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Geschrieben von Fabian Posselt am 10.01.2008 um 12:09:

Verantwortung eines Wissenschaftlers

...


Geschrieben von Gerhard Kemme am 11.01.2008 um 17:47:

Re: Verantwortung eines Wissenschaftlers

Guten Tag!


Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
Daher interessiere ich mich sehr daf?r, was Ihre Meinung ist, wie man Wissenschaftlern bei Ihrer Verantwortung helfen kann


Es tritt etwas die Schwierigkeit auf, zu definieren, welche Leute als Wissenschaftler bezeichnet werden k?nnen. Ich trete immer daf?r ein, dass alle, die einen Hochschulabschluss haben - z.B. auch einen der Hochschule f?r Angewandte Wissenschaften ? diese Bezeichnung verwenden k?nnen ? unabh?ngig, ob sie im Wissenschaftsbetrieb angestellt sind oder nicht. Somit diskutieren an dieser Stelle ?Wissenschaftler? deinen Beitrag.

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
bzw. sie (Anm.: Wissenschaftler) ?berhaupt eine solche (Anm.: Verantwortung) ?bernehmen k?nnen.


Die Folgen eines Handelns sollten sicherlich st?ndig reflektiert werden ? allerdings wird man Entscheidungen zwischen Entwicklungsstr?ngen treffen m?ssen. Allerdings gilt, dass man sich auf die Fachleute aus Politik und Wirtschaft auch etwas verlassen sollte, die einen Rahmen und politische Zielvorgaben entwickeln m?ssen.

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
hippokratischer Eid f?r Naturwissenschaftler?


Dieser Eid ist ziemlich bekannt. Aber eigentlich wird man meistens auf irgendetwas vereidigt, wenn man einen gehobenen oder h?heren Posten bekommt.

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
Kann man Verantwortung gerecht bei gro?en Gruppen verteilen, ohne dass sie in den unteren Bereichen der Gruppe verschindet, also dass sich der einzelne mit seiner kleinen Aufgabe nicht mehr verantwortlich f?hlt?


Delegation von Verantwortung stellt ein F?hrungsinstrument dar. Es gilt auch umgekehrt, dass die Leitungsebene nicht alles auf untergeordnete Bereiche abw?lzt ? d.h. diese dann als vollverantwortliche Betriebe ?f?hrt?. Wie eng Wissenschaftler in die Hierarchie des Wissenschaftsbetriebes eingebunden werden sollten, muss immer neu ausgehandelt werden. Was und wie geforscht wirdl, ist meines Erachtens nicht v?llig offenkundig, d.h. es geht immer nur um die Bestimmung eines Rahmens.

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
Kann ein moralischer Wissenschaftler gegen einen unmoralischen beim heutigen Projektgelderwettkampf dauerhaft bestehen?


Wenn eine Person moralisch denkt, heisst es nicht, dass sie ?ber keine Durchsetzungskraft verf?gt. Nicht selten geht es auch darum, dass jemand vertrauensw?rdig ist. Wer will Forschungsaufgaben mit Gefahrenpotential Leuten anvertrauen, die unzuverl?ssig sind?

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
K?nnen Folgen von Forschung ?berhaupt noch abgesch?tzt werden?


Forschung sollte immer moderat sein, d.h. nicht forciert betrieben werden ? dann wird der Forschungsprozess durch Diskussion und Kritik begleitet, so dass Entscheidungen immer noch getroffen werden k?nnen.

Zitat:

Fabian Posselt schrieb am 10.01.2008 12:09 Uhr:
Genie?t Forschung eine Unverantwortbarkeit, um den Fortschritt zu f?rdern?


Auch der Verzicht auf Forschung w?re vermutlich verantwortungslos.

Mit freundlichen Gr??en
Gerhard Kemme

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"Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedlicher Dinge unserer Anschauung oder unseres Denkens, welche Elemente der Menge genannt werden, zu einem Ganzen."
Nach Georg Cantor (1845 - 191cool

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