|
|
| Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
Nachstehend bringe ich eine bisher unveröffentlichte Arbeit von G. O. Mueller unter dem Titel:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
G. O. Mueller
Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz.
Das GOM-Projekt Relativitätstheorie
Das G. O. Mueller-Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, eine vollständige internationale Dokumentation aller jemals - in allen Ländern und allen Sprachen - erschienenen Veröffentlichungen mit Kritik zur Speziellen Relativitätstheorie zu erstellen, was naturgemäß nur als Langzeitprojekt zu verstehen ist.
Um sich gegen jegliche Einflußnahmen abzuschotten, arbeitet das Projekt in vollständiger Anonymität und tritt grundsätzlich nicht mit Personen an die Öffentlichkeit, sondern nur mit Arbeitsergebnissen, die der Öffentlichkeit gebührenfrei zur Verfügung gestellt werden. Das Pseudonym “G. O. Mueller” dient der einfachen und sicheren Identifizierung und der Recherche in Bibliothekskatalogen und im Internet. Für Zitierzwecke werden die Begriffe “GOM-Projekt Relativitätstheorie” und die englische Version “GOM-Project Relativity” vorgeschlagen.
Die erste Textversion der Dokumentation unter dem Titel “Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie” enthielt den Nachweis von 2896 kritischen Veröffentlichungen, wurde im Jahr 2001 in kleiner Auflage gedruckt veröffentlicht und ab Dezember 2001 an Bibliotheken, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Publizisten, Redaktionen der überregionalen Zeitungen und Zeitschriften und Organe der Legislative und der Exekutive versandt, mit der Bitte an die Adressaten, sich für die Einführung der Wissenschaftsfreiheit auf dem Gebiet der theoretischen Physik einzusetzen.
Sehr schnell wurde auf die kostengünstige Produktion von CDROM umgestellt (2002), um den Versand erheblich ausweiten zu können. Ende 2003 wurden die originalen Druckdateien der Dokumentation im PDF-Format für die Bereitstellung im Internet freigegeben. 2004 wurde eine erweiterte Textversion 1.2 mit dem Nachweis von 3789 kritischen Veröffentlichungen veröffentlicht und seither vertrieben. Zwei Tätigkeitsberichte des Projekts wurden 2003 und 2004 herausgegeben. Im Jahr 2006 wurde eine englischsprachige Einführung in das Projekt unter dem Titel “95 Years of Criticism of the Special Theory of Relativity (1908 - 2003)” international vorgestellt.
Als erster hat Herr Ekkehard Friebe (München) im Dezember 2003 die Dokumentation zum gebührenfreien Download im Internet bereitgestellt. Seither haben weitere Homepage-Betreiber die Veröffentlichungen des Projekts in ihr Download-Angebot aufgenommen: Frau Gertrude Walton (Winchester, UK), Herr Umberto Bartocci (Perugia, Italien), Herr Harald Maurer (Graz, Österreich), Herr Walter Babin (Kanada) und Frau Jocelyne Lopez (Deutschland); mehrere weitere Websites bieten Links zu diesen Homepages. Die Dokumentation wurde inzwischen weltweit in den Katalogen von mindestens 56 Universitätsbibliotheken aufgenommen ( http://www.jocelyne-lopez.de/blog/?p=188 ).
Die entscheidende Entwicklung für das Projekt ergab sich, als 2005 Herr Friebe und Frau Jocelyne Lopez sich als Partner des Projekts erklärten und die Aufgaben von Ansprechpartnern und Interessenvertretern des Projekts in der Öffentlichkeit übernahmen. Seither ist über unsere Interessenvertreter eine unkomplizierte Kommunikation mit dem unverändert anonym bleibenden Forschungsprojekt möglich.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ekkehard Friebe am 14.11.2008 23:43.
|
|
22.10.2008 14:29 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
1. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Unser Programm: Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
Wir haben uns zwei Aufgaben gestellt: Dokumentation der Kritik und Information der Öffentlichkeit. Die Dokumentation ist völlig einmalig und bisher ohne Konkurrenz: es gibt international keine vergleichbare Veröffentlichung von anderer Seite. Die Dokumentation ist Voraussetzung und Grundlage für die zweite Aufgabe, die Information der Öffentlichkeit. Beide Vorhaben sind in der Geschichte der Relativitätstheorien völlig neu und werden in unserem Projekt “95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)” erstmalig verwirklicht.
Unser Projekt kann heute mit einigen Informationen aufwarten, die für die deutsche Öffentlichkeit absolut neu sind und daher Nachrichtencharakter haben:
1. Es gibt seit Dezember 2001 erstmals und bisher konkurrenzlos eine umfassende Dokumentation der kritischen Veröffentlichungen zur SRT seit 1908, zwar noch weit entfernt von dem angestrebten Ziel der Vollständigkeit, aber mit inzwischen 3789 nachgewiesenen kritischen Veröffentlichungen (Textversion 1.2 von 2004) als ein erster internationaler Überblick bereits aussagekräftig.
2. Erstmals in dem erreichten Umfang, hat unser Projekt eine Öffentlichkeitsarbeit begonnen, um die Allgemeinheit über die folgenden 4 Tatbestände zu informieren:
2.1 Die Existenz einer Kritik - Entgegen der Propaganda der akademischen Physik gibt es nämlich in Wirklichkeit eine starke Tradition der SRT-Kritik seit 1908 bis zum heutigen Tag.
2.2 Die Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit in der theoretischen Physik seit 1922 - Allein schon die Existenz dieser Kritik wird seit 1922 verleugnet und vor der Öffentlichkeit verborgen. Die existierende Kritik wird aus der wissenschaftlichen Diskussion vollständig ausgeschlossen, und damit wurde für die theoretische Physik die (seit 1949) in der Bundesrepublik grundgesetzlich garantierte Wissenschaftsfreiheit abgeschafft.
2.3 Der wahre Status der SRT als unbestätigte Hypothese - Entgegen der Propaganda der akademischen Physik ist die SRT keineswegs die bestbestätigte Theorie der Physik, weil die vernichtende Kritik seit 1922 nicht mehr rezipiert und daher nicht ausgeräumt worden ist. Die SRT ist somit lediglich eine unbestätigte Hypothese, deren Anhänger sich obendrein weigern, auf die seit 80 Jahren erschienene Kritik zu antworten.
2.4 Der Betrug der Öffentlichkeit über den Status der SRT - Die genannten 3 Tatbestände – die Existenz der Kritik, die Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit, der wahre Status der Theorie - werden vor der Öffentlichkeit erfolgreich verborgen, was nur durch die Zensur-Gleichschaltung der Presse durch die akademische Physik möglich geworden ist. Die ahnungslose Öffentlichkeit wird in dieser Angelegenheit eindeutig betrogen: sie glaubt, wir hätten eine freie Presse.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
23.10.2008 10:34 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
2. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Unsere Aktionen zur Informierung der Öffentlichkeit
Die Kritiker haben schon seit 1922 über die Unterdrückung jeglicher Kritik der SRT und den “Terror der Einsteinianer” (1931: Hundert Autoren gegen Einstein) geklagt, konnten diese Klage jedoch vor der Öffentlichkeit nicht beweisen und konnten daher von den Relativisten leicht als unerhebliche Minderheit von Querköpfen und Ewig-Gestrigen abgetan werden. Diese Misere der Kritik hat 8 Jahrzehnte angedauert, weil die Kritiker das Problem ihrer Ausschaltung aus der wissenschaftlichen Diskussion vor der Öffentlichkeit nie glaubhaft machen konnten.
Diese Lage haben wir mit Veröffentlichung der Dokumentation seit 2001 verändert. Sie liefert teils direkt, teils indirekt erstmals die Beweise für die genannten skandalösen 4 Tatbestände. Unsere Dokumentation schafft damit erstmals die Voraussetzung für eine effektivere Öffentlichkeitsarbeit zur Informierung der Allgemeinheit über diese Tatbestände.
Versand der Dokumentation und “Offene Briefe”
Zu diesem Zweck versendet das Projekt seit Dezember 2001 gebührenfrei Exemplare der Dokumentation an verschiedene Adressatengruppen: Redaktionen und Journalisten von Tageszeitungen und Zeitschriften, Publizisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zuständige Kultusministerien der Länder und entsprechende Gremien des Bundes, die 72 Parlamentsfraktionen in allen deutschen Länderparlamenten und im Bundestag, alle neu gewählten 614 Bundestagsabgeordnete im Oktober 2005, 221 Journalisten von 3 Tageszeitungen und einem Nachrichten- magazin, 100 Professoren der HU Berlin und 100 Professoren der TU Dresden, 130 Bibliotheken in mehreren Ländern sowie 290 Persönlichkeiten und Redaktionen in 11 verschiedenen Ländern. Anfangs wurden die Adressaten mit persönlich gehaltenen Schreiben angesprochen; seit 2005 wurde die Form des Offenen Briefes mit Adressenliste gewählt. Insgesamt wurden bis heute 2230 Exemplare an insgesamt 1900 Adressaten versandt, ganz überwiegend in Deutschland und nur in enger Auswahl auch ins Ausland.
Entscheidend: der Schritt ins Internet
Ende 2003 hat das Projekt seine Dokumentation für die Präsentation im Internet und zum Download freigegeben und wurde glücklicherweise sofort von drei theoriekritischen Homepages in Deutschland, Italien und Großbritannien unterstützt, die unsere Veröffentlichungen seither anbieten. Inzwischen hat unser Projekt weitere Unterstützer im Internet gefunden in Österreich, in Kanada, in Rußland und in China.
Der entscheidende Schritt in der Entwicklung des Projekts aber war die tatkräftige Unterstützung durch Herrn Ekkehard Friebe (München) auf seiner Homepage und in seinem Diskussionsforum “Wissenschaft und moralische Verantwortung” und die 2005 von seiner Seite angebotene Partnerschaft und Interessenvertretung des Projekts in der Öffentlichkeit, unter voller Wahrung der Anonymität des Projekts. Als weitere Partnerin erklärte sich Frau Jocelyne Lopez (Hamburg) in Zusammenarbeit mit Herrn Friebe zur Unterstützung des Projekts bereit.
Im Einstein-Jubeljahr 2005 begannen unsere Partner, Informationen über das Projekt und seine Öffentlichkeitsarbeit in zahlreichen Internetforen zu vermitteln und zur Diskussion zu stellen. Seither ist das Projekt über seine beiden Partner für alle Adressaten und Internetbesucher durch Email leicht zu erreichen. Die Zahl der Abrufe von den Download-Anbietern und die Zahl der Abrufe von Diskussionsforen-Seiten, in denen auch das GOM-Projekt diskutiert wird, ist durch die vielfältigen Aktivitäten unserer Partner im Internet seit Dezember 2003 auf deutlich über 100.000 gestiegen, und wenn man die Zahl der verschiedenen User nur mit 10 Prozent der Abrufe ansetzt, so dürfen wir annehmen, daß bis heute mehrere Tausend User im Internet Kenntnis von dem Projekt erhalten haben.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
24.10.2008 10:14 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
3. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Welche Erkenntnisse liefert die Dokumentation?
Nach der letzten veröffentlichten Textversion 1.2 von 2004 haben wir eine erhebliche Anzahl neuer Dokumente ermittelt und ausgewertet. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz haben wir bereits einen sehr dichten Nachweis, auch für England, Frankreich, Italien und die USA haben wir viel Material zur Verfügung. Die anderen europäischen Länder sind bisher nur schwach vertreten, außereuropäische Länder nur sporadisch. Die Stärke der ermittelten Relativitätskritik hängt nach unserem Eindruck wesentlich von dem Umfang der physikalischen Forschung eines Landes ab.
Die wichtigste Erkenntnis scheint uns die seit hundert Jahren ununterbrochene und starke Tradition der Relativitätskritik in den genannten Ländern zu sein: entgegen den Versicherungen der akademischen Physik ist die Kritik der SRT nie verstummt und die erschienene Kritik nie ausgeräumt worden. Die erfolgreiche Unterdrückung jeglicher Kritik und der vollkommene Ausschluß der dennoch erschienenen Kritik aus der Diskussion beweisen, daß die Kritik nicht ausgeräumt worden ist, denn wie will man etwas widerlegt haben, das niemand kennt? Die grundrechtswidrige Unterdrückung und Aussperrung der Kritik beweisen außerdem eindrücklich die Angst der Akademiker vor der Aufdeckung ihres Betrugs der Öffentlichkeit.
Als zweites Ergebnis können wir im folgenden einen Überblick geben über die Versuche der SRT-Kritiker, die Öffentlichkeit auf die Kritik dieser Theorie aufmerksam zu machen. Als Ergebnis möchten wir vorab schon mitteilen, daß es den SRT-Kritikern trotz 80 Jahren ununterbrochener Arbeiten und Veröffentlichungen nicht gelungen ist, gegen die strikte Zensur durch die offizielle “Wissenschaft” und der von ihr beherrschten Printmedien in Deutschland eine Information der Öffentlichkeit auch nur über die Existenz einer Kritik dieser Theorie zu erreichen, von einer Information über den Inhalt dieser Kritik ganz zu schweigen.
Was die Relativitätstheorien betrifft, so dämmert die Öffentlichkeit bis heute im Schlaf der Ahnungslosen vor sich hin, aus dem sie nur in regelmäßigen Abständen - zuletzt 2005 - und durch Verschwendung von Steuergeldern herausgerissen und zu Jubelexzessen über die Großartigkeit der ganzen Branche und ihre Gurus aufgeputscht wird, die heute als Religionsersatz (fast) alle Gemüter dirigieren.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
25.10.2008 10:38 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
4. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Die große Zuversicht der Relativitäts-Kritiker
Trotz aller jahrzehntelangen Vergeblichkeit, die Öffentlichkeit zu erreichen, glaubte jeweils die überwiegende Mehrzahl der Kritiker immer noch, daß es nur darum geht, in ihren Arbeiten die physikalischen Irrtümer in der Sache aufzuklären: dann werde sich in der wissenschaftlichen Fachdiskussion eine Klärung und Überwindung der kritisierten Irrtümer sozusagen von alleine und automatisch ergeben. Wir treffen daher im Laufe der Jahrzehnte in den Arbeiten der Kritiker immer wieder auf die gutgläubige Zuversicht, daß nun – nach öffentlicher Kenntnisnahme ihrer jeweiligen Arbeit - diese irrige Theorie endlich aufgegeben oder wenigstens geändert und damit von ihren gröbsten und offensichtlichsten Fehlern befreit werden wird.
Bis in die jüngste Zeit hinein haben viele Kritiker erklärt, daß die Theorie nun erledigt sei, oder daß sie wenigstens demnächst aufgegeben werden müsse, die Erkenntnis ihrer Haltlosigkeit bevorstehe, über die verstorbene Theorie das “Requiem” gesungen werden könne. Das triumphale Einstein-Jubel-Jahr 2005 hat uns alle eines besseren belehrt. Die Theorie wurde gefeiert, ihre Großartigkeit gerühmt und sie selbst als der Fels ausgegeben, auf den unsere gesamte Physik und damit auch unser aller Weltbild gegründet ist. Die Zuversicht dieser Kritiker ist bitter enttäuscht worden.
Nur eine kleine Minderheit der Kritiker ist - über die Veröffentlichung ihrer kritischen Arbeiten hinaus – mit Forderungen und Aktionen an die Öffentlichkeit getreten. Über ihre Aktivitäten soll im vorliegenden Beitrag berichtet werden. Zunächst aber müssen die Voraussetzungen erläutert werden, ohne deren Kenntnis man die Situation der Kritiker und ihre (bisher geringen) Chancen für einen Erfolg in der Öffentlichkeit nicht verstehen kann.
Warum ist die Zuversicht der Kritiker bisher enttäuscht worden?
Die von den meisten Kritikern erwartete öffentliche Auseinandersetzung mit ihren kritischen Veröffentlichungen hat in Deutschland seit ca. 1922 bis heute nicht mehr stattgefunden. Warum hat die Zuversicht so vieler Kritiker getrogen, warum hat sie sich als zu optimistisch-naiv erwiesen? Woran sind die Kritiker gescheitert?
Unsere Recherche hat als entscheidendes Ereignis die Jahrhundertfeier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) 1922 in Leipzig ausgemacht. Dort wurden in einer wahrscheinlich einmaligen Aktion von den Naturwissenschaftlern selbst die Weichen für eine unheilvolle Entwicklung der theoretischen Physik gestellt, die bis heute anhält. Es ist eigentlich ein unvorstellbarer Vorgang und doch eine unbestreitbare Tatsache, daß 1922 die Mehrheit der Physiker eine unbequeme, kritische Minderheit ihrer Fachkollegen von der weiteren Beteiligung am wissenschaftlichen Dialog bis heute vollständig ausgeschlossen hat.
Dieser skandalöse Vorgang ist bis heute kaum bekannt geworden, folglich auch in seiner Tragweite bisher nicht erkannt und gewürdigt worden. Wie konnte es dazu kommen? Die Mehrheit der Physiker und ihr Führungspersonal war zu feige, für ihr Handeln in den Jahren 1920 - 1922 einzustehen und die Konsequenzen zu ziehen (Eingeständnis des Ruins der SRT und der Täuschung über die Beobachtungsergebnisse der Sonnenfinsternis 1919, Aufdeckung des angezettelten Medienrummels als Instrument zur Verdummung der Öffentlichkeit). Wer zu feige ist, seine Fehler zuzugeben, entwickelt dann gern besonderen Mut in der Vertuschung seiner Feigheit: nur so können wir uns den ungeheuerlichen Vorgang 1922 in Leipzig verständlich machen.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
26.10.2008 10:36 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
5. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1922: Der totale Ausschluß der kritischen Minderheitsauffassung aus der theoretischen Physik
In jeder modernen, rational arbeitenden Wissenschaft stehen Mehrheitsauffassungen den kritischen und alternativen Minderheitsauffassungen gegenüber, und die Erkenntnisse jedes Fachgebiets entwickeln sich in der wissenschaftlichen Diskussion des Faches, oft in kontroversen Auseinandersetzungen und im Laufe der Zeit sich ändernden Ergebnissen. Nicht so jedoch in der theoretischen Physik: für dieses Fachgebiet wurde 1922 der für eine rationale Forschung unerläßliche kritische Dialog zwischen Mehrheitsauffassung und Minderheitsauffassung schlicht und ausdrücklich abgeschafft.
Dieser Vorgang bedeutet einen Tabubruch in der Geschichte der Physik und einen Vertrauensbruch gegenüber einer gutgläubig-vertrauensvollen Öffentlichkeit, die dergleichen schlicht nicht für möglich halten würde, wenn man es ihr mitteilen könnte - was bis heute nicht geschehen ist.
Die Wissenschaftsfreiheit, die erfahrungsgemäß eigentlich nur von außen, von Regierungen oder Lobbyistengruppen bedroht wird, wurde von den beherrschenden Personen des Faches “theoretische Physik” selbst abgeschafft, unter dem Applaus der Mehrheit. Ein Vorgang, den niemand für möglich halten möchte, und für den wir auch keine Präzedenzfälle angeben können, dessen historische Realität aber niemand bezweifeln kann, der die Dokumente des Jahres 1922 zur Kenntnis genommen hat.
Ohne das Wissen über die Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit 1922 in Leipzig ist das gesamte weitere Schicksal der Kritik und natürlich auch das Versinken der theoretischen Physik in Sterilität und Dogmatismus nicht zu erkennen und nicht zu verstehen.
Die praktische Durchführung des Ausschlusses: vollständige Täuschung nach allen Seiten
Die offizielle physikalische “Wissenschaft” hatte also 1922 beschlossen, in ihren Institutionen, Gremien und Publikationsorganen künftig keine Kritik der SRT mehr zuzulassen, vielmehr die Kritiker als Personen aus den Institutionen auszuschließen, die dennoch veröffentlichten kritischen Arbeiten mit Schweigen und vollständiger Nichtbeachtung zu strafen, und vor der Öffentlichkeit diese Unterdrückung der Kritik natürlich zu verbergen. Ein handelt sich um ein Programm derart vollständiger Täuschung nach allen Seiten, daß die Mitteilung noch heute in den Internetforen auf Unglauben stößt.
Die Diskutanten fragen zu Recht: Warum sollten Naturwissenschaftler so etwas getan haben? Wir haben unsere Vermutung darüber oben mitgeteilt. Forschungsergebnisse darüber liegen nicht vor. Die Physiker lassen ihre kalte Machtergreifung von 1922 und die seither herrschenden Zustände nicht an die Öffentlichkeit kommen und natürlich schon gar nicht erforschen. Man kann es verstehen - aber nicht billigen.
Die Öffentlichkeit erfuhr und erfährt bis zum heutigen Tage nur, daß es die großartig-geniale-revolutionäre Theorie gibt, mit ständig überwältigenden neuen experimentellen Bestätigungen, und daß man schon ein gewaltiger Dummkopf oder bösartiger Quertreiber und Spaßverderber sein mußte, wenn man an der Lichtgestalt des Theorie-Urhebers und seiner genialen Theorie irgendetwas zu kritisieren wagen wollte. Wenn seither überhaupt jemand Kritik nur erwähnte, durfte man darüber schon lächeln, bevor man überhaupt den Inhalt der Kritik zur Kenntnis genommen hatte: irgendwelche Kritik zu den Relativitätstheorien konnte nur dumm oder bösartig seien. Der Vorgang von 1922 kam jedoch nicht aus heiterem Himmel, sondern hatte eine Vorgeschichte.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
27.10.2008 10:18 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
6. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Die Vorgeschichte seit 1920
Der Zustand der Diskriminierung jeglicher Kritik an Albert Einsteins Relativitätstheorien ist schon vor 1922 eingetreten und z. B. schon 1920 von Ernst Gehrcke in einem öffentlichen Vortrag (Die Relativitätstheorie eine wissenschaftliche Massensuggestion: gemeinverständlich dargestellt [Vortrag in der Berliner Philharmonie, 24. Aug. 1920]. Berlin 1920. 31 S.) gegeißelt worden. Seine Diagnose: Die Öffentlichkeit erliegt einer Massensuggestion, wenn sie die Propaganda der offiziellen Physik in der Presse schlichtweg glaubt, ohne die Kenntnis und Beachtung der existierenden Kritik. Ohne das Wort “Betrug” durch die Wissenschaftler zu verwenden, war “Massensuggestion” durch die Presse, von den Wissenschaftlern gesteuert, nur eine vornehme Umschreibung.
Wie hat die Öffentlichkeit die schon 1920 in Berlin öffentlich vorgetragene Warnung vor der “Suggestion” und den impliziten Vorwurf des Betrugs aufgenommen? Ganz offensichtlich völlig unbeeindruckt.
Die offiziellen Relativitäts-Physiker wie Max Planck, Albert Einstein, Max v. Laue und Max Born haben die Theorie für glänzend bestätigt und jegliche Kritik ohne Diskussion für irrelevant erklärt. Die Presse hat sowohl den Vorredner der Veranstaltung in der Philharmonie am 24. August, Paul Weyland, und mit ihm auch den 2. Redner des Abends, Ernst Gehrcke, als Antisemiten verleumdet und damit jegliche Kritik mit einer Duftnote versehen, die alle anständigen Leute zu vermeiden suchten. Die Redetexte von Weyland und Gehrcke sind veröffentlicht, und wer sie liest, wird in keinem der Texte auch nur ein antisemitisches Wort finden. Woher also kam die Verleumdung als antisemitisch?
Am Eingang zum Veranstaltungsort Philharmonie hetzten nach dem verlorenen Weltkrieg die Polit-Aktivisten und Antisemiten der politischen extremen Rechten lauthals gegen Albert Einstein. Für die angeblich so “objektiv” berichtende Presse war dies ein völlig ausreichender und obendrein schöner Vorwand, die im Saal vorgetragene vernichtende Theoriekritik von Weyland und Gehrcke gegen die Relativitätstheorien einfach verleumderisch in eine Nähe zu dem Polit-Pöbel zu stellen, wo die Relativisten die Kritik bis zum heutigen Tage gern einsperren und “unschädlich” machen möchten. Motto: Wo schon am Eingang antisemitisch gehetzt wird, werden die Redner im Saale sicher nichts anderes tun.
Noch heute wird diese verleumderische Version der Ereignisse von 1920 in der Philharmonie auch von unseren Wissenschaftshistorikern im Dienste der Physik verbreitet. Einfacher und effektiver als mit Lügen kann man die ungeliebte Kritik nicht entsorgen. Während sich die allgemeine Historie gern damit brüstet, eine kritische Wissenschaft zu sein, trampelt unsere akademische Physikgeschichte noch heute auf den Theoriekritikern der Zwanziger Jahre herum, wie die theoretische Physik es verlangt, und hilft damit den Bestand der widerlegten Relativitätstheorien sichern: wir nennen das Sozio-Physik.
Die Blamage der Relativisten 1920 in Bad Nauheim
Nur einen Monat nach Weylands und Gehrckes Vorträgen in der Berliner Philharmonie fand in Bad Nauheim die 86. Naturforscherversammlung (Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte - GDNÄ) statt, vom 19.-25. September 1920, in der eine offene und freie Diskussion über die Relativitätstheorien stattfand, die die letzte dieser Art in Deutschland bleiben sollte. Nach den Berichten von Teilnehmern dauerte diese Diskussion aber nur etwa eine Viertelstunde und wurde von Max Planck wegen “Zeitmangel” abgebrochen. An Quellen über diese Diskussion - im wesentlichen von Lenard und Einstein bestritten - stehen z. B. zur Verfügung:
- ein anonymer redaktioneller Bericht in der “Physikalischen Zeitschrift” (21. 1920, S. 666-66 (referiert in unserer Dokumentation, Textversion 1.2, S. 252 - 253);
- von H. Weyl, Bericht über “Relativitätssitzung” in der “Umschau”. 24. 1920, S. 610;
- eine Ergänzung von E. Gehrcke zu Weyl (Die Relativitätstheorie auf dem Naturforschertage in Nauheim. In: Umschau. 25. 1921, S. 99);
- von Paul Forman eine detaillierte Darstellung des Ablaufs mit Auswertung aller Quellen: “Die Naturforscherversammlung in Nauheim im September 1920". In: Physiker zwischen Autonomie und Anpassung. Hrsg.: D. Hoffmann. Weinheim 2006, S. 29 - 58.
In der Sache konnte Einstein den kritischen Fragen Lenards (Warum fliegen nur im abgebremsten Zug alle losen Gegenstände durcheinander, aber der Turm neben dem Gleis bleibt ruhig stehen?) nichts anderes entgegenhalten als die Existenz der Fixsterne. Deshalb mußte Planck die Notbremse des “Zeitmangels” ziehen.
Der Text des anonymen redaktionellen Berichts in der “Physikalischen Zeitschrift” ist derart verunstaltet, daß man ihn teilweise nicht mehr versteht: so schwer hatte der Zensor zu arbeiten, bis der wahre Gang der Dinge unkenntlich gemacht war.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
28.10.2008 10:15 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
7. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Max Planck plant den “Staatsstreich in der Physik” 1922
Zwei Jahre später drohte die nächste große Gelegenheit für eine öffentliche Diskussion über die beiden Relativitätstheorien Albert Einsteins: im Herbst 1922 sollte nämlich die Jahrhundertfeier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Leipzig stattfinden. Da einerseits die vernichtende Kritik dieser Theorien nicht aufgehört, sondern sich eher verstärkt hatte, die Theorievertreter andererseits keine überzeugenden Argumente zur Abwehr der Kritik gefunden hatten, drohte den Relativisten eine Neuauflage der Blamage von Bad Nauheim.
Um diese zu verhindern, organisierte der “Reichskanzler der Physik” Max Planck zusammen mit den anderen Spitzenvertretern der Relativistik bei den Planungen im Frühjahr 1922 einen Boykott und vollständigen Ausschluß der Kritiker aus dem Programm für Leipzig: kein Vortrag eines Kritikers zu den Relativitätstheorien sollte gehalten werden, eine Diskussion über die Theorien wurde nicht vorgesehen. Dafür wurden zwei Jubelvorträge über die Relativitätstheorie angesetzt: Max v. Laue über “Die Relativitätstheorie in der Physik” und Moritz Schlick über “Die Relativitätstheorie in der Philosophie”.
Damit sollte die bisherige so unbequeme Wissenschaftsfreiheit in der theoretischen Physik abgeschafft und die “Wissenschaftlichkeit” und Akzeptanz der Relativistik fortan garantiert werden: nur noch Relativisten sollten zu Wort kommen, Kritik wurde abgeschafft, Kritiker galten gar nicht mehr als ernsthafte Wissenschaftler, sondern sollten fortan gebrandmarkt werden als “Außenseiter”, als ausgeschlossene und rechtlose Dissidenten.
Die Leitung der GDNÄ hatte sich dazu hergegeben, ihre beabsichtigte Jubelfeier zum Begräbnis und zur Totenfeier der Wissenschaftsfreiheit auf einem allgemein interessierenden Gebiet umfunktionieren zu lassen. Im Jahr 1922 sollte die wirkliche Revolution in der Physik stattfinden: von jetzt an sollte über die Richtigkeit von Theorien endgültig durch die Mehrheit entschieden werden -- und die Minderheit sollte in dieser “Wissenschaft” überhaupt nicht mehr existieren.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
29.10.2008 10:03 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
8. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Die Reaktion Lenards auf die geplante Machtergreifung: sein “Mahnwort” Juli 1922
Sobald die Pläne Plancks für eine kalte Machtergreifung der Relativisten im Frühjahr 1922 bekannt wurden, schrieb der prominenteste Kritiker der Relativitätstheorien, Philipp Lenard, ein “Mahnwort an deutsche Naturforscher”, das er mit “Juli 1922" datierte und der 2., vermehrten Auflage seines Büchleins “Über Äther und Uräther” mit auf den Weg gab. Darin antwortet er auf den Plan der Machtergreifung zum ersten Mal in kritischen Veröffentlichungen zur Relativitätstheorie u. a. mit antisemitischen Vorwürfen, die Juden wollten der deutschen Öffentlichkeit die Theorie des Juden Albert Einstein aufzwingen.
Abgesehen von dem inakzeptablen rassistischen Vorwurf schien Lenard dabei völlig zu übersehen, daß der Hauptverantwortliche Max Planck und mehrere seiner Mitstreiter gar keine Juden waren, und daß die effektive Parteinahme der Mehrheit der Physiker für die Relativitätstheorien gar nichts mit dem Judentum Albert Einsteins zu tun hatte, sondern daß sie Einstein dankbar waren für die “Abschaffung” des Äthers, die sie für endgültig hielten und als endgültig besiegelt sehen wollten.
Die unbestreitbare Mehrheit der Physiker, auf die sich die Relativisten bis heute gern berufen, wünschte damals wie heute die Abschaffung des Äthers um jeden Preis, selbst um den Preis der Wissenschaftlichkeit ihrer Disziplin, die fortan nur noch eine sektiererische Veranstaltung zur Anbetung ihres Ober-Guru und Weltumwälzers und zur Propaganda seiner Dogmen wurde und alle bösen Ungläubigen mit Haß und Verleumdung aus dem Tempel ihrer “Wissenschaft” vertrieb.
Es ist eine Ironie des Schicksals und zeigt den Geisteszustand dieser Disziplin, daß zu dem Zeitpunkt der endlichen “Abschaffung des Äthers” durch Ausschluß der Kritiker und Äther-Anhänger im Jahr 1922 ihr Oberguru selbst den Äther schon 2 Jahre vorher, nämlich 1920 (!) in seinem Vortrag in Leiden wieder eingeführt hatte. Dieser Vortrag hat die Physiker nie interessiert, viele kennen ihn gar nicht -- wenn man ihre Propaganda-Bücher über die Relativitätstheorie liest. Und daß sie selbst inzwischen sogar an ein “fluktuierendes Vakuum” glauben, kann sie auch heute noch nicht irritieren.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
30.10.2008 11:00 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
10. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Die Kritiker in Deutschland seit 1922
Die Kritiker der Relativitätstheorien mußten sich fortan aufs Handzettel-Verteilen legen, weil auf Geheiß der Physik-Machthaber niemand mehr Texte von ihnen zur Veröffentlichung annehmen wollte, um nicht aus der Gnade von Planck, Einstein, v. Laue und Born und ihren Ausführungsgehilfen zu fallen. Nur noch in fachfernen Verlagen und Zeitschriften, die auf die genannte Gnade nicht angewiesen waren, konnten sie publizieren, und einen nennenswerten Teil ihrer Arbeiten ließen sie auf eigene Kosten drucken und wurden so zu Selbstverlegern. Von neuen Anstellungen in der wissenschaftlichen Physik waren Kritiker künftig natürlich ausgeschlossen. Das Duckmäusertum und der Opportunismus blühen seither in der theoretischen Physik: denn intelligent genug, die Theorien und die Methoden ihrer Aufrechterhaltung zu durchschauen, sind dort alle.
Wie haben nun die Kritiker seit 1922 aller Ausschließung und Unterdrückung zum Trotz versucht, mit ihrer Relativitäts-Kritik die Öffentlichkeit zu erreichen? Was haben sie unternommen und mit welchem Erfolg?
Wir werden im folgenden aus der Kenntnis unseres Materials die wichtigsten und interessantesten Beispiele zusammenstellen, wo Kritiker nicht nur ihre Kritik der Theorie vorgetragen haben, sondern darüber hinaus gegen die Unterdrückung der Kritik und gegen den Betrug der Öffentlichkeit vorgegangen sind. Zu diesem Zweck haben manche von ihnen ihre Arbeiten an Vertreter der Öffentlichkeit und an Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften gesandt, haben “Offene Briefe” an Prominente geschrieben, haben die Vertreter der akademischen Wissenschaft zur Diskussion aufgefordert, haben öffentliche Vorträge gehalten oder gar Kongresse veranstaltet, haben neue Zeitschriften speziell zur Verbreitung kritischer Arbeiten begründet, haben Zeitungsannoncen finanziert oder durch persönliche Aktionen in der Öffentlichkeit auf die Probleme aufmerksam machen wollen. Auch besonders aufrüttelnde Titel für die - naturgemäß sehr seltenen - umfassenden Bücher rechnen wir zu den Versuchen, gegen alle Unterdrückung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erreichen.
Dieses Material läßt sich nicht anders einleuchtend systematisieren als durch die reine Chronologie, weil jeder derartige Versuch auch stark durch die jeweiligen Zeitumstände bedingt ist. Dieses Ringen der Kritiker um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, um aus der Verbannung durch die akademischen Machthaber und ihre Zensur-Gehilfen in der Presse auszubrechen, ist unseres Wissens bisher noch nie dargestellt worden, weil sich vor unserem Projekt noch niemand die Mühe gemacht hat, die lange und starke Tradition der Relativitätskritik aufzuarbeiten. Wir werden besonders die Aktivitäten in den deutschsprachigen Ländern berücksichtigen, aber auch ein paar Beispiele aus anderen Ländern einbeziehen, denn die Lage der Kritiker und der Kritik ist in den westlichen Industriestaaten nicht wesentlich anders als bei uns.
Wenn ein Ereignis in unserer Dokumentation behandelt worden ist, werden kurz Kapitel und Seitenzahl angegeben.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
02.11.2008 11:29 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
11. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
Chronologie der öffentlichen Aktivitäten der Kritiker (Auswahl)
1920, 29. Mai - Jahresversammlung der Kantgesellschaft in Halle
Im Anschluß an die Jahresversammlung auf einer “Zusammenkunft von Freunden der Als-Ob-Philosophie” sind 4 Vorträge gehalten und unter dem Titel “Zur Relativitätstheorie” in den “Annalen der Philosophie” veröffentlicht worden, darunter 3 kritische Vorträge von O. Kraus, P. F. Linke, F. R. Lipsius. (Dok. Kap. 3, S. 244 - 246.)
1920, 24. Aug. - E. Gehrckes Vorwurf an die Relativisten: Massensuggestion!
Öffentlicher Vortrag in der Berliner Philharmonie. Titel: Die Relativitätstheorie eine wissenschaftliche Massensuggestion. - Kritisiert SRT und ART und beurteilt das Verhältnis zwischen beiden als einen Widerspruch. Bestreitet die Behauptungen über experimentelle Bestätigungen der Theorien als irreführend und Propaganda. Die Theorie verknüpft Aussagen der Physik, der Mathematik und der Erkenntnistheorie; die Vertreter der Theorie antworten auf Kritik an einem der drei Aspekte einfach mit Behauptungen der beiden anderen Aspekte und wollen damit den Kritikern durchweg die Kompetenz bestreiten. Weil sich niemand dem Vorwurf aussetzen will, er verstünde nichts von der Sache, funktioniere die Durchsetzung der Theorie wie Andersens Märchen “Des Kaisers neue Kleider”. Damit ist indirekt der Betrugsvorwurf ausgesprochen. (Dok. Kap. 3, S. 247 - 250; Kap. 4, 546 - 547.)
1920, 19. - 25. Sept. - 86. Naturforscherversammlung in Bad Nauheim
“Naturforscherversammlung” ist die übliche Bezeichnung für die Jahresversammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Kernpunkt ist die “Allgemeine Diskussion über Relativitätstheorie”, in der vor allem Lenard und Einstein über die ART diskutieren. In der Presse wurde groß berichtet: die Öffentlichkeit erfuhr zum letzten Mal von einer öffentlichen Diskussion zwischen den Vertretern der Theorien und ihren Kritikern. - (S. oben: Die Blamage der Relativisten 1920 in Bad Nauheim, mit Lit.-Angaben; Dok., Kap. 3, S. 250 - 253; Kap. 4, S. 372 - 373.)
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
03.11.2008 10:39 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
12. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1922, Sept. - Öffentlicher Gelehrtenprotest auf Handzetteln gegen die Aussperrung der Kritik aus der Hundertjahrfeier der GDNÄ in Leipzig, 17. - 24. Sept.
Aus Protest gegen die Aussperrung der Kritik lassen 19 Unterzeichner einen Handzettel vor dem Tagungsgebäude verteilen. In der Öffentlichkeit werden die Unterzeichner als unverbesserliche Reaktionäre und inkompetent hingestellt, obwohl mehrere Universitätsprofessoren und auch Nobelpreisträger unterzeichnet hatten und der Handzettel kein einziges antisemitisches Wort enthielt. - Zur Bedeutung der Vorgänge in Leipzig 1922 als kalte Machtergreifung der Mehrheit der Physiker s. oben: Die Vorgänge in Leipzig im September 1922. (Dok. Kap. 3, S. 270 - 275; Kap. 4, S. 374 - 375.)
Weniger bekannt ist ein anderes, anonymes Flugblatt, das ebenfalls auf der Leipziger Jahrhundertfeier verteilt wurde: “Den in Leipzig versammelten deutschen Naturforschern und Ärzten zur Erheiterung”, in dem das Zwillingsparadoxon, der damals aktuelle Einstein-Film und das Relativitätsprinzip in völlig korrekter Argumentation veralbert werden. (Dok. Kap. 4, S. 375 - 376.)
1924 - E. Gehrcke: Massensuggestion zur Durchsetzung der Relativitätstheorien
Veröffentlicht sein Buch “Die Massensuggestion der Relativitätstheorie: kulturhistorisch-psychologische Dokumente.” Bezeichnet die Theorie als Fiktion und mathematisches Märchen. Dokumentiert und analysiert die Methoden der Durchsetzung der Theorien in den Jahren 1914-1923 anhand einer eigenen Sammlung von ca. 5000 Zeitungsausschnitten und Zeitschriftenaufsätzen. Die Ausschnittsammlung ist im 2. Weltkrieg schwer beschädigt worden; ca. 3000 (???) Ausschnitte sind noch vorhanden und im Max-Planck-Institut f. Wissenschaftsgeschichte in Berlin vorhanden, wo sie digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht werden sollen. - Das Buch appelliert an die Öffentlichkeit, den Betrug durch die Darstellung in den Medien zu durchschauen. (Dok. Kap. 4, S. 552 - 553.)
URL: http://www.amazon.co.uk/Massensuggestion-Relativit%C3%A4tstheorie-Kultur-historisch-psychologische-Dokumente-Abbildungen/dp/B0014QIE9S
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
05.11.2008 10:07 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
13. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1924, April - Briefwechsel zwischen Oskar Kraus und Max v. Laue
Kraus schickt die Zusammenfassung eines “Offenen Briefes” an Einstein zum Abdruck an die “Zeitschrift für Physik”. Der Redakteur Karl Scheel lehnt ab und zitiert zur Begründung ein ablehnendes Gutachten von Max v. Laue, der die fehlende “mathematische Durcharbeitung” bemängelt. Eine Erwiderung von Kraus wird vom Redakteur wiederum an den Gutachter v. Laue weitergereicht und v. Laues Antwort an Kraus mitgeteilt. Darin findet sich die folgende bemerkenswerte Aussage v. Laues:
“Findet ein Philosoph in ihr [der Relativitätstheorie] innere Widersprüche, so sage ich ihm auf den Kopf zu und ohne mir seinen Gedankengang in allen Einzelheiten anzusehen, daß er die Sache nicht verstanden hat. Denn, das kann man nicht scharf genug betonen: Die mathematische Durchbildung, welche die Theorie erfahren hat, sichert dagegen vollständig.”
Damit hat der Theorievertreter den Kritikern in schöner Offenheit seine eigene Borniertheit als wissenschaftlichen Grundsatz verkündet: die Relativitätstheorien ist gegen innere Widersprüche “vollständig gesichert”, weshalb man sich mit solcher Kritik nicht zu beschäftigen braucht. Der Physiker braucht die Kritik gar nicht erst zu lesen.
Kraus hat diesen Briefwechsel in seinen “Offenen Brief” an v. Laue aufgenommen, den er im nächsten Jahr in einem Buch veröffentlicht hat:
1925 - Oskar Kraus: Offene Briefe an Albert Einstein und Max von Laue
Veröffentlicht als Buch (104 S.) je einen “Offenen Brief” an Albert Einstein (S. 1 - 74) und einen an Max v. Laue (S. 75 - 9 . Anhang (S. 99 - 104): “Die rotierende Kreisscheibe”. - Trägt Einstein Kritik der Theorien vor und möchte eine Antwort von Einstein haben, weil nur die authentisch wäre. Hauptpunkt ist das Experiment mit einer rotierenden Scheibe, in deren Mittelpunkt und an deren Rand je eine Uhr fest montiert ist; diskutiert das Verhalten der Uhren bei Drehung der Scheibe, bezweifelt die Behauptungen der Relativisten dazu; vgl. Anhang. - Beschreibt die Strategie der Relativisten in der Abwehr der Kritiker: Relativisten, die selbst eine Darstellung der Theorie ohne jede Mathematik geliefert haben, weisen Kritiker als mathematisch inkompetent zurück; Zeitschriften akzeptieren lobende Artikel, weisen aber kritische Artikel ab. Auf Kongressen werden jetzt auch Naturwissenschaftler nicht zugelassen, wenn sie als Gegner der Theorie bekannt sind.
Wirft v. Laue vor, daß er mit seinem Votum die Veröffentlichung seines “Offenen Briefes” an Einstein in der “Zeitschrift f. Physik” verhindert hat und druckt den diesbezüglichen Briefwechsel ab (S. 75 - 86); vgl. den vorangehenden Eintrag “1924, April”. Verwahrt sich gegen v. Laues Behauptung, er, Kraus habe nur populärwissenschaftliche Darstellungen verwendet; verweist auf drei kritische Fragen, auf die er Antworten erbeten, aber stattdessen nur Polemik erhalten habe. Bestreitet, daß die Spezielle Relativitätstheorie nicht von jedem verstanden werden könne. Zu dem oben zitierten Wort v. Laues über die “vollständige Sicherung” der Theorie stellt Kraus fest, daß wir “also bereits bei dem Unfehlbarkeitsdogma angekommen sind” (S. 93)
Die Schlußseiten dieses Briefes gehören zu den klarsten und hellsichtigsten, die jemals von Kritikern geschrieben worden sind.
Kraus hat von beiden Adressaten nie eine Antwort erhalten, weder privat noch öffentlich. (Dok. Kap. 3, S. 296 - 298; Kap. 4, S. 630 - 632.)
URL: http://www.antiquariat-weinek.at/d_artikel.php?art_nr=2626CB&PHPSESSID=79026f9a6c0d8ebed2e70eaea22d517a
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
06.11.2008 10:48 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
14. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1925 - Die positiven Interferometer-Ergebnisse von D. C. Miller
D. C. Miller hat bei seinen Ätherdrift-Experimenten auf dem Mount Wilson (USA) eine Erddrift von ca. 10 km/sec gemessen. Das Ergebnis wird in der Öffentlichkeit berichtet, von Miller in “Science” und von L. Silberstein in “Nature”. Nach Silberstein muß die Theorie aufgegeben werden. In “Science” wird eine Stellungnahme von A. Einstein berichtet: Die SRT und ART fallen, wenn die Messungen von D. C. Miller auf dem Mt. Wilson bestätigt werden. Andere Relativisten erklären das Ergebnis von Miller für ein Gerücht. Miller veröffentlicht im nächsten Jahr in “Science” einen genaueren Bericht mit Überblick über die bisherigen Experimente, bestätigt die Aussage von 1925. - Ergebnis der Experimente und Veröffentlichungen ihrer Ergebnisse: die akademische Wissenschaft erklärt die Experimente für unerheblich, auf Fehlern beruhend. Wiederholungen auf dem Mount Wilson unter Beteiligung anderer Forscher haben nicht stattgefunden. Damit konnte künftig zutreffend behauptet werden, daß Millers Experimente nicht wiederholt worden sind. (Dok. Kap. 3, S.299 - 302; Autoreintrag “Miller”, Kap. 4, S. 695 - 697.)
1930 - “Des Kaisers neue Kleider”: die Relativitätstheorie ein Betrügermärchen
Der Norweger Johan Hjort veröffentlicht sein Buch: Keiserens nye klaer. Oslo 1930. Es erscheint 1931 auf Englisch (The emperor's new clothes), 1932 auf Deutsch (Des Kaisers neue Kleider) und 1934 auf Französisch (La crise de la vérité). Der Verfasser ist ein angesehener Biologe, sein Buch eine Fundamentalkritik, der Titel signalisiert in aller Schärfe Thema und Tenor, es erscheint in 4 Sprachen, mehr kann eine Veröffentlichung nicht auf die Waage bringen: es bewirkte keine Rezeption, keine Auseinandersetzung in der Wissenschaft.
Das Erscheinen dieses Buches und seine Nicht-Wirkung in 4 Sprachen beweist die effektive Ausweitung der Machtergreifung von 1922 in Leipzig auf die westlichen Industrieländer, die internationale Etablierung von v. Laues “Unfehlbarkeitsdogma” 1924, die vollständige Vernichtung der kritischen Minderheitsmeinung in der akademischen Physik, in der Öffentlichkeit und in den Medien. Das Buch von Hjort wurde in 4 Sprachen gedruckt und doch nicht wahrgenommen: eine der bittersten Lektionen für die Kritiker. (Dok. Kap. 3, S. 315.)
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
08.11.2008 11:01 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
15. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1931 - Protest gegen den “Terror der Einsteinianer”
Unter dem demonstrativen Titel “Hundert Autoren gegen Einstein“ erscheint ein Sammelbändchen mit kurzen Beiträgen von 46 Autoren und einer Liste von weiteren kritischen Autoren mit Angabe ihrer Schriften. Ganz überwiegend sind es deutschsprachige Autoren, nur wenige aus Ländern außerhalb des deutschen Sprachraums. Das Bändchen vereinigt alle damals prominenten Autoren zu einer gedruckten öffentlichen Demonstration - es ist die zweite nach dem Handzettel von 1922 - und gibt auf rund 100 Seiten einen vorzüglichen Überblick über die Kritik der beiden Relativitätstheorien. Die Herausgeber Hans Israel, Erich Ruckhaber und Rudolf Weinmann schreiben im Vorwort: "Zweck dieser Veröffentlichung ist, dem Terror der Einsteinianer einen Überblick über Zahl und Gewicht der Gegner und Gegengründe entgegenzustellen." In der Presse wird dieses Sammelwerk als ein Dokument der Zukurzgekommenen lächerlich gemacht und der “Terror der Einsteinianer” gewissermaßen als die verdiente Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit relativiert, jedenfalls nicht ernstgenommen. Von Albert Einstein wird der Ausspruch kolportiert, wenn es wirklich etwas an seinen Theorien zu kritisieren gäbe, hätte doch auch ein einziger Autor genügt. Wer die absolute Deutungsmacht errungen hat, kann die Unterlegenen leicht verhöhnen.
1933 ff. - Die Relativitätstheorien beherrschen auch das Dritte Reich
Die uninformierte Öffentlichkeit nimmt natürlicherweise an, daß die Nazis nicht nur den jüdischen Physiker Albert Einstein mit Todesdrohungen außer Landes getrieben haben, sondern daß sie nach ihrer Machtergreifung 1933 auch seine Relativitätstheorien verfolgt und aus ihrer akademischen Wissenschaft ausgeschlossen haben. In Wirklichkeit geschieht das Gegenteil. Während die Bedrohung und Vertreibung des Menschen Einstein vor 1933 bittere Wirklichkeit war, sind die Theorien nach 1933 unverändert Lehrstoff der akademischen Physik geblieben, weil fast alle Physiker die Abschaffung des Äthers für immer gesichert haben wollten und nur die Aufrechterhaltung der Speziellen Relativitätstheorie dieses Ziel garantieren konnte.
Diese Entwicklung ist Ausdruck der personellen Besetzung der insgesamt 81 in Deutschland und Österreich im Jahr 1939 existierenden Professuren für Physik: ganze 6 Lehrstuhlinhaber, also nicht einmal zehn Prozent, gehörten zur Richtung der “Deutschen Physik”, die eine rassistische Hetze gegen den Juden Albert Einstein und seine angeblich “jüdischen” Theorien betrieb. (Quelle: A. D. Beyerchen: Wissenschaftler unter Hitler. 1982.) Deshalb ist das Jahr 1933 für die Theorien, anders als man glauben möchte, keine epochale Wende.
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Ekkehard Friebe am 09.11.2008 12:53.
|
|
09.11.2008 10:19 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
16. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1940, November - Das “Religionsgespräch” der Physiker in München
Im 2. Weltkriegsjahr hält es der NS-Dozentenbund für wichtig, die Polemik zwischen den Kritikern und der weit überwiegenden Mehrheit von Anhängern der Relativistik zu beenden und den Sieg der Relativisten festzuschreiben. Er veranstaltet am 15.11.40 in München ein Streitgespräch mit Vertretern beider Seiten und einigt sich auf eine Waffenstillstandsformel von 5 Punkten, von denen Punkt 2 besagt: Die Spezielle Relativitätstheorie ist fester Bestand der Physik, nur in der Kosmologie noch zu prüfen.
Die Relativisten behielten also unter den Nationalsozialisten genau die Redefreiheit, die sie selbst seit 1922 den Kritikern verwehrt hatten. Die erstaunliche Bestätigung der Relativitätstheorie, offiziös und öffentlich durch eine NS-Parteistelle wirkt noch heute im Bewußtsein mancher Theorieanhänger als ein Triumph und Beweis für die Theorie. Kürzlich hat ein Diskutant in einem Internetforum als Beweis für die Richtigkeit der Relativitätstheorie darauf hingewiesen, daß nicht einmal die Nazis sie hätten abschaffen können. Politischpsychologisch zweifellos ein Triumph der Theorie, physikalisch belanglos. (Dok. Kap. 3, S. 326 - 327).
1949/50 - Gründung von zwei neuen kritischen Zeitschriften
1949 wird in Italien die Zeitschrift “Methodos” gegründet; in Deutschland 1950 die Zeitschrift “Philosophia naturalis”. Beide haben der Theoriekritik eine Bühne gegeben; aus “Methodos” konnten wir bisher Aufsätze aus den Jahren 1955 - 58 nachweisen; aus “Philosophia naturalis” aus den Jahren 1957 - 86. (Dok. Kap. 6, S. 975 u. 991 - 992.)
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
10.11.2008 13:16 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
17. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1954 - Frederick Soddy verschreckt seine Nobelpreis-Kollegen:
fordert eine Untersuchung, ob die mathematische Physik überhaupt als Wissenschaft gelten kann
Auf der 4. Konferenz der Nobelpreisträger in Lindau rechnet der Chemiker Soddy (war beteiligt an der Entdeckung der Isotopen) in einem Vortrag am 30.6.54 mit der mathematischen Physik ab; als Chemiker polemisiert er gegen die Beherrschung der Chemie durch die Physiker bis hin zur Umwidmung traditionsreicher Lehrstühle (eine Parallele zum “Terror der Einsteinianer” 1931); als Naturwissenschaftler stellt er die Tendenz der mathematischen Physik bloß, aus mathematischen Beziehungen eine Existenz physikalischer Effekte in der Wirklichkeit zu behaupten und führt als Paradebeispiel die Relativitätstheorien vor, die er als “pretentious humbug”, “fantasy”, “mysticism”, “dogma”, “charlatanry” und “obscurantism” klassifiziert. Der Redetext ist eine sehr unterhaltsame Lektüre und eine Bestätigung der schärfsten Kritiker von jemandem, den die Relativisten von keiner Seite aus verleumden können.
Die vornehme Welt der Lindauer Treffen hat darüber natürlich nichts nach außen dringen lassen. In den Veröffentlichungen einiger Kritiker tauchten seither aber kürzere und längere Zitate aus Soddys Vortrag auf mit dem Hinweis, daß die Quelle unbekannt sei. Auch G. Galeczki und P. Marquardt haben noch 1997 in ihrem Buch “Requiem für die Spezielle Relativität” für ihr Zitat (S. 34) nur auf “undichte Stellen” verweisen können. Einen ersten Hinweis hatte aber schon G. Barth 1959 gegeben, und unsere Dokumentation weist als Quelle die englische Zeitschrift “Atomic digest” nach. (Dok. Kap. 3, S. 335 - 336; Kap. 4, S. 791 - 793.)
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
11.11.2008 09:44 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
18. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1956 - Herbert Dingle warnt die Raumreisenden vor dem Zwillings-Fehler
Als die Relativisten angesichts der bevorstehenden Raumfahrt den Zwillings-Fehler der Speziellen Relativitätstheorie (von der Propaganda zum vornehmen “Paradoxon” hochstilisiert) diskutieren und der Öffentlichkeit als Realie verkaufen, meldet sich ein Forscher zu Wort, der selbst als Theorieanhänger (!) 1940 ein Lehrbuch zur SRT geschrieben hatte (“The special theory of relativity”), und veröffentlicht gleichzeitig zwei kritische Artikel:
- Physical Society. London. Proceedings, Sect. A. 69. 1956, Nr. 444, S. 925 - 935: “A problem in relativity theory”;
- Nature. London. Vol. 177. 1956, No. 4513, S. 782 - 784: “Relativity and space travel”.
Argumentiert gegen die Behauptung einer realen unterschiedlichen Alterung der Zwillinge, weil eine solche Behauptung dem Relativitätsprinzip klar widerspricht, und fordert dringend eine öffentliche Diskussion darüber. Bezeichnet die Behauptung der Physiker von Verjüngung durch Raumfahrt als “wholesale abandonment of even elementary reasoning” - eine vollständige Abkehr von elementarsten Denkgesetzen. Beginnt damit seinen Bruch mit der offiziell verkündeten Physik.
Immerhin war Herbert Dingle noch 1953 Präsident der Royal Astronomical Society, London. Da er seit 1956 seine Kritik der Speziellen Relativitätstheorie immer grundsätzlich und thematisch umfassender fortsetzt, wird er vom naturwissenschaftlichen Establishment Englands allmählich öffentlich zum eigensinnigen Spinner und sozial zur Unperson gemacht. Er berichtet 1972 über das Scheitern seiner öffentlichen Kritik in dem Buch “Science at the crossroads”. Herbert Dingle ist die überragende Persönlichkeit der Kritik nach 1945 und sein Schicksal eine eindringliche Drohung der Physikmachthaber an alle künftigen potentiellen Querdenker und Ketzer - sogar in einer traditionell liberalen Grundsätzen verpflichteten Gesellschaft wie der britischen. (Dok. Kap. 3, S. 337 - 340; Kap. 4, S. 490 - 500.)
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
13.11.2008 11:30 |
|
|
|
| Re: Das Forschungsprojekt G.O.Mueller zieht eine Zwischenbilanz |
 |
19. Fortsetzung zu
G. O. Mueller:
„Das Forschungsprojekt G. O. Mueller zieht eine Zwischenbilanz“
| Zitat: |
1957/59 - Gründung von zwei neuen kritischen Zeitschriften in Wien
Seit 1957 Gotthard Barths Zeitschrift “Wissenschaft ohne Dogma” (Titel ab 1958: “Wissen im Werden”) und seit 1959 Karl Nowaks Zeitschrift “Neue Physik”. Beide Herausgeber sind selbst bedeutende Kritiker der Relativitätstheorien und schreiben einen großen Teil der Beiträge selbst, sind also weitgehend selbstverlegende Autoren und Herausgeber, die auch Beiträge anderer Kritiker aufnehmen. Der Verbreitungsgrad beider Zeitschriften ist minimal - für die Kenner der Lage in der theoretischen Physik keine Überraschung. Um so mehr ist das Engagement beider Herausgeber-Autoren zu bewundern. (Dok. Kap. 3, S. 341 - 343; Übersichten der in der Dokumentation erfaßten kritischen Beiträge aus den Zeitschriften finden sich in Kap. 6, S. 1033 - 1034 und S. 985.)
1959, Januar - Preisausschreiben über die “Fehler in der Relativitätstheorie”
Die “Astronomischen Vereinigung Düsseldorf” hat ein Preisausschreiben über die “Fehler in der Relativitätstheorie und ihre Lösung” veröffentlicht und auch noch eine spezielle Preisaufgabe “Die Massenveränderlichkeit ein Trugschluß?” ausgeschrieben, deren Gewinner einen Preis von 1000 DM erhalten soll. (Quelle: die Kolumne des Herausgebers der “Physikalischen Blätter” 1959, Mai-Heft, S. 240; siehe den folgenden Absatz
1959, Mai-1963, April - Karl Nowak klagt erfolgreich gegen die “Physikalischen Blätter” der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
Die geringe öffentliche Wahrnehmung der neuen Zeitschriften aus Wien wird für eine kurze Phase durchbrochen durch eine Initiative von unerwarteter Seite. Ausgerechnet die Zeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die “Physikalischen Blätter”, läßt sich im Mai-Heft des Jahrgangs 1959 (S. 240) in der Kolumne “Ceterum censeo” ihres Herausgebers Ernst Brüche zu einer Empörung und Häme über die Umtriebe von Relativitätskritikern hinreißen, u.d.T.: “Der Geisterreigen”
(Zitatende) |
Beste Grüße Ekkehard Friebe
(Fortsetzung folgt)
|
|
14.11.2008 12:50 |
|
|
|
|
|
|
|
|