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Autor Beitrag
Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 29.11.2007 22:41 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie

Danke f?r den Beweis daf?r:
"Warum mag Lopez niemand, und will sie auch nicht verstehen"

Thema: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen
Martial Bourdin

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Re: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen 29.11.2007 22:21 Forum: Physik, Naturwissenschaften, Mathematik


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 21:47 Uhr:
Aber ich halte es aus meiner kurzen Erfahrung mit Ihnen - zumindest unter diesem Nickname - f?r m?ssig, mit Ihnen ?ber die Deutung von eindeutigen Aussagen zu diskutieren... Lassen wir also Minkowski sagen, was es zu sagen hatte, und lassen wir die Leser selbst entscheiden.

Unterlassen Sie also bitte in Zukunft in diesem Forum, die Threads systematisch mit Ihren "Interpretationen-Nachhilfen" von Aussagen und Zitaten regelrecht zu spamen.



Liebe Madame Lopez,

als Leser erlaube ich mir eben auch eine Interpretation. Wenn diese Ihnen nicht gefallen sollte, ist das in Ordnung und in der Kunst des Diskurses in der Regel Ausgangspunkt zur argumentativen Verteidigung. Wenn Sie dazu nicht willens sind oder in der Lage, ist das Ihre Sache.

Wenn Sie so viel Wert darauf legen, da? sich die Leser selbst entscheiden sollen, wie ein Zitat zu verstehen ist, mu? es jedoch den Regeln des Zitierens gen?gen. Es ist nun nicht zum ersten Mal, da? ein von Ihnen verwendetes Zitat erst dann erschlie?bar wird, sofern es im Original und insbesondere nicht verk?rzt den Lesern zur Verf?gung steht. Meine Erg?nzungen als Spam zu bewerten ist daher weniger Geschmacksache und Qualifizierung meiner Beitr?ge. Es sagt dagegen viel dar?ber aus, wie Sie mit Widerspruch umgehen k?nnen. Ihre Arbeit wird zur Farce, wenn Sie sich einer von Ihrem Kurs abweichenden Meinung nicht stellen wollen.

Stehen Sie doch einfach mal eine Diskussion durch, anstatt Sie an unpassender Stelle einfach abzuw?rgen!

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 29.11.2007 22:19 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Markus schrieb am 29.11.2007 21:36 Uhr:
Was haben den Einsteins Zitat aus seinen politischen Engagement mit Physik zu tun, geschweige denn mit der Relativit?tstheorie?



Lieber Monsieur Markus,

um das zu ergr?nden, ist es auch hier erforderlich, die Quelle des Zitats

Zitat:

Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?


im Original einzusehen. Jeder Leser kann das tun, sofern er als freier B?rger in einem freien Land beheimatet ist. Das Interview der New York Times mit Einstein, in dem dieser Satz fiel, ist gegen geringes Entgelt auf dem Archivserver der NYT einsehbar

Zitat:

The Einstein Theory of Living
By Daniel Schwarz
March 12, 1944, Sunday



Regards, Bourdin

Thema: Salomo Friedlaender in Wikipedia
Martial Bourdin

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Re: Salomo Friedlaender in Wikipedia 29.11.2007 21:50 Forum: Diverses

Monsieur Nikolai,

was wollen Sie damit einleiten? Friedl?nder geh?rte nicht nur bei den "100 Autoren gegen Einstein" zu den "Tempelw?chtern des Kant-Heiligtums" (Brunn 1931).

Zu diesem Komplex ist das auch von G. O. Mueller erw?hnte Buch n?tzlich:"Interpretationen und Fehlinterpretationen der speziellen und der allgemeinen Relativit?tstheorie durch Zeitgenossen Albert Einsteins", Birkh?user Verlag, 1990

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 29.11.2007 21:19 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 21:11 Uhr:

Zitat:


Zitat:

"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?"



mu? man soviel fragen: Sind Sie sicher, da? Einstein hier ?ber seine Physik gesprochen hat? Oder betrifft es nicht mehr sein politisches Engagement?



Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Aussage Einsteins zu verstehen oder zu interpretieren, dann fragen Sie vielleicht dar?ber die Max-Planck-Gesellschaft, Institut f?r Gravitationsphysik, Albert Einstein Institut in Potsdam: Dieses Zitat haben sie n?mlich als Motto f?r ihre Online-Informationsseite "Einstein f?r Einsteiger" ?bernommen:

http://www.einstein-online.info/de/einsteiger/index.html

und dadurch, dass die MPI/AEI offensichtlich f?r sich selbst beansprucht, die Physik Einsteins so gut verstanden zu haben, dass sie ihre Aufgabe daran sehen, die ?ffentlichkeit dar?ber aufzukl?ren, ist es nahe zu legen, dass sie damit auch die schwerverst?ndliche Physik Einsteins meinen, und nicht sein politisches Engagement, oder? Was hat auch das politisches Engagement mit dem Verst?ndnis der Natur und der Physik zu tun??

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez



Liebe Madame Lopez,

wie Sie wissen, ist Einstein so etwas wie ein Pop-Star geworden. Jede Institution der Didaktik kommt um dieses Ph?nomen nicht herum. Und behandelt Einstein daher ganzheitlich.

Schwierigkeiten mit Einsteins Zitaten - auch wenn diese sich gelegentlich verselbst?ndigen - hat niemand, der sich die originalen Quellen vertraut macht. Sie wissen, was Einstein um 1944 f?r Funktionen bekleidete?

Regards, Bourdin

Thema: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen
Martial Bourdin

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Re: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen 29.11.2007 20:48 Forum: Physik, Naturwissenschaften, Mathematik


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 20:09 Uhr:
Es ist so, dass nicht Lorentz ?ber die L?ngenkontraktion als ein ?Geschenk von oben? redet, sondern einzig und allein Hermann Minkowski. Und kein Anderer.

Lorentz hat n?mlich einen ?ther angenommen (was ?brigens zu dieser Zeit eine g?ngige und verbreitete Vorstellung in wissenschaftlichen Kreisen war), was jedoch Minkowski f?r eine ??u?erst phantastische? Annahme hielt. Dagegen hielt er seine eigene Annahme von einer L?ngenkontraktion ohne ?thervorstellung und ohne Kr?fteeinwirkungen zwar nicht f?r ??u?erst phantastisch?, daf?r aber glatt und kategorisch f?r ?ein Geschenk von oben?? Man staune?

Hier die Originalaussage von Minkowski:

http://de.wikisource.org/wiki/Raum_und_Zeit_(Minkowski)


Zitat:

Hermann Minkowski hat geschrieben:

Nach Lorentz soll jeder K?rper, der eine Bewegung besitzt, in Richtung der Bewegung eine Verk?rzung erfahren haben, und zwar bei einer Geschwindigkeit im Verh?ltnisse
[Formel].

Diese Hypothese klingt ?u?erst phantastisch. Denn die Kontraktion ist nicht etwa als Folge von Widerst?nden im ?ther zu denken, sondern rein als Geschenk von oben, als Begleitumstand des Umstandes der Bewegung.



Diese erstaunliche Aussage des Mathematikers Hermann Minkowski, die L?ngenkontraktion habe keine physikalische Kausalit?t, sondern sei ?ein Geschenk von oben? hat zum Beispiel G.O. Mueller in seiner Dokumentation auch kommentiert:


Zitat:

G.O. Mueller hat geschrieben - Kapitel 2 ? Seite 100:

Nach Minkowski soll die L?ngenkontraktion "ein Geschenk von oben" sein

Minkowski behandelt in seinem Vortrag 1908 die L?ngenkontraktion (S. 58-59). Lorentz habe sie als Hypothese zur Erkl?rung des Michelson-Morley-Versuchs eingef?hrt. "Diese Hypothese klingt ?u?erst phantastisch. Denn die Kontraktion ist nicht etwa als Folge von Widerst?nden im ?ther zu denken, sondern rein als Geschenk von oben, als Begleitumstand des Umstandes der Bewegung."

W?hrend Lorentz die Kontraktion sehr wohl hypothetisch als physikalische Wirkung der Bewegung gegen den ?ther in Form einer elastischen Verformung des absolut bewegten K?rpers aufgefa?t hat, ebenso auch M. v. Laue ohne ?ther-Hypothese, m?chte Minkowski die unvermeidliche und unangenehme Frage nach der Ursache der behaupteten Kontraktion gern loswerden und behauptet zu diesem Zweck von der Kontraktion dreierlei:

(1) sie ist nicht Folge von Widerstand im ?ther;
(2) sie ist der Begleitumstand eines Umstandes;
(3) sie ist ein Geschenk von oben.

Klar ist davon nur die erste Aussage: eine Negativ-Behauptung, die als solche schon nicht viel wert ist; im "Begleitumstand eines Umstandes" steckt doch der Gedanke der Folge, von Ursache und Wirkung, wird aber nicht physikalisch ausgef?hrt; die dritte Aussage als die eigentliche Erkl?rung ist f?r jemanden, der die Physik revolutionieren will, zumindest erstaunlich, insbesondere wenn man daran denkt, da? die Relativisten besonders gern gegen Newtons religi?se Vorstellungen ?ber den absoluten Raum wettern.

F?r den Physiker ist "ein Geschenk von oben" jedenfalls keine physikalische Erkl?rung, sondern nur ein unerwartetes Eingest?ndnis der Hilflosigkeit, in auffallendem Kontrast zur sonstigen Hochstimmung Minkowskis ?ber seine gro?artige "Ummodelung unserer Naturauffassung". Die Kontraktion als Folge der relativen Bewegung wird sprachlich uns?glich verklausiert zugegeben, kann jedoch physikalisch nicht erkl?rt werden. Und mit der Versicherung, wer es nicht gewesen sein soll (der ?ther), schr?nkt Minkowski nur seine Alternativen ein. Das Ganze ist eher eine Nicht-Erkl?rung.





Liebe Madame Lopez,

auch hier gilt wieder, man mu? daf?r sorgen, da? Zitate nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen.

Wenn Sie den ganzen Text in Ihrem Wikilink lesen und in den geschichtlichen Kontext stellen, wird eindeutig klar, da? Minkowski die Lorentzsche Interpretation der L?ngenverk?rzungen etwas ver?chtlich mit "Geschenk von oben" bezeichnet. Hermann Minkowski meinte mit Geschenk von oben nicht die SRT sondern die Lorentzsche ?thertheorie. Lorentz hatte ja einen ?ther angenommen, der gerade so die L?ngen bewegter Objekte verzerrt und die Bewegungen bewegter Objekte verlangsamt, da? diese die Bewegung des ?thers nicht feststellen k?nnen. Da? sie alle Licht mit c messen. Wie der ?ther mechanisch wechselwirken mu?, um sowas zu Stande zu bringen, konnte keiner erkl?ren. Es fiel gerade so vom Himmel, da? die Beobachtungen erkl?rbar wurden. Das meint Hermann Minkowski in seinem Vortrag "Raum und Zeit" von 1908.

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 29.11.2007 20:23 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 10:06 Uhr:
Was nicht verwunderlich ist, Albert Einstein hat es ja schon selbst auch zugestanden:

"Seit die Mathematiker ?ber die Relativit?tstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."

oder

"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?"



Liebe Madame Lopez,

mit dem Zitieren ist es gar nicht so einfach, wie ich bereits erkl?ren durfte. Auch in den vorliegenden Zitaten mu? darauf geachtet werden, ob sie nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen.

Zum ersten Zitat sei soviel vermerkt, da? Einstein damit auf einen Vortrag von Minkowski reagiert, den dieser vor der mathematisch-physikalischen Sektion des 80. Kongre? der Gesellschaft deutscher Naturforscher und ?rzte am 21.09.1908 in K?ln hielt. Minkowskis Vortrag trug wesentlich dazu bei, da? Einsteins Spezielle Relativit?tstheorie bei den Physikern Akzeptanz erfuhr. Einstein nahm an diesem Kongre? nicht teil und erfuhr vom Minkowski-Vortrag erst Monate sp?ter, als er in der Physikalischen Zeitschrift publiziert wurde. Der von Ihnen zitierte Seufzer wird gleichrangig gehandelt mit Einsteins urspr?nglicher Ansicht, da? die von Hermann Minkowski entwickelte formale Vereinfachung der SRT und Umschreibung eine "?berfl?ssige Gelehrsamkeit" bedeute.

Einstein war ein spontaner Mensch mit Neigung zur Emotion. Wie sehr Minkowski sp?ter f?r ihn bei der Entwicklung der Allgemeinen Relativit?tstheorie von Nutzen war, mag in seiner popularisierenden Darstellung "?ber die spezielle und die allgemeine Relativit?tstheorie" von 1917 nachgelesen werden. Dort kommentiert Einstein den Nutzen der Vorarbeit durch Minkowski

Zitat:

Diese d?rftigen Andeutungen geben dem Leser nur eine vage Idee von dem wichtigen Gedanken MINKOWSKIS, ohne den die im folgenden in ihren Grundgedanken entwickelte allgemeine Relativit?tstheorie vielleicht in den Windeln stecken geblieben w?re.



Die Quellen dazu finden Sie hier:

Albrecht F?lsing, 1995: Albert Einstein - Eine Biographie, Suhrkamp, S. 283
Carl Seelig, 1952: Albert Einstein und die Schweiz, Z?rich, S. 46
Abraham Pais, 2000: Raffiniert ist der Herrgott ... Albert Einstein - Eine wissenschaftliche Biographie, Heidelberg/Berlin, S. 151
Albert Einstein, ??1988: ?ber die spezielle und allgemeine Relativit?tstheorie, Berlin/Heidelberg, S. 38

Zu dem anderen Zitat

Zitat:

"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?"


mu? man soviel fragen: Sind Sie sicher, da? Einstein hier ?ber seine Physik gesprochen hat? Oder betrifft es nicht mehr sein politisches Engagement?

Regards, Bourdin

Thema: www.cosmopan.de
Martial Bourdin

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Re: www.cosmopan.de 29.11.2007 01:24 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Nikolai schrieb am 16.10.2007 20:53 Uhr:
War der Herausgeber des Buches "Hundert Autoren gegen Einstein", Herr Hans Israel, nicht auch Jude?!



Monsieur Nikolai,

haben Sie ein Problem mit dieser Konstellation? Es gibt noch wesentliche bizarrere Beispiele

Zitat:

Der j?dische SS-Mann von Waiblingen
Die schw?bische Kleinstadt Waiblingen ist gespalten: Ist ein gl?hender Nazi, der sich wegen seiner j?dischen Abstammung erschie?t, ein Opfer?

Mit Walter M?ller, dem SS-Mann, der sich 1933 selbst erschoss, weil er Jude war. Er sei also in gewisser Weise auch Opfer gewesen, meinen manche in der Stadt.
[...]
Walter M?ller trat bereits 1930 dem SS-Sturm bei. "Ein fanatischer Nationalsozialist", sagt der Stadthistoriker Schulthei?. Er sei stolz, "ein Herrenmensch" zu sein, schrieb M?ller einmal in sein Notizbuch.
[...]
Dass sein leiblicher Vater Jude war, verschwieg er selbst gegen?ber seiner Frau und verschleierte es in seinem Lebenslauf, nannte seine Adoptiveltern als Erzeuger. 1933 organisierte M?ller mit seinen Kameraden von der SS einen Fackelzug zum Haus eines j?dischen Arztes in Waiblingen, eines Kollegen M?llers am Krankenhaus. "Juden raus", wurde dort geschrien.

Wenige Monate sp?ter ging beim w?rttembergischen Innenministerium eine Anzeige ein, die darauf hinwies, dass auch M?ller selbst Jude war. Mit 32 Jahren setzte er sich eine Pistole aufs Herz und dr?ckte ab.

Im Abschiedsbrief an seine Frau schreibt er, man habe "ein Haar in meiner Abstammung gefunden". Seine Frau solle eine Nationalsozialistin bleiben, so wie er "trotz allem als SS-Mann" sterbe. Seine Beerdigung wurde die gr??te, die Waiblingen bis dahin gesehen hatte, die SS hielt eine Ehrenwache. M?ller hatte vor seinem Tod darum gebeten, seine Abstammung nicht ?ffentlich zu machen und alle Dokumente zu vernichten.



Bitte weiterlesen
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/217/144887/

Sie sehen, Jude zu sein bewahrt vor keinem Schicksal, nicht so rum und nicht anders.

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 28.11.2007 23:33 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie

Monsieur Kemme,

wenn es so ist wie Sie sagen, w?re einer genug. Wir leben in einem freien Land, in dem sich B?rger in Talkshows, Interviews und auf offener Stra?e ganz Anderes erlauben. Der Sinn Ihrer Wortmeldung wird IMHO dem kritischen Beitrag von Peter Fischer kaum gerecht. Wie es scheint, haben Sie zu schnell geschrieben.

Peter Fischer beklagt den zu laxen Umgang mit den H?chstleistungen der Naturwissenschaft als rein konsumptiven Akt, wor?ber Einstein selbst treffend klagte

Zitat:

?Sollen sich alle sch?men,
die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft
und Technik bedienen
und nicht mehr davon erfa?t haben,
als die Kuh von der Botanik der Pflanzen,
die sie mit Wohlbehagen fri?t?


http://www.pro-physik.de/Phy/pdfstart.do?mid=3&articleid=22885&recordid=22903

Wer also wollte sich in ?ffentlicher Diskussion einer solchen Aufforderung entziehen, wenn er recht h?tte? Qu'est ce que la propri?t??

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Re: Ernst Peter Fischer 27.11.2007 00:06 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie

Ernst Peter Fischer (siehe oben) hat 2005 im Physik Journal 4 (2005 ) Nr. 12, S. 3 einen interessanten Kommentar zum "Einstein-Jahr" verfasst:

"Unser Umgang mit Einstein
Verpasste Gelegenheiten am Ende des Feierns"

Nachstehend bringe ich ein Zitat aus diesem Kommentar

Zitat:

Bleiben wir bei den Medien: Was es trotz vieler kleiner Beitr?ge zum Einstein-Jahr auff?lligerweise nicht gab, war eine prominent besetzte Talkrunde zur besten Fernsehzeit.
Dies legt den Verdacht nahe, dass das Jubeljahr alles m?gliche bewirkt hat, nur keine neue Antwort auf die Frage, ?Was verstehen Sie von Albert Einstein??. Sie lautet beim allgemeinen Publikum n?mlich unver?ndert ?Nichts?, und Journalisten, die sich nicht zur Physik bekennen, geh?ren dazu. Niemand von ihnen hat die Gelegenheit genutzt, seine Schwierigkeiten mit Einstein zu erl?utern. Sie h?tten doch den traditionellen Spie? einmal umdrehen und nicht erst Erkl?rungen lauschen sollen, zu denen am Ende dann Fragen gestellt werden durften. Sie h?tten sich erst selbst einmal fragen sollen, was sie warum nicht verstehen und wissen wollen, um dazu etwas zu lernen. Aber diese Gelegenheit haben wir verpasst.
Einsteins Physik ist trotz aller Jubelfeiern den meisten fremd geblieben. Zu den Standards?tzen von Reportern, die zu einem Interview oder um einen anderen Beitrag baten, geh?rte der Hinweis, dass sie nichts von der Relativit?tstheorie verstehen. In Live-Gespr?chen wurde Blut und Wasser geschwitzt, wenn man sich von Einsteins Frauen ab- und seiner Physik zuwenden wollte: ?Bitte, ganz einfache S?tze, sonst schalten die Leute ab oder um.? Der Verfasser kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass am Ende des Einstein-Jahres kein Journalist mehr ?ber die dazugeh?rige Physik wei? als am Anfang. Und wenn schon diese privilegierte Gruppe nicht weitergekommen ist, kann man sich rasch ?berlegen, was f?r die Leser, H?rer und Seher der dazugeh?rigen Beitr?ge gilt.



Bitte weiterlesen:
http://www.pro-physik.de/Phy/pdfstart.do?mid=3&articleid=22885&recordid=22903

Regards, Bourdin

Thema: Ernst Peter Fischer
Martial Bourdin

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Ernst Peter Fischer 26.11.2007 02:05 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie

Ernst Peter Fischer


Zitat:

geboren 1947 in Wuppertal ;
Studium der Mathematik und Physik in K?ln, Studium der Biologie am California Institute of Technology in Pasadena (USA) (Promotion 1977), Habilitationsstipendiat der DFG im Bereich Wissenschaftsgeschichte (Habilitation 1987); apl. Professor f?r Wissenschaftsgeschichte an der Universit?t in Konstanz; langj?hriger Vizepr?sident des Tr?gervereins e.V. zur Gr?ndung der privaten Hochschule Holzen, einem Europ?ischen Studienkolleg f?r Weiterbildung.
Autor zahlreicher B?cher, zuletzt Das Sch?ne und das Biest (1997), Farbsysteme in Kunst und Wissenschaft (199cool, The Impact of Modern Genetics on Life Insurance (1999), An den Grenzen des Denkens (2000), Leonardo, Heisenberg & Co. (2000),Werner Heisenberg- Das selbstvergessene Genie (2001), Die andere Bildung ? Was man von der Naturwissenschaft wissen sollte (2001), Images & Imagination ? Faszination der Forschung (2001), Das genetische Abenteuer (2001), Das Genom (2002), Am Anfang war die Doppelhelix (2003) und Die Andere Bildung (2003). Herausgeber u.a. von Wieviel Genetik braucht der Mensch? (1995).Ausgezeichnet mit der Lorenz-Oken-Medaille (2002), der Treviranus-Medaille (2003) und den Eduard-Rhein-Kulturpreis (2003), Ausgezeichnet (2004) mit der Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft f?r Naturwissenschaftliche Publizistik und mit dem Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu G?ttingen.



Ernst Peter Fischer

Zitat:

Mir sind jedenfalls viele Menschen bekannt, die sich als gebildet bezeichnen, die ins Theater gehen, die nur klassische Musik auf dem CD-Player spielen, w?hrend sie zugleich gerne und bereitwillig zugeben, von den Naturwissenschaften nichts zu verstehen. Sie kennen Gedichte, aber keine Gesetze der Natur, und sie halten dies f?r keinen Mangel.



Bitte weiterlesen:
http://www.epfischer.com/

Regards, Bourdin

Thema: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen
Martial Bourdin

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Re: Die Unhaltbarkeit der LORENTZ-Transformationen 26.11.2007 00:01 Forum: Physik, Naturwissenschaften, Mathematik


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 25.11.2007 23:24 Uhr:
Ein Naturph?nomen l?sst sich nicht messen, nur seine vereinfachte experimentelle Nachahmung.



Liebe Madame Lopez,

sogar in STEREO

Regards, Bourdin

Thema: Blog Jocelyne Lopez
Martial Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 22:28 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 22:09 Uhr:
Also machen wir bitten hier Schlu?, das wird sonst langsam zu Bel?stigung. Compris?


Liebe Madame Lopez,

selbstverst?ndlich ist das Ihre Entscheidung.


Zitat:

Vielleicht habt Ihr Lust den neuen Blog zu besuchen:

http://blog-jocelyne-lopez.de


Die Einladung zum Besuch Ihres Blogs ist damit wahrscheinlich als Einbahnstra?e zu notieren. Ein Blog ist bekanntlich sehr eindimensional.
Allerdings sind es die Blogger nicht immer, wie sehr nett auf Wikipedia gelesen werden kann

Zitat:

Der Medienjournalist Stefan Niggemeier, Mitgr?nder von BILDblog und Betreiber eines weiteren Weblogs auf seiner eigenen Internetseite, schrieb ?ber sein Motiv des Bloggens: ?F?r mich ist es eine Sucht. Ein unstillbarer Hunger nach Aufmerksamkeit. Oder, um es positiver und weniger egozentrisch zu sagen: nach Kommunikation.?


http://de.wikipedia.org/wiki/Blog

Das mu? nicht immer so sein. Compris.

Regards, Bourdin

Thema: Blog Jocelyne Lopez
Martial Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 21:05 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 19:08 Uhr:
Noch einmal, Monsieur Bourdin:

Albert Einstein schreibt in der deutschen Sprache, die wir hier alle verstehen k?nnen, und in den von mir zitierten Aussagen in meinem Blog (an seinen Freund Solovine 1949), sowie in den von mir hier in diesem Thread zitierten Aussagen im Vorwort zum Buch von Max Jammer 1953, in einer allgemeinverst?ndlichen Sprache.

Jeder ist also gleichberechtigt in der Lage zu verstehen, was Einstein damit meinte und mitteilen wollte und keiner braucht daf?r Ihre oder meine Interpretation, genauso wenig wie die Interpretation von Karl Brinkmann, von Max Jammer oder von den unz?hligen Autoren, die ?ber Einstein etwas geschrieben und interpretiert haben. Lassen wir hier einfach Albert Einstein selbst sagen, was er zu sagen hatte, in seiner Muttersprache. Mein Blog ist ?brigens keine Biographie Einsteins, und das erwartet auch kein Besucher meines Blogs.


Liebe Madame Lopez,

Sie haben so recht

Zitat:

Lassen wir hier einfach Albert Einstein selbst sagen, was er zu sagen hatte, in seiner Muttersprache.


Nachdem klar ist, da? Ihre und Brinkmanns Interpretation durch Auslassung eine geschichtliche Unvollst?ndige ist, wollen wir die korrekte Wahrnehmung den Leserinnen und Lesern Ihres Blogs ?berlassen.

Leider ist das nicht das einzige Zitat in Ihrem Blog, das durch Auslassungen die Regeln des guten Zitierens verletzen

Zitat:

Ehe ich das Zeug (=die Relativit?tstheorie!) glaube, glaube ich lieber, dass ich falsch beobachtet habe!

(Albert Abraham Michelson, Nobelpreistr?ger)
- aus dem Brief von Arnold Sommerfeld an Wilhelm Wien vom 16.1.1910



Im Sommerfeld-Projekt in M?nchen ist der Brief von Sommerfeld an Wien in Fotokopie oline zu sehen. Er wird so zusammengefa?t

Zitat:

Arnold Sommerfeld an Wilhelm Wien, 16. Januar 1910
Archiv: M?nchen, DM (Archiv NL 56, 010)

In Band 1 der Sommerfeldedition enthalten.

AS leitet Arbeit von Silberstein an Wien weiter; am?siert sich ?ber Michelsons ablehnende Haltung zur Relativit?tstheorie(?ehe ich das Zeug glaube, glaube ich lieber, dass ich falsch beobachtet habe!?); hat Harms (Assistent von Wien in W?rzburg?) f?r Nachfolge Zenneck empfohlen; erw?hnt Erwiderung auf Stark; diskutiert Problematik Starrheit und Relativit?tstheorie.


http://www.lrz-muenchen.de/~Sommerfeld/KurzFass/00073.html

Wieder gl?nzt Ihr Zitat durch Verletzung der Regeln. Ich darf Sie erinnern

Zitat:

Man sollte sich, um Ungenauigkeiten, Fehler oder gar Verf?lschungen zu vermeiden, grunds?tzlich zum Ziel setzen, die Originalliteratur selbst einzusehen. Nur dann ist es m?glich, sich zu vergewissern, ob Zitate nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen. Dieses Postulat hat G?ltigkeit auch bei sinngem??en Zitaten


Die Leser Ihres Blogs k?nnen nach Gesagtem nicht erwarten, da? Ihre Zitierungen den geschichtlichen Kontext ber?cksichtigen. Warum Sie das tun, erschlie?t sich mir zwar nicht, aber ich will auch dieses Zitat von Michelson gerne zur Verbesserung anbieten.

Vor seinem Ableben hat Michelson noch einmal Einstein empfangen. Die Distanz zueinander war in jungen Jahren entstanden, im Alter wich sie dem warmen Respekt. Hilfreich dabei war Michelsons Selbsterkenntnis

Zitat:

Michelson was aware, toward the end of his life, that the new trends in mathematics were over his head, which made him humble but at the same time rather sensitive. When Lorentz invited him to the April 1921 Solvay Congress, he had accepted with reluctance: "It was not my intention to attend the Brussels Meeting and indded I feel that the modern developments to be discussed are quite beyond my limited range of ideas."
(Dorothy Michelson Livingston, 1973: The Master of Light. A Biography of Albert A. Michelson, Chicago/ London, p. 334f)



Michelson verstarb am 09.05.1931 mit dem Wissen, da? seine Mitarbeiter Francis G. Pease und Fred Pearson den bis dato genauesten Wert der Lichtgeschwindigkeit ermittelt hatten: 299.774?11 km/s

Regards, Bourdin

Thema: Blog Jocelyne Lopez
Martial Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 18:35 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 17:44 Uhr:
Die Besucher meines Blogs sollen sich Ihre eigenen Gedanken ?ber die Aussagen Einsteins machen. Dazu sind sie wohl in der Lage.

Vielleicht sollten sie aber auch ?ber die Kommentare von Karl Brinkmann dar?ber in seinem schon oben zitierten Buch "Zu Zeit und Raum" nachdenken:


Zitat:

"In einem Brief an seinen Freund Solovine aus dem Jahre 1949 (ver?ffentlicht unter ?Lettres ? Maurice Solovine?, Paris 1956, S. 94) hat er ein bemerkenswertes Eingest?ndnis gemacht, indem er schrieb:

? ... Sie stellen es sich so vor, dass ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zur?ckschaue. Aber es ist ganz anders von der N?he gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich ?berzeugt w?re, dass er standhalten wird, und ich f?hle mich unsicher, ob ich ?berhaupt auf dem rechten Wege bin....?

Diese ?u?erung Einsteins ist sicher nicht allein als blo?e Bescheidenheit zu beurteilen, sondern mehr als ein kritisches wie ehrliches Bekenntnis zur M?glichkeit der Unrichtigkeit seiner Lehre."




Liebe Madame Lopez,

wie hier Brinkmann und Sie, in Aneignung der Brinkmannschen Interpretation, zu dieser Spekulation kommen, ist nicht belegt. Sie beantworten aber immerhin meine Frage: Welchen Sinn ergibt das Zitat in Ihrer Darstellung? Entspricht es dem was Einstein seinem Freund mitteilte?
Indem Sie nun offenbar auch andere Quellen (Max Jammer) in die Diskussion werfen, begeben Sie sich ?ber den leichtfertigen Status des Laien in einen quasiwissenschaftlichen Diskurs. Hier sind die genannten Regeln anzuwenden. Insbesondere

Zitat:

Zitate d?rfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das Zitat darf nach ?bernahme in den eigenen Text keinen anderen Sinn ergeben als im Original.


Im Original sehe ich keinen Hinweis, wie Sie und Herr Brinkmann zu der hingewiesenen Spekulation gelangen. Auch der Verweis auf Max Jammer liefert keine Unterst?tzung. Im Vorwort schreibt Einstein eindeutig

Zitat:

Es hat schweren Ringens bedurft, um zu dem f?r die theoretische Entwicklung unentbehrlichen Begriff des selbst?ndigen und absoluten Raumes zu gelangen. Und es hat nicht geringerer Anstrengung bedurft, um diesen Begriff nachtr?glich wieder zu ?berwinden.


Daraus abzuleiten, das Vorwort biete eine Unterst?tzung der Brinkmannthese, Einstein w?rde sein Fr?hwerk kritisieren, ist damit schon widerlegt. Sie k?nnen sich zus?tzlich davon ?berzeugen, wenn Sie die Arbeiten und anderen Briefe Einsteins um 1949 durchlesen. Max Jammer ist mit Sicherheit niemand, der die Spekulation von Herrn Brinkmann teilen w?rde.


Zitat:


Zitat:

Martial Bourdin schrieb am 24.11.2007 17:08 Uhr:

Wenn Sie wollen maile ich Ihnen gerne eine Fotokopie des Briefes zu. Sie m?ssen mir lediglich eine g?ltige E-Mail sagen. Ich biete Ihnen auch an, die weiteren Zitate in Ihrem Blog zu verbessern. Ihr Interesse vorausgesetzt.



Danke, aber ich w?nsche mir keine Verbesserung meines Blogs von Ihnen, ich f?hre meinen Blog einfach so, wie ich mir das selbst denke, daf?r ist auch ein Blog da, oder?



Das ist Ihre Entscheidung. Sie wissen ja jetzt immerhin darum, da? das Briefzitat Ihre Leser auf eine unbelegte Spekulation f?hrt. Ihre Verantwortung.

Regards, Bourdin

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Martial Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 17:08 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 16:32 Uhr:

Zitat:

Martial Bourdin schrieb am 24.11.2007 15:23 Uhr:

Es ist verk?rzt. Es fehlt mithin der anschlie?ende Satz. Durch seine Weglassung wird die schon genannte Regel verletzt

Der weggelassene Satz lautet

Zitat:

Die Zeitgenossen sehen in mir zugleich einen Ketzer und Reaktion?r, der sich selber sozusagen ?berlebt hat.


Dadurch wird das Zitat verst?ndlich und wird dem Autor als geistiger Eigent?mer gerecht.



Sorry, Monsieur Bourdin, aber Ihre Einw?nde sind v?llig haltlos:

1) Ich habe ganz korrekt den genauen Wortlaut der Aussagen Einsteins wiedergegeben. Ich habe das Zitat auch nicht ?bersetzt, das sind die Originalworte von Albert Einstein, in der deutschen Sprache.

2) Das Zitat ist "verk?rzt", das ist ja klar, das haben ja Zitate an sich, sie sind immer per Definition "Verk?rzungen", nicht wahr? Ich habe ja nicht den ganzen Brief von Einstein an seinen Freund Solovine zitiert, das habe ich nicht vor und das muss ich auch nicht. Die zitierten Aussagen selbst sind jedoch zusammenh?ngend und ergeben an sich sehr wohl einen zusammenh?ngenden und nachvollziehbaren Sinn.

3) Ich habe das Zitat weder kommentiert noch interpretiert. Das soll und kann jeder einzelne Leser tun.

4) Ich habe die Quelle Ordnungsgem?? angegeben.

Fazit: Dieses Zitat versto?t gegen keine einzige gesetzliche Bestimmung. Dies gilt genauso f?r die 7 anderen Zitaten in diesem Eintrag in meinem Blog.



Wenn Sie jedoch den Brief von Einstein an seinen Freund Solovine l?nger zitieren, und dazu noch kommentieren und f?r die Leser nach Ihren eigenen Auffassungen und Meinungen interpretieren m?chten, bittesch?n, das steht Ihnen frei, tun Sie es in Ihrem eigenen Blog oder sonst wo.

Ich aber denke nicht daran, dieses Zitat aus meinem Blog zu entfernen, das w?re ja ein Hammer.

Damit ist von meiner Seite dieser Austausch beendet.
Ich bedanke mich recht herzlich f?r Ihr Interesse an meinen Blog.

Viele Gr??e
Jocelyne Lopez



Liebe Madame Lopez,

vorweg ist zu sagen, eine Entfernung dieses wunderbaren Zitats von Einstein w?re ein Frevel. Es illustriert auf eindrucksvolle Weise die Situation, in der sich Einstein an seinem Lebensabend wiederfand. In seinem stoischen Versuch zur Vereinheitlichung der Physik war er ein Au?enseiter, ein "Ketzer und Reaktion?r".

Wolfgang Pauli hat diesen Zustand wie folgt beschrieben

Zitat:

So k?nnte man ... beim Erscheinen einer neuen Arbeit ?ber diesen Gegenstand versucht sein, auszurufen: "Die Feldtheorie Einsteins ist tot. Es lebe die [neue] Feldtheorie Einsteins."
(Wolfgang Pauli, Collected Scientific Papers, Bd. 2, N.Y., 1964, p. 1399, zit. n. Armin Herrmann, Einstein - Der Weltweise und sein Jahrhundert, M?nchen ?2005, p. 426)



Selbstverst?ndlich haben Sie keine gesetzlichen Bestimmungen verletzt. Es ging ja um die ?good practice?-Regeln f?r wissenschaftliches Zitieren. Ein Laie mu? sich daran nicht halten.

Zitat:

Die zitierten Aussagen selbst sind jedoch zusammenh?ngend und ergeben an sich sehr wohl einen zusammenh?ngenden und nachvollziehbaren Sinn.

3) Ich habe das Zitat weder kommentiert noch interpretiert. Das soll und kann jeder einzelne Leser tun.


Die Besucher Ihres Blogs h?tten es einfacher, wenn Sie den weggelassenen Satz noch erg?nzen w?rden. Dann erscheint das Zitat besser in seinem "zusammenh?ngenden und nachvollziehbaren Sinn".

F?r schlecht informierte Leser entsteht n?mlich augenblicklich der Eindruck, Einstein zieht seine fr?hen Arbeiten in Zweifel. Solchen Eindruck nicht entstehen zu lassen ist die Kunst des Zitierens.

Wenn Sie wollen maile ich Ihnen gerne eine Fotokopie des Briefes zu. Sie m?ssen mir lediglich eine g?ltige E-Mail sagen. Ich biete Ihnen auch an, die weiteren Zitate in Ihrem Blog zu verbessern. Ihr Interesse vorausgesetzt.

Regards, Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 15:23 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie

Mit dem Zitieren ist es gar nicht
Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 09:29 Uhr:
Bitte zur Sache:

An welcher Stelle ist das Originalzitat von Albert Einstein in meinem Blog falsch wiedergeben worden?



Es ist verk?rzt. Es fehlt mithin der anschlie?ende Satz. Durch seine Weglassung wird die schon genannte Regel verletzt

Zitat:

Man sollte sich, um Ungenauigkeiten, Fehler oder gar Verf?lschungen zu vermeiden, grunds?tzlich zum Ziel setzen, die Originalliteratur selbst einzusehen. Nur dann ist es m?glich, sich zu vergewissern, ob Zitate nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen. Dieses Postulat hat G?ltigkeit auch bei sinngem??en Zitaten



Der weggelassene Satz lautet

Zitat:

Die Zeitgenossen sehen in mir zugleich einen Ketzer und Reaktion?r, der sich selber sozusagen ?berlebt hat.


Dadurch wird das Zitat verst?ndlich und wird dem Autor als geistiger Eigent?mer gerecht. Ich fragte Sie: Welchen Sinn ergibt das Zitat in Ihrer Darstellung? Entspricht es dem was Einstein seinem Freund mitteilte?

Mit dem Zitieren ist es gar nicht so einfach.

Regards, Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 01:58 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 00:24 Uhr:

Zitat:

Martial Bourdin schrieb am 23.11.2007 23:55 Uhr:

Wenn es Ihnen recht ist beginne ich mit dem Brief von Einstein an Solovine 28.03.1949. Frau Lopez pr?fen Sie bitte die Regel

Zitat:

Man sollte sich, um Ungenauigkeiten, Fehler oder gar Verf?lschungen zu vermeiden, grunds?tzlich zum Ziel setzen, die Originalliteratur selbst einzusehen.
Haben Sie das getan?




2) Aber ich beantworte trotzdem Ihre Frage, ich bin so gut: Nein, ich habe nicht den Originalbrief von Einstein an seinen Freund Solovine 28.03.1949 gelesen, daf?r aber das Buch von Karl Brinkmann ?Zu Zeit und Raum? - Johannes Berchmanns Verlag, Augsburg, wo dieses Zitat mit der Angabe der Quelle ?bernommen wurde:



Ich will diese Fragen nicht ohne Fehler behandeln. Ich frage bei Ihnen noch einmal gezielt zum Punkt Brinkmann nach. Besitzen Sie das Buch oder haben Sie es auch gelesen? Das ist ein Unterschied in Betracht der ?good practice?-Regeln. Wenn Sie sich rausreden, Sie haben das Original nicht gelesen, aber seine Zitierung durch Brinkmann.

Im Juni 2006 haben Sie noch festgestellt, da? Sie die Brinkmann-Zitierung nur ?ber Herrn Friebe erhalten haben.
http://www.ekkehard-friebe.de/friebeforum/thread.php?threadid=142&startid=6#p47563718225158922

Was ist jetzt wahr? Sie kennen den Originalbrief nicht. Das haben Sie zugegeben. Aber haben Sie inzwischen das Buch von Karl Brinkmann gelesen? Oder zitieren Sie immer noch auf der Grundlage, da? Herr Friebe Ihnen das Zitat beigebracht hat?

Ich bitte um eine unzweideutige Antwort.

Regards, Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 00:38 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 00:24 Uhr:
2) Aber ich beantworte trotzdem Ihre Frage, ich bin so gut: Nein, ich habe nicht den Originalbrief von Einstein an seinen Freund Solovine 28.03.1949 gelesen, daf?r aber das Buch von Karl Brinkmann ?Zu Zeit und Raum? - Johannes Berchmanns Verlag, Augsburg, wo dieses Zitat mit der Angabe der Quelle ?bernommen wurde:


Zitat:

Zitat von Karl Brinkmann:

"In einem Brief an seinen Freund Solovine aus dem Jahre 1949 (ver?ffentlicht unter ?Lettres ? Maurice Solovine?, Paris 1956, S. 94) hat er ein bemerkenswertes Eingest?ndnis gemacht, indem er schrieb:

? ... Sie stellen es sich so vor, dass ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zur?ckschaue. Aber es ist ganz anders von der N?he gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich ?berzeugt w?re, dass er standhalten wird, und ich f?hle mich unsicher, ob ich ?berhaupt auf dem rechten Wege bin....?

Diese ?u?erung Einsteins ist sicher nicht allein als blo?e Bescheidenheit zu beurteilen, sondern mehr als ein kritisches wie ehrliches Bekenntnis zur M?glichkeit der Unrichtigkeit seiner Lehre."




3) An welcher Stelle hat Karl Brinkmann einen Fehler beim ?bernehmen dieses Auszuges aus dem Brief von Einstein an Solovine gemacht? Haben Sie selbst den Originalbrief von Einstein gelesen oder liegt Ihnen die Originalausgabe der Ver?ffentlichung "Lettres ? Maurice Solovine", Paris 1956, S. 94 vor? Wo haben Sie hier Abweichungen im Zitat festgestellt?



Sie geben also zu, ein Zitat ungepr?ft ?bernommen zu haben. Ich will das zun?chst erstmal so hinnehmen. Der Brief liegt mir vor. Wenn Sie die Schuld des Regelversto? auf Brinkmann abw?lzen wollen, ist das recht und billig. Grund genug, dieses Zitat aus Ihrem Blog zu entfernen.

Kommen wir zum n?chsten Regelversto?:

Zitat:

a) W?rtliches Zitat
Ein w?rtliches Zitat ist eine ?bernahme einer fremden Aussage in den eigenen Text. Zum w?rtlichen Zitat wird nur dann gegriffen, wenn es entweder auf den genauen Wortlaut ankommt oder es sich um besonders pr?gnante Formulierungen handelt. Generell ist eine Wiedergabe in eigenen Worten, d. h. ein sinngem??es (indirektes) Zitat zu bevorzugen.
Zitate d?rfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das Zitat darf nach ?bernahme in den eigenen Text keinen anderen Sinn ergeben als im Original.


Welchen Sinn ergibt das Zitat in Ihrer Darstellung? Entspricht es dem was Einstein seinem Freund mitteilte?

Regards, Bourdin

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Re: Blog Jocelyne Lopez 24.11.2007 00:30 Forum: Links zur Wissenschaftskritik und Erkenntnistheorie


Zitat:

Jocelyne Lopez schrieb am 24.11.2007 00:24 Uhr:

Zitat:

Martial Bourdin schrieb am 23.11.2007 23:55 Uhr:

Wenn es Ihnen recht ist beginne ich mit dem Brief von Einstein an Solovine 28.03.1949. Frau Lopez pr?fen Sie bitte die Regel

Zitat:

Man sollte sich, um Ungenauigkeiten, Fehler oder gar Verf?lschungen zu vermeiden, grunds?tzlich zum Ziel setzen, die Originalliteratur selbst einzusehen.
Haben Sie das getan?





Ja, mir ist das recht.

Meine Kommentare dazu:


1) Wen interessiert denn, ob ich die Originalliteratur gelesen habe oder auch nicht? Und wer will das pr?fen wollen?



Eins nach dem anderen. Es sind die ?good practice?-Regeln f?r Wissenschaft, die das verlangen.

Regards, Bourdin

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