren, wenn man kein reines Instinktwesen ist.
H.Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 29.05.2006 09:48 Forum: Die offene Gesellschaft

Fragen, die man nicht beantworten kann oder will, weil man sonst die ganze Unsinnigkeit der relativistischen Annahmen zugeben m?sste, gleich als falsch oder ?berfl?ssig hinzustellen, ist wieder ?hnlich "genial" wie bei Einstein. Aber mich kann man da nicht bluffen. Und wenn Popper der Gew?hrsmann daf?r ist, dann liege ich mit seiner Einsch?tzung richtig. Ja, warum die Kl?rung der Begriffe in der Rubrik "Die Feinde der offenen Gesellschaft" steht, habe ich anfangs auch f?r falsch gehalten. In einer eigenen Rubrik w?rde wahrscheinlich viel ?fters zugegriffen werden. Da nun aber Kl?rung als falsch oder sogar sch?dlich hingestellt wird, erweist sich die Zuordnung doch noch als richtig.
Beste Gr??e an alle!
H.Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 28.05.2006 13:36 Forum: Die offene Gesellschaft

Nachtrag: Wie kann es eine offene Gesellschaft ohne m?ndige B?rger geben? Und wie k?nnen diese m?ndig sein, wenn sie die Bedeutung von Begriffen nicht kennen? So, wenn sie z.B. nicht wissen, ob eine Sache oder das Ma? einer Sache gemeint ist? Herr v. Mettenheims/Poppers(?) Thesen zielen auf das Herzst?ck jeder echten Verst?ndigung!
Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 28.05.2006 11:22 Forum: Die offene Gesellschaft

Sie halten es also nicht f?r n?tig, die verwendeten Begriffe zu kl?ren, sondern es gen?gt Ihnen, sie zu gebrauchen. Dann tun Sie es doch und ?berlassen die Kl?rung den anderen. Warum mischen Sie sich dann hier ein. Am Ende werde ich darauf eine Antwort zu geben versuchen.

Ich brauche ?ber das Verh?ltnis von Sprache und Bedeutung keine Belehrung. In Datei III/1a "Die Generierung des Geistigen" habe ich u.a. in Pkt. 6 geschrieben:
"Der schwierigste Teil des schwierigsten der Probleme (die Entstehung des Geistigen) ist die Begriffsbildung. Hier muss man sich dar?ber im klaren sein, dass mit Begriffen Bedeutungen transportiert werden, die sich das Gehirn zuvor erarbeitet haben muss. Wer Gesten sieht oder W?rter h?rt, muss schon deren Bedeutung kennen, um sie zu verstehen oder er muss versuchen, sich ihr Verst?ndnis aus ihm bekannten Bedeutungen zu erschlie?en. Am Anfang war daher nicht das Wort, sondern die Bedeutung, n?mlich die von sich entwickelnder K?rpersprache, welche ggf. durch Laute unterst?tzt wird. "

Die ganze Diskussion mit Ihnen, Herr v. Mettenheim, ist mir ein Beispiel, wie entweder die Gegner der Relativit?tstheorie sich gegenseitig blockieren, oder wie deren Bef?rworter auf eine zugegeben intelligente Art die Kritik an der RT gleich als ?berfl?ssig hinzustellen verm?gen. Der Leser, der ?ber das Verh?ltnis von Sprache und Bedeutung keine vertieften Erkenntnisse besitzt, wird der Argumentation v. Mettenheims zuneigen, gerade auch, weil er sich auf eine (angebliche) Autorit?t beruft (Popper).
F?r mich aber z?hlen zu den Feinden der offenen Gesellschaft auch gerade jene, welche eine Kl?rung der Begriffe verhindern wollen, um beliebig argumentieren zu k?nnen. Am Ende der Vernebelung von Gehirnen wird dann niemand mehr wissen, von was eigentlich die Rede ist, da Was-Fragen angeblich wenn nicht gleich unsinnig, dann doch ?berfl?ssig w?ren. Es tut mir leid, dies hier sagen zu m?ssen. Aber es stellt sich mir so da, was hier mir entgegnet wird.

Mit freundlichen Gr??en
Helmut Hille

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 24.05.2006 22:51 Forum: Die offene Gesellschaft

Was Herr v. Mettenheim schreibt findet sich auf meiner Autorenseite in WEGE DES DENKENS wie folgt: "Selbst wenn wir Begriffe definieren, m?ssen wir doch mit Begriffen beginnen, die undefiniert sind. So ist die Unsch?rfe von Anfang an in unserem Denken."

Das ist aber in meinem Forumbeitrag ?berhaupt nicht gemeint, sondern es geht wie man ganz unzweifelhaft erkennen kann um die Klarstellung, ob es sich bei den genannten Begriffen um physikalische Gr??en handelt, die ideeller Natur sind, oder um physikalische Realit?ten handelt. Dass muss doch kl?rbar sein, denn sonst wei? man gar nicht von was man spricht. Also: Ist Masse eine Sache oder das Ma? des Tr?gheitswiderstands einer Sache? Ist Zeit eine Sache oder das Ma? der Dauer eines Ereignisses?. Ist Energie eine Sache oder das Ma? der Arbeit, die eine Sache leisten kann? Das sind doch ganz zentrale Fragen. Was soll an solchen Fragen falsch sein? Wer sie nicht gekl?rt haben m?chte, sollte sich lieber mit sch?ngeistiger Literatur befassen. Aber ich denke, hier liegt ein Missverst?ndnis vor. Und was Popper betrifft, so halte ich ihn f?r weit ?bersch?tzt. Beste Gr??e
Helmut Hille
www.helmut-hille.de

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 22.03.2006 11:56 Forum: Die offene Gesellschaft

Um die Begriffskl?rung in der eingangs genannten Reihenfolge fortzusetzen, ist jetzt etwas zum Begriff der Kraft zu sagen, um den Einstein einen besonderen Eiertanz auff?hrte, weil lt. Mach Kr?fte angeblich ?etwas Metaphysisches? seien. Im Physikduden hei?t es jedoch ganz schlicht und richtig: ?Kraft, Ursache f?r die Beschleunigung oder die Verformung eines K?rpers. ? Die Kraft ist ein Vektor.? Also eine gerichtete Gr??e. Wie bei allen Gr??en wird demnach auch mit der Kraft ein Ph?nomen der Wechselwirkung erfasst und keine Sache. Wo keine WW, da keine Kraft. Was soll daran problematisch sein? Probleme damit haben immer nur jene, die keine Rolle des Beobachters dulden und daher in kindlicher Naivit?t alle Gr??en f?r reale Gegenst?nde halten. Aber niemand ist gezwungen, sich diese Naivit?t zu Eigen zu machen. Im Gegenteil. Jeder sollte versuchen erwachsen zu werden.

Sp?testens an dieser Stelle ist nun etwas zu den von Einstein und vielen anderen Physikern am meisten missbrauchten Gr??en Raum und Zeit zu sagen. Auch der Raum ist keine Sache. ?Raum? ist ja gerade immer dort, wo NICHTS ist! Die Dinge sto?en sich hart im Raum, aber der Raum st??t sich nirgends, da er ja ein Ordnungsmuster der Beschreibung ist, welches sich als sehr zweckm??ig herausgestellt hat. ?Raum? ist die Ordnung des Neben-, ?ber- und Hintereinanders, genannt ?Dimensionen?. Das ist, was wir mit Sicherheit feststellen k?nnen und mehr zu wissen ist nicht n?tig. Und was nicht materieller Natur ist, kann auch nicht materiell beeinflusst werden. Zu seiner Rechtfertigung hat Einstein Newton unterstellt, er h?tte den Raum f?r die Tr?gheitskr?fte der K?rper verantwortlich gemacht, der infolge seiner Absolutheit aber selbst unangreifbar w?re, und es w?re daher seine (Einsteins) Aufgabe zu zeigen, dass die ?Massen? auf den Raum zur?ckwirken. Quasi um Gerechtigkeit zwischen beiden herzustellen. Das ist ein typisch sozialistischer Gedanke, der ja immer mit der ?berzeugung daher kommt, dass alles Geschehen von au?en determiniert ist und Menschen da h?chstens ein bisschen nachhelfen m?ssen. Der Determinist Einstein konnte sich also nicht vorstellen, dass ?jeder K?rper VON SICH AUS in seinem Zustand ? verharrt?, wie es bei Newton in Definition III seiner ?Principia? hei?t. Einstein empfand es wohl als beunruhigende Anarchie, wenn Dinge zu etwas ?von sich aus? f?hig w?ren. M?nner wollen ja immer alles unter Kontrolle haben. Sozialisten da besonders. Lenin: ?Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.? In welche Agonie totale Kontrolle f?hrt, haben wir ja erlebt.

Beim Begriff der Zeit machte sich Einstein die allgemein herrschende Unsicherheit ?ber Ursprung in Inhalt des Begriffs zunutze und behandelte die Zeit ebenfalls als eine Sache. Auch Newton war da nicht ganz sattelfest, obwohl er richtig feststellte, dass sie ein Ma? der Dauer ist, aus den Vergleich von Bewegungen gewonnen, sich aber nicht ?ber den Ursprung der Dauer im Klaren war. Die Zeit ist wohl immer noch so geheimnisvoll, dass sie in meinem Physikduden separat erst gar nicht vorkommt, obwohl sie eine Basisgr??e ist. Der Ursprung des Zeitbegriffs ist nun nicht eine drau?en umherschwirrende Sache ?Zeit?, die irgendwie in das Gehirn hinein diffundiert ist, sondern das Erinnerungsverm?gen! Nur durch dieses sind wir in der Lage, Vergleiche anzustellen, gerade auch zeitliche. Die Zeit als Dimension ist die Ordnung des Nacheinanders. Und mehr zu wissen, ist auch hier nicht n?tig und m?glich. Uhren sind nur materielle Hilfsmittel, die uns Zeitpunkte geben, aus deren Differenz sich die Dauer eines Ereignisses bestimmen l?sst. Ich finde, hier wird besonders gut erkennbar, dass es immer der Beobachter ist, der ihm vertraute Eigenschaften an die Dinge herantr?gt und probiert, inwieweit sie f?r ihn dadurch handhabbar werden. So ist es auch er, der misst, und nicht die Uhr, die ja keinerlei kognitive F?higkeiten hat. Relativisten jedoch wissen weder wer da misst, noch was gemessen wird, verwechseln st?ndig Uhr und Zeit und halten dieses ihnen von Einstein ?berlieferte geballte Unwissen f?r besonders ?genial?. Gewisserma?en: je unvern?nftiger, umso genialer. Wer mit gesundem Menschenverstand dagegen argumentiert, wird gleich als r?ckst?ndig angesehen. Unverstand als Norm. So immunisiert man sich gegen Kritik - was es zu verstehen gilt!
Der Autor

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Re: Kl?rung der Begriffe 20.03.2006 11:01 Forum: Die offene Gesellschaft

Lieber Ekkehard Friebe,
Sprachgewohnheiten lassen uns immer wieder einmal stolpern. Hier ist das auch Ihnen mit dem Ausdruck "Messung der Zeit" passiert. Die Zeit ist ja gerade DAS MA? DES MESSENS, wozu uns Uhren Zeitpunkte geben. Was wird also gemessen? Gemessen wird DIE DAUER! Sie ergibt sich als Differenz zweier Zeitpunkte, so wie sich eine L?nge als Differenz zweier Raumpunkte ergibt, verk?rpert durch eine Messlatte o.?. Die Dinge sind im Grunde sehr einfach. Daher ist es mein Bestreben, die Dinge so einfach darzustellen, wie sie sind.
Viele Gr??e Helmut Hille
Wie erzeugt man eine Fettschrift?

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 19.03.2006 08:58 Forum: Die offene Gesellschaft

Inzwischen habe ich noch von der angebotenen M?glichkeit Gebrauch gemacht, E.s Vorwort ganz zu lesen. Hier findet sich dann die wohl dem deterministischen Geist der damaligen Zeit entsprungene Behauptung: "Durch Galilio und Newton ist der Raumbegriff bereichert und kompliziert worden, indem der "Raum" als selbst?ndige Ursache des Tr?gheitsverhaltens der K?rper eingef?hrt werden mu?..." Das ist eine glatte L?ge, mit der sich E. und seine Anh?nger zu rechtfertigen versuchen. In Newtons "Principia" hei?t es jedoch: "Die der Materie eingepflanzte Kraft ist die F?higkeit Widerstand zu leisten, durch die jeder K?per VON SICH AUS (!) in seinem Zustand der Ruhe oder in dem der gleichf?rmig-geradlinigen Bewegung verharrt." Wenn die Materie ihre F?higkeit Widerstand zu leisten "von sich aus" hat, ist es also nicht n?tig, den Raum zu physikalisieren, damit er nicht nur physikalische Wirkungen aus?bt, sondern auch erleidet, weil er weder das eine noch das andere tut. So ist die ganze SRT auf einer L?ge aufgebaut.
Der Autor

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Re: Kl?rung der Begriffe 19.03.2006 08:30 Forum: Die offene Gesellschaft

Zum Zitat von Albert Einstein:
Interessant w?re ja zu wissen, welche Schlussfolgerungen bez?gl. Raum und Zeit er aus seiner richtigen Einsicht gezogen hat. A.E. f?ngt ja immer erst richtig an, um dann unbek?mmert mit dem Gegenteil zu argumentieren. Wahrscheinlich h?lt er seine Behandlung von R+Z f?r die einzig richtige, denn sein Hinweis, dass der ?berlieferte Gebrauch von "fundmentalen Begriffe uns zu schwer aufl?sbaren Paradoxien f?hrt" ist ein bei Relativisten beliebtes (jedoch eigentlich nie belegtes) Argumenten, um Einsteins
Vorgehen gegen Newtons bew?hrte Dynamik zu rechtfertigen.

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Re: Kl?rung der Begriffe 17.03.2006 10:35 Forum: Die offene Gesellschaft

An Stelle der von den anderen Autoren ben?tzten Begriffe "K?rper" oder "System" werde ich bei Fortsetzung der Kolumne ganz neutral von "Sachen" sprechen. Der Begriff "Sache" meint etwas real Existierendes, das uns durch Eigenschaften bekannt wird. Wir kennen also nicht eine Sache selbst, sondern nur die Eigenschaften, die sie in der Wechselwirkung (WW) zeigt. Das ist eine wichtige Unterscheidung. Was eine Sache au?erhalb ihrer WW ist, ist transzendent. Wissen ist Bescheidung an den M?glichkeiten der Erfahrung.
Helmut Hille (in Zukunft: Der Autor)

Thema: Kl?rung der Begriffe
Helmut Hille

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Kl?rung der Begriffe 16.03.2006 21:32 Forum: Die offene Gesellschaft

Kl?rung der Begriffe

Um sich mit Albert Einsteins Spezieller Relativit?tstheorie (SRT) kritisch befassen zu k?nnen, ist es meines Erachtens (m.E.) zuerst notwendig, die von Einstein benutzten Begriffe zu kl?ren, denn sonst wei? man gar nicht, wor?ber man spricht. Es ist also insbesondere zu fragen: Was ist Energie? Was ist Masse? Was ist Materie? Was ist Kraft? Was ist Zeit? Was ist Raum? Was ist Geschwindigkeit? Was ist mit Bewegung gemeint? Was ist mit Ruhe gemeint? Was ist eine Uhr? Wer misst: die Uhr oder der Mensch? Was wird mit Hilfe der Uhr gemessen? Was ist eine physikalische Gr??e? Ja, was ist Physik? Wenn diese Fragen beantwortet sind und Einigkeit ?ber die Antworten besteht, werden sich weitergehende Fragen auftun bis hin zu der Frage: Was ist ?berhaupt der Gegenstand der SRT? Solange wir die Basisfragen nicht gekl?rt haben, aber trotzdem in theoretische Er?rterungen ?ber die Natur einsteigen, begeben wir uns m.E. schon auf die schiefe Ebene der SRT, an der es zum Schluss kein Halten mehr gibt, weil es ihr am Fundament fehlt.

Fangen wir daher mit der Energie als das physikalisch Allgemeinste an. Was also ist Energie? Ist Energie eine Sache? Nein! Energie ist eine vom Menschen ersonnene physikalische Gr??e, um die F?higkeit eines K?rpers oder Systems, Arbeit zu leisten, quantitativ zu erfassen. Daher hei?t im Physikduden (von 1974): ?Energie, Formelzeichen W, die in einem physikalischen System gespeicherte Arbeit oder die F?higkeit eines physikalischen Systems, Arbeit zu verrichten.? Da man Arbeit nicht speichern kann, m?sste es m.E. kurz und b?ndig hei?en: ?Energie ist das Ma? der F?higkeit eines physikalischen Systems, Arbeit zu verrichten.? (oder: zu leisten)

Ganz ?hnlich ist es mit dem Begriff der Masse. Auch sie ist keine Sache, sondern das Ma? der F?higkeit ?eines K?rpers einer ?nderung seines Bewegungszustandes nach Betrag bzw. Richtung einen Widerstand bestimmter Gr??e entgegenzusetzen.? (Physikduden) Sie tritt also nur bei Wechselwirkungen in Erscheinung, ist also ein Aspektder Wechselwirkung. Mit Hilfe des Bewegungswiderstandes eines K?rpers, wird die Menge seiner Materie bestimmt, z.B. durch Wiegen.

Sollten wir Kritiker der SRT hier?ber Einigkeit erzielen k?nnen, setze ich meine Begriffskl?rung gerne fort. Ansonsten ist es notwendig, am Begriff der physikalischen Gr??e zu arbeiten. Denken ist das Arbeiten am Begriff (frei nach Hegel).

Helmut Hille

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