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Ernst Peter Fischer
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geboren 1947 in Wuppertal ;
Studium der Mathematik und Physik in Köln, Studium der Biologie am California Institute of Technology in Pasadena (USA) (Promotion 1977), Habilitationsstipendiat der DFG im Bereich Wissenschaftsgeschichte (Habilitation 1987); apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz; langjähriger Vizepräsident des Trägervereins e.V. zur Gründung der privaten Hochschule Holzen, einem Europäischen Studienkolleg für Weiterbildung.
Autor zahlreicher Bücher, zuletzt Das Schöne und das Biest (1997), Farbsysteme in Kunst und Wissenschaft (199 , The Impact of Modern Genetics on Life Insurance (1999), An den Grenzen des Denkens (2000), Leonardo, Heisenberg & Co. (2000),Werner Heisenberg- Das selbstvergessene Genie (2001), Die andere Bildung ? Was man von der Naturwissenschaft wissen sollte (2001), Images & Imagination ? Faszination der Forschung (2001), Das genetische Abenteuer (2001), Das Genom (2002), Am Anfang war die Doppelhelix (2003) und Die Andere Bildung (2003). Herausgeber u.a. von Wieviel Genetik braucht der Mensch? (1995).Ausgezeichnet mit der Lorenz-Oken-Medaille (2002), der Treviranus-Medaille (2003) und den Eduard-Rhein-Kulturpreis (2003), Ausgezeichnet (2004) mit der Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Publizistik und mit dem Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. |
Ernst Peter Fischer
| Zitat: |
Mir sind jedenfalls viele Menschen bekannt, die sich als gebildet bezeichnen, die ins Theater gehen, die nur klassische Musik auf dem CD-Player spielen, während sie zugleich gerne und bereitwillig zugeben, von den Naturwissenschaften nichts zu verstehen. Sie kennen Gedichte, aber keine Gesetze der Natur, und sie halten dies für keinen Mangel. |
Bitte weiterlesen:
http://www.epfischer.com/
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Martial Bourdin am 26.11.2007 03:29.
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26.11.2007 03:05 |
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Ernst Peter Fischer (siehe oben) hat 2005 im Physik Journal 4 (2005 ) Nr. 12, S. 3 einen interessanten Kommentar zum "Einstein-Jahr" verfasst:
"Unser Umgang mit Einstein
Verpasste Gelegenheiten am Ende des Feierns"
Nachstehend bringe ich ein Zitat aus diesem Kommentar
| Zitat: |
Bleiben wir bei den Medien: Was es trotz vieler kleiner Beiträge zum Einstein-Jahr auffälligerweise nicht gab, war eine prominent besetzte Talkrunde zur besten Fernsehzeit.
Dies legt den Verdacht nahe, dass das Jubeljahr alles mögliche bewirkt hat, nur keine neue Antwort auf die Frage, „Was verstehen Sie von Albert Einstein?“. Sie lautet beim allgemeinen Publikum nämlich unverändert „Nichts“, und Journalisten, die sich nicht zur Physik bekennen, gehören dazu. Niemand von ihnen hat die Gelegenheit genutzt, seine Schwierigkeiten mit Einstein zu erläutern. Sie hätten doch den traditionellen Spieß einmal umdrehen und nicht erst Erklärungen lauschen sollen, zu denen am Ende dann Fragen gestellt werden durften. Sie hätten sich erst selbst einmal fragen sollen, was sie warum nicht verstehen und wissen wollen, um dazu etwas zu lernen. Aber diese Gelegenheit haben wir verpasst.
Einsteins Physik ist trotz aller Jubelfeiern den meisten fremd geblieben. Zu den Standardsätzen von Reportern, die zu einem Interview oder um einen anderen Beitrag baten, gehörte der Hinweis, dass sie nichts von der Relativitätstheorie verstehen. In Live-Gesprächen wurde Blut und Wasser geschwitzt, wenn man sich von Einsteins Frauen ab- und seiner Physik zuwenden wollte: „Bitte, ganz einfache Sätze, sonst schalten die Leute ab oder um.“ Der Verfasser kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass am Ende des Einstein-Jahres kein Journalist mehr über die dazugehörige Physik weiß als am Anfang. Und wenn schon diese privilegierte Gruppe nicht weitergekommen ist, kann man sich rasch überlegen, was für die Leser, Hörer und Seher der dazugehörigen Beiträge gilt. |
Bitte weiterlesen:
http://www.pro-physik.de/Phy/pdfstart.do?mid=3&articleid=22885&recordid=22903
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Martial Bourdin am 27.11.2007 01:29.
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27.11.2007 01:06 |
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Monsieur Kemme,
wenn es so ist wie Sie sagen, wäre einer genug. Wir leben in einem freien Land, in dem sich Bürger in Talkshows, Interviews und auf offener Straße ganz Anderes erlauben. Der Sinn Ihrer Wortmeldung wird IMHO dem kritischen Beitrag von Peter Fischer kaum gerecht. Wie es scheint, haben Sie zu schnell geschrieben.
Peter Fischer beklagt den zu laxen Umgang mit den Höchstleistungen der Naturwissenschaft als rein konsumptiven Akt, worüber Einstein selbst treffend klagte
| Zitat: |
„Sollen sich alle schämen,
die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft
und Technik bedienen
und nicht mehr davon erfaßt haben,
als die Kuh von der Botanik der Pflanzen,
die sie mit Wohlbehagen frißt“ |
http://www.pro-physik.de/Phy/pdfstart.do?mid=3&articleid=22885&recordid=22903
Wer also wollte sich in öffentlicher Diskussion einer solchen Aufforderung entziehen, wenn er recht hätte? Qu'est ce que la propriété?
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
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29.11.2007 00:33 |
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Gerhard Kemme schrieb am 28.11.2007 22:33 Uhr:
Guten Abend!
Die RT von Albert Einstein ist nicht unumstritten. Wer will ernsthaft die Behauptung unterstützen, dass ein Zwilling, der mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs war, weniger gealtert wäre als sein Bruder. Wer allerdings wollte solche Bedenken in einer öffentlichen Talkshow äußern?
MfG Gerhard Kemme |
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Prof. Ernst Peter Fischer dem Kritiker Norbert Derksen privat zugestanden haben soll, dass er selbst die Relativitätstheorie auch nicht verstehe...
Was nicht verwunderlich ist, Albert Einstein hat es ja schon selbst auch zugestanden:
"Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."
oder
"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?"
Er soll auch sinngemäß gesagt haben, wie ich es in einem Forum gelesen habe : Es gibt kaum zwei Menschen auf der Welt, die meine Relativitätstheorie verstehen, und der Zweite versteht sie falsch... Humor und Selbstironie hatte er ja schon.
Auch G.O. Mueller hat dieses Zentralproblem der Relativitätstheorie - sowohl im Kreise der Wissenschaft als auch der breiten Öffentlichkeit - ironisch angesprochen, siehe seine Ausführung im Kapitel 1 seiner Dokumentation: "Das Selbstbildnis der Relativistik"
| Zitat: |
G.O. Mueller hat geschrieben:
Die Darstellungen in Büchern und Abhandlungen sowohl der bedeutendsten Vertreter der Relativistik als auch der weniger bedeutenden Kompilatoren erscheinen sehr zahlreich bis auf den heutigen Tag und sind durchweg auf einen hymnischen Ton gestimmt. Es werden zwar gewisse Schwierigkeiten des Verständnisses erwähnt, die angesichts des Neuen und Ungewohnten anfangs wohl verständlich waren, inzwischen jedoch seit langem als ausgeräumt und überwunden gelten, wenn man nur mit dem richtigen Verständnis an die Sache herangeht. Irgendwelche nennenswerte Kritik an der Theorie ist nicht vorzubringen, die Theorie ist schlicht makellos.
Die überwältigende Kulturtat muss allen Menschen vermittelt werden, niemand soll sich ausgeschlossen fühlen. Für die gebildeten Schichten gibt es Darstellungen mit etwas Mathematik, für die weniger gut Vorgebildeten werden eigens Darstellungen ohne jede Verwendung von Mathematik angeboten, auf dass die Leute nicht abgeschreckt werden von der Teilnahme an dem Menschheitsereignis. Pädagogen überlegen didaktisch geschickte Darstellungen der Theorie für den Schulunterricht, damit die Jugend schon rechtzeitig mit den neuen Erkenntnissen vertraut gemacht werden kann. [...] In diesem Zusammenhang wird dem Leser auch geraten, keinesfalls von seinem sogenannten gesunden Menschenverstand Gebrauch zu machen, denn damit könne man die Theorie nur missverstehen. |
Man fragt sich dann, wie es dazu kommen kann, wie G.O. Mueller auch berichtet und sich in einem Offenen Brief an Journalisten wundert, dass in den Medien "z.B. im TAGESSPIEGEL (Mitte des Einsteinjahres 2005) ein ca. 12jähriger Schüler als “Kinderreporter” versichert hat, die Relativitätstheorie sei ganz leicht zu verstehen?"... Irgendwas stimmt dabei nicht überein zwischen Bildungsystem, wissenschaftlichen Kreisen, Medien und breiter Öffentlichkeit, oder?
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Jocelyne Lopez am 29.11.2007 11:09.
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29.11.2007 11:06 |
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| Zitat: |
Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 10:06 Uhr:
Was nicht verwunderlich ist, Albert Einstein hat es ja schon selbst auch zugestanden:
"Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."
oder
"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?" |
Liebe Madame Lopez,
mit dem Zitieren ist es gar nicht so einfach, wie ich bereits erklären durfte. Auch in den vorliegenden Zitaten muß darauf geachtet werden, ob sie nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen.
Zum ersten Zitat sei soviel vermerkt, daß Einstein damit auf einen Vortrag von Minkowski reagiert, den dieser vor der mathematisch-physikalischen Sektion des 80. Kongreß der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte am 21.09.1908 in Köln hielt. Minkowskis Vortrag trug wesentlich dazu bei, daß Einsteins Spezielle Relativitätstheorie bei den Physikern Akzeptanz erfuhr. Einstein nahm an diesem Kongreß nicht teil und erfuhr vom Minkowski-Vortrag erst Monate später, als er in der Physikalischen Zeitschrift publiziert wurde. Der von Ihnen zitierte Seufzer wird gleichrangig gehandelt mit Einsteins ursprünglicher Ansicht, daß die von Hermann Minkowski entwickelte formale Vereinfachung der SRT und Umschreibung eine "überflüssige Gelehrsamkeit" bedeute.
Einstein war ein spontaner Mensch mit Neigung zur Emotion. Wie sehr Minkowski später für ihn bei der Entwicklung der Allgemeinen Relativitätstheorie von Nutzen war, mag in seiner popularisierenden Darstellung "Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie" von 1917 nachgelesen werden. Dort kommentiert Einstein den Nutzen der Vorarbeit durch Minkowski
| Zitat: |
Diese dürftigen Andeutungen geben dem Leser nur eine vage Idee von dem wichtigen Gedanken MINKOWSKIS, ohne den die im folgenden in ihren Grundgedanken entwickelte allgemeine Relativitätstheorie vielleicht in den Windeln stecken geblieben wäre. |
Die Quellen dazu finden Sie hier:
Albrecht Fölsing, 1995: Albert Einstein - Eine Biographie, Suhrkamp, S. 283
Carl Seelig, 1952: Albert Einstein und die Schweiz, Zürich, S. 46
Abraham Pais, 2000: Raffiniert ist der Herrgott ... Albert Einstein - Eine wissenschaftliche Biographie, Heidelberg/Berlin, S. 151
Albert Einstein, ²³1988: Über die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie, Berlin/Heidelberg, S. 38
Zu dem anderen Zitat
| Zitat: |
"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?" |
muß man soviel fragen: Sind Sie sicher, daß Einstein hier über seine Physik gesprochen hat? Oder betrifft es nicht mehr sein politisches Engagement?
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
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29.11.2007 21:23 |
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| Zitat: |
Martial Bourdin schrieb am 29.11.2007 20:23 Uhr:
| Zitat: |
Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 10:06 Uhr:
Was nicht verwunderlich ist, Albert Einstein hat es ja schon selbst auch zugestanden:
"Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."
oder
"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?" |
Liebe Madame Lopez,
mit dem Zitieren ist es gar nicht so einfach, wie ich bereits erklären durfte. Auch in den vorliegenden Zitaten muß darauf geachtet werden, ob sie nicht aus dem gedanklichen Zusammenhang der Originaltexte herausgerissen sind und mithin den vom Autor intendierten Sinn entstellen.
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Diese Zitate können keinen Sinn "entstellen", weil sie selber schon einen eindeutigen Sinn ergeben. Jeder, der Deutsch versteht, kann sie verstehen, keiner braucht dafür Ihre Interpretationen, und Einstein hat sie eben selbst ausgesprochen. Lassen wir also Albert Einstein selber sagen, was er zu sagen hat.
| Zitat: |
Martial Bourdin schrieb am 29.11.2007 20:23 Uhr:
Zu dem anderen Zitat
| Zitat: |
"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?" |
muß man soviel fragen: Sind Sie sicher, daß Einstein hier über seine Physik gesprochen hat? Oder betrifft es nicht mehr sein politisches Engagement?
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Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Aussage Einsteins zu verstehen oder zu interpretieren, dann fragen Sie vielleicht darüber die Max-Planck-Gesellschaft, Institut für Gravitationsphysik, Albert Einstein Institut in Potsdam: Dieses Zitat haben sie nämlich als Motto für ihre Online-Informationsseite "Einstein für Einsteiger" übernommen:
http://www.einstein-online.info/de/einsteiger/index.html
und dadurch, dass die MPI/AEI offensichtlich für sich selbst beansprucht, die Physik Einsteins so gut verstanden zu haben, dass sie ihre Aufgabe daran sehen, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, ist es nahe zu legen, dass sie damit auch die schwerverständliche Physik Einsteins meinen, und nicht sein politisches Engagement, oder? Was hat auch das politisches Engagement mit dem Verständnis der Natur und der Physik zu tun??
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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29.11.2007 22:11 |
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Jocelyne Lopez schrieb am 29.11.2007 21:11 Uhr:
| Zitat: |
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"Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?" |
muß man soviel fragen: Sind Sie sicher, daß Einstein hier über seine Physik gesprochen hat? Oder betrifft es nicht mehr sein politisches Engagement?
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Wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese Aussage Einsteins zu verstehen oder zu interpretieren, dann fragen Sie vielleicht darüber die Max-Planck-Gesellschaft, Institut für Gravitationsphysik, Albert Einstein Institut in Potsdam: Dieses Zitat haben sie nämlich als Motto für ihre Online-Informationsseite "Einstein für Einsteiger" übernommen:
http://www.einstein-online.info/de/einsteiger/index.html
und dadurch, dass die MPI/AEI offensichtlich für sich selbst beansprucht, die Physik Einsteins so gut verstanden zu haben, dass sie ihre Aufgabe daran sehen, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, ist es nahe zu legen, dass sie damit auch die schwerverständliche Physik Einsteins meinen, und nicht sein politisches Engagement, oder? Was hat auch das politisches Engagement mit dem Verständnis der Natur und der Physik zu tun??
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Liebe Madame Lopez,
wie Sie wissen, ist Einstein so etwas wie ein Pop-Star geworden. Jede Institution der Didaktik kommt um dieses Phänomen nicht herum. Und behandelt Einstein daher ganzheitlich.
Schwierigkeiten mit Einsteins Zitaten - auch wenn diese sich gelegentlich verselbständigen - hat niemand, der sich die originalen Quellen vertraut macht. Sie wissen, was Einstein um 1944 für Funktionen bekleidete?
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
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29.11.2007 22:19 |
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Markus schrieb am 29.11.2007 21:36 Uhr:
Was haben den Einsteins Zitat aus seinen politischen Engagement mit Physik zu tun, geschweige denn mit der Relativitätstheorie? |
Lieber Monsieur Markus,
um das zu ergründen, ist es auch hier erforderlich, die Quelle des Zitats
| Zitat: |
Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag? |
im Original einzusehen. Jeder Leser kann das tun, sofern er als freier Bürger in einem freien Land beheimatet ist. Das Interview der New York Times mit Einstein, in dem dieser Satz fiel, ist gegen geringes Entgelt auf dem Archivserver der NYT einsehbar
Regards, Bourdin
__________________ „Du bist Republikaner? - Republikaner, ja; aber das Wort sagt nichts Bestimmtes. Republica, das heißt die Wohlfahrt des Ganzen; nun wer sie will, gleichgültig unter welcher Regierungsform, mag sich Republikaner nennen. Die Könige sind auch Republikaner. - Nun denn: Du bist Demokrat? - Nein. - Was! Du bist also Monarchist! - Nein. - Konstitutionalist? - Gott bewahre mich davor. - Du bist also Aristokrat? - Keineswegs. - Du bist für eine gemäßigte Regierungsform? - Noch weniger. - Was bist du also? - Ich bin Anarchist.“ Pierre Joseph Proudhon (1809-1865)
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29.11.2007 23:19 |
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Martial Bourdin schrieb am 29.11.2007 22:19 Uhr:
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Markus schrieb am 29.11.2007 21:36 Uhr:
Was haben den Einsteins Zitat aus seinen politischen Engagement mit Physik zu tun, geschweige denn mit der Relativitätstheorie? |
Lieber Monsieur Markus,
um das zu ergründen, ist es auch hier erforderlich, die Quelle des Zitats
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Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag? |
im Original einzusehen. Jeder Leser kann das tun, sofern er als freier Bürger in einem freien Land beheimatet ist. Das Interview der New York Times mit Einstein, in dem dieser Satz fiel, ist gegen geringes Entgelt auf dem Archivserver der NYT einsehbar
Regards, Bourdin
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Ich habe Dich schon deutlich gewarnt: Deine Trollerei über die Umdeutungen und Interpretation von Zitaten quer durch das Forum darfst Du jetzt woanders betreiben, Martial Bourdin oder wie Du heißt. Die Absichte zu stören, von sachlichen Inhalten abzulenken, Teilnehmer persönlich zu belästigen und Polemik zu übertragen sind unübersehbar. Damit kannst Du keinem was vortäuschen und dafür ist unser Forum auch nicht zu missbrauchen.
Registrierung gesperrt.
Und Tchüß, bis zum nächsten Mal.
Jocelyne Lopez
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29.11.2007 23:39 |
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Markus schrieb am 29.11.2007 23:05 Uhr:
Hallo
hmmm aus diesen verbalen Schlagabtausch werd ich irgendwie nicht schlau. Ist es denn verboten, kontroverse Ansichten zu haben und original Dokumente zu untermauerung zu benutzen?
Wenn ich das so lese gewinne ich den Eindruck, dass sie sich privat kennen und private Differnzen haben, denn ansonsten wurde doch sehr sachlich argumentiert. Nur aus den letzten Gesprächsfetzen wird deutlich, das sie in einer privaten Beziehung stehen. Natürlich müssen sie nicht antworten, wenn ihnen die Frage zu privat ist, aber neugierig bin ich ehrlich gesagt schon und würde gern die Hintergründe kennen lernen.
Liebe Grüße
Markus |
Nein, ich kenne die Teilnehmer "Spock" und "Martial Bourdin" nicht privat und auch nicht öffentlich, sie beteiligen sich ja unter Nicknamen. Es ist aber sehr stark anzunehmen, dass ich mich schon in unserem Forum oder in anderen Foren mit diesen Teilnehmern ausgetauscht habe, natürlich unter anderen Nicknamen. Die Benutzung von Mehrfach-Nicknamen, auch nach einer Sperrung, ist leider eine Unsitte, die in manchen Kreisen verbreitet und beliebt ist. Wenn Sie die Historik des Forums seit seiner Gründung nachlesen, indem Sie vielleicht erst einmal hier im Forum ein wenig stöbern, dann werden Sie den Kontext eindeutig erkennen.
Dies ist aber off-topic und ich bitte Sie auch ausdrücklich, das Thema "Interpretation von Zitaten" jetzt abzuschließen. Beide Seiten haben Ihre Deutungen dargelegt und die entsprechenden Originaltexten wurden auch komplett verlinkt: Jeder Leser oder Teilnehmer ist also in der Lage, sich selbständig seine eigene Meinung darüber zu bilden. Vielen Dank.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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30.11.2007 00:23 |
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